Feststellbremse MF 130

  • Ersteller Ersteller Jakodk
  • Erstellt am Erstellt am
J

Jakodk

Gast
Hallo in die Runde, 

habe Fragen zu der Feststellbremse beim MF 130 Baujahr 1969.

Also bei mir ist der Handbremshebel zu weit von der Zahnscheibe entfernt. 

Durch verbiegen der Zahnscheibe kann ich natürlich wieder näher an den Handbremshebel kommen.

Das ist aber doch so nicht richtig. Denn Handbremshebel biegen ist doch auch nicht der richtige Weg.

Habt ihr auch so was an eurem MF 130. Oder kann ich irgend was daran ändern?

Wäre froh über eure Hilfe.

Gruß Dieter 
 
Hallo 

Also so wie du das schilderst, hört es sich so an als wäre dein Bremshebel total verbogen. Fluchtet er denn schön mit dem Getriebe Tunnel?

Oder ist er augenscheinlich schon verbogen?

LG Sascha.
 
Hallo, 

eigentlich sieht der Hebel gerade aus, aber der Abstand zum Getriebe ist zu groß.

Ich weiß auch nicht wie ich ihn weiter in diese Richtung bekomme.

Gruß Dieter 
 
Kannst du evtl mal ein Foto davon machen.

Manchmal fällt einem zu einem Bild ja tatsächlich mehr ein.

LG Sascha
 
hallo Dieter,

zumindest kann ich bestätigen, dass bei meinem 130 diese "Schnappfalle" nur noch auf dem äußersten zehntel mm an der Zahnung Halt fand. Bei mir kam das daher, dass diese Falle total ausgeschlagen war, da wo sie am Handbremshebel fest ist. Als Sofortmaßnahme brachte ich zuerst mal U-Scheiben so an, dass die Falle näher an die Zahnschiene kam. Längerfristig müssen die beiden Schenkel der Falle wieder auf die Distanz des Zweikantmaßes am Handbremshebel gebracht werden.

Nun mag auch noch sein, dass an deinem Handbremshebel ein Vorbesitzer beim schwungvollen Absteigen mit dem Hosenbein hängen blieb, sodass der Hebel doch minimal vom Getriebekasten weggebogen wurde. Schau einfach mal, ob das Handbremsrohr an der Getriebeunterkante näher am Kasten ist als oben, bevor das Rohr zum Zweikant verjüngt ist. Wenn ja, dann klemmst du unten ein Holz zwischen Rohr und Kasten und versuchst oben mit mäßigem Nachdruck die fehlenden mm wieder anzugleichen.

So, ok ... das war viel Text für wenig Maßnahme ....

trotzdem ... viel Erfolg   :-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Einen schönen guten Morgen euch. 

Danke für die Antwort und die vielen Tipps. 

Komme morgen erst wieder dazu mich darum zu kümmern. 

Werde dann auch mal Versuchen hier Bilder ein zu stellen. 

Gruß Dieter 
 
Hallo,

wie versprochen habe ich mal ein paar Bilder gemacht. Ich hoffe man erkennt was.

eup-1137286412-b6e3ee246a9e7b923dfb290369fa0579-1642001827_big.jpg

eup-1137286412-6836d31ab2261f41fe94398eb001192e-1642001863_big.jpg

Hier sieht man das ich die Zahnscheibe nach vorne verbogen habe, um überhaupt kontakt zu den Zähnen zu haben.

Dann habe ich einmal unter den Traktor geschaut, und das vor gefunden.

eup-1137286412-1fad04cbbd8e5d95dbf54b5fa819ffff-1642002015_big.jpg

Hier sieht man das die Platte, die die Bremsen auf beiden Seiten verbindet, anscheinend beim Vorbesitzer einen Schlag ab bekommen hat.

Könnte das die Ursache beim Abstand des Handbremshebels sein?

Was mein ihr.

Gruß Dieter
 
Hallo Dieter.

Versuch doch mal ganz sachte mit einem Wagenheber die Platte von unten nach oben gerade zu biegen, und schau dir dabei immer mal wieder den Hebel an.

Auf Anhieb würde ich sagen daß du bereits die Lösung des problems mit der verbogenen Halteplatte gefunden hast.

