Allg. Frage zu Spannketten am Unterlenker

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MSl1

Gast
Hallo zusammen!

Ein paar Fragen an die gelernten Landwirte.

Der MF35 hat an den Unterlenkern innen angebrachte Ketten [1], damit die Unterlenker wohl nicht an die Räder kommen; denke ich.
Jetzt gibt es aber auch noch außen angebrachte (stärkere) Spannketten [2]. Auch richtige einstellbaren Stangen habe ich da schon gesehen.

Sieht bei mir so (alles vom Vorgänger gefriemelt...)

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1. Sollen [2] die Zugkräfte der Arbeitsgeräte aufnehmen, besonders bei Kurvenfahrt, oder werden die nur gebraucht für den Transport, wenn die Arbeitsgeräte angehoben sind und nicht wackeln dürfen?

2. Reichen die [1] für die Aufnahme der Kräfte beim Betreiben der Arbeitsgeräte?

3. Muss/soll man immer mit [1] und [2] arbeiten?

Grüße
Mario
 
Die kurzen, innen liegenden Ketten gibt es nur bei den alten MF. Spätestens wenn man an den Enden der Unterlenker Schnellkuppler hat, braucht man eine Möglichkeit den Abstand zwischen den Unterlenkern einstellen zu können. Dazu hat man meist zwischen den Unterlenkern eine Feder und seitlich je eine der außenliegenden Spannketten.

Sowohl beim Transport als auch bei der Arbeit ist es nötig, dem Gerät eine entsprechende, seitliche Bewegungsfreiheit zu geben, bzw. zu nehmen... Das ist je nach Gerät unterschiedlich, im Großteil der Fälle darf das Gerät aber nur minimal seitlich pendeln...

Grüße hometown  
 
Also muss ich IMMER BEIDE Ketten verwenden korrekt?

Ich hätte also auch auf die Variante verstellbare Spannstange [2] umsteigen können. Damit hätte ich alles mit diesem einem Element regeln können.
 
Ich bin zwar kein Landwirt, aber egal ;-)

[2] heißt auch Stabilistor, weil ohne diese Fixierung die Unterlenker pendeln.

[1] ist nicht dafür dimensioniert, Kraft aufzunehmen. Das sind reine Sicherungsketten, um Radkontakt zu vermeiden.

Erkennt man auch an den resultierenden Drehpunkten:

[1] hat Drehpunkte auf der Achse der Unterlenkerzapfen am Getriebegehäuse, bei 2 ist das nicht so. Deshalb kann und darf 2 auch nicht gespannt sein, würde beim Anheben der Unterlenker sonst möglicherweise abreißen.

Bei dir gilt: Die Aufnahme der Spannketten am Schlepper bedarf einer entsprechenden Halterung wg. dem exakten Drehpunkt. Fehlt bei dir. Die Befestigung am Unterlenker erfolgt dann seitlich drehbar.

Dein Schlepper scheint auf jeden Fall erheblich verbastelt aus. Das Zugmaul ist auch nicht schlecht ;-)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Die Aufnahme der Spannketten am Schlepper bedarf einer entsprechenden Halterung wg. dem exakten Drehpunkt. Fehlt bei dir.

Wo finde ich ein Bild oder Zeichnung, auf dem ich sehen kann, wie das KORREKT gelöst ist?
Das dann zu bauen, ist kein Akt. Der Drehpunkt muss doch einfach nur auf der Verlängerung des Bolzens, der im Achstrichter den Unterlenker aufnimmt, liegen; verstehe ich.

... gefunden: Das muss dann so wie auf dem Bild unten gelöst sein. Bei mir also weiter vor und tiefer. Verstanden.

Das Zugmaul ist auch nicht schlecht ;-) 

Jo, da hat wohl jemand aus der Restekiste die besten Brocken genommen und seine 2. Schweißstunde gehabt.
Das Ding kommt ja ab, sobald ich diese 1/2" Bolzen (very expensive...) endlich habe.

