Hinterrad wackelt bei MF130

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*Holzfaeller*

Gast
Hallo
Gestern wollte ich wieder mal meine Zwillingsreifen am MF130 montieren. Beim Hochbocken des Hinterrades ist mir aufgefallen, das ich das Rad nach allen Seiten etwa 4cm bewegen kann, als Wäre das Lager komplett ausgeschlagen oder das rad nicht festgeschraub.

Die Schrauben sind aber überall fest und nichts isrt gebrochen.
Was kann das sein?

Gruß Markus
 
Hallo Markus,

da ich keinerlei Handbücher über die MF 25, 30 und 130 besitze, kann ich leider nur Vermutungen anstellen.

Ich denke mal das evtl.sich ein Schrumpfring bzw. Mutter in der Steckache gelockert hatte. Durch das fahren wird sich dann schließlich auch das Lager langsam von der Welle lösen. Deshalb solltest du auf KEINEN FALL MEHR WEITERFAHREN. Ich würde die Steckachse vom Achstrichter heraus schrauben und überprüfen was da los ist.

gruß Lukas

Aktuelles Projekt
Massey Ferguson MF135 mit Perkins AD 3.152
Fertig Restauriert
Massey Ferguson FE35 mit Standard 23C Diesel-Motor (1958)
 
Muss ich irgendein Öl zb das im Endantrieb ablassen und wie seiht es mit einem neuen Lager aus, bekommt man die noch?

Gruß Markus

PS: Gut zu wissen, bin bis heute Abend noch am Steilhang umher gefahren und hab Heu heim geholt!!!
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hallo Markus,

das hört sich leider nicht gut an .... Genaueres und sehr ausführlich erfährst du alles Wissenswerte über den nachfolgenden Link ....

441029.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=mf_endantriebe_planetenradgehaeuse_radlager-deutsche_ferguson_und&action=ubb_show&entryid=1109547028&mainid=1109547028&threadid=1203005208&USER=user_441029

4 cm ist ein üppiges Spiel ....

die Crux ist, dass es die auszutauschenden Teile nicht mehr als E-Teile gibt.

Wenn sich meine Vermutung bestätigt, in obigem Faden recht plastisch geschildert, kannst du nur noch schauen, dass irgendwo ein MF 25, 30, 122 oder 130 geschlachtet wird, und du den Endantrieb oder aber den kompletten Achstrichter erwerben kannst.

So wie Lukas das schon angedeutet hat, bist du auf einem sehr schmalen Grat gewandelt indem du noch gefahren bist, denn das Hinterrad nebst Mitnehmerscheibe wurde nur noch von einem Seegerring am Abfallen gehindert.

Nur am Rande noch erwähnenswert .... wenn du weiterfährst und das Rad verlierst wirst du in hohem Bogen vom Schlepper katapultiert. Man möchte gerne glauben bei "läppischen" 20 km/h könne doch gar nichts passieren ..... ich rate dir von einem (im wahrsten Sinne des Wortes) FELDVERSUCH dringenst ab *schmunzel*.

Nun drücke ich dir aber mal ganz fest die Daumen, dass ich mich irre *lächel*.

Auf jeden Fall wünsche ich dir gutes Gelingen und viel Erfolg.

viele Grüße

Ulli
 
Ok danke für den guten Rat, Habe noch ein komplettes Getriebe rumliegen. Es ist aber leider sehr verrostet aber abgedeckt. Kann ich davon die Teile nehmen?

Gruß Markus
 
hallo Markus,

wenn dein Ersatzgetriebe von einem der oben erwähnten Schleppertypen ist, dann sehe ich grundsätzlich keinen Hinderungsgrund.

Natürlich solltest du im Auge behalten, dass die Simmerringe, sowohl gegen das Differenzialgehäuse als auch gegen den Endantrieb noch ganz sind, da dir ansonsten Öl in Richtung Bremsscheibe läuft. Da der 130 aber für die Verwendung von trocknen Bremsen konstuiert ist, so wäre das dann nicht wirklich ein guter Trick *schmunzel*

Es gibt zwar auch 130 er, welche die Handbremse nicht auf die Backenbremse wirkend haben, sondern über Umlenkhebelchen greift die an den Scheibenbremsen der Fußbremse an, aber das sollte das Problem nicht sein (rein vom Umbautechnischen her) .

