Endlich dahoim

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Hallo zusammen,

Ende des letzten Jahres wurde mir ein MF135 angeboten. Da ich sowieso etwas auf der Suche nach einem Nachfolger für meinen Deutz D50.1S war hab ich mir die Kiste angeschaut, kurz probegefahren und zugeschlagen. Nachdem das ganze im schönen Winter war und ich bei Minusgraden nicht gerne 80km Traktorfahre wie auch ein kleines Unterbringungsproblem hatte hatte ich mich mim Verkäufer (ein Bekannter von mir) geeinigt das ich ihn Anfang April abhole.

Das war nun letztes Wochenende. Schwer bepackt mit 40Litern Diesel, Kennzeichen und warmer Kleidung ließ ich mich von meinem Vater hinfahren, nach einem kurzen durchgucken (Schmierstoffe, Treibstoff, Luft und Kühlmedium) wurden die Kennzeichen montiert und ab gings.

Geloffen ist der alte Engländer trotz langer Standzeit absolut zuverlässig und angenehm.

Hier mal Bilder vom Schlepper:

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BJ 1965, ein echter Brite ("Das ist ein echter Brite, man darf ihn nicht zu sehr schütteln, auch wenn er darum bittet") mit dem 3+1x2 Getriebe ohne MP. Bisher 6.500 Betriebsstunden auf dem Zähler. Das Motörchen läuft schön und sauber, Getriebe ist leise und die Lenkung hat nur 1/2 Finger Spiel. Was schön ist ist wie wendig und handlich die Kiste ist und man hockt im Schlepper nicht aufm Schlepper. Kein Vergleich zu meinem D50.

Natürlich sind mir gleich ein paar kleine Mankos augefallen die behoben werden müssen:

- Bremsen neu belegen da die Beläge bockhart sind

- Elektrik mach ich neu, das ist mir zuviel Lüsterklemme und Murks

- Kupplung trennt bei warmen Motor nicht mehr richtig und die Zapfwelle lässt sich auch nicht richtig auskuppeln, irgendwas passt da nicht, muss also getrennt werden.

- Irgendwo sabbert er Treibstoff

Also wieder eine Baustelle, damit‘s eim ja id langeweilig wird, aber wir wolln‘s ja so.

Grüße

Josef

p.s. wundert euch nicht über das Rohrstück auf dem linken Trittbrett, das hat nix mim Schlepper zu tun.
 
Super!!!! Halt uns weiterhin auf den laufenden. Wird der lackiert?

MF-Gruß Andreas

http://www.beepworld.de/members47/andis-oldtimer/
MASSEY-FERGUSON.....weil es die Besten sind!!!!!!!
 
hi

bloß nicht lackieren das nimmt dem Schlepper die Geschichte

in Sachen Elektrik denk drann das ist ein Enländer
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 der hat Plus am Chassis
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und da er noch die runden Kotflügel hat ist das einer der ersten 135 er

da haben die noch die Reste des FE 35 verbraten
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Glückwunsch zu dem schönen Stück

Gruß Ralf

Meine Schlepper:
Fendt F15 G
FE 35 Spezial mit Standard 23C Motor
 
Hi,

ein sehr schnes Maschinchen hast du dir da geholt! 

die Bremsen kannst du auch zunächst mal nachstellen.. (links und rechts hinten an den Trommeln mit einem großen Schraubendreher durch den Schlitz gehen und das Sternrad damit drehen bis die Räder bei aufgebocktem Traktor blockieren.. dann wieder etwas zurück drehen) 

lautlos sind die Trommelbremsen fast nie.. das markante anlegen der Beläge an die Trommeln ist normal.

bei der Kupplung kann es sein das die besser geht wenn er mal wieder mehr bewegt wird, wie lange stand er denn?