LG Sascha
 
@ Sascha ?????’??  *irritiertschau*,

die "Platte" muss gerichtet werden ... keine Frage ... aber die muss runter- und nicht hochgedrückt werden ... da die aber direkt links und rechts des Getriebekastens durch eine ca. 40 mm Welle drehbar gelagert ist würde ich erwarten, dass die Seitenflächen der "Platte" sich nicht wesentlich verformt haben können ... aber der (Handbrerms-) Hebel machts ... da werden zehntel mm Verformung zu cm.

@ Dieter ....

was ist das für ein Flachstahl (geschätzt 20 x 6 mm), der zwischen Bremshebel und Getriebekasten hochkommt ? Bei mir war da sicher keiner.  Der scheint ja (zumindest), den Bremshebel vom Getriebekasten (und damit von der Zahnung) wegzuhalten.

Und unten hat nicht nur das Blech den Schlag, sondern ganz offensichtlich das Getriebe auch. Mich wundert, dass es nicht gerissen ist.

Ohne heiß zu machen wird das mit richten nichts werden ... muss aber im angebauten Zustand gemacht werden, das sonst nachher die Augen für die (Fuß-) bremswelle nicht mehr fluchten.

Achte auf den Kerbstift, der da raussteht ... wenn der sich ganz rauswurstelt funktioniert deine linke Fußbremse nicht mehr.

So, nun wünsche ich dir ... ein glückliches Händchen und viel Erfolg mit deinen Maßnahmen :-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Upsi...

Da hat der Ulli natürlich vollkommen Recht.

Aus irgendeinem Grund habe ich das Bild falsch herum interpretiert.

Also genau so wie es der Ulli beschrieben hat, oder so wie ich es ja auch schon sagte allerdings umgekehrt 😅😂
 
Und Dieter,

das mittlere Loch in der Ackerschiene, wo der Kugelkopf drin sitzt von oben her so tief aufbohren lassen, daß der Bund da drin versenkt ist.

Gruß

+Matthes+
 
@ Ulli, 

Wenn du das Teil in rot meinst, das ist der Hebel für den Antrieb für den Mähbalken.

Ist es viel Arbeit die Platte auszubauen und dann zu richten.

Gruß Dieter 
 
Also, so als alter Segler-Seemann mit Bordmitteln, am Besten auf einer Montagegrube täte ich so versuchen:

Man stelle den Traktor mit den Hinterrädern auf ein durchgehend "ordentliches" (mindesten 15X15 cm) Kantholz. An der "Knickstelle" lege man unter schmaler ( 5cm)  Holzzulage  einen 5t Profi- Spanngurt um das "Flacheisen" und unten um das Kantholz und ratsche den fest.

Entweder mit 2 hydraulischen Wagenhebern, oder mit 1nem Wagenheber + Unterstellbock auf der Gegenseite, außen zwischen Kantholz und "Flacheisen" hochdrücken.  "Und sie bewegt sich doch"? :-)

Gruß +Matthes+
 
hallo Dieter,

viel Arbeit oder wenig Arbeit .... das ist relativ .... um das Flacheisen abbauen zu können musst du sowohl die Hand- als auch die Fußbremsbetätigung komplett abbauen, da du nur so die Bremswelle herausziehen kannst.

Das kannst du natürlich machen ... aber wenn, solltest du vor dem Richten die Welle wieder in die seitlichen Augen des Bleches stecken, damit die Beibehaltung der Fluchtung gewährt bleibt.

Was aber spricht gegen den Versuch, das Blech nach Matthes (dem ich mal über die Lahn zuwinke ;-) ) Empfehlung  im angebauten Zustand in etwa auszurichten. Das wird so natürlich nicht wie neu, aber es nimmt Druck von den Seitenteilen.

Ganz ehrlich ?

Wer fragt, ob das viel Arbeit ist, der sollte vielleicht ohnehin nicht versuchen, die Bremsen neu einzustellen.

Meine Empfehlung wäre ... das Blech so lassen und einfach 2 oder 3 U-Scheiben an bezeichneter Stelle dazwischenschieben ...

eup-1137286694-f7442a1ebb57c3ce8bcabd01a8111cda-1642031468_big.jpg

dadurch verschiebt sich nach dem Aufbiegen des Blechs der kleine Schnapper in die gewünschte Richtung. Danach mit einer längeren Schraube wieder montieren.

Viel Erfolg

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Guten Morgen an alle, 

erst einmal vielen Dank für eure Unterstützung. 

Ich werde mir die Sache nochmal in aller Ruhe ansehen, und dann Entscheiden was ich mache. 

Werde dann natürlich wieder Berichten. 

Bis dann. 

Gruß Dieter 
 
Zurück
Oben