Falls du das Ersatzgetriebe so rumliegen hast, so versuch doch zuerst mal, die Mitnehmerscheibe (das Drehteil mit den 6 Radschrauben, an dem das Rad festgeschraubt wird) in axialer Richtung hin und her zu bewegen. Wenn das mehr als 0,5 mm Spiel hat, so kannst du diese Presspassung wohl auch ziemlich vergessen.

Andererseits ist der Achstrichter ja doch relativ schnell mal getauscht .... Versuch macht kluch ...

Der Witz ist der .... wenn die (originale) Presspassung nun zur Spielpassung mutiert ist, so lässt sich die Mitnehmerscheibe um ca. 3 bis 4 mm hin und her bewegen (der Weg wird dann begrenzt durch einen Seegerring .... eben jener, der dich bislang davor bewahrt hat, das Hinterrad zu verlieren) ... wenn es sich von Hand nicht bewegen lässt, kannst du das selbe mit mäßiger Kraftanwendung auch noch mal mit einem Montiereisen versuchen.

Sollte sich die Mitnehmerscheibe dann immer noch nicht bewegen, so hast du eigentlich schon ziemlich gute Karten.

Viel Glück

Gruß

Ulli
 
also ich habe eben den Endantrieb abgebaut. Also vom alten Getriebe.

Dabei ist mir aufgefallen das die Steckachse, also die wo das Rad dran ist ja generell nur gesteckt und dann mit einem Segering fixiert ist.

Wie kann sich da denn generell was ausschlagen?

Und wenn es wirklich so viel Spiel hat müsste ich doch die Steckachse und die Zahnräder erneuern , oder etwa nicht.

(Hatte bislang noch kein Getriebe auseinander, deswegen die Fragen)

Gruß Markus
 
hallo lieber Markus *lächel*,

da liegst du FAST richtig
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generell (wie du so schön formuliert hast) ist das so, dass die Verzahnung eben nicht mal locker übereinandergeschoben ist und vom Seegerring gehalten wird, sondern dies ist ursprünglich mal eine Presspassung gewesen und der Seegerring nur dem einen Zweck dient, im Falle des Lockerns der Verbindung zu verhindern, dass das Rad sofort abfällt.

Dies ist allerdings keine Option für längere Zeit denn, ca. 4 mm vom Ende der Verzahnung ist eine Rille eingestochen, auf der der Seegerring sitzt. Je länger du nun mit ausgejuckelter Passung fährst, desto mehr dieser Zahnecken platzen ab. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, bis der Seegerring auch keinen Halt mehr hat und das Rad engültig die Trennung vom Rest des Schleppers vollzieht. .

Bei einer Presspassung ist das innere (Bolzen - ... oder hier halt eine Verzahnung) -maß größer als das Maß der umgebenden Bohrung. Um diese beiden Teile ordnungsgemäß zusammenzufügen müssen sie entweder durch Pressung mit hohem Druck oder durch thermische Tricks (Innenteil stark herunterkühlen oder Außenteil stark erwärmen, dann drüberschieben und zusammenschrumpfen lassen, indem sich die Temperaturen ausgleichen) ineinandergebracht werden.

Das Problem das jetzt auch du hast ist nun wahrlich nicht selten bei besagten Typen.

Diese Verbindung sollte den Belastungen des Alltags eigentlich gewachsen sein. Das Übermaß beträgt dann einige hundertstel Millimeter (grob geschätzt).

Nun ist das aber so, dass jede Fertigung maßlich streut. Die meisten Teile liegen maßlich im Mittelfeld des gesamten Toleranzfeldes (von max minus bis max plus) einige liegen am unteren Grenzwert, einige am oberen Grenzwert. Da gibt es nun das Sollmaß und das erlaubte obere und untere Abmaß. Je geringer die maßliche Toleranz, desto aufwändiger und damit teurer die Fertigung. Die Festlegung der Toleranzwerte ergibt sich einerseits aus den technischen Forderungen an das jeweilige Bauteil, andererseits strebt die Kostenbetrachtung den maximal möglichen Spielraum an.

Wenn die Festlegung der Toleranzwerte für derlei Presspassungen nun aus oben angeführten Gründen etwas üppig ausgefallen ist, so ergibt sich das anstehende Problem.

