[gelöst] CAV-Einspritzpumpe Einspritzmenge einstellen

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crazy_mike

Gast
Hallo,

im Rahmen nach der Suche des Fehlers wegen des misserabelen Kaltstartverhaltens meines 23c im MF35, hat mich ein Bekannter (Motoreninstandsetzer) auf die Idee gebracht, dass die Einspritzmenge ggf. zu gering eingestellt ist.

Mein Problem ist ja momentan starker heller (gräulicher) Rauch beim Kaltstart und die Zeit danach. Außerdem natürlich ein gequälter Start. :/

Weiß jemand von euch wie man an der CAV-Verteilerpumpe die Einspritzmenge verstellen kann? Ich habe bereits Google bemüht und etwas darüber gelesen, dass man den Seitendeckel abnehmen muss und dann an der Schwungmasse (?), auf der die Markierungen für die einzelnen Einspritzzeitpunkte für die verschiedenen Zylinder eingebracht sind, zuerst zwei Schrauben lösen muss und dann eine Scheibe zu verschieben. Danach Schrauben natürlich wieder festziehen.

Bin mir aber nicht sicher, ob das jetzt bei meiner auch so ist.

Anbei schick ich mal ein Bild mit, auf dem ich eine Schraube markiert habe. Ich habe noch nicht herausgefunden für was die da ist. Die ist auch nicht in einer englischsprachigen Anleitung zur CAV-Pumpe drin.

Bild:

Gruß

Michi

http://leo.mocce.com/~guido/CAV%20Workshop%20Manual%20fuel-injection-pump.pdf
 
Hallo,

bei meinem hatte ich mich auch über Monate mit der ESP beschäftigt, da er einfach nicht vernünftig anspringen wollte. Eine Einstellung mit der Einspritzmenge ist mir nicht aufgefallen. Die markierte Schraube ist bei meiner Pumpe nicht verbaut. Anfangs hatte ich auch ein sehr schlechtes Startverhalten mit starker Rauchentwicklung, der auch extrem in den Augen gebrannt hatte.

Bevor du an der ESP rumschraubst würde ich erst folgendes kontrollieren.

- sind alle Kraftstoffführende Teile dicht?
- sind die Düsen Ordung?
- ist die Steuerungszeit der ESP richtig eingestellt?
- in wie fern kannst du der Korkdichtung am Inspektionsdeckel der ESP noch vertrauen?
- ich könnte mir auch vorstellen, dass der Rotorkopf verschlissen ist

gruß Lukas

Aktuelles Projekt
Massey Ferguson MF135 mit Perkins AD 3.152
Fertig Restauriert
Massey Ferguson FE35 mit Standard 23C Diesel-Motor (1958)
 
:-) Hallo Mike ,
dieser Bolzen oder Schraube sagt mir nichts .
An meiner ESP ist auch so ein Ding nicht dran.Nur Einstellen an der Schwungmasse wie du es nennst ,glaube , geht nicht.
Kannst ja mal in meinem Webalbum schauen ob was für Dich dabei ist .
https://picasaweb.google.com/108702879853015075126/CAVESPFE35?authuser=0&feat=directlink Gruß Günni
 
Hallo,

also bzgl. Einspritzdüsen hab ich mir natürlich auch gedanken gemacht.
Die Düsen sind aber neu und von einem ehemaligen Baywa-Mechaniker eingestellt worden.

Die Steuerzeit hab ich zuerst nach der Strichmarke eingestellt. Dann hab ich die ESP aber nachträglich noch zum Motor hingedreht. Das hat auch n bissl was gebracht (zumindest war das Empfinden damals so).

Die Korkdichtung ist dicht. Lediglich am zweiten Dieselfilter bildet sich immer wieder mal ein Tropfen Diesel. Jedoch entsteht kein Dieselfleck über Nacht (am Boden).

