Anlasser dreht extrem schwer

  • Ersteller Ersteller Dackelmann
  • Erstellt am Erstellt am
D

Dackelmann

Gast
Hallo erstmal an alle im Forum ! Ich habe mich soeben erst angemeldet.Heiße Timo,komme aus dem Saarland und besitze seit ein paar Jahren einen TED 20 original noch mit 6 Volt.

Ich habe gerade jetzt bei niedrigen Temperaturen Probleme mit dem Starten des Benziners.Der Anlasser dreht wie ein alter Mann und schafft es kaum.Da die vorhandene Batterie vor JAhren schonmal gelitten hat,weil die Anschlüsse des Ladereglers wegkorrodiert waren und keine Ladung stattfand,habe ich ihm gerade eine neue spendiert.Ich habe eine Starterbatterie mit 98AH und 480A genommen,damit auch genug Saft da ist.Das Ergebnis hat meine schlimmsten Befürchtungen übertroffen - der Trecker startet mit der krachneuen Batterie genau so zäh wie mit der alten.Der Anlasser dreht unglaublich langsam und blieb sogar vor Kraftlosigkeit stehen.Ich habe jetzt folgendes unternommen :

Ein Kabel direkt zwischen Batterie und Anlasserklemme gehängt um schlechte Verbindungen und Übergangswiderstände auszuschließen - Ergebnis unverändert.

Anlasser ausgebaut,zerlegt,gereinigt,Nuten ausgekratzt,Ausrückspindel gefettet.Im ausgebauten Zustand schnurrt der Anlasser wie ne Eins.Eingebaut - wie gehabt.

Momentan hab ich nicht wirklich eine Idee,wie ich das lösen kann.Der Traktor steht in einer geschlossenen aber ungeheizten Scheune.Ich gehe davon aus,das die Dinger früher bei jedem Wetter gelaufen sind,sonst wär der Bauer vermutlich verhungert...Motoröl und Getriebeöl sind identisch laut Vorgaben,ich glaube 15W40.Kann es sein,dass die Brühe jetzt im Winter so zäh ist,das der Anlasser es kaum packt ? Kann ich mir auch schwer vorstellen,weil ein Traktor doch das ganze Jahr zuverlässig funktionieren muss.

Vielleicht zuwenig Getriebeöl drin ? Muss ich mal nachschauen.Ich bin für Ideen dankbar,vorab schonmal Danke und alles Gute fürs neue Jahr.

Timo
 
Hallo Timo

Herzlich willkommen hier im Forum. Mein TED 6 Volt dreht auch immer sehr schwer, auch im Sommer. Im Winter steht er in der Garage und hat nicht unter 10 Grad . Da er aber sofort anspringt ist das langsame Drehen in der Regel kein Problem. Probleme gibt‘s wenn die Batterie nicht sehr gut geladen ist (z.B. Kriechstrom, lange Fahrten mit Licht, langes laufenlassen im Leerlauf). Dann dreht der Anlasser gar nicht. Wenn er dreht, springt er aber sofort an, wenn die richtigen Zündkerzen verbaut sind. Ich denke vor dem Hungertod bewahrte in der 6-Volt-Ära vor allem die Startkurbel, welche ich auch heute noch ab und zu einsetzen (muss/darf). 😉 Das Getriebeöl sollte nichts zu Sache tun, wenn du beim Start die Kupplung drückst.

Gruss Fixu

****************
TED20 1950
MF65 1962
 
Ich hatte schon Zeiten,wo der Anlasser fast gedreht hat,wie bei einem neuen Auto.Ich habe jetzt mal die Masseverbindung zum Armaturenbrett gelöst,weil ich mir denke,über ein paar rostige Schrauben findet nicht der beste Stromfluß statt.Stattdessen hab ich ein Überbrückungskabel direkt an eine der Schrauben gehängt,mit denen der Anlasser befestigt ist.Schraube vorker noch blank gemacht,brachte auch nix.Genausowenig wie ein Kabel direkt vom Pluspol zur Klemme am Anlasser mit gleichem Erfolg.Damit scheidet zumindest irgendwo eine schlechte Verbindung aus.Jetzt hab ich einen neuen Verdacht.Das Ritzel vorn am Anlasser hat Macken auf den ersten paar Millimetern,scheint also nicht weit genug auszurücken.Ich bin kein FAchmann für Anlasser,aber vermute mal,wenn der Magnetschalter nicht komplett ausrückt,wird im Inneren des Anlassers der Kontakt für den hohen Startstrom nicht komplett geschlossen.Ist da was dran und wenn ja,warum rückt der Magnetschalter nicht komplett aus ?