Vorausgesetzt bei der Montage werden zwei Teile gefügt, deren inneres Element an der Minustoleranz kratzt, der Durchmesser des äußeren Teils aber an der Maximalgrenze, so erbringt die Schrumpfung (egal ob durch Pressung oder durch thermische Verfahren) nicht mehr genügend Kraft, um den üblichen Belastungen standzuhalten. Spätestens durch einen heftigen Schlag in Querrichtung wird die Verbindung leicht gelockert. Da diese Pressung konstruktiv zwischen innerem und äußerem Radlager sitzt hat diese Verbindung nicht nur die durch den Antrieb entstehenden Torsionskräfte zu übertragen, sondern bei jeder halben Radumdrehung kehrt sich das Biegemoment um, da auf diese Verbindung sowohl das Gewicht der hinteren Schlepperhälfte als auch möglicher Anbaugeräte an der Heckhydraulik oder aber an Hitch oder Zugmaul für Anhänger aufliegende Lasten abstützt. Hat diese Passung sich auch nur minimal gelockert, so bekommt sie unweigerlich durch den alltäglichen Betrieb den Rest.

Am Rande sei dein Hinweis aufgegriffen, dass du diese Teile erneuern müsstest ..... dem stimme ich in vollem Umfang zu .... die Sache hat nur einen kleinen Haken .... diese Teile sind neu nicht mehr lieferbar.

Deshalb drücke ich dir jetzt NOCHMALS gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz fest die Daumen, dass an deiner Ersatzachse die Pressung noch ok ist.

Jetzt hab ich aber wirklich genug getippselt *schmunzel* ....

gutes Gelingen für dich und ...

viele Grüße

Ulli
 
ok, danke für die klasse Erklärung, jetzt hab ich das verstanden.

Musste gestern mit Entsetzen feststellen, das die innere Verzahnung des (Ersatz) Planetengetriebes komplett abgerissen und blank geschliffen ist.

Jetzt will ich hoffen das die andere Seite nicht genau so aussieht.

viele Grüße
Markus
 
hi Markus,

wenn du diesen Begriff denn in der Form anwenden willst ..... unter innerer Verzahnung würde ich die Verzahnung auf der Steckachse verstehen, die, die die Kraft vom Getriebe zum Endantrieb überträgt.

Da du aber selbst den Seegerring erwähnt hast nehme ich mal an, dass du die Verzahnung der Mitnehmerscheibe (die mit den Radschrauben) meinst. Dass an dieser allerdings die ganzen Zähne abgeschert sind, das erstaunt mich dann doch sehr.

Also, ich drücke dir weiterhin die Daumen, für die andere Seite.

Nun würde mich aber doch noch interessieren, welche Seite bei dir wackelt .... ist es die in Fahrtrichtung linke oder die rechte ?

Bei meinem 130 war die rechte Seite ausgeschlagen. Ersatz bekam ich dankenswerterweise von MarioMF. Er hat seinen 130 geschlachtet. Bei Mario war es auch die rechte Seite, so dass ich Marios linke Seite auf rechts umstricken musste.

Dies war notwendig, da die äußere Gehäuseschale durch die Bohrung für die Handbremswelle asymetrisch ist.

Dabei habe ich dann die Radlager und vor allen Dingen alle Simmerringe gewechselt.

toi, toi, toi ....

Ulli
 
Hallo
nein ich meine nicht die Mitnehmerscheibe, sondern das Gegenstück, also da wo sie drinsteckt. da sind alle Zähne abgerissen.

Bei mir ist es auch die rechte Seite in Fahrtrichtung.

Gruß Markus
 
hallo Markus,

ok, das Planetenradgehäuse ist ja aus Guss (vermutlich Stahlguss), da ja für die Kraftübertgragung auch eine gewisse Zähigkeit erforderlich ist. Damit sich die Zähne hier aber abhobeln, müssen auch schon ganz schöne rohe Kräfte sinnl...... du weißt schon *schmunzel*.

Welche Seite ist es denn bitteschön an deiner Ersatzhinterachse ... so langsam sollte man vielleicht eine Umfrage starten, bei wem dieses Problem an der linken Seite aufgetreten ist.

Weißt du inzwischen etwas über die Beschaffenheit der anderen Ersatzachsenseite ?

viele Grüße

Ulli
 
Moin
also der Vorgänger muss schon ziemlich ruppig mit dem Mf von dem das Ersatzgetriebe stammt umgegangen sein.