Gruß

Michael
 
:-) Hy Mike , wie Lukas schon schreibt . Rotorkopf könnte es sein . Wenn du eine gute Kraftstoffzufuhr hast, die Kaftstoffpumpe gut geht ( Druck hat ), dann kann es daran nicht liegen .Fehlt jetzt nur noch der weitere Weg des Kraftstoff. Über Filter in das Druckregulierventil ( unten die große Schraube bei deiner ESP raus und den Weg nachschauen , Bolzen und Feder).Der Bolzen muss gängig sein.
Oben den Deckel ab machen und das Steuerventil überprüfen auf Verstopfung .
Wenn diese Wege frei sind , dann musst du mal überprüfen ob genug Kraftstoff an den Düsen ankommt.Es spritzt in etwa so 4-5 cm raus . Oder du kannst mal eine Düse anklemmen und versuchen ob sie aufmacht und genug Druck bekommt , denn sonst geht ja garnichts .
Den Rotokopf habe ich bei meiner auch gewechselt und dann hat sie richtig mit schmackes gespritzt.
Habe dann aber auch leider noch den Motor überholen müssen weil er keine Kompi hatte.

Gruß Günni

:-) :-)
 
Hi,

das Druckregulierventil schau ich mir evtl. nochmal an, das ist ja kein großer Aufwand bis auf das Entlüften.
Förderpumpe ist neu.

Lucas hast du deine Glühkerzen in Reihe zum Glühüberwacher ohne dem originalen Widerstand (Drahtwendel) geschaltet?
Falls ja, dann würden mich mal die Daten vom Überwacher interessieren.

Ich hab vorhin mal ne Glühkerze ausgebaut und geglüht. Die Kerze hat frühestens nach 5-6 Sekunden geglüht. Normal?

Mein Widerstand glüht frühestens nach 40 - 50 Sekunden.

Gruß

Michael
 
Hallo Micha,

Mein Vorglühwiderstand ist von Bosch. Die genaue Daten kann ich dir morgen geben.

Die Glühkerzen habe ich in Reihe geschaltet und dann parallel zum Vorglühwiderstand und dem Salzstreuer geschaltet.

gruß Lukas

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Hi Lukas,

du hast die Glühkerzen parallel zum Vorglühwiderstand und Salzstreuer (die beiden auch in Reihe) geschaltet?

Also dann hat der Vorglühwiderstand aber nicht mehr die Funktion, die ursprünglich dafür vorgesehen wurde!

Nach deinem Beitrag zu Folge hängen die vier Glühkerzen direkt an 12V. Das bedeutet, dass über jede Kerze ca. 3V abfallen. Das ist ungefähr das doppelte an Spannung für die sie ausgelegt sind (1,7V).

In deinem Fall sollten also von jeder Glühkerze ca. 225 Watt Leistung umgesetzt werden. Das hat einen Strom von ca. 75A zu Folge.

Kurz gesagt: Es ist zu viel Strom für die Glühkerzen und die könnten dir durchbrennen. Andererseits musst du natürlich nicht so lange vorglühen, da du fast die vierfache Leistung umsetzt. Ist natürlich gut fürs Kaltstartverhalten. :D

Aber evtl. hast du dich ja nur unglücklich ausgedrückt. Ne Skizze sagt in dem Fall mehr als tausend Worte. ;)

@Günni:

Vielen Dank für deine Bilder. Die haben mir echt weitergeholfen die Beschreibung ausm WHB zu interpretieren.
Ich werde jetzt mal versuchen die Einspritzmenge etwas zu verstellen und schau mal was es ändert.

Mir kommt das Motorengeräusch nämlich zu hell für den 23c vor. Ich hab noch nen anderen hier als vergleich. Der hat aber schon locker 200 Stunden mehr drauf. Ich bin im Moment bei 60 Betriebsstunden.

Gruß

Michael
 
Die Verdrahtung der Vorglühanlage habe ich von diesem Schaltplan entnommen.

wiring_small.gif


gruß Lukas

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Huhu,

ok schon besser. :D

Interessant wäre jetzt noch der Widerstand des Vorglühüberwachers. Hast du diesen Überwacher wie die "Heater Lamp" angeschlossen?

Schick mal die Daten zum Überwacher. Dann kann ich das nochmal durchrechnen.

Gruß

Michael
 
Hallo,

den Glühüberwacher habe ich wie die Heater Lamp angeschlossen.

An den Glühüberwacher kommt man momentan nicht so gut dran.Von außen her kann ich dir nur die Bosch-Nummer geben. 0251002011.

