Bremse läuft heiß am 135er

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Einspritzer

Gast
Servus zusammen,

ich habe mal wieder ein Problem und werde nicht Schlau draus. Alles fing damit an, dass meine linke Betriebsbremse auf einmal kaum mehr Wirkung zeigt. Die letzten 2 Jahre zuvor, seit ich beide Bremsen mal eingestellt habe, war alles top! 

Also hab ich die Trommel mal runter gemacht und festgestellt, dass eine Stellschraube(die die Backen gegen verkippen heben) abgebrochen war, und ein Bolzen auf der Ankerplatte, an dem die Federn und Backen eingehängt sind lose war. Also dachte ich mir nichts schlimmes, Betriebsbremse Backen runtergebaut, die neue Stellschraube rein und auf selbes Maß wie die anderen eingestellt(aber die ist ja sowieso für die Handbremse). Ebenso den Bolzen auf der Platte wieder festgezogen. Alles zusammengebaut, eingestellt, i.O.



Dachte ich: nach ca 20km zum nächsten Treffen blockierte auf einmal das linke Rad, es ha gestunken und auf der Trommel verkochte das Trinkwasser! So heiß wurde die. Ich konnte mir im ersten Moment nicht erklären, wie eine mechanische Bremse auf einmal zu machen soll?! Jedenfalls habe ich die linke Bremse am Sternrad soweit gelöst, das ich wieder fahren konnte. Bremswirkung war natürlich nicht mehr gegeben.

Wieder zu Hause angekommen hab ich die Trommel wieder runter und festgestellt, dass eine Feder an der Trommel möächtig geschliffen hat. Allerdings kann das auch ein alter Schaden sein, von da wo der Bolzen lose war. Weil aktuell kommt die Feder bei weitem nicht an die Trommelwand.Kann mir allerdings kein Fehlerbild zusammen reimen. Ich habe die Feder jetzt noch etwas abgebogen, sodas die Windungen ganz dicht am Bremsbacken anliegen und somit möglichst weit weg von der Trommel. Ich habe Euch mal einige Bilder gemacht, vllt fällt jemand was auf was hier das Problem ist
7.gif
 Ist bei weitem nicht meine erste zerlegte Bremse, aber hier kann ich einfach nichts finden. Dachte erst vllt ist die Feder verkehrt herum eingebaut, aber andersrum geht sie garnicht.









Bin für alle Ratschläge dankbar

Gruß

Maui
 
Moin Maui,

also so wirklich kann ich mir auch keinen Reim darauf machen.

Aber: beide Backen haben ja über die jeweiligen Langlöcher nur einen definierten Bewegungsspielraum.

Bei deinem 2. Bild fällt mir auf, daß der rechte Verstellbereich (Sternschraube) komlpett eingeschraubt ist, während

an der linken Seite noch gut 1 cm (?) Gewindelänge "Luft" ist. Das sollte doch aber gleichmäßig sein?

Ich weiß, daß theoretisch hier nur die Gesamtlänge entscheidend ist, aber das Gestänge wird durch die im Sternrad keilförmig anliegende Feder

ja (in deinem Bild) nach rechts gedrückt.

Wie gesagt, nur eine Vermutung. Gutes Gelingen!

Gruß +Matthes+
 
Moin,

sehe ich das richtig auf Bild 2, dass sich der Bremsbelag an der unteren, linken Seite gelöst hat?

Oben rechts hat der sich doch auch gelöst?

Wenn die Bremsbeläge inzwischen ‘schräg‘ abgelaufen sind, trägt das auch zum Schadensbild bei.

Wurde die Bremse mit ausgehängtem Bremsgestänge wieder eingestellt?

Oder, oder, oder. - Es gibt dort einige möglichkeiten.

Grüßle

Peter
 
Hi Maui,

von sich aus bloxkieren kann die doch eigentlich nur, wenn sich was loses zwischen Belag und Trommel setzt oder die Beläge irgendwo klemmen.

Wenn die Frei zurück gehen und die Bremse nicht schleift, dann gibt es eigentlcih auch keinen Grund. dass die heiß wird.

Im Normelfall dent sich die Trommel auch mehr aus als der rest innen drin, wenn die warm wird. Deswegen sollte auch nichts klemmen.

Ungewöhnlich....

Gruß,

MHF
 
Hallo,

dem Schadensbild zu Urteilen ist wohl eine Überholung der Bremse Erforderlich!

- Trommel ausdrehen

- neue Beläge mit entsprechender Übergröße

- ausgeschlagene Teile ersetzen

- Federn erneuern

- Bremse richtig einstellen

gruß Lukas

Eicher ED13/II - 1959
Fordson Dexta Petrol - 1964
Holder ED II - 1951
Holder ED II - 1956
MF 35 Standard 23c - 1958 - Restauriert
Unimog 406 U70 - 1966 - Technisch überholt
Volkswagen 245 - 1983

Fertig Restauriert
Massey Ferguson FE35 mit Standard 23C Diesel-Motor (1958)
 
Servus zusammen,

also: Bremsen wurden im aufgebockten zustand mit ausgehängtem Gestänge eingestellt. Ganz nach Handbuch. Dies habe ich das letzte mal genauso durchgeführt, und hatte jetzt 2 Jahre lang top Bremswirkungen!