 
Hallo Timo,

das mit dem anlasser ist eigentlich normal!

Gruß Moritz 
 
Hallo Timo ,

Probiere doch mal wie hoch die Batteriespannung beim Starten ist . Ich komme leider aus der 12 Volt-Branche . dort darf die Spannung während des Startvorgangs nicht unter 9,6V abfallen . Bei 6V müssten also noch ca. 5V als Batteriespannung stehen bleiben . Anschließend prüfe das gleich nochmal direkt am Starter . Nacht diesen beiden Messungen kann man einen Spannungsfall in den Leitungen schon mal ausschließen .

Interessant wäre auch wie hoch der Stromfluss zum Starter während der Betätigung ist . Ich denke es sollten so ca. 250 Ampere dort fließen .Dafür braucht man aber eine Ampere-Messzange .

Ist der Stromfluss zu hoch deutet das auf einen schwergängigen Motor hin (kann man aber auch mal mit dem Schraubenschlüssel an der Kurbelwelle versuchen) .

Viel Glück und schreib mal die Ergebnisse .

Gruß aus S.H. Jörn
 
Hallo,

bei meinem FE 35 hatte ich das gleiche Problem: Anlasser hatte keine Kraft, kaufte einen Neuen und der Spuk hatte ein Ende. Natürlich kannst du dich auch vorarbeiten, die einzelnen Komponenten (Kohlen, Anker ...) austauschen, die Kabelverbindungen hast du ja schon geprüft.

L.O.G Heigl hat viele Teile im Angebot (unter "Anlasser" suchen), hilft auch im persönlichem Gespräch.

Gruß

Rainer
 
Ich habe den Anlasser gestern weggebracht zu einem Spezialisten.Der hat mir gezeigt wo Spiel und ausgeschlagen ist und bestätigt,dass das Teil ziemlich fertig ist.Jetzt habe ich die Wahl - die haben tatsächlich noch einen überholten auf Lager aber Preis können sie erst nennen,wenn feststeht wieviel Auwand es ist meinen instand zu setzen.Der Preis wird zwischen 330 und 350 liegen 
38.gif
.Heigl hat einen neuen für 390 aber ich weiß nicht ob original oder Nachbau.Aber am deprimierensten ist ja sowas hier : 

http://www.ebay.com/itm/NEW-Starter-for-Massey-Ferguson-Tractor-TO35-35-/172464711858

Ich tröste mich mit dem Gedanke,dass das keine besondere Qualität sein kann.

Das große Zahnrad in das der Anlasser zum Starten reingreift ist wie das Anlasserritzel ausgeschlagen.Laut Anlasserspezi soll ich das auch machen.Ich hab mir gerade ein Video dazu angeschaut,das wird ja auch noch ein wenig Aufwand...
 
Hi Dackelmann,

meiner war auch 6V, den Anlasser habe ich noch, Zustand ist unklar. Auf jeden Fall hat er ein elektrisches Problem.
Ich weiß nicht ob es Sinn macht...... aber Du kannst die Brocken haben.
Will nichts dafür haben.
 
Hallo Gunther

Dieses extrem großzügige Angebot würde ich sehr gerne annehmen.Wäre nicht das erste Mal.das man aus 2 kaputten Teilen eins machen kann,das funktioniert.Vielleicht ist deiner ja nicht so ausgelutscht wie meiner und dafür sind bei mir die Wicklungen noch brauchbar.Schreib mir doch vielleicht per PN deine Anschrift auf und wie ich dir zumindest die Versandkosten zukommen lassen kann und dann sehen wir,was zu retten ist.Schlimmer kann‘s nicht werden 
88.gif


Viele Grüße Timo
 
Also bei deinem gezeigten Anlasserritzel wundert es mich das der überhaupt noch einrastet.
38.gif


Bei meinem 165er haben schon 1-2 verhunzte Zähn genügt um nicht mehr starten zu können weil nicht mehr eingerastet.

mit freundlichen Gruß
Tony
 
Das Problem ist ja,dass der Anlasser zu langsam dreht.Meinst du,das kommt daher,dass er wegen dem verballerten Ritzel verklemmt ?

