Entlacken/Lackiervorbereitung

ThomasPG

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Hallo Zusammen,

mich würden mal Berichte von euch interessieren zum Thema Rumpf/Blechteile bearbeiten vor dem Lackieren. Wir werden die nächsten Wochen ein "feindliches" Fabrikat :-) neu lackieren.

Dazu haben wir so gut es geht mit der Topfbürste gearbeitet, 80er Schleifpapier den meisten Rost ab und den alten Lack angeraut. Unser Plan war nun Mipa Rostumwandler/Roststopp (wie auch immer man sagen will), dann Grundieren und dann Decklack, auch jeweils 2k von Mipa, natürlich alles jedes mal penibel entfettet.

Hat da jemand erfahrung  mit? Vor allem mit dem Roststopp, weil es ja einfach stellen gibt, die man so von Hand so gut wie nicht entrostet kriegt, außer durch Sandstrahlen, aber das will ich nichtmehr, aber anderes Thema, darüber wollte ich nicht diskutieren.

Beste Grüße Thomas
 
Bei einer Top-Lackierung (wovon ich mal ausgehe, wenn du 2k-Lack verarbeiten willst) würde ich mir immer die Mühe machen, und den Rost vollständig entfernen. Es gibt Drahtbürsten in allen erdenklichen Formen, mit denen man quasi überall hinkommt. Wobei ich bzgl. der punktuellen Behandlung mit Strahlsand auch ganz gute Erfahrungen gemacht hab. Flächig strahlen würde ich selbst auch nicht mehr machen, das war ne ziemliche Schweinerei :-D, das lässt man besser machen. Aber so ein paar kleine Ecken und Winkel sind doch draußen mit der Handpistole selbst mit einem kleineren Kompressor immer noch am effektivsten gereinigt.

Bzgl. 2k-Lack: ein bekannter hat einen 2k-lackierten Schlepper, der nicht nur angeschaut wird, sondern auch noch arbeiten muss. Der meinte, er würde das nicht mehr mit 2k machen, sondern mit Kunstharz. Das ist wohl zäher, und besser zu reparieren. Ich hab auch durchgehend Kunstharzlack verwendet.

Entfettet habe ich mit Silikonentferner. Aber nur vor dem Grundieren. Danach kommt ja kein Fett mehr drauf.

Bis jetzt hat alles schon 2 Jahre und 130 Betriebsstunden super gehalten. Einziger Fehler war das Lackieren des feuerverzinkten Nummernschildbleches. Das hätte ich mir sparen können, da ist nach einem Jahr die komplette Farbe einfach so wieder abgeblättert. Die galvanisch verzinkten Bleche sind unkritisch, aber auf der Feuerverzinkung hält fast nix.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Der hauptgrund für den 2k lack ist eigentlich folgender:

Haben wir am 255 auch schon verwendet und man muss sagen der lässt sich super verarbeiten, man bekommt keine läufer rein, da kann man sich noch so dumm anstellen und er trocknet sehr schnell, was super ist, weil wir keine halle haben die man zusperren kann, daher muss man immer mit irgendwelchen insekten rechnen, die sich den spaß machen, auf sen nassen lack zu sitzen...

Der 2k mipa lack ist sehr robust wenn man ihn richtig verwendet, wir haben damals leider zwei Fehler begangen: zu wenig härter verwendet beim grau (beim rot nichtmehr, das ist auch super) und eine stufe zu matt, aber das ist geschmacksache.

Der jetzige der lackiert werden soll, wird sicher kein museumsstück, der muss noch arbeiten und dazu reichen unsere lackierkünste auch nicht aus.

Wir wollen eben nur vermeiden dass nach einem jahr wieder alles abblättert...der 255 wurde komplett gestrahlt, da hält es, aber wie du schon sagst, das ist so eine sauerei, einmal und nie wieder...

Der rumpf ist jetzt angeschliffen, grober rost runter und jetzt wären eben erfahrungsberichte dazu hilfreich, bevor wir nochmal alles schleifen müssen.

Grüße Thomas
 
Hallo,

In diesem Bereich bin ich kein Profi,habe aber bisher drei Schleppe lackiert und habe nur mit der Drahtbürste,etwas Diesel und einiges an Schleifpapier gearbeitet.Ich habe auch immer Kunstharz verwendet und bin auch ein paar Jahre später nach einigen Arbeiteinsätzen mit dem Ergebnis sehr zufrieden.Allerdings ist diese Methode zeitaufwendig.(Im Verhältnis aber auch billiger als Sandstrahlen lassen.

Grüße Jens
 
okey, das hört sich ja top an!

Du hast aber auch nicht bis aufs blanke metall geschliffen sondern nur angeschliffen?

Grüße Thomas
 
bei tragfähigen Altlackierungen ist ein anschleifen völlig ausreichend. Meine Kotflügel habe ich auch nicht 100% entlackt. Der alte Lack hat z.t. so gut gehaftet und der war so fest, dass es Verschwendung gewesen wäre, ihn vollständig zu entfernen.

Außer natürlich das ganze wird zu dick. Bei zu vielen Lackschichten würde ich dann doch zumindest bis zur Grundierung abtragen.

Bzgl. 2k: mit der Verarbeitbarkeit des KH-Lacks bin ich als absoluter Laie eigentlich sehr gut zurecht gekommen. Wenns perfekt werden soll beschafft man sich noch einen Fließbecher und stellt die Viskosität der Farbe genau ein. Und wenn richtig warm ist, ist die Farbe innerhalb ner Stunde staubtrocken, sodass keine Tiere mehr drauf kleben bleiben. Draußen lackieren ist aber wegen der Lichtverhältnisse und der Schmutzpartikel, die während des Lackierens kommen, eher suboptimal.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
okey, das hört sich super an, danke für eure Rückmeldungen :-)

Wir haben uns auch eine sehr ordentliche Pistole gekauft, denke das hilft auch nochmal :)

Grüße Thomas
 
Da bei mir nichts abblätterte ,und die Oberfläche eben/glatt war habe ich alles gut angeschliffen und nur Kleinteile mit der Flex und Drahtbürstenaufsatz aufs blanke Metall bearbeitet.Um was für ein ,,feindliches Fabrikat" habdelt es sich denn wenn ich Fragen darf?

Grüße Jens
 
Ich hoffe dafür wird man hier nicht gebannt :-)

Ist ein Deutz 5506

Grüße Thomas
 
Außer MF habe auch ich noch Fremdfabrikate.Allerdings Fendt und John Deere.
 
Also er gehört nicht uns, ist nur im Auftrag so zu sagen :-)

Wir haben nur rot in der Garage :D
 
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