An meinem MF und an dem Ersatzgetriebe ist es die rechte Seite in Fahrtrichtung die kaputt ist. Komischer weise ist an beiden Getrieben die linke Seite bombenfest.
Habe mitlerweile das komplette Planetenrad vom Ersatzgetriebe abgebaut und komplett entrostet. Jetzt fehlen mir nur noch die neuen Lager und die Simmerringe.

Wie sieht es eigentlich mit der Gummidichtung im Deckel aus, also die zwischen Rollenlager außen und Mitnehmerscheibe. Muss ich die auch neu kaufen oder kann ich die nochmal nehmen bzw bekommt man die noch?

Gruß Markus
 
hi Markus,

die Häufung der rechtsseitigen Lockerung ist ja offenbar schon signifikant. Dann bietet sich ja doch die Spekulation an, dass dieses Ausjuckeln mit einer typischen einseitigen Belastung im Alltagsgebrauch zusammenhängt *grübel*.... . Vielleicht leistet das Pflügen der Sache Vorschub, indem der Schlepper von schief nach schräg in der Furche hängt und dadurch eine üppige Querkraft diese Pressung überstrapaziert.

Na ja, genug spekuliert .....

mit komplettem Planetenrad meinst du vermutlich das Planetenradgehäuse .... rischtiiiiiisch ???

Sofern die alten Radlager nicht merklich Schaden genommen haben würde ich die Radlager nicht tauschen .... bei einer geschätzten maximalen Umdrehungszahl von 60 /min passiert denen wohl so schnell nix ... schau nach, ob der äußere Lagerring im Planetengetriebegehäusedeckel (der in dem die Walzen des Lagers laufen) irgendwelche Haarrisse oder ähnliche Beschädigungen hat, überprüfe ob die einzelnen Walzen des Lagers noch ohne Macken sind ... und wenn du keine groben Fehler festgestellt hast .... nimm es wieder. Ich hatte mir beim Lama meines Vertrauens .... die beiden Lager bestellt (blauäugig wie leider zu häufig *schmunzel*) und habe incl. des Simmerrings ca. 170 Euronen hingelegt.

Meine daraufhin spontan einsetzende Schnappatmung hat sich dann doch im Laufe der nächsten halben Stunde wieder gebessert.
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Die alten Radlager waren noch tippi toppi, habe nur die neuen eingebaut, weil ich sie nun mal zu Hause hatte.

Den Simmerring (den du als Gummidichtung benannt hast) zu tauschen, den zur Mitnehmerscheibe hin, ist absolut dringenst zu empfehlen. Einerseits ist die Mindesthalbarkeit von Simmerringen begrenzt und andererseits läuft dir bei undichtem Simmerring die Brühe in die Handbremsmechanik. Zum guten Schluss noch müsstest du das ganze Planetenradausbauen und das
Abpressen und wieder Draufpressen der Mitnehmerscheibe auf das Planetenradgehäuse noch einmal von vorne angehen, wenn du diesen Dichtring später doch noch tauschen wolltest. Öl aus dem Wellendichtring des Endantriebs wäre also nicht nur ein Schönheitsfehler, sondern beeinträchtigt die Funktion der Handbremse (die ja auch eine Notbremse ist).

Bei MF war dieser Wellendichtring auf jeden Fall vor gut einem Jahr noch gelistet. Ansonsten bekommst du diese Teile bestimmt auch bei den Herrschaften unter der Rubrik Marktplatz.

Wenn du die drei Planetenräder aus dem Gussgehäuse ausbaust kannst du ruhig mal gründlicher die Kerbstifte inspizieren. Laut WHB sollen beim Aus- und wieder Einbau der Planetenräder diese Kerbstifte erneuert werden. Leider sind die bei MF nicht mehr zu bekommen. An meinem Schlepper hatte sich einer der Kerbstifte herausgewurstelt, da die Bohrung für den Kerbstift auch schon ausgeschlagen war.

Jedenfalls war ganz offensichtlich die Klemmwirkung nicht mehr ausreichend.

Geschickt wäre jetzt, Neue zu verwenden. Da es diese Kerbstifte (zumindest bei MF) nicht mehr gibt, sollte man sie dann zumindest vor dem Einbau neu aufkerben (mit einem Kreuzmeißel ... zweckmäßigerweise).