Hätte ich mal vorher gewusst,wie das Ritzel aussieht,aber solange alles läuft,schaust du da ja nicht rein.
7.gif
 Allerdings haben die Typen in der Werkstatt gestern auch gesagt,das Hauptproblem sei das Ritzel,als ich den Anlasser abgeholt habe.Die waren schon dran,das Ritzel neu zu besorgen,obwohl ich keinen Auftrag erteilt hatte,sondern nur ein Angebot für einen Austauschanlasser wollte.Dazu sei erforderlich festzustellen,wie brauchbar mein Anlasser noch ist.Als Preis hat man mir dann ca. 330 Euro genannt.Ich will ja nichts unterstellen,aber wenn das Problem mit nem neuen Ritzel für 30 Euro behoben gewesen wäre,hätten die ein tolles Geschäft gemacht...egal,ich hol jetzt erstmal Gunthers Anlasser ab und dann sehen wir weiter.

Gruß Timo
 
So wie das Anlasserritzel ausschaut, sieht auch an 2 bis 3 stellen  der Zahnkranz aus. Wenn das so ist, wird auch das neue Ritzel bald den Geist aufgeben. Entweder sollte man mit einen Einhandschleifer oder Luft-Fräßer den Zahnkranz durch das Anlasserloch nacharbeiten. Aber erst am Zahnkranz unbeschädigte Zähne genau betrachten, um die beschädigten Stellen  eine ähnliche Form zu geben oder Schlepper trennen und Zahnkranz erneuern. Solltest Du keinen Neuen mehr bekommen. reicht es auch den Zahnkranz etwas auf der Schwungscheibe zu verdrehen aber die vergammelten Zähne müssen auch da bearbeitet werden. Solange der Freilauf am Anlasserritzel noch funktioniert könnte man auch die Ritzelzähne etwas nacharbeiten. Auch diese müssen Stirnseitig etwas abgeschrägt sein.
 
....sollte man mit einen Einhandschleifer oder Luft-Fräßer den Zahnkranz durch das Anlasserloch nacharbeiten. 

Genau so hab ich das bei meinem auch gemacht (im Wald)
9.gif
nachdem das Ritzel zum zweitenmal nicht mehr eingespurt ist.

Den Zahnkranz auf dem Schwungrad verdrehen wäre auf Dauer gesehen besser weil die ramponierten Zähne des Zahnkranzes bei abstellen des Motors immer ziemlich in der gleichen Position stehen bleiben.

Allerdings kann ich mir nicht Vorstellen das deswegen der Anlasser schwer dreht.
7.gif


mit freundlichen Gruß
Tony
 
Ich werd es mir anschauen und mir das Trennen des Rumpfs sparen,falls möglich.Das Ritzel dürfte so aussehen,weil in den letzten Jahren einige Male der Schlthebel in der Startstellung hängen geblieben ist und der Anlasser kurz bei laufendem Motor weiter ins Scjwungrad gefahren ist.Ich denke aber das Schwungrad ist härter als das Ritzel und sollte nicht viel abbekommen haben.

Könnte es sein,das das Schwubgrad nicht mehr fest sitzt und deshalb der Anlasser schwer dreht ?
 
Hallo,

Mein Rat: wenn du den Schlepper trennst, auf alle Fälle neuen Zahnkranz montieren, bekommt man für kleines Geld.

Anlasser: Frag doch mal bei Heigl  nach da stehen mehrere verschiedene Anlasser für den kleinen Fergie drinnen, einige schon im 100+ € Bereich, welchen du wirklich brauchst.

Gruß

Rainer
 
Hi Rainer

Heigl hat einen Anlasser,der bei mir passt,wenn ich bei 6 Volt bleibe und das habe ich eigentlich vor,und der kostet 390 €.Ich war gestern bei Gunther,der so nett war,mir seinen nicht mehr benötigten Anlasser zu überlassen und bekomme aus dem was ich jetzt habe,auf jeden Fall einen funktionierenden Anlasser hin.Ritzel hab ich neu bestellt und aufs Trennen bin ich nicht besonders scharf.Ich schau mir das Schwungrad an und hoffe es ist nur eine Stelle betroffen und die lässt sich von außen bearbeiten.Falls ich doch trenne kommt allerdings auf jeden Fall ein neues Schwungrad drauf.Muss nur schauen ob eines von den beiden bei Heigl passt.

Gruß Timo
 
Das Ritzel ist heute gekommen,es ist leider komplett anders als das originale und passt hinten und vorne nicht,kann auch nicht passend gemacht werden.

Hat jemand ne Ahnung wo man sowas bekommt ? Ich hab schon gegoogelt und in englischen Foren gelesen,das Teile für diese alten Lucas Anlasser schon jahrelang nicht mehr zu bekommen sind.
 
