Forderachse neu Ausbuchsen und sowas

  • Ersteller Ersteller Silko23
  • Erstellt am Erstellt am
S

Silko23

Gast
Ich habe in den letzten Wochen wenig Zeit gehabt und daher bisher nur die Elektik wieder kompletiert.

Abgesehn von dem Warnblinkschalter ist nun alles da und Funktioniert.

Bei der gestrigen Fahrt, 18 km durch den Wald mit einem Stapleranhänger und gut 1,5t Nutzlast habe ich leider festgestellt, dass die vorderen Radlager und auch die Achsschenkellager Luft haben.

Das Selbe auch direkt am Lenkgetriebe. Die Kugelköpfe sind dann wieder Stramm genauso wie das Mittelachslager.

Da ich nun die Achsschenkel nicht versaun will ist meine Frage, kann ich die Lager ohne Spezialwerkzeug wie Presse und Co. wechseln?

Die 2. Frage ist, läst sich das Lenkgetriebe nachstellen?

Ich habe die Version mit 2 Schubstangen ohne Spurstange verbaut und die Lenkhebelwelle hat etwas Spiel.

Und das letzte, was mich gestern geärgert hat, ist die Sperrklinke für die Feststellbremse.

Mich hat son Urlauber am Berg volle Ausgebremst mit seinem T6
9.gif
dass ich im Graben zum stehn kam und arge Probleme beim Anfahrten hatte, ohne das er zu weit zurückrollt oder beide Räder vorn abheben. Und der A....h fährt weiter ohne zu bremsen.:(

Ich hab da gestern einen Shokezug vom Trabi dranngetüttelt, aber das funktioniert nicht zuverlässig. Habt Ihr da ne bessere Idee?

Achja, ps.

Ich habe Hand und Fußgas.

Das Gestänge vom Handgas wurde verlängert auf die rechte Seite und dort habe ich ein ganz schmales Gaspedal, welches zwischen den 2 Bremspedalen durchgeht.

Also, unten gebe ich Gas und die Bremse ist bei mir oben drüber. Mit Handgas konnte ich nicht arbeiten, da die Lenkung nach links wollte, ich aber nach rechts beim Anfahren.

Ich muß aktuell halt noch etwas vorsichtig sein, da ich den Hilfsrahmen noch nicht gebaut habe, aber aktuell muß er arbeiten, nächste Woche habe ich noch 2 Fahrten vor, dann hab ich etwas Zeit zum umbaun.
 
Hallo,

Die Buchsen im Achsschenkel bekommt man mit einem langen Austreiber raus. Zum Einsetzen der neuen habe ich mir zwei passende Dorne gedreht und die Buchsen dann mit einer Gewindestange eingezogen. Am besten nicht mit dem Hammer reinhauen! Die neuen Buchsen müssen nach dem Einsetzen noch auf Maß gerieben werden, also an den Achsschenkel angepasst werden. Das passiert mit einer verstellbaren Handreibahle mit Führung. Die Führung ist nichts anderes als ein Konus der an einem Ende in den Achsschenkel eingeführt wird und die Reibahle zentriert, dann kann die gegenüberliegende Buchse gerieben werden. Die Führung ist notwendig damit beide Bohrungen nachher wieder in einer Flucht liegen. Das ist also ohne Spezialwerkzeug nicht so ohne weiteres möglich. Meist ist auch der Achsschenkel selbst eingelaufen, dann bringt das Ausbuchsen nichts mehr und es sollten neue verbaut werden, denn das ganze soll ja nachher spielfrei sein.

Die Radlager kann man so wechseln, mit einer Presse ist es allerdings einfacher und das Risiko ein Lager zu beschädigen erheblich kleiner.

Das Lenkgetriebe kann nachgestellt werden, dazu müssen der linke Lenkarm und der Deckel ab. Dann kann die Kugelumlaufmutter durch entfernen von Distanzblechen in begrenztem Maß nachgestellt werden. Die Lenkarme sind untereinander durch eine Verzahnung im Lenkgetriebe verbunden. Wenn diese Spiel hat müssen die Zahnwellen erneuert werden. Auch die Buchsen zur Lagerung der Zahnwellen schlagen gerne aus. Wenn die Lenkspindel Spiel hat (auf und ab) kann das Lager unter dem Lenkrad nachgestellt werden.

