Elektrik TEA 20 und viele Fragen...

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Moinmoin, wie im Schauthreat angedroht komme ich hier mal direkt zur Sache:

Ich habe einen TEA 20 von Bj 1955. Der Verkäufer sagte mir, dass er bereits auf 12V gebaut worden ist. Dies kann ich auch an der Zünspule, welche 12V hat bestätigen. Jetzt habe ich natürlich noch ein paar Fragen, bitte nicht böse werden, falls diese eine wenig banal sind, bin jedoch auf dem Bereich Trecker und Englisch neu!

- Ich brauche nochmal für einen totalen Anfänger aufgeschlüsselt, woran ich erkenne, ob Masse oder Plus über das Chassie läuft. Kann man mich da mal bitte aufklären?

- Ich habe bereits eine 12V Batterie mal reingehängt und angeschlossen. Effekt habe ich keinen über den Startschalter erziehlen können. Mit Überbrückung konnte ich den Anlasser drehen lassen, leider startete der Fergie noch nicht. Gibt es eine "bekannte" oder "TEA-typische" Ursache dafür, dass der Startschalter nicht funktionert? Safety-Switch verdreckt oder Regler feucht o.ä. welches ich zuerst prüfen sollte?

- Leider ist meine Elektrik sehr marode, werde auch einen neuen Kabelbaum verbauen etc. Ich brauche aber mal Hilfe zu den vorhanden Schaltern auf meinem Armaturenbrett und darunter. Ich beginne auf der linken Seite. Hier ist ein Drehschalter verbaut, welchen man in 0 1 2 3 schalten könnte, wenn er nicht festhängen würde und abgebrochen wäre. Ist das der Lichtschalter oder ist das allgemein Zündung und Licht?

- Unter Links, neben der Lenksäule ist ein Zieh- / Schiebeschalter verbaut, welcher den Stromkreis vom Anlasser bzw zur Zünspule untebricht. Ist das die Zündung?

- Es sind ein Druckschalter und eine Kontrollleuchte verbaut, gehe davon aus, das dies Hupe und Ladestromlampe ist, kann ich da richtig liegen?

- Den Choke habe ich gefunden
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- Passt jetzt nicht ganz hier rein, aber wie weit bewegt sich der Schalthebel auf Stellung S, bei mir sind das nur gut 2mm, ist das ausreichend?

- Kann ein Anlasser beim TEA oder generell falschherum drehen?

- Gibt es eine Markierung auf dem Zündverteiler zum aufsetzen des Fingers bzgl OT 1. Zylinder wie bei Bosch o.ä.?

Ich hoffe die Fragen sind nicht zu dämlich, wenn ja, bitte trotzdem helfen wenn möglich, sonst komme ich nur schwer weiter und bis zum 01.08.15 sollte er laufen! :-)

Danke euch und mit besten Grüßen,

 

Timo

  

 
 
Einen habe ich noch, wenn ich den Batteriehalter ausbauen möchte sind unten am Lenkgehäuse zwei Schrauben, nahe des Reglers. Wenn ich diese löse, kommt Getriebeöl aus den Bohrungen. Ist das normal?

Habe mich doch gewunder (Der Fachman staunt, der Laie wundert sich)
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Moin Moin ja das ist normal war bei mir genauso. Bin auch gerade am restaurieren und hatte mich auch schon darüber gewundert Gruß Marcus 
 
+Timo84+:

Moinmoin, wie im Schauthreat angedroht komme ich hier mal direkt zur Sache:

Ich habe einen TEA 20 von Bj 1955. Der Verkäufer sagte mir, dass er bereits auf 12V gebaut worden ist. Dies kann ich auch an der Zünspule, welche 12V hat bestätigen. Jetzt habe ich natürlich noch ein paar Fragen, bitte nicht böse werden, falls diese eine wenig banal sind, bin jedoch auf dem Bereich Trecker und Englisch neu!

- Ich brauche nochmal für einen totalen Anfänger aufgeschlüsselt, woran ich erkenne, ob Masse oder Plus über das Chassie läuft. Kann man mich da mal bitte aufklären?

Grundsätzlich war original immer Plus an Masse. Für den Betrieb mit Minus an Masse muss die Lima umgepolt werden bzw. der Regler anders angeschlossen werden. Bitte mal die Suche bemühen... Wenn dein Fergy noch ein Amperemeter besitzt (wahrscheinlich nicht, da Däne), könnte man daran die Polarität ablesen. 

- Ich habe bereits eine 12V Batterie mal reingehängt und angeschlossen. Effekt habe ich keinen über den Startschalter erziehlen können. Mit Überbrückung konnte ich den Anlasser drehen lassen, leider startete der Fergie noch nicht. Gibt es eine "bekannte" oder "TEA-typische" Ursache dafür, dass der Startschalter nicht funktionert? Safety-Switch verdreckt oder Regler feucht o.ä. welches ich zuerst prüfen sollte?

Bei meinem TEA funktionierte der Startschalter zunächst auch nicht. Lag an total korrodierten Kontaktplatten, die ich aber problemlos reinigen (schleifen) konnte. Funktioniert seitdem wie neu. Aus Sicherheitsgründen empfehle ich Dir dringend, den Anlasser über einen Magnetschalter zu betreiben. Klemme 15 vom Zündschloss geht dann an den Startschalter, von da weiter an den Magnetschalter.