Abgesehn vom Ritzelprob hast du schon mal ne zweite Batterie zum Starten rangehängt ob er dann schneller durchdreht?

Und bei VW Käfern mit 6 Volt ham manche auf ne Optima Batterie umgerüstet, weil die wesentlich mehr A raushaun, grad bei 6 V wichtig. Ne 50 Ah hätt fast doppelt so viel A wie deine Batterie.

https://www.optimabatteries.com/en-us/redtop-starting-battery/6v

Auch ne Neuwicklung auf 9 V beim Anlasser würde was bringen, deinen Elektrik-Dienst mal fragen.
 
Ich habe eine ladenneue Batterie an dem Traktor hängen,die zudem noch mit 98AH ein gutes Stück stärker als die vorherige mit 77 AH ist.480A sind auch nicht gerade wenig.Ich habe schon überlegt ob ich eine neue,kaputte Batterie gekauft habe.Ich probiere es jetzt die Tage noch mit dem revidierten Anlasser.Was es bringen soll auf 9V zu wickeln wenn die Batterie schon für die 6V Wicklung zu schwach ist verstehe ich nicht.ber wenn alle Stricke reißen baue ich auf 12V um.
 
Ja, das mit dem 9V Anlasser bei einer 6V Anlage scheint ein echter BillyBoy
44.gif


Gruß +Matthes+
 
Hallo , es kommt nicht auf die Ah (Kapazität der Batterie) sondern auf die A (Kälteprüfstron) an . der sollte auch bei 450 absolut ausreichen . Das ist sozusagen die Menge an Strom , die die Batterie schlagartig (bei niedrigen Temperaturen) abgeben kann . Deshalb ist es wichtig den Stromfluss zum Starter mit einer Amperezange zu messen und dabei gleichzeitig die Spannung zu prüfen .

Als ich noch im Bosch-Dienst arbeitete haben wir bei solchen Problemen tatsächlich gelegentlich 9Volt-Anker verbaut . Da handelte es sich aber um 12Volt-Elektrik . bei 6Volt ist das sicher ein Schritt in die falsche Richtung .

Prüfe bitte den Stromfluss und fummel nicht mit zweiten Batterien usw. rum !!!

Gruß , Jörn
 
Hallo Jörn

Ok,ich muss nur sehen,wo ich ein Zangenamperemeter herbekomme.Sowas hab ich nicht zuhause rumliegen aber mein Nachbar hat ne Elektrofirma.Der müsste sowas haben.

Und nein.ich nehme keine zweite Batterie.Bin ja nicht scharf drauf dass mir alles um die Ohren fliegt 
88.gif
 Gruß Timo
 
Servus Dackelmann    

Ich kenne den Schleppertyp, den Du besitzt, nicht detailliert, trotzdem eine Frage, bzw. ein Hinweis.  Wurde an den Schlepper irgend etwas angeschraubt, oder montiert, das geographisch in der Nähe von Teilen liegt, die der Anlasser bewegen muß?

Kontext zur Frage: -Im engeren Bekanntenkreis konnte ein Besitzer seinen Fendt nicht mehr starten.  - Analyse: Das Drehen des Schwungrades, durch die Anlasseröffnung mittels Montiereisen war fast nicht möglich. Die Problemursache war letztendlich eine verlorene Befestigungsschraube im Bereich der Kupplungsglocke, die durch eine zu lange Schraube ersetzt wurde. Dadurch wurde das Schwungrad massiv gebremst.

Ich will hier einen Denkanstoß geben um die Nebeneinflüsse auch mit zu betrachten.

Beste Grüße von Richard
 
Hallo Richard

Nein,es wurde nichts geändert.Mit der Handkurbel kann ich auch den Zahnkranz ganz locker ohne Anstrengung drehen,da ist nichts schwergängig.Ich fahre gleich noch zu nem Kollegen,der mir die 2 Lagerbuchsen neu dreht und wenn der Anlasser dann immer noch keinen Saft hat bin ichs leid und rüste auf 12 Volt um.Bei Agriline kriege ich den kompletten kit mit Anlasser,LiMa,Regler,Zündspule für unter 300 Euro.Da seh ich nicht recht ein warum ich für einen neuen 6 Volt Anlasser 400 hinblättern soll.Außerdem springt die Fuhre dann in Zukunft anständig an.Hab ich halt die neue 6 Volt Batterie im schlimmsten Fall in den Sand gesetzt aber vielleicht bekomm ich sie ja los.
 
Zurück
Oben