Am Vorglühwiderstand müsste ich ganz ausbauen um was sehen zu können.

gruß Lukas

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Hi,

danke Lukas.
Für den Vorglühwiderstand hab ich die Daten ausm WHB.

Ich habe jetzt nichts zu dieser Nummer gefunden.
Aber einen Überwacher mit 01 am Ende statt 11.

Der hat 0,048 Ohm. Damit würde sich der Gesamtwiderstand von Glühüberwacher und Vorwiderstand halbieren.Daraus müsste 2,5 mal so viel Leistung umgesetzt werden.

Sprich es wird schneller heiß.

Ich hab heute mal meinen Ferguson den ganzen Tag draußen abgestellt (Temp ca. -1°C).
Ich hab ja die Einspritzmenge etwas erhöht.

Ich habe das Gefühl, dass das Rauchen um einiges besser geworden ist und auch das Kaltstarten besser ging.

Ich werde aber weiter testen, weil jetzt wirds richtig schön bibber kalt.

Was mich aber noch stark interessiert:
Für was ist die markierte Schraube?

Mittlerweile hat sie die dumme Eigenschaft, dass immer etwas Diesel durchs Gewinde drückt. :(

Gruß

Michael
 
Hallo Michael,

wie hast du die Einspritzmenge erhöht?

Ich kann nicht versichern, dass die Daten aus WHB auf den umgebauten Vorglühwiderstand zutreffen. Aber von deiner Berechnung her könntest du Recht haben.

Jetzt wo der Winter doch noch kommen soll, werde ich die Startprozedur bei Gelegenheit filmen.

gruß Lukas

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:-) Hy Mike , ich denke die Schraube hat mal jemand rein gemacht weil er dachte er könnte von da zum Steuerventil um dies zu reinigen , wäre eine möglichkeit um den oberen bereich etwas mit Kraftsoff zu Spülen. Ich würde sogar behaupten sie ist ohne bedeutung für die ESP .Wenn sie nässt , könnte man sie auch durch eine andere ersetzen und mit einem Kupferring abdichten . Einfach mal raus damit .
Gruß Günni :-)
 
Hallo Günni,

das kann schon sein, aber wer bohrt denn da einfach ein Loch rein? :S
Ich glaub ich werde sie mal entfernen und eine andere Schraube reinschrauben und entsprechend abdichten.
Es ist ja normalerweise auch nix dahinter was durch die Schraube betätigt werden kann.....

Bzgl. Fördermenge einstellen. Das ist eigentlich keine große Sache.

Man öffnet den Seitendeckel der ESP. Auf dem Rad, auf welchem die einzelnen Buchstaben für die Einspritzzeitpunkte stehen, sitzen auf der Stirnfläche zwei Schrauben. Diese musst du lösen. Doch aufgepasst! Das "Rad" hat eine Aussparung an der du später die Einstellung vornimmst. Du musst die erste Schraube gegenüber dieser Aussparung lösen, dann die Einspritzpumpe drehen, indem du den Traktor im vierten Gang etwas nach vorne oder hinten schiebst bis die Aussparung am Kontrolldeckel liegt. Jetzt kannst du die zweite Schraube lösen.

Schrauben nur lösen!

Hier siehst du ein Bild von Günni: Bild

Da sieht man schön die Aussparung. Hinter der Aussparung (wenn man Richtung Ackerschiene schaut) ist ein Blech, welches sich nun verschieben lässt. Dieses Blech hat zwei Stege, die in ein weiteres Blech ca. 2cm weiter eingreifen. Einen Steg siehst du auf dem Bild.
Dazwischen liegen die zwei Pumpenkolben, die von den Rollen (siehst du auch eine auf dem Bild) betätigt werden. Diese Rollen laufen in sogenannten Schuhen, die zwischen Pumpenkolben und Rollen liegen. Diese Schuhe haben links und rechts einen kleinen Steg, der dann in das Blech eingreifen kann und somit den Hub der Kolben begrenzt, je nach dem wie das Blech eben steht.

Wenn man das Blech in Pumpendrehrichtung dreht, dann erhöht sich die Einspritzmenge.
Wenn die Schrauben gelöst sind, Traktor nicht bewegen! Erst Schrauben wieder anziehen.