- Leider ist meine Elektrik sehr marode, werde auch einen neuen Kabelbaum verbauen etc. Ich brauche aber mal Hilfe zu den vorhanden Schaltern auf meinem Armaturenbrett und darunter. Ich beginne auf der linken Seite. Hier ist ein Drehschalter verbaut, welchen man in 0 1 2 3 schalten könnte, wenn er nicht festhängen würde und abgebrochen wäre. Ist das der Lichtschalter oder ist das allgemein Zündung und Licht?

Wie bei allen anderen unrestaurierten Fergies wird auch bei Deinem nicht mehr viel original sein. Ein typisches 0-1-2-3-Zündschloss wie die alten Fendt, Deutz, etc. gab es nicht. Wurde bei deinem wahrscheinlich mal irgendwann reingebastelt.

- Unter Links, neben der Lenksäule ist ein Zieh- / Schiebeschalter verbaut, welcher den Stromkreis vom Anlasser bzw zur Zünspule untebricht. Ist das die Zündung?

Siehe oben. Im Zweifelsfall mal ein Foto hier einstellen. Irgendeinen Schalter zum Ausstellen des Motors muss es ja geben... bei meinem habe ich zusätzlich zum Zündschloss einen Kippschalter eingebaut. 

- Es sind ein Druckschalter und eine Kontrollleuchte verbaut, gehe davon aus, das dies Hupe und Ladestromlampe ist, kann ich da richtig liegen?

Hupe, mag sein. Ladekontrolleuchte sitzt original rechts oben am Armaturenbrett.

- Den Choke habe ich gefunden
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- Passt jetzt nicht ganz hier rein, aber wie weit bewegt sich der Schalthebel auf Stellung S, bei mir sind das nur gut 2mm, ist das ausreichend?

Das könnte evtl. damit zusammenhängen, dass dein Startschalter nicht funktioniert. Obere Hälfte des Schalters mal abschrauben und den schalthebel auf S bewegen... und schauen, was passiert.

- Kann ein Anlasser beim TEA oder generell falschherum drehen?

Ein Anlasser kann niemals falsch herum drehen.

- Gibt es eine Markierung auf dem Zündverteiler zum aufsetzen des Fingers bzgl OT 1. Zylinder wie bei Bosch o.ä.?

Viel besser: die Verteilerwelle hat oben eine deutliche Abflachung, sodass der Verteilerfinger garnicht falsch aufgesetzt werden kann. Bei Zünd-OT des ersten Zylinders zeigt der Verteiler zur Zündkerze des ersten Zylinders.

Ich hoffe die Fragen sind nicht zu dämlich, wenn ja, bitte trotzdem helfen wenn möglich, sonst komme ich nur schwer weiter und bis zum 01.08.15 sollte er laufen! :-)

Danke euch und mit besten Grüßen,

 

Timo

  

 

Gruß, Hendrik
P.S.: Von woher kommst du noch gleich? Ach ja, NRW. Wenn Du Lust hast, schau mal vorbei, dann kannst du Dir meinen TEA mal anschauen. Ich wohne in Niedersachsen, bei Oldenburg.
 
Moin! 

Vielen Dank für die umfangreiche Antwort! Bringt mich weiter. Ich habe dummerweise ein festsitzendes Ventil am 3. Zylinder festgestellt...steht daueroffen. Glück im Unglück. Ist das ein bekanntes Problem und gibt es eine Möglichkeit es ohne Motoröffnung wieder gängig zu machen? 
 
Hallo Timo,

nein, das ist kein typisches TEA-Poblem. Das ist ein ganz normales Problem bei allen Schleppern, die sehr lange Zeit bei ungünstigen Bedingungen nicht bewegt wurden.

"Glück im Unglück" kann ich das jetzt allerdings nicht nennen. Vermutlich ist die Stößelstannge krumm, zudem kann in den vergangenen Jahren bzw. Jahrzenten Wasser in den Brennraum gelangt sein.

An deiner Stelle würde ich den Zylinderkopf abbauen und mir die Brennräume und die Laufbuchsen genau anschauen. Zylinderkopf zerlegen, Ventile einschleifen, usw. Was bringt es, wenn du das Ventil von außen wieder gängig bekommst, du aber beim ersten Startversuch deine Laufbuchsen, den Kolben und die Ventile wegen der Rostbrocken im Zylinder schrottest?

Gruß, Hendrik
 
Habe mir bereits gedacht das der Kopf runter muss...gibt Schlimmeres. Mit Glück im Unglück meinte ich, dass wenn es im geschlossenen Zustand "fest" wäre, die Stösselstange oder im schlmmsten Fall Ventil oder Nockenwelle Schaden hätten. Ich denke auch das ein Blick in den Motor Sicherheit und Klarheit gibt. Drehen tut der Motor und hat auch gut Kompression, jedenfalls soweit man das ohne Messgerät bis jetzt feststellen konnte...

Ich melde mich wenn ich was genaues weiss und stelle dann mal Fotos ein! Lange wird es nicht dauern!

Gruss
 
Hallo,

ich habe den Kopf runter gebaut. Kolben und Laufbuchsen sahen gut aus! Ventile sind neu eingeschliffen, das Feste habe ich wieder gängig bekommen, allerdings habe ich es ausgtauscht.

Kopf ist schon wieder drauf, WaPu ist neu, Thermostat ebenfalls sowie die komplette Elektrik. Alles ist wieder zusammen und der Fergie rennt!
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Vielen Dank für die Hilfe! Fotos stelle ich die Tage ein!

 

Gruss, Timo 
 
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