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ET-Nummer: 818 661 M93 rechts, 818 662 M93 links.

Dazu gehört dann noch ein passender Bolzen. ET-Nr. 646 101 M1

hier gibts das Teil komplett: https://www.ferguson-shop.eu/de/dreipunkt/streben/118/halter-fuer-seitenstreben-rechts

Ja, die Bolzen sind nicht ganz billig. Aber die werden sicher einen kleineren Teil deiner Investitionen ausmachen (ggf. derer, die noch anstehen werden ;-)

Hast du denn ein passendes Zugmaul für dran, oder brauchst du keins?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Danke für die Teilenummern! :-)

Vorn ist noch ein Zugmaul. Hinten brauche ich eigentlich vorerst keins, weil ich "nur" Mähen und Bodenfräsen will/muss.
(Und es gibt doch dieses Variante, wo das Zugmaul und zusätzlich ein Kugelkopf auf der Ackerschiene, oder was das auch immer ist, sitzen. Das wäre vlt. mal später die Lösung für mich. So in der Art: https://www.ebay.de/itm/3-POINT-LINKAGE-TOW-HITCH-Compact-Tractor-Mounted-Towing-Cat-1-Triangle-Pin-TE20/183508128795)

Ja, die Kosten. Der ganze Kleinkram hat schon eine "Schallmauer durchbrochen"... aber was soll‘s. Laufen muss er, das ist wichtig! :-)

Frage zu dem "Fertigteil" (Halter): Sind dann diese Schrauben, die die Muscheln halten noch lang genug, damit die Platte des Halters mit befestigt werden kann?
 
Sehe gerade, dass es wohl gehen sollte mit den originalen Langschrauben.

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Es soll diese Schrauben auch durchaus in länger geben ;-)
Zumal ich anzweifeln würde, dass du die überhaupt auf bekommst. Ich musste meine alle 4 abflexen. Die Anforderung bzgl. Länge hängt auch davon ab, was für ein Umsturzbügel montiert ist. Die Standardlänge vom Heigl hat bei mir auch nicht gereicht, aber der Heigl hat mir die auch in passender Länge verkauft...

übrigens, hier passen auch ganz normale metrische Schrauben, es muss kein Zoll-Maß sein ;-)

Die Ackerschiene ist zwar zum ziehen geeignet, nicht jedoch zum Bremsen. Da der Hydraulikzylinder einfachwirkend ist, können die Unterlenker hochgedrückt werden (das geht sogar sehr leicht, weil der Kolben nichtmal mit der Pleulstange fest verbunden ist...). Und um die korrekte Anhängehöhe zu erreichen, muss du die Unterlenker schon über den Drehpunkt anheben, sodass dir der Hänger zwangsläufig beim Bremsen ins Genick springt. Das Gerät im Link ist maximal für Rangierarbeiten geeignet. Und dafür ist das vordere Zugmaul besser ;-)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Zoll/metrische LANGE Schrauben ja, daran denke ich (vor allem wegen des Preises!), wenn es zu knapp werden sollte. Aber ich denke, ich kriege sie auf und sie reichen hoffentlich auch. Das alte Winkelstück kommt doch auch raus; dann geht‘s. :-)
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Was diese Anhängelösung angeht, stimmt, daran habe ich ja gar nicht gedacht. Ich kenne das Verhalten, dass man die Lenker hinten relativ leicht anheben kann. Stimmt, fällt also aus.
Da gibt es doch auch so ein Zugmaul, was in den Oberlenkeranschluss gesteckt wird. Da macht doch die Hydraulik dann beim Bremsen auch irgend etwas.

Dann ist wohl die sicherste Lösung das Zugmaul DIREKT an den HA Körper schrauben, wie bei mir jetzt geschehen in der Eigenbaulösung.

