Ersatzteilliste, Rep.-Anleitung, Werkstatthandbuch

Qui

Neues Mitglied
Registriert
21.10.2013
Beiträge
3
Hallo, ich bin der Neue.

Mein Name ist Andreas und ich bin nun stolzer Besitzer eines MF 2203 Baggerladers BJ 1968. Ich suchte seit über einem Jahr einen Baggerlader, Minibager oder einen kleinen Mobilbagger. Vor einer Woche war es nun soweit, ein MF Baggerlader in gerade mal 50 km Entfernung mit 60er und 30er Löffel, 150 cm Ladeschaufel und Palettengabel sowie einer ABE und funkionierender Elektrik. Erstmal hingefahren und angeschaut. Naja, auf den Bildern sah er besser aus! Aber was soll‘s, er soll ja "Arbeiter" bleiben also ist die Optik Nebensache, die Funktion zählt! Das gute Stück angelassen und nach nichtmal einer Minute kam aus der rechten Seite gleich mal eine "schwarze Schlange" raus. Also ausmachen. Zum Glück, war ein verschraubter Endlos-Keilriemen (hab ich zum ersten mal in meinem Leben gesehen) verbaut, der nach Kurzem wieder repariert war. Zweiter Versuch, na also, geht doch. So jetzt aber Licht an und siehe da, die Elektrik ist wohl doch nicht so Funktional wie beschrieben, es bleibt finster! Bei einer kurzen Probefahrt mit einem Arbeitsscheinwerfer war auf der linken Seite am Hinterrad ein feines aber dennoch wahrnehmbares Knarren zu hören. Ich dachte mir: bestimmt nicht so schlimm, ich will das Ding haben!
Meine Entscheidung wollte ich aber erst am folgenden Tag preis geben. Ich, angerufen und nochmal verhandelt, einig geworden und zwei Tage später erneut zum Objekt meiner Begierde gefahren. Im Gepäck: Wasser, Öl, Diesel, Keilriemenersatz (Mama‘s aufgetragene Neilonstrumpfhosen) und ein wenig Werkzeug.
Vom Stolz erfüllt setzte ich mich in Richtung Heimat in Bewegung. Ganz vorsichtig versteht sich, ist ja alles neu für mich. Was geht denn alles und was nicht. Blinker - geht, Wasserthermometer - geht, Traktormeter - geht, Amperémeter - geht, Ölmanometer - geht nicht, Scheiße! Nochmal ganz genau hinschauen - doch, das bewegt sich doch, aber ganz wenig, also wenn das stimmt, hat der Gute keinen Öldruck, mal anhalten! Öl kontrolliert und siehe da, der Stecken ist trocken! Hat der Verkäufer nicht versichert, daß da genug drin sei?!? Egal, ich hab ja was dabei. Nach so gut 2 Litern, war auch schon was am Peilstab. Voller Mut geht‘s jetzt aber weiter! Schau schau, was haben wir denn da? Öldruck bis fast Endanschlag! Was soll mich jetzt noch aufhalten? Vielleicht nur das seltsame Knarren auf der linken Seite, das jetzt schon richtig deutlich zu hören ist und schon mehr in ein Knacken übergeht. Nach einer gigantischen Strecke von so 5 bis 8 km, ist aus dem Knacken ein Schlagen geworden, anhalten und mal suchen. OH MEIN GOTT, was sehe ich? Öl, aber sowas von reichlich, alles voller tiefschwarzem Motoröl. Mitten in einer Bushaltestelle. Oh mein Gott, Lappen unterlegen, mit Bremsenreiniger so gut als möglich das Pflaster wieder saubermachen. Trotzdem hinten mal anheben und am Rad drehen, nicht daß das irgendwie "verloren" geht, nichts! Rein gar nichts zu hören. Komisch! Hilft ja nichts, sind ja nur noch so 40 km. Weiter geht‘s. Mein Begleitschutz (meinen Besten Dank an dieser Stelle an meinen Vater) hat nochmal nachgereinigt und das Geräusch ist auch nicht mehr da, warum auch immer. Nach weiteren 3 bis 4 km war dann auch schon wieder der Öldruck weg. Das Öldruckspielchen hat sich so durchgezogen, bis Schlußendlich so 12 Liter Öl den Motor "innerlich gereinigt" haben. Nächster Dank an den Bauern, der für wirklich kleines Geld nochmal für 5 Liter 10W-40 Nachschub gesorgt hat. So beim 4. oder 5. "Boxenstopp" denke ich die Lenkung geht doch jetzt irgendwie schwerer. Kein Öl in der Servolenkung kann nicht sein, ist ja keine Pumpe mehr drin, fühlt sich aber doch komisch an. Nach 6 Stunden Fahrzeit, haben wir alle gut das Ziel erreicht.
Fazit: Der Kurbelwellensimmering ist stirnseitig absolut am Ende, das Lenkgetriebe muß dringend überholt, wenn nicht sogar ersetz werden. Ich muß eine Servo-Pumpe auftreiben. Der Motor muß vorraussichtlich zerlegt werden und Kolben, Büchsen und Ringe, Kurbelwelle und deren Lager geprüft werden.
Dazu wären Unterlagen äußerst hilfreich. Vielleicht könnte mir hier jemand mit Ersatzteillisten, Reparaturleitfäden, Stromlaufplänen, Hydraulikschemen oder Werkstatthandbüchern in welcher Form auch immer behilflich sein.

Nachmal die Randdaten: MF 2203, BJ 1968 mit Perkins AD3.152

Vielen Dank schonmal und Gruß aus Naila
Andreas
 
Ich kann zwar leider, leider nicht helfen, aber die GEschichte zu lesen hat schonmal Spaß gemacht :-)

Viel Erfolg wünscht - /PECCO
 
Ja, mittlerweile kann ich auch darüber lachen:-) !
Bei der Überführung hat das zeitweilig anders ausgesehen!
 
Hallo,
oh je,da hast Du dir aber eine Baustelle gekauft.
Ich habe einen MF 40R Bj ca. 1972.
Dieser ist technisch ziemlich gleich.Auch mit dem 3 Zyl.
Hiervon habe ich eine Betriebsanleitung die ich zum
Copieren zur Verfügung stellen kann.
Wenn interesse dann pm.
mfg KH
 
Zurück
Oben