Sollten die Bohrungen für den Kerbstift zu sehr ausgeschlagen sein, müsstest du dir auch da noch etwas überlegen.

Und wenn du schon alles auseinander hast, so tauschst du natürlich auch noch den inneren Simmerring, den zum Achstrichter hin, damit dir kein Öl aus dem Endantrieb in selbigen Achstrichter läuft und die Scheibenbremse dann im Ölbad liefe *zwinker*.

Der selbe Grund sollte dich überlegen lassen, ob es sich nicht anbietet, auch den Simmerring vom Getriebe (vom Differenzialgetriebe ) her zum Achstrichter auch noch zu tauschen. Dazu muss der Achstrichter natürlich auch ausgebaut werden.

Zu diesem Zeitpunkt ist auch der Kotflügel schon ab und der 130 erinnert an einen Marathonläufer, dem gewaltsam ein Bein ausgerissen wurde. Das sieht dann etwa so aus ....

8rZNa893iJLH00iwagqg6g
[/url]Aus MF 130, Endantriebe, Achstrichter, Differenzial[/IMG]

und wenn du schon mal dran bist .... neu lackiert sieht der Achstrichter auch wieder super aus *lächel*

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[/url]Aus Lackierung[/IMG]

Ok, es gibt jetzt viel zu tun ....

Frisch Gesellen seid zur Hand ....
soll das Werk den Meister loben ....
doch der Segen kom.............

26.gif


so long

Ulli
 
Hi Ulli
also das hört sich nach einer hohen Investition an.

So langsam versteh ich nur noch Bahnhof was die Namen der Bauteile betrifft. Ich kann es leider nur so wieder geben wie es ein befreundeter Landmaschinenmechaniker sagt.

Da ich den MF fast jeden Tag brauche, wollte ich bis zum Schluss den Endantrieb, also das mit den Zahnrädern, Trommelbremse und Mitnehmerscheibe dran lassen, das andere vom Ersatzgetriebe komplett zerlegen, reinigen und alles das was defekt ist erneuern.

Zum Schluss wollte ich einfach die 2 Antriebe tauschen.

Da die Teile ja vom Vorgänger über Jahre im Regen liegen gelassen wurden, sehen sie auch entsprechend aus.

Die Lager sind komplett verrostet gewesen und alle Dichtungen zerfallen.

Auseinander bekommen hab ich die Sache schnell. Jetzt stellt sich nur die Frage, wie ich am besten die Mitnehmerscheibe wieder montiere, da ich ja den Segering nicht mehr nach Eibau der 3 Zahnräder über die Welle der Mitnehmerscheibe bekomme.

Hatte nämlich beim auseinanderbauen, die Bolzer der drei Zahnräder noch Oben weggezogen.

Nun habe ich das Gehäue mit den Zahnrädern gereinigt, und die Nadellager Wieder eingebaut.Jetzt fehlen nur noch die Lager und alle Simmeringe.

Gruß Markus
 
hi Markus,

tut mir leid, wenn ich dich verwirrt habe, das war sicherlich nicht meine Absicht.

also

... Simmerring = Wellendichtring = Wedi = "Gummidichtung im Deckel" (O -Ton Markus ;-))

Mitnehmerscheibe = Radflansch = Achsstummel = außenverzahntes Teil der Presspassung

Planetenradgehäuse = Gussgehäuse = innenverzahntes Teil der Presspassung

soweit habe ich verstanden, dass du einen kompletten Alternativendantrieb zusammenbauen wolltest, und das Ganze dann in einem Zug gegen die defekte Einheit auswechseln möchtest.

Dazu müsstest du von der (in Fahrtrichtung) linken Seite deines Ersatzgetriebes den Endantrieb abbauen, wie du das ja schon kennst erst die Kerbstifte, dann die Planetenradachsen und die Planetenräder ausbauen, dann den großen Seegerring mit einem (oder auch zwei) Schraubenziehern von der Verzahnung des Achsstummels runterfuscheln.