(Habe auch in der Zwischenzeit nach dem Preis von passenden (neuen) Winkeleisen geschaut, mit denen ich das 21-EUR-Fertigprodukt "kopieren" könnte. Lohnt nicht, weil selbst ein halber Meter Rohware mit Versand zw. 20-25 EUR liegt. oder auf dem Schrott stöbern, aber das dauert auch wieder und ‘nen Zehner oder mehr wollen die dann auch. Dann kommt ja noch flexen und bohren. Also bin ich mit den 40 EUR wohl gut bedient. :D)
 
glaub mir, bei 95% der Produkte, die es am Markt noch gibt, es es günstiger zu kaufen, als selbst zu bauen ;-)

So wie die Schrauben weiter oben korrosionsmäßig aussehen, hätte ich Bedenken bzgl. der verbleibenden Zugfestigkeit. Immerhin wird hier auch der Umsturzbügel mit befestigt...

Das Zugmaul gehört direkt an das Hinterachsgehäuse. Von MF gab es zwei Varianten, beide selten und kaum unter 200€ zu haben. Es gibt auch eine Nachbauversion, die dem Original sehr nahe kommt. Die ältere Variante wird oben an den Ösen (da steckt bei dir schon der passende Bolzen) befestigt und mit einer Halterung weiter unten abgestützt. Die neuere Variante, auch am 135er verwendet, wird ähnlich wie bei dir rechts und links verschraubt.

Eine Zugvorrichtung am Oberlenkeranschluss ist mir nicht bekannt, aber über die Regelhydraulik zu bremsen wäre finde ich hochinteressant. Zumindestens theoretisch ließe sich damit eine Art hydraulische Auflaufbremse realisieren. Habe ich aber noch nie etwas davon gelesen oder gehört... Hast du nähere Informationen dazu?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
https://www.google.com/search?q=zugmaul+mf35&client=firefox-b-ab&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0ahUKEwjZ5-Xn9LvkAhVKYVAKHZ60DiMQ_AUIEigB&biw=1469&bih=1011

Das sind doch welche (oben die grauen) dabei, die wohl in die Oberlenkeraufnahme gesteckt werden, oder habe ich das was falsch verstanden; könnte auch sein.
 
schau mal genau hin, das Zugmaul wird nicht an der Oberlenkerbefestigung aufgehängt, sondern an den Ösen darunter, dort wo der lange 2-teilige Bolzen durchgeschoben wird.

So sieht das aus:

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Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Das würde ich als die BESTE Lösung ansehen.
Werde mir dann halt so ein Ding besorgen. Aber erst muss ich diesen 2 teiligen Bolzen bei mir herausbekommen, alles eingewachsen...
 
Die Nummer 2 (Stabilisierungskette) ist sehr wichtig, besonders für die Arbeit mit Heckmähwerk u.s.w., damit wird das angebaute Gerät stabilisiert. Sonst würde das Mähwerk bei unebenem Boden und in der Kurve weit ausschwenken. 

Also wenn Gerät angebaut ist, dann mit den beiden Spannern die Kette gut anziehen!  Das ist unabhängig von Anheben, Senken und Transport.

LG Siggi
 
Hallo zusammen,

ich habe am WE endlich weitermachen können und meine Halter für die Spannketten angefertigt. Ich kenne ja die Bilder der Originalteilen und auch hier war vor Kurzem so ein Originalteil in einem Foto zu sehen. Hier der Ausschnitt davon.

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Wir hatten ja besprochen, dass der Bolzen in der Flucht des Unterlenkerbolzens im Achtrichter liegen muss, damit es beim Heben und Senken der Unterlenker keine "falschen" Verspannungen oder Lockerungen gibt.

Mir kommt aber der Abstand D der originalen Halter so ca. 1,0 - 1,5 cm zu kurz vor. Damit das bei mir alles schön in der Flucht liegt, ist der Abstand bei meinen Haltern etwas größer.

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Oder soll der Punkt HÖHER als der Bolzen im Achstrichter liegen?
Würde bedeuten, dass es sich beim Absenken mehr spannt und beim Heben wieder lockert.

Grüße
Mario

MF35 - Bj. 62 - SNFY291xxx
 
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