Gewindereparatur Frontladerkonsolenaufnahme

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158MP

Gast
Moin!

Ich habe ein Problem mit den Innengewinden unter der Kupplungsglocke an einem 165er.

Die sind total ausgenudelt. Weil an den vier 5/8 Zoll Bolzen die Frontladerkonsolen dranhängen sollen, stellt sich mir die Frage ob es besser ist, aufzubohren und ein 3/4 Zoll Gewinde reinzuschneiden oder mit einem Gewindeeinsatz (Helicoil o.a.) zu arbeiten. Oder gibt es noch andere Möglichkeiten? Hat da jemand von euch schon Erfahrungen gemacht?

Die Verbindung muß ja eine Menge aushalten.

Gruß aus Nordfriesland, Rainer
 
hi

aufbohren und ein neues Gewinde schneiden wird im Gusseisen schwierig

Gruß Ralf

Meine Schlepper:
Fendt F15 G
FE 35 Spezial mit Standard 23C Motor
 
Danke für die schnelle Antwort!

Worauf muß ich achten?

Wurden die Gewinde bei der Herstellung des Blocks mitgegossen? Haben die Gewinde-Flanken ein anderes Metallgefüge?

Ich hatte mal wegen eines Frostrisses im Motorblock Erkundigungen eingeholt. Da bin ich neben der sehr aufwendigen und teuren Schweißung auf das "Metallnähen" gestoßen: Man bohrt, schneidet ein Gewinde, dreht einen Bolzen rein, schleift ihn glatt, bohrt daneben wieder wobei der Bolzen mit angebohrt wird, schneidet ein Gewinde, dreht einen Bolzen ein und so weiter und damit vernäht man vereinfacht gesagt den Riß (link). Daher könnte ich mir vorstellen, daß das Gewindeschneiden mit der nötigen Sorgfalt gehen müßte.

Ob es den Frontlader hält, ist eine andere Frage. Na, ja, Versuch macht kluch.

Gruß, Rainer
 
Hallo Rainer.

Die Gewindereparatur mittels einbringen eines größeren Gewindes ist sicher ohne weiteres möglich. Mit den genau eingehaltenen Maßen der Herstellung der Gewindekernbohrung.

Vom Material her ist das Kupplungsglockengehäuse aus Stahlguß hergestellt. - Also aus in Form gegossenem Stahl. Damit ist auch die Festigkeit des Gewindes wie Original gegeben.  - Nach der Montage  wiederholt drehmomentspezifisch nachziehen. - Damit nicht wieder "ausgenudelt" wird.

Helicoileinsätze sind vor allem sinnvoll wenn die Schraubverbindung öfter gelöst werden muß, bzw. die Original Gewindegröße zwingend erhalten werden muß.- Wie z.B. bei Zündkerzengewinden.

Der früher übliche Grauguß, mit Graphitanteil, wird schon seit Jahrzehnen aus problematischen Gewichts - Festigkeits und Designgründen nicht mehr verwendet.

Ein Gewinde wird übrigens in dieser Branche nie mitgegossen. Es gibt Sonderfälle, bei denen selbstschneidende Schrauben in vorgegossene Bohrungen eingedreht werden, jedoch hauptsächlich im Aluminiumdruckguß. -Oder Kunststoff.

Grüße von Richard
 
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