Danach muss der verzahnte Teil des Achsstummels auf einer GROßEN Hydraulikpresse aus dem Planetengehäuse ausgepresst werden. Um (wegen der Bohrung für die Handbremswelle) den Endantrieb für den Einsatz auf der rechten Schlepperhälfte umzubauen nimmst du jetzt die intakten Teile der linken Seite, tauschst die Wellendichtringe und wenn es sein muss halt auch noch die Radlager aus, musst dann aber beim Zusammenbau das äußere Gehäuseteil des Endantriebs von der rechten Seite nehmen, da du sonst die Handbremswelle nicht mehr einbauen kannst.

Zum besseren Verständnis nochmal andersherum .... die äußeren Deckel des Endantriebs sind eigentlich symetrisch .... bis auf die Bohrung für die Handbremswelle. Deshalb kannst du nicht die linke Seite deines Ersatzgetriebes einfach auf den rechten Achstrichter schrauben.

Auf dem nachfolgenden Bild siehst du das Planetenradgehäuse und den Achsstummel mal bis an die Verzahnungen zusammengesteckt, so wie es nachher verpresst wird, allerdings ist dann ja die äußere Endantriebsgehäuseschale mit dem (neuen) Wellendichtring dabei. Keine Ahnung wie der Wedi aus dem Zubehörhandel aussieht, das Original von MF hat noch einen Filzrand rundum.

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[/url]Aus MF[/IMG]

Die Lauffläche des äußeren Wellendichtrings direkt neben der Mitnehmerscheibe ist auf meinem Bild noch mit Honleinen oder ähnlichem ab Körnung 1000 aufwärts zu glätten, damit der neue Wellendichtring sich in der alten eingelaufenen Spur nicht vorzeitig schon kaputtscheuert.

Dann wirst du am besten die 3 Planetenräder wieder ausbauen, denn die werden erst eingebaut, nachdem die beiden Teile verpresst sind und danach der Seegerring wieder an seinem Platz ist. Du kannst auch mal etwas darauf achten, dass einzelne Nadeln des Nadellagers nicht in die Radlager gefallen und dort drin hängengeblieben sind.

Wenn du die Nadellager fertig in Fett festgeklebt hast dürfen keine Lücken mehr zwischen den Nadeln sein, sonst sind dir eine oder mehrere abhanden gekommen *grins*.

Die Bolzen (Planetenradachsen) der Planetenräder KÖNNEN nur nach oben ausgebaut werden, nach unten hindert die Außenschale des Endantriebs.

Ach ja, beim Verpressen der beiden Teile sind die Verzahnungen noch mit mittelfestem Loctide zu sichern.

gutes Gelingen wünsche ich dir :-)

viele Grüße

Ulli

Ps.: Vielleicht hilft dir ja die Schnittzeichnung der Hinterachse aus dem Werkstatthandbuch. Wenn du im Beitrag auf das Bild doppelklickst kommst du zu meinen Bildern bei picasa, von dort kannst du dir dieses Bild als auch andere Zeichnungen und Pläne runterladen und nach Belieben vergößern.

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[/url]Aus MF[/IMG]
 
Hi Ulli
erst mal ganz vielen Dank, jetzt hab ich alles wunderbar verstanden.

Werde morgen versuchen die Lager und Simmerringe neu zu bekommen, damit ich endlich wieder Ohne ,,mulmiges Gefühl´´ im Bauch fahren kann.

Werde dann Bericht erstatten, wie alles gelaufen ist.

Viele Grüße
Markus
 
hallo Markus,

keine Ursache *lächel*, bin gespannt, wie es weitergeht bei dir :-) :-) :-)

bevor ich allerdings die Lager bestellen würde fände ich es angebracht, erst mal zu schauen, wie denn nun der tatsächliche Zustand der linken Seite deines Ersatzgetriebes ist.

Wenn du bei MF die Lager und Wedis orderst, dann hast du sie ... und zahlst sie auch .... ob du die linke Seite auf rechts umbauen kannst oder nicht.

Im Zweifelsfall kannst du ja bei deinem LAMA die Teile auseinanderpressen lassen. An dem dafür notwendigen Druck kannst du dann erkennen, ob die Passung noch etwas taugt oder ob nicht .... ob es also Sinn macht die Lager und Wedis zu kaufen oder nicht. .

viele Grüße

Ulli
 
Moin Ulli
habe ja schon alle teile auseinander gepresse, da wir in der Firma wo ich arbeite eine Presse haben.

