Frage an die Kupplungsspezialisten für Doppelkupplung MF165

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rainer124

Gast
Hallo zusammen,

hier die Frage an die Kupplungsspezialisten:

Abgebildet seht Ihr die Schnittzeichnung der 165er Doppelkupplung. Wenn man den Spalt zwischen Schraube und Druckplatte (braun eingefärbt) auf 2,3mm einstellt wie vorgegeben im Werkstatthandbuch,

WIE GROß IST DANN BEI EUCH DER SPALT, DER MIT DEM ROTEN FRAGEZEICHEN EINGEZEICHNET IST??

Bei mir sind das nur ca. 1,3 mm . Ist dieser Weg wirklich ausreichend um die Tellerfeder zu entspannen bzw.eine Freigängigkeit der Zapfwellenkupplungsmitnehmerscheibe (rosa eingefärbt) zu erreichen?
Habe eine neue Druckplatte (braun) für die Zapfwelle eingebaut. Nun kommt mir eben der Weg zu kurz vor den sich die obere Druckplatte (braun) maximal anheben könnte.
Die untere gelbe Druckplatte ist feststehend.



Gruß Rainer
 
Hallo Rainer,

bin zwar kein 165-Kupplungsspezi, aber rein technisch Betrachtet ist es logisch, dass die Abstände zum Ausheben kleiner werden wenn man Neuteile verbaut.
Durch Abnutzung von Mittnehmerscheibe und Druckplatte werden diese Spaltmaße automatisch größer.
Die Tellerfedern sind immer unter Spannung, da dies ja die Druckplatte auf die Mittnehmerscheibe drücken.
Beim Auskuppeln wird der Druck auf die Tellerfedern erhöht, um diese zusammen zu drücken.
Wenn sonst keine Nachstellung möglich ist, wirst Du am Anfang mit dem kleinen Spalt leben müssen.
Wie groß ist den der Unterschied der Dicke von der Alten und der neuen Druckplatte?
Grüßle
Peter
 
Peter,
Danke für deine schnelle Hilfe.
Genau das möchte ich heute Abend oder morgen herausfinden wie verschieden die Plattenstärken untereinander sind, bzw. was evtl. anderst sein könnte.
Hatte mich heute mit einem Kollegen beratschlagt und bin zum Ergebnis gekommen, dass wir nochmals alle alten Teile verbauen und dann alles genau ausmessen. Mal sehen was dabei rauskommt.
Auf den Bildern war ja zu sehen, dass 2 der 3 Stege abgebrochen waren und deshalb Neuteile verbaut werden.
Da Du ja in meiner Gegend wohnst bist du natürlich auch ein gerne gesehener Gast bei mir für einen allgemeinen Informationsaustausch.

Ich gebe aber gerne Bescheid (wenn gewünscht) wie es ausgegangen ist.

Gruß Rainer
 
Hallo an alle Lesenden,

komme gerade aus der Werkstatt leider ohne Erfolg.
Fakt ist, dass die neue Zapfwellendruckplatte über 1 mm stärker ist als die alte.
Habe dann nochmals die alte eingebaut und der obere Spalt der angeblich eigentlich "unwichtig" ist (weil ja nicht vermaßt) ist demnach bedeutend größer.
Da an der alten Platte aber 2 Finger (Nasen) abgebrochen sind konnte ich nicht testen ob die Zapfwellendruckplatte sich angehoben hätte wenn man die "1/4 Zoll Serviceschrauben einschraubt um die Druckplatten zu entspannen.

Aber vielleicht kann mir einer nochmals wirklich bestätigen, dass sich beide Kupplungsscheiben frei bewegen lassen müssen, sobald man die drei 1/4" Schrauben komplett eingedreht hat. Ich bin der Meinung, dass das so sein muss, denn wie soll man sonst den Zentrierdorn einsetzen um die beiden Kupplungsscheiben zu zentrieren wenn man alles an das Schwungrad anschrauben möchte.
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Ich könnt gerade echt Kotzen!
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Bilder werden nachgereicht.
 
Hallo Rainer,
bin zwar auch kein Kupplungsspezialist,mir scheint aber, du hast einen Denkfehler bei der Funktionsweise.
Ist mit Worten schwer zu beschreiben,aber ichs versuchs mal (anhand deines markierten Bildes):
Beim Betätigen des Pedals bewegt sich die von dir im kräftigen Gelb markierte Druckplatte nach links und gibt die Mitnehmerscheibe für den Fahrantrieb frei, kuppelt also den Fahrantrieb aus.
Dieser Bewegung folgt die "braune" Zwischenmitnehmerscheibe und Belagscheibe der Zapfwelle, nachgeschoben durch die Tellerfedern der zweiten Stufe.
Jetzt stossen die drei "Mitnehmer der braunen Scheibe" auf die drei Einstellschrauben für die zweite Stufe. Die "Braune" kann also nicht weiter nach links.
Mit zunehmendem Pedalweg wird die Tellerfeder der ZW-Druckplatte weiter bewegt und der rote Teil (rechts der Braunen Scheibe) bewegt sich nach rechts,gibt also die ZW-Mitnehmerscheibe frei. Soweit einverstanden?
Der Weg für die Freigabe der ZW-Mitnehmerscheibe ist also immer die Summe des Spiels von vor und hinter "braunen" Zwischenscheibe", also 1,3 + 2,3 = 3,6 mm Gesamtweg,verteilt je nach Verschleiß der Bauteile.
Es ändert sich nur (vernachlässigbar) der Druckpunkt für die zweite Stufe.
D’accord, bzw.habe ich das verständlich ausgedrückt?
Ist wirklich schwierig,mit Worten.

