Achstrichterdichtung passt nicht

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Ahlmann

Gast
eup-1136514367-73ecc833aaa28ccfae37a1923853ea1f-1542532335_big.jpgHallo

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich habe mit vor ca. 2 Jahren Achstrichterdichtungen innen, also die grossen Papierdichtungen am Diff Gehäuse bestellt. TEA 20 BJ.52

Letztens wollte ich sie anbauen und sie waren ca. 15mm zu groß im durchmesser. Bekommt man auch nicht gedrückt. da sie leicht schimmelig durch schlechte Lagerung waren, dachte ich sie sind vielleicht aufgequollen. Dann habe ich neue QTP Dichtungen bestellt. das selbe. daraufhin Sparex. genau so.

Es gibt aber doch nur Eine zur Auswahl. Kann mir das jemand erklären.

ich kann morgen noch mal Fotos machen.
 
Moin,

das Problem hatte ich auch, ob es da 2 verschiedene Größen gibt kann ich nicht sagen. Da mir der Fergie mit 3 Beinen im Wege stand habe ich den Achstrichter nur mit Hylomar eingesetzt. Blieb bis heute dicht.

Viele Grüße

Gunther

http://www.oldtimerzunft-guntersblum.de/Restaurationen/2012/Fergie_TEA/Fergie_1/event.php#start

01_Vga.JPG
 
Da möchte ich nicht machen. Brauche die Dichtungen um das Differntial einzustellen. So ca.0.5 bis 0.8 mm
 
Hi,

Dafür gibt es chims an der Ausenseite (Bremsankerplatte und Lager) in verschiedenen Stärken.
 
Achtung, das Lagerspiel der Differentiallager im Inneren und der äußeren Schrägrollenlager unter der Bremsankerplatte werden getrennt voneinander eingestellt!

Für das Differential gibt es nur die Möglichkeit über die Dichtung, und über eine Blechscheibe unter dem äußeren Lagerring auf einer der beiden Seiten. Letztere erfordert aber die Möglichkeit, das erforderliche Spiel messtechnisch zu erfassen, und den Lagerring wechseln zu können. Beides ist kaum praktikabel, zumal es diesen Ring auch nicht mehr gibt.

die Einstellung des äußeren Lagerspiels (über die besagten Chims)  hat keinerlei einfluss auf das Lagerspiel im Differential.

Ich hab hierzu zum 35er mal einen Beitrag verfasst, in dem auch der Auszug zur Messung des Differentiallagerspiels aus dem englischen Service-Handbuch dargestellt ist:

441029.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=lagerspiel_differential_einstellen-deutsche_ferguson_und&action=ubb_show&entryid=1134235874&mainid=1134235874&threadid=1203004137&USER=user_441029&cron=1
 
Genau das meine ich. Dichtungen weglassen geht nicht.

Ich schraube eine Seite mit Dichtung an. Danach setzte ich den anderen Achstrichter mit drei Müttern an und ziehe diese nur mit der Hand an. Das so gleichmäßig das ich mit der Fühlerlehre rundrum den selben Spalt habe. Das ist dann auch das Maß der Dichtung bzw der Shims der unter das Difflager Aussenrings muß. Da sich die dichtung noch etwas setzt, würde ich lieber etwas aufrunden. Lager zu stramm ist sicher schlechter als etwas  löse.
 
So kompliziert hab ich das gar nicht gemacht.

Ich hab den Trichter einmal mit Dichtung und einmal ohne montiert (besagte 3 Schrauben, oder auch 5). Ohne ging das Lager sehr schwer, mit leicht.  also war die Entscheidung klar ;-) ein Spiel ist nun am Ende keins merkbar...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Ich glaube ja Sparex, qtp und Agriline wissen nicht das die vom TEA und z.B einem 35er nicht die selben sind.
 
Ich glaube ja Sparex, qtp und Agriline wissen nicht das die vom TEA und z.B einem 35er nicht die selben sind.
 
Der Drops ist hier ja wahrscheinlich gelutscht. Dennoch möchte ich euch hier mal nen Trick verraten, wie man relativ einfach, solche Dichtungen selbst aus Dichtungspappe anfertigen kann.

Zuerst schneidet man die Dichtung mit einer Schere grob zu. Also etwa 10 mm Aufmaß innen wie außen. Dann legt man die Pappe über den eventuell vorstehenden Teil. Zum Fixieren kann man Magnete verwenden. Dann klopft man leicht mit einem kleinen Hämmerchen, etwa im 45° Winkel auf die Kante, also auf die Dichtpappe. Dabei wird die Dichtpappe durchschlagen bzw. perforiert. So der gesamten Kontour folgen.

Danach die gleiche Prozedur bei der zweiten Kontour.

Die Löcher der Dichtung fertigt man, indem man bspw. mit einer Reißnadel o. Nagel, etwa in der Mitte, wo das Loch enstehen soll, grob durchsticht. Dann nimmt man eine gehärtete Stahlkugel, etwa doppelt so stark, wie das zu fertigende Loch werden soll und drückt diese in die zuvor durchstochene Dichtpappe. Anschließend muss Druck auf die Kugel ausgeübt werden. Geht ganz einfach mit einer Schraubzwinge, Wasserpumpenzange, Rohrzange, dann knackt es kurz und ein perfekt rundes Loch wurde ausgestanzt.

Viel Erfolg, eventuell mal bei einfachen Teilen ausprobieren.

Schraubergrüße, Werner

 
 
Ahlmann:

Ich glaube ja Sparex, qtp und Agriline wissen nicht das die vom TEA und z.B einem 35er nicht die selben sind.
Falsch!

Ich glaube ja, dass niemand das Werkstatthandbuch der TE-Serie liest. Dort steht schwarz auf weiß, dass der Achstrichterflansch beim TE ab Fahrgestellnummer 325 001 größer geworden ist. Damit einher gehen ein anderer Tellerrad-Triebling-Satz und weitere Detailänderungen. Genauer gesagt wurde das Tellerrad vergrößert, um dieses dann montieren zu können, musste der Achstrichterflansch wachsen.

Der Unterschied ist von außen leicht zu erkennen: Die neue größere Version hat im unteren Bereich des Flansches doppelt so viele Bohrungen bzw. Stehbolzen wie im oberen Bereich. Bei der alten Version sind die Abstände aller Stehbolzen zueinander gleich, bei der neueren Version mit großem Flansch sind sie daher unten doppelt so dicht beieinander. Daran ließen sich auch die Dichtungen unterscheiden, wobei ich bis heute bei keinem Anbieter die alte Version gefunden habe.

MfG

Fabian
 
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