Wollte heute morgen die Lager und den Simmering bestellen, doch der Händler, der übrigends nur Lager verkauft sagte mir es sei fast unmöglich die Teile neu zu bekommen.

Wo bekomme ich also die Lager und den Simmering her? Habe schon im Inet gesucht, aber das was ich finde ist meistens für die Vorderachse oder garnicht beschrieben.

Kann ich die Teile direkt bei MF bestellen und wenn ja was muss ich denen angeben, eventuell die Nummern auf den teilen oder die aus dem Ersatzteilkatalog?

Viele Grüße Markus
 
hi Markus,

vielleicht solltest du deinem MF Händler mal etwas Dampf machen ..... rein gefühlsmäßig (nach dem was du da so beschreibst) würde ich mal spekulieren, das ist dem alles zu viel.

Natürlich ist das so ... für ihn sind zwei Wälzlager und zwei Simmerringe peanuts .... dafür macht man sich möglichenfalls die Finger nicht wund .... aber das ist Spekulation von mir. Wie ich schon oben bemerkte ... zwei Radlager und zwei Simmerringe .... bei meinem MF Händler vor zwei Jahren zwar problemlos aber .... 170 Euronen .... dafür müssen reifere Mütterchen ganz schön lange stricken :-)

Du selbst wirst bei MF direkt (unter der Annahme, dass du kein Händler bist) nichts bestellen können aber, Versuch macht kluch ....

du kannst ja auch mal unter Marktplatz hier im Forum schauen, da sind ja unter der Unterrubrik ... wer liefert was .... Händler wie z.B. Christian Heigl oder Pitypoint ... die können dir da vermutlich auch weiterhelfen.

viele Grüße

Ulli
 
Moin Ulli
War gestern bei Raiffeisen, und die haben die Teile bei MF geordert, kommen aber erst am Mitwoch.

Habe gestern mal überlegt welche Mitnehmerscheibe ich am besten verbaue. Die eine geht ohne viel drücken in die Verzahnung und die andere( die wo die innere Verzahnung im Gehäuse abgerissen war) muss man von Anfang an etwas bearbeiten damit sie in die Verzahnung passt.

Welche würdest du nehmen?

Viele Grüße und noch einen schönen Sonntag

Markus
 
hallo Markus ......

das ist jetzt nicht dein Ernst, oder ??? *entsetztschau*

eigentlich war ich guter Hoffnung ..... (nein, nicht schwanger *grummel*), dass meine Ausführungen durchschaubar gewesen wären ..... offenbar war es dann doch nicht so *heuuuuuuuuuuuuuuuuul*.

also nochmal ... es ist nicht ratsam, mal nach Gutdünken diese oder jene Verzahnung zu nehmen .....

ich gehe mal davon aus, dass beim Auspressen des linken Endantriebs des Ersatzgetriebes schweres Gerät vonnöten war .... will sagen, eine große Presse sollte schon ganz schön zu tun gehabt haben .... falls das leicht auszupressen war, so würde mich das bedenklich stimmen.

Da du absolut nicht einschätzen kannst, inwieweit die Verzahnung der rechten Mitnehmerscheibe (jene, bei der die Geäuseverzahnung völlig abgeschert war) schon geschädigt ist ... du außerdem nicht weißt, ob das Übermaß zur Gehäuseverzahung des linken Ersatzendantriebs passt (maßlich) scheint es mir ganz schön gewagt, nicht die Teile zusammenzunehmen, die vorher fest zusammen waren.

Im ersten oder zweiten Beitrag in diesem Faden hier schrieb ich über die maßliche Streuung von Fertigungen ... möglichenfalls ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass MF diese Passteile messen ließ und mit größtmöglichen Übermaßen miteinander kombinieren (in der Montage).

Falls diese Spekulation von mir zutrifft, so ist es eine Notwendigkeit, festgefügte Verzahnungspaare wiederzuverwenden.

Ach ja .... bearbeitet wird an dieser Passung bzw an ihren beiden Elementen grundsätzlich GAR NICHTS !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Einzige Ausnahme wäre, wenn die Verzahnung der Mitnehmerscheibe vorne einen Grat hätte, der könnte dann vorsichtig mit einer Schlichtfeile weggenommen werden ... das ist aber auch schon Ende der Fahnenstange.