Was genau ist das Problem mit der Sperrklinke der Bremse? Diese hat ein Hebelchen mit Feder zum Einrasten oder Lösen. Zum Anfahren am Berg: Feststellbremse lösen (Hebelchen zurück) und mit dem Fuß auf der Bremse bleiben, mit dem Handgas etwas Gas geben (dann hat man beide Hände zum lenken) und dann die Kupplung kommen lassen und am Schleifpunkt die Bremse langsam loslassen. Wenn er zurückrollt hast du entweder einen zu großen Gang drin, oder dein Anhänger ist schlicht und ergreifend zu schwer, was bei deinem 1.5t Anhänger eigentlich ausgeschlossen ist, oder der verbaute Famulus Motor ist zu schwach. Wenn beim Anfahren die Vorderräder den Bodenkontakt verlieren hast du wahrscheinlich den Anhänger zu hoch angehangen. Der Ferguson ist relativ leicht, deshalb hat Herry Ferguson auch sein Hitch-System zum tief anhängen erfunden. Das obere Zugmaul wie man es in Deutschland verwendet gab es bei Ferguson nicht, da gegen Fergusons Philosophie. Ist das ein Einachs-Anhänger? Wenn ja und er dann auch noch oben angehangen wird ist es fast normal dass der Schlepper sich hebt. Dafür ist er einfach zu leicht.

Gruss

Tim
 
Danke für deine Umfangreiche Antwort.

Mit der Vorderachse, nuja, da die durch die Tieferlegung ohnehin arg verbastelt ist, bin ich beim Überlegen, auf eine Staplerachse zu wechseln.

Dann, der Famulus-Motor hat 30 ps laut Motorschild und Fahrzeugbrief.

Der Anhänger ist ein 2-Achsiger 5-T-Plateauanhänger für Stapler mit Achsschenlenkung.

Der ist nur leider extrem an der Vorderachse ausgeschlagen und durch die Vollgumieräder sehr hart gefedert.

Die Ahzv erfolgt derzeit noch über die festgestellte Ackerschiene und in etwa 50cm höhe über der Erde.

Ich hab die NATO-Klaue schon hier, aber noch nicht mit dem Bau der Grundplatte begonnen.

Der Trecker wollte vorne hoch, da ich sau blöd stand und der Hänger mit den linken Räder versinken wollte im Schlamm. Obendrein hat dessen Vorderachse mittig teilweise aufgesessen.

Also, das ist rein der Situation geschuldet.

Und das letzte, diese Sperrklinke.

Der Handgashebel ist auf Grund des direkten Umbaus auf Fußgas leicht beweglich und läst sich nicht feststellen in einer bestimmten Stellung.

Der gesamte Umbau geht ja mit Gestänge und nicht mit Zügen.

So, und nun ne Frage an alle Fans hier.

Hat hier jemand die Möglichkeit die Vorderachse zu überholen bei einem vertretbaren zeitlichen und finanziellen Aufwand?
 
Hallo,

Ok wenn der Anhänger wirklich so bescheiden stand ist es nachvollziehbar dass der Schlepper aufbäumt. 50 cm sind zwar jetzt nicht wirklich hoch (mein Hela hat das Zugmaul entweder auf 63 oder 68 cm), aber in der Situation vielleicht schon zu viel. Und durch die Vollgummibereifung läuft der Anhänger evtl. auch noch recht schwergängig.

Dass das Handgas sich nicht mehr feststellen lässt ist natürlich auch, sagen wir mal, suboptimal. Original sitzt die Bremse des Gestänges unter dem Armaturenbrett das bei dir ja entfernt wurde.

Gruß

Tim
 
So, Staplerachse ist suboptimal.

Zu teuer und zu kompliziert in der Ausführung.

Ich habe daher gerade nach Ersatzteilen gesucht und mir ist dabei was Aufgefallen.

Bei den Ersatzteilen hat die Radnabe 6 Bolzen und wird mit einer Zentralmutter am Achsschenkel verschraubt. Über allem sitzt dann noch eine Nabenkappe mit Schmiernippel.

Montiert ist bei mir aber eine Radnabe mit 5 Bolzen und mit angeschweister Nabenkappe. Die Schweißnaht sieht auch original aus.

Ist das nun doch keine Achse von MF / ITM ?

Ideal wäre in diesem Momernt, wenn mal jemand eine Explosionszeichnung der Vorderachse einstellt.

Meine Werkstatt hatte mich um etwas Zeit gebeten und will die Überholung Mitte / Ende Mai durchführen. Also hab ich noch die Möglichkeit etwas zu ändern.

Der "Erbauer" des Treckers ist leider vor 6 Jahren gestorben und lt. Auskunft seines Sohnes solle es sich um einen ITM handeln, abgesehn vom Motor, T174 (Neuteil !!) , dem Kupplungskorb und des Vorderachsbockes, welcher teilweise nachgebaut oder umgebaut wurde.
 
Hier mal ein screen aus der Ersatzteile Liste MF 35...

eup-1136166931-0698f543b2a90604a82376a824e62e5e-1523644666_big.png

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Zurück
Oben