Ölverlust im Bereich der Hydraulik / Bremsleitungen

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rote Kruecke

Gast
Hallo zusammen,

ist glaube ich, mein erster Beitrag hier, daher stelle ich mich erst mal kurz vor.

Mein Vorname ist Werner, gehe aufs Rentenalter zu und bin im Landkreis Neuwied zu Hause.

Mein Eigen nenne ich einen MF 274S (Bj 1980) (rote Krücke). Meistens im Privatwald unterwegs.

Mein 274 S hatte starke Inkontinenz. Dem Fühlen nach war es Bremsflüssigkeit. Kurzerhand die beiden Radbremszylinder mit neuem Dichtsatz versehen und keinen Erfolg verbucht.

Der ganze Getriebebereich ist aber mit einer Öl und Dreckschicht konserviert. Daher habe den Sitz mit der Bodenkonsole ausgebaut um den Hobel zu entseuchen. Mit Diesel eingepinselt und anschließend mit Druckluft behandelt.

Dann festgestellt, dass die Bremsleitung zur linken Seite der Übeltäter ist. Meine Frage wäre, ob dies eine typische Baustelle ist und die rechte Seite gleich mit zu erneuern angeraten ist?

Um den Hydraulikblock in der nächsten Zeit mal beobachten zu können, werde ich für den Sitz eine Behelfsaufnahme bauen. Ist ja nur eine Schiene.

Gibt es typische Leckstellen im Bereich der Hydraulik? Verbaut sind zwei umschaltbare (einfach- / doppeltwirkend) hydraulische Steuerventile.

Danke für eure Mühen.

Gruß, Werner

 
 
Hallo!

Das Problem kommt mir bekannt vor. Bei einer Fahrt zur Mühle ist mir einst die Bremsleitung geplatzt. Natürlich bei voller Fahrt in einem engen Ortskern, mit 12 Tonnen Anhängelast... Damit ist nicht zu spaßen. Das Pedal knallt runter und die Bremswirkung ist weg... An meinem 274S war es damals die rechte Seite... Über die Jahre allmählich durchgescheuert... Ich würde mir genau anschauen, in welchem Zustand die noch "gute" Leitung ist... Bin gespannt, ob die Leitung überhaupt noch lieferbar ist!? Das war schon vor 20 Jahren ein Problem - nach drei Wochen hatte MF dann endlich eine besorgt... 

Grüße hometown 
 
eup-1136753347-efede915d225b38290a8c05a7d80aea6-1569774762_big.jpgHallo hometown,

Bei mir war es nicht im öffentlichen Verkehrsraum, sondern im Wald mit Winde, ziemlich steil Bergauf (> 30%). Der Schlepper steigt auf und ich latsche auf Kuplung und Bremse und das Bremspedal gibt nach. :( Schrecksekunde überwunden und die Winde abgelassen. Dann habe ich mich langsam nach Hause gekämpft.

Gruß, Werner

Edit:

Foto von der defekten Bremsleitung angehängt.

An der Schadstelle ist kein mechanischer Abrieb erkenbar. Ist auch unmöglich, da um die Ecken ein Schutzschlauch aufgezogen ist. Die Stelle ist gerade so mit dem Schutzschlauch abgedeckt gewesen.
 
Hallo,

meine Einstellung zur roten Krücke hat sich in den letzten Tagen nicht gerade gebessert. Die an sich simple Reparatur entwickelt sich zu einem Desaster.

MF o. Landini hat ein Bremsrohr von 6,35 mm (1/4 ") Ø und einer Rohrschraube mit Gewinde M12 x 1,25 mm verwendet.

Ich habe jetzt fast 10 Stunden damit verbracht, passende Überwurfverschraubungen für ein 6 mm Bremsrohr mit M12 x 1,25 zu organisieren. Die umliegenden KFZ- Werkstätten u. Lama wollen die vorhandenen 6,5 er Überwurfverschraubungen nicht mit 6 mm Rohr verbördeln. 6,35 Rohr geht aber in den Bördelvorrichtungen nicht, dass wäre auch zu beschaffen gewesen.

Wenn da jemand einen Lieferanten (Überwurfverschraubung Ø 6,2, Bördel F u. M12 x 1,25) kennt, so bitte ich um Nachricht. Gleich vorweg, es ist kein M12 x 1,0 und auch kein 7/16 UNF Gewinde. Diese gibt es wie Sand am Meer.

Persönlich sehe ich in den 3 Zentel mehr Luft in der Verschraubung kein Problem und habe glücklicherweise jemanden gefunden, der mir die Bördelvorrichtung überlässt.  :-)

Gruß, Werner
 
Hallo zusammen,

möchte das Thema kurz abschließen. Die Anfertigung der Bremsleitungen verlief problemlos. Beide Leitungen ließen sich an den Geberzylindern schwer abdichten. Ob dies den Überwurfschrauben geschuldet war, weiß ich nicht. Bei der rechten Leitung musste ich sogar tricksen. Was genau, schreibe ich lieber nicht.

Wenn ich das Thema nochmals angehen muss, würde ich die Bremsleitung im Ø reduzieren auf die 4,75 er Leitung. Dazu gibt es auch die entsprechenden Überwurfschrauben mit M 12 x 1,25 Gewinde. Da ich hier längst nicht jeden Monat reinschaue, setze ich mal nen Link zu einem gut aufgestellten Bremsenservice. Der nietet auch neue Belagringe auf die Bremsscheiben.

https://bremsen-schoebel.de/downloads/

Hier direkt der Bremsenteile Zubehörkatalog (Seite 8, gibt es Überwurfschrauben).

http://bremsen-schoebel.de/wp-content/uploads/2018/10/Zubeh%C3%B6r-Katalog.pdf

Gruß, Werner

Edit:

Habe hier öfters gelesen, dass manch User die Bremsleitung, nicht mehr nach dem Original verlegt hat. Leider habe nirgends den neu gewählten Weg vernommen. Ich wollte eigentlich beim Original bleiben. Während der Anfertigung merkte ich jedoch, dass dies sehr umständlich wäre, besonders für die linke Hinteradbremse.

Also habe ich nach einem großzügigen Bogen am Geberzylinder sofort den Weg zur linken Fahrzeugseite gewählt, also unter der Lenksäule her, einen Bogen nach unten und dann schnurstraks, am Getriebetunnel vorbei, nach hinten zum Radbremszylinder.

Die Bremsleitung zum rechten Radbremszylinder würde ich beim nächsten mal auch einfacher verlegen. :-)
 
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