Wenn du an den Zahnflanken oder wo auch immer anfängst zu feilen oder gar mit Flex und Co. den Bauteilen zu Leibe rückst ... kannst du das Dingens nur kaputt machen.

Die Teile dürfen nicht leicht und auch nicht mit Druck von Hand ineinanderflutschen, sonst brauchst du sie gar nicht einzubauen, da sie dann nach 10 km wieder so ausgejuckelt sind. Vielmehr ist laut Werkstatthandbuch für das Wiederverpressen ein Druck von mindestens 2,5 bar nötig (wenn ich die Zahl gerade richtig im Kopf habe), sonst kommt nicht die erforderliche Klemmkraft zustande.

Diese Druckangabe bezieht sich vermutlich auf die Hydraulikpressen von MF in der Standardwerkstattausführung. Geschickter wäre die Angabe einer Kraft, mit der die Teile zu fügen sind, da die Angabe des Drucks ja nur in Abhängigkeit vom wirksamen Querschnitt des Hydraulikkolbens eine sinnvolle und aussagefähige Größe ergibt.

Auf jeden Fall aber solltest du beide Teile schön in Verdünnung auswaschen, damit nachher das Loc tide auch vernetzen kann.

Viel Erfolg

viele Grüße

Ulli
 
Hallo Ulli
ich hab dich schon verstanden.

Die linke Seite saß schon sehr gut in der Verzahnung drin, aber die Presse musste sich nicht überanstrengen.

Da du aber meintest, das die Verzahnungen mit sehr viel Krakt zusemmen gefügt sind, wollte ich das best mögliche machen und schnappte mir eine andere Mitnehmerscheibe.

Doch bei dem Versuch sie in die Verzahnung zu pressen( versuchsweise mit einem Holzhammer) bemerkte ich das diese mit noch viel mehr Kraft hineingepresst werden muss, als die, die im Originalzustand in der Verzahnung saß.

Wollte nur wissen was bessser ist, nicht das ich zum Schluss alles in die Presse lege und verpresse beides so, das eventuell die innere Verzahnung Schaden davon nimmt.

Alle Teile sind mitlerweile gereinigt und warten da drauf zusemmengesetzt zu werden.

Viele Grüße

Markus
 
Hi Markus,

sorry, dass ich jetzt erst antworte .....

wie ich oben schon schrieb, besser ist, du verpresst ein Paar, das auch vorher schon zusammen war ... und nur mit großem Kraftaufwand auseinandergepresst werden konnte.

Um mittels eines Beispiels jedwede Fehlinterpretation auszuschließen schildere ich mal (möglichst) kurz meine eigene Endantriebsnummer.

An meinem 130 war der rechte Endantrieb am wackeln .... von MarioMF bekam ich die linke Seite seines 130 ... hat aber wegen Bremsgestänge nicht gepasst, musste ich also auf rechts umbauen .... da ich aber nicht weiß, welches der beiden Elemente meines (defekten) rechten Endantriebs nun den Knacks hat (möglichenfalls liegts an der Mitnehmerscheibe, vermutlich aber eher an dem Gussgehäuse der Planetenräder oder aber an beiden Teilen .. aber das weiß ich ja nicht) nehme ich von meinem Schlepper nur den äußeren Deckel des Endantriebs, aber sowohl das Planetenradgehäuse als auch die Mitnehmerscheibe von Mario.

Bist du evtl. schon weiter gediehen mit deinen Maßnahmen *malinteressiertschau*??

viele Grüße

Ulli
 
Hallo Ulli
sorry das ich erst jetzt antworte, aber ich war spontan im Urlaub und hatte dort kein Internet.

Da bei mir der linke Ersatzantrieb nach mehrmaligem hinsehen und überlegen auch leider sehr ´´lasch ´´ ineinander ging (nach dem kompletten reinigen), habe ich mich dazu entschließen müssen zwei Teile ineinander zu pressen,die nicht zusammen waren.

Also das Getriebe von links und die Mitnehmerscheibe von rechts.

Musste die Teile mit Gefühl und Geduld langsam zusammen pressen, aber jetzt halten sie bombig.

Nachdem alles wieder zusammen war unterzog ich den MF erst einmal einem Härtetest und habe 2 Stunden durchgehend gepflügt.

Alles läuft anwandfrei und ruhig.

Ich hoffe das es lange hällt.

viele Grüße

Markus
 
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