Im WHB ist es auch beschrieben. Zumindest der Aufbau und dass somit die Fördermenge eingestellt werden kann.

Mit Hilfe von Günnis Bildern und dem WHB kommt man aber irgendwann dahinter, wie das alles funktioniert.

Hoffe ich habe mich nicht zu umständlich ausgedrückt.

Gruß

Michael
 
Hi,

noch eine Frage zum Druckregelventil.
Zuerst das Bild:



Die Verschlussschraube rechts, ist bei mir nicht die eingezeichnete. Es ist auch eine Verschlussschraube. Jedoch ist da ein Bolzen eingepresst, der fest in der Schraube sitzt und in die rechte Feder hineinragt?! (Länge ca. 8 - 10 mm)
Die Verschlussschraube ist auch nicht im Ventilkörper versenkt, sondern hat nen Zylindrischen Schlitzkopf, der ca. 10mm nach außen steht. In diesem Kopf ist ein Messingstopfen eingepresst!?

Weiß hierzu jemand etwas?

Wie find ich eigentlich raus, ob ich so nen Regelkolben im Ventil hab? Wie würde man diesen rausbekommen?

Zwei Möglichkeiten gibt es jetzt.
Wenn der Regelkolben vorhanden ist, dann würde dieser von diesem Bolzen, der in die Feder hineinragt gestoppt werden und die Regelfeder hat keinen Effekt.
Wenn der Regelkolben NICHT vorhanden ist, dann sinkt der Druck der Transferpumpe und das hätte Einfluß auf die Fördermenge (laut WHB).

Bin für alle Anregungen und Infos dankbar!
Nur her mit den Infos, weil im Netz findet man nicht viel dazu.
teu35.gif


Gruß

Michi
 
:-) Hallo Michi,
bei mir sieht das Druckregulier Ventil so aus wie auf der Zeichnung.
Wie auf meinen Bilde zu erkennen, war die Pumpe in einen nicht sehr schönen Zustand ,
natürlich auch der Kolben und die Feder vom Ventil.
Ich habe den Kolben mit Druckluft heraus geholt , oben im Einlass der ESP Luft rein , man muss aber aufpassen sonst ist Feder und Kolben weg. Ich habe eine Std. gesucht.
Mit Autopolitur kann man ihn gut sauber machen und die Feder mit Dremel bürsten .
Den Kanal mit Autopolitur .
Die Kanäle habe ich gut mit feine Zahnreinigungsbürsten gereinigt .
Es könnte sein, wenn die Feder bei Dir so weit in den Bolzen geht , dass dies auf einen Verschleiß (Abnutzung) der Feder zurück zu führen ist , denn die Feder soll ja einen Gegenduck bewirken. Überprüfe dies doch einfach mal. Bei mir flutscht der Regelkoben super hin und her
teu35.gif
Gruß Günni
 
Also was ich jetzt machen soll, ist mir nicht ganz klar Günni... ;)

Hast du den Deckel abgebaut bevor du da mit Druckluft drauf bist?

Gruß

Michael
 
:-) Hallo Michi ,
ich bin in meinem Beitrag auf den äußersten rechten Teil der ESP eingegangen .
Den Deckel brauchst du da nicht ab zu machen, nur den Zulauf der ESP ( Dieseleingang ).
Da müsste noch einen Sieb verbaut sein, raus damit, dann da mit Druckluft rein. Aber erst…..
die Schraube unten mit dem Messing ( sichtbar auf dem Bild ) muss raus, dann müsste erst die Feder und dann hinten der Kolben sein. Kommt der nicht raus, so kannst du ihn mit Druckluft wie beschrieben helfen zu Dir zu kommen .Aber wie gesagt, ich habe Ihn dann eine Std. gesucht wenn man nicht aufpasst .
:-) Gruß Günni
 
Hi Günni,

ich meinte mit Deckel die Platte, wo das Ventil drin sitzt.
War unglücklich formuliert!
9.gif


Gruß

Michael
 
:-) Hi Michi , kannst ja noch mal auf mein Album gehen da habe ich noch zwei Bilder von der ESP reingestellt die dir zeigen wie es hinter der Platte ausschaut . In der Teilekiste kannst du dann den Kolben und Feder sehen .

Gruß Günni
 
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