MF 135 qualmt blau und verbraucht Öl

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Luehrs

Gast
Moin in die Runde!

Mein MF135, 3 Zylinder Perkins, AD 3-152, qualmt seit einiger Zeit deutlich blau. Der Ölverbrauch ist regelmäßig am Peilstab ablesbar. Die Leistung ist meines Erachtens nicht beeinträchtigt. Er springt sehr gut an. Der Ölverbrauch sowie der blaue Qualm machen mir jedoch Sorgen. Gerne würde ich über einen Fachmann für Abhilfe sorgen. Kann jemand aus diesem Forum aus Erfahrung berichten, welcher Umfang an Instandsetzung nötig sein wird? Kennt jemand eine Adresse in Norddeutschland, die diese Überholung durchführen könnte?

Viele Grüße!

Christian
 
Moin Christian,

wie drückt sich das denn in Zahlen aus? Wieviel Öl auf wieviel Betriebsstunden und wieviele Stunden hat der denn insgesamt auf der Uhr?

Gruß +Matthes+
 
Moin Matthes!

Mein 135er hat gut 9.000 Stunden auf der Uhr. Um einen viertel Liter nachfüllen zu können, braucht es relativ wenige Stunden. Genau habe ich das nie gemessen. Aus dem Gefühl würde ich sagen, dass ich nach 5 Stunden Betrieb wieder zur Ölkanne greife.

Verschärft hat sich der Verbrauch, nachdem ich der uneingeschränkten Empfehlung eines sehr großen norddeutschen Landmaschinen- und Teilehändlers mit Oldtimer-Abteilung gefolgt bin. Die Empfehlung war, 10W30 Stou als Motor- (und Getriebe) öl zu verwenden. Das Öl hat mein Trecker jedoch durch den Auspuff geworfen. Anschließend habe ich es wieder abgelassen und wieder 15W40 aufgefüllt. Damit war er wieder "trocken". Das Qualmen und der Ölverbrauch hat sich seit dem jedoch verschärft.

Der Ölverbrauch ist deutlich vorhanden. Leistung ist dabei aber gegeben. Er springt auch super an. Selbst bei Kälte.

Ich bin dankbar für Rückmeldungen, Deine und weitere Erfahrungen etc.

Viele Grüße!

Christian 
 
Moin Christian,

also nach 5Std. ein viertel Liter= 20 Std.1l ? Was leistet der denn in den 5 Std.? Muss der auch arbeiten oder blubbert der am Holzspalter? Du hältst den immer auf Max? Das ist ein Fehler bei einer 9TsdStd. Maschine. Lass den doch mal weiter runterkommen, auf Min bis Mitte Peilstab. Bin sicher, dann reduziert sich der Ölverbrauch.

Wenn die Leistung okay ist und vor allem, wenn der gut anspringt, dann lass den mal in Ruhe und nen Liter Öl verbrauchen.(Never touch........)

Überholen kannst du den immer noch, wenn der bei Kälte nicht mehr anspringt. Meine Meinung!

Gruß +Matthes+

Ach ja: Achte bitte mal auf die richtige Rubrik deines Beitrages. Du wirst für ein Thema der 100er Serie wenig Antworten bekommen, wenn dein Beitrag unter TE 20 steht, das wird dann nicht gelesen.
 
Moin Matthes!

Vielen Dank für Deine Antwort. Ja, tendenziell sorge ich gerne für einen guten Füllstand. Gerne folge ich Deinem Tipp und versuche es mal mit einem geringerem Nivieau. Wirklich arbeiten muss mein Fergy nicht. Er muss eigentlich nur sich selbst ziehen. Vielleicht mal einen Anhäger voll Holz. Im Herbst hatte ich ihn einige Stunden vor dem Grubber. Das hat ihm gefallen. Der blaue Qualm zeigt sich stark im Betrieb ohne Last. Ich bin gespannt, wie er sich mit weniger Motoröl verhält. Den Motor überholen geht immer noch. Das stimmt. Vielen Dank für Deine Meinung!

Den Eintrag habe ich versehentlich falsch platziert. Das ist mir leider erst nach Veröffentlichung bewusst geworden. Sorry...

Viele Grüße! 

Christian
 
Hallo Christian,

das hatte ich schon vermutet, daß der wenig gefordert wird. Daher mein Hinweis auf den Spalter, da fangen die gerne an Öl zu pumpen und zu räuchern. Vielleicht kannst du ja im Umfeld ab und zu mal eine ordentliche Arbeit (wie das grubbern) mit der Maschine verrichten, damit dem wenigsten hin und wieder eine "artgerechte Haltung" zuteil wird :-)

Beste Grüße in den Norden

+Matthes+

P.S. Thomas (ebenfalls beste Grüße) hat den Beitrag ja netterweise verschoben.
 
Moin in die Ferguson-Runde!
Das Problem mit dem Ölverbrauch besteht weiterhin. Mein 135er hat Power. Er springt immer sehr gut an. Auch wenn’s richtig kalt ist. Er qualmt nicht aus der Motorentlüftung und lässt auch keine Ölflecken unter sich zurück. Aber: er qualmt aus dem Auspuff. Ganz besonders, wenn er eine Weile im Stand lief und dann Gas bekommt. Nach Teilnahme an einem Festumzug und dabei Einsatz von 7 Stunden ohne echte Belastung fehlte anschließend knapp 1 Liter.

Meine Frage an die Profis: ist es möglich, dass nicht die Kolbenringe etc., sondern die Ventilsitze die Ursache sind?

Vielen Dank für Eure Gedanken und viele Grüße!
Christian
 
Hallo Christian,
das problem sind ziemlich sicher die ventilführungen.....der perkins hat keine schaftdichtungen, aber das ist ein grundsätzliches problem, schleppermotoren sind halt auf last ausgelegt.....da kannst du machen was du willst, schonfahrten mögen die halt nicht... machen unsere auch, am spalter ohne wirklich last kann es sogar passieren dass öl zum krümmer raus läuft
Grüße Thomas
 
Moin Thomas!
Vielen Dank für Deine Antwort!👍 Das klingt nachvollziehbar und deckt sich mit meinen Erlebnissen. Dennoch würde ich den Ölverbrauch gerne eindämmen.
Dazu überlege ich, einen komplett neuen Kopf zu kaufen und zu montieren. Wenn die Ventilführungen tatsächlich die Ursache sind, müsste es mit einem neuen Zylinderkopf besser werden. Würdest Du meine Meinung teilen?
Viele Grüße!
Christian
 
könnte möglicherweise schon besser werden, je nachdem wieviel spiel der alte kopf tatsächlich hat
 
Bevor du den köpfst, würde ich als erstes mal den Auspuffkrümmer abbauen und schauen, ob der aus allen Kanälen sifft, oder nur aus einem. Du kannst den so auch mal laufen lassen und dann in etwas Distanz ein Küchentuch davor halten und schauen, wo die meisten schwarzen Sprenkel sind. Auch ein Kompressionsdrucktest oder besser noch Druckverlust- ist sicher nicht schlecht zur Diagnose denn die Perkins haben laufen auch mit verschlissenen Ölabstreifringen erstaunlich gut.
(auch mit verschlissenen Ölabstreifringen hat man wenig blow-by ins Kurbelgehäuse wenn die Kompressionsringe noch einigermassen sind. Also erst gründliche Diagnose, ohne Kopf kann man keinen Blutdruck mehr messen).

Gruß +Matthes+
 
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