DIe Beläge lösen sich nicht, sieht nur so aus weil die etwas über die Backen stehen. Beläge sind auch vom Maß noch top, sind auch mal neu Belegt worden. Die Sternschraube hat nur auf einer Seite ein sichtbares Gewinde, ist rechts auch so. Habe ja beide Bremsen verglichen, und nichts festgestellt.

Schräg abgelaufen sind sie nicht, habe ich gemessen. War ja nicht lange der Zustand mit dem losen Bolzen-habs umgehend repariert.

mhf1976: Eben, ich konnte mir auch nicht vorstellen was von sich aus blockieren sollte. Höchstens ein runtergefallenen Belag bei Federbruch oÄ. aber das ist ja nicht der Fall. Nachdem ich dann die Bremse am Sternrad ganz zusammen gedreht habe, wurde die Trommel ja auch kalt. Lediglich im Bereich des Radlagers war sie lauwarm, was wiederrum auf die Erhitzung durch die schleifende Feder sprechen würde. Ist ja genau der Bereich...

MF TRaktorschrauber: Ich kann nicht´ganz nachvollziehen, wieso ich eine komplette Überholung durchführen sollte. Solange ich keinen Fehler gefunden habe, sehe ich es für nicht ermessen an, wild Teile zu tauschen. Am Schluss weiß ich nicht was los war, oder ist der Fehler erst garnicht behoben.

Warte jetzt auf meine 4 neuen Schlitzschrauben zum Trommel befestigen, bau den Bock zusammen und mach ne Probefahrt. Dann mal sehen, obs wirklich nur die schleifende Feder war.

Gruß

Maui 
 
Hi Maui,

also dass die Feder warm wird, wenn die Schleift, okay.

Die Trommel oder Radnabe haben aber eine viel größere Masse und nur geringen Kontakt zur Feder. Die sollten da nicht groß warm werden durch.

Außerdem müsste es dann beim Durchdrehen Geräusche machen.

Bist du sicher, dass nciht beim Auseinanderbauen irgenwelcher Dreck raus kam?

Da reichen schon Rostteilchen um sich zu verklemmen, wenn die eng eingestellt ist.

Es lag ja definitv an der "handbremse" da es nach dem Rückstellen weg war.

sehr merkwürdig.

Gruß, MHF
 
Hi Mhf,

beim ersten zerlegen ist mir eine abgebrochene Stellschrwube entgegen gekommen, ja. Beim zweiten nichts. Auchnicht sonderlich abrieb. 

Ne, da haben wir uns falsch verstanden. Ich hab die Betriebsbremse locker gestellt, danach kühlte die Trommel trotz weiterfahrt ab. 

Naja, am Wochenende weiß ich mehr

gruß

Maui
 
Servus,

also habe heute alles zusammen gebaut. Räder ließen sich ohne Schleifgeräusche drehen. Also mit ausgehängtem Gestänge Betriebs  und Handbremse eingestellt. Handbremse war i.O., Betriebsbremse hab ich 7 Rasten wieder aufgemacht. Räder hatten auch blockiert zuvor. Also alles zusammngebaut, Gestänge Null auf Null eingestellt. Beim eersten Bremstest hat rechts perfekt blockiert, links garkeine Wirkung. Komisch. Hab dann rechts zusätzlich 10!! Rasten aufgemacht, bis beide gleichzeitig blockierten. Jetzt bremst der Traktor zwar wieder gut, allerdings ist die linke Trommel nach der Fahrt lauwarm. Also irgendwas stimmt hier nicht... So langsam nervt mich der MF Heckbau an dem Trecker so, an allen Enden passt was nicht. Werds jetzt erstmal so lassen und schlimmsten Falls meine anderen Traktoren nehmen, vielleicht schleift es sich auch ein. Solange es nicht wärmer aus Lau wird. Im nachhinein hätte ich die Schleifspur in der Trommel mal mit Lackstift anmalen sollen, um zu sehen, ob hier noch was schleift.

Gruß

Maui
 
Moin,

Kann das sein, daß links die Beläge verölt sind? So daß die rutschen?

Gruß, Rainer
 
Servus Rainer,

ne sind trocken und vor Zusammenbau auch extra nochmals gerewinigt worden.

Gruß

Maui
 
Servus zusammen,

gestern habe ich mich nochmal mit der Bremse befasst. Es ist zwar besser, aber nicht gut. Ein zwei Fragen habe ich noch.

Wenn man das Gestänge einstellt, stellt ihr dann das Spiel raus? Also, Gestänge leicht anziehen bis man merkt dass das Spiel in der Bremse draussen ist, die Backen aber noch nicht aufgehen? Denn sonst liegen die Bremspedale ja auch nicht am Kotflügel an.

Weiterhin iost mir auifgefallen, dass diese eine Abstandshülse konisch ist im Innendurchmesser, und die untere anderstrum drauf ist als die obere. Wie rum sollte es richtig sein?

 

Und gibts für die Stellschrauben von MF eine Vorgabe, wie man die einzustellen hat? Grundmaß oÄ.? Weil bei mir sieht man, dass der Handbremsbelag nicht parallel zur Ankerplatte verläuft. Vllt ist dsas Problem auch, dass ich die abgebrochene STellschraube ersetzt habe. Wer weiß, wie lange die Alte schon abgebrochen war und sich der Belag evtl schon schief eingelaufen 



Danke und Gruß

Maui
 
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