MFg Alex 
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www.Fergy-Farm.de

info@fergy-farm.de
 
hi

zum Thema Kupplung besorge dir mal eine Fräse und lass dann die Kupplung mal richtig schleifen,

wirkt oft wunder

da nach längerer Standzeit die Beläge gerne Kleben

Gruß Ralf

Meine Schlepper:
Fendt F15 G
FE 35 Spezial mit Standard 23C Motor
 
Hallo zusammen,

Danke für eure Rückmeldungen.

bloß nicht lackieren das nimmt dem Schlepper die Geschichte
Das sehe ich genauso. Es gibt viel zu viele überrestaurierte Schlepper mittlerweile, Schlepper mit Patina wie auch rauher Patina findest so gut wie nicht mehr und alle sind mit 2k-Autolack auf Hochglanz poliert. Das gefällt mir nicht. (Wenn ich da dann immer die lackierten Keilriemen seh muss ganz schnell weitergehn sonst fang ich an zu lästern:-))

Nein, der wird mit etwas Leinöl eingerieben und konserviert.Hat meinem Kramer K12 auch schon zu einem schönen Aussehen verholfen.

Ach ja, ist eine EZ 09/1965.

wie lange stand er denn?

Der "stand" jetzt gut 25 Jahre, bzw. war seit über 25 Jahren nicht mehr angemeldet und wurde nur sehr sporadisch auf‘m Hof vom Vorbesitzer bewegt (mal Hängerumparken, im weg rum stehen,...).

Die Bremsen werde ich mal nachstellen, wobei sich das eher nach bockharten Belägen anfühlt (sind laut Vorbsitzer noch die orginalen). Was ich noch gesehen habe ist das an den Bremswellen am Betätigungshebel zwei Bohrungen vorhanden sind. Momentan ist das Gestänge an den oberen (der Welle näheren) Bohrungen angeschlagen. Rein theoretisch würde es auch die Betätigungskraft verstärken (und damit den Anlagedruck) wenn ich das Gestänge an den unteren Bohrungen anschlagen würde, leider ist zu diesem Thema im Handbuch nichts enthalten bzw. ist diese Möglichkeit gar nirgends auf den Zeichnungen zu finden. Momentan ist die Bremsleistung einfach grottenmind bzw. bin ich vom Schlüter (Hurth G76 Getriebe) einfach mehr gewohnt denn mit dem kannst Striche auf die Straße malen wenn in‘s Eisen steigst.

Zur Kupplung, ich glaube nicht das die "nur" Verpappt ist. Wenn das gesamte Gefährt kalt ist lässt sich das Getriebe butterweich und ohne kratzen schalten. Wird Motor und Getriebe betriebswarm ist es wie wenn die Kupplung im ausgekuppelten Zustand stetig ganz leicht schleifen würde und so die Getriebeeingangswelle konstant leicht mitnimmt. Diese Mitnahme reicht nicht aus um den Schlepper auf der Ebene zu bewegen aber dafür das du die Gänge nur beschi**en rein bekommst. Wenn das jetzt ein Standart Schlepper wäre (ist mein erster Brite) würde ich sagen das entwederns das Pilotlager oder das Hohlwellenlager Probleme macht und schwergängig ist. Ebenfalls kommt die Kupplung auf dem letzten "Drücker" also so 3-4mm vor Endanschlag nach oben. Die Zapfwellenkupplungsstufe kann ich zwar erahnen aber da begrenzt das Trittblech den Kupplungsweg. 

Wenn ich das inzwischen hier so richtig rausgelesen habe kann man den ganzen Spaß einstellen. Dies muss ich noch kontrollieren ggf. nachjustieren und schauen ob sich das ganze bessert.

Primär, das hab ich im ersten Post vergessen, muss ein anderer Sitz drauf. An dem Fritzmayer sind beide Gummibänder ab und die komplette Führung dermaßen ausgeschlagen das eine Aufarbeitung sich in meinen Augen nicht mehr lohnt.

Nebenbei, gestern Abend hatte ich noch einen kurzen Besuch bei meinem Spezialisten zwecks Bau einer zulassungsfähigen bzw. eintragungsfähigen abnehmbaren (damit man sich die Zapfwelle und Heckhydraulik nicht blockiert) Kugelkopfkupplung zum anhängen von PKW-Anhängern. Wir haben da nun eine Konsturktionsidee die die nächsten Wochen mal gezeichnet und durchgerechnet werden muss. Wenn hieran Interesse bestehen würde, würde ich darüber bei Zeiten einen eigenen Thread aufmachen.

Ach hier noch ein Bild von der Abfahrt:

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Grüße

Josef
 
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