Gruß +Matthes+
 
Mattes,
danke für die Antwort.
Aber da bin ich nicht ganz einverstanden. Sorry.
Wie sollte ich am besten vorgehen um meine Denke versuchen zu erklären. Ich glaube am besten wird es sein ich stelle morgen nochmals ein anderes Bild (Skizze) ein.
Nur kurz vorweg. Die Druckplatte kann sich NICHT nach links bewegen. Gezeigt ist nur ein Ausschnitt und der stellt die 2. Stufe dar. Links von der Druckplatte sitzt die Mitnehmerscheibe der Fahrkupplung,
und dann links von dieser Mitnehmerscheibe die Schwungmasse. D.h. die Druckplatte kann sich nur nach rechts abheben und dann die Zapfwellenkupplungsdruckplatte anheben (über die 3 Schrauben). Wenn Du mir deine Tel.-Nummer verrätst kann ich dich gerne anrufen, dann können wir es durchsprechen.
Wie Du sagtest: Schriftlich ist das wohl sehr kompliziert zu erklären.
Ich werde aber auf alle Fälle noch etwas dazu einstellen.
Aber deshalb gibt es ja die Foren, um sachlich zu diskutieren.

Gruß Rainer
 
Hallo Rainer,
herzlich gerne kannst du mich anrufen.
Jedoch: bin erst am Wochendende wieder zu Hause,schätzungsweise ab Samstag Nachmittag.
Zwischenzeitlicht kannst du ja noch was einstellen,das kann ich auch aus dem Ausland lesen
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Gruß +Matthes+

Meine Mobil-Nr. ist in meinem Profil hinterlegt.
 
So,

hier estmal eine andere Skizze:



Nachdem ich gestern dann noch einigermaßen Erfolgreich war werde ich noch ausführlicher Schreiben was meiner Meinung nach zu beachten ist.

Rainer
 
Hallo Rainer,
prima gemacht mit der farblichen Skizze.Jetzt wird das Ganze schon deutlicher.Du hast recht mit deiner Funktionsbeschreibung.Bin gespannt auf deine Beschreibung.
Gruß +Matthes+
 
Also,

hier der Versuch in Kurzform etwas zu erklären:

Die 1. Skizze zeigt wenn man ganz genau hinschaut eigentlich schon die "Realität" mit den unterschiedlichen Luftspalten ober und unterhalb der Zapfwellendruckplatte.
Es ist sehr wohl wichtig, dass oberhalb der Druckplatte ein großer Spalt mit min. 2mm bleibt eher mehr also 2,5mm.

Im Versuch gestern abend hatte ich, nachdem alles ausgemessen war und ich mir ganz sicher war, dass die im Vergleich zur alten Druckplatte neue zu Dick war folgendes gemacht: an den richtigen Stellen 2mm dicke Unterlagscheiben unterbaut--> und siehe da, die Kupplungsmitnehmerscheibe war freigängig, nachdem man die 1/4" Serviceschrauben angezogen hat, so wie es sein soll um die beiden Kupplungsscheiben zentrieren zu können.

Dabei ergab sich dann aber das nächste Problem: Die 3 Druckfinger die am Ausrücklager anliegen sollten konnten nicht mehr auf das Maß 68mm eingestellt werden. Diese waren immer zu lang, man hätte die Kontermutter entfernen müssen, dass die Schraube weit genug hätte eingedreht werden können.

Daraus folgt aber, dass zwangsläufig die neue Druckplatte falsch ist, da war ich mir dann ganz sicher.

Heute beim Händler nachgefragt und dann erfahren:
Es gibt wohl tatsächlich unterschiedliche Druckplattenstärken (Neuware), eine mit 9.5mm und die andere mit 11mm Ich hatte wohl genau die falsche bekommen mit 11mm Dies führt eben genau dazu, dass der Spalt oben zu eng wird und die Druckplatte nicht in der Lage ist die Tellerfeder zu entlasten--> keine Freigängigkeit der Zapfwellenkupplungsscheibe möglich.

Fazit:
Luftspalt "oben" muss als ausreichend groß sein und Druckplattenstärke muss richtig ausgewählt werden.

Sobald ich die dünnere Druckplatte bekomme werde ich mich nochmals zum Thema melden was daraus wurde.

Gruß Rainer
 
Servus zusammen,

soooo der Fehler ist behoben.
1. Es gibt wirklich eine dicke und eine dünne Druckplatte, ich hatte zuerst genau die Falsche (die um 1.5mm zu dicke)--> Immer messen was drin war
Jetzt konnte man auch die Finger für‘s Ausrücklager wieder einstellen.
2. Serviceschrauben waren zu lang--> aufpassen dass diese nicht auf den Grund auftreffen, bevor das Federnpaket KOMPLETT vorgespannt ist und die PTO Scheibe freigibt um den Zentrierdorn einzuführen.
3. Es ist sehr wohl wichtig wie groß der obere nicht vermaßte Spalt ist--> bei mir ziemlich genau 2mm.

Allen die geantwortet haben nochmals ein DANKESCHÖN.

Gruß Rainer
 
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