Hydraulik MF 30

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Finn-Fergy

Gast
Hallo zusammen,

ich bin neu im Forum und habe gleich eine Frage,weil ich mir - vielleicht etwas blauäugig - einen MF 30 in Finnland für mein Ferienhaus gekauft habe. Die Hydraulik funktionierte bei Übernahme tadellos. Ich bin dann aber wohl etwas heftig (als Anfänger) mit dem anghängten Schneeräumer rückwärts gegen ein Hindernis gefahren. Danach funktionierte die Hydraulik erst einmal nicht mehr, der Scheepflug konnte nicht mehr angehoben werden.
Einige finnische Freunde haben auch schon mitgeschaut und auch der Vorbesitzer hat einige Tipps gegeben. Inzwischen konnten wir das Problem zwar lokalisieren - aber leider noch nicht lösen  :(

Deshalb meine Bitte ans Forum: Help! Help! Help!

Ich versuche die Sache möglichst genau (als absoluter Laie) zu beschreiben:

Unter dem Fahrersitz kommt aus dem Getriebekasten (?) eine Stange heraus, die mit einer Gummidichtung gegenüber diesem Kasten versehen ist. Diese Stange hat am hinteren Ende eine Öse, die mit einer 13er Schraube an einem unbeweglichen Block befestigt ist (der Block sieht zwar eigentlich beweglich aus, bewegt sich aber an meinem Traktor kein Stück).

Wenn ich diese Schraube löse und herausnehme, lässt sich die Stange relativ leicht bewegen. Wenn ich diese Stange nun z.B. mit einem Hammerstiel einige cm in Richtung des Kastens eindrücke und anschließend wieder mit der Schraube an dem Block festschraube, funktioniert die Haydraulik wieder - aber nur genau für ein- oder zweimal. Dann gibt sie wieder ihren Geist auf und der Schneepflug bleibt wieder schön am Boden.

Ich schließe daraus, dass die Hydraulikpumpe in Ordnung ist, Öl ist laut Vorbesitzer auch genug drin. Auch keiner meiner Freunde konnte mir helfen, alle standen etwas bedröppelt da. Der Vorbesitzer sprach davon, dass es sich bei der ganzen Sache um eine Art "Sicherheitsmechanismus" handele, aber so richtig konnte er auch nicht erklären, wie weiter vorzugehen ist.

Vielleicht hat jemand eine Lösung. Wäre toll ...

Viele Grüße

(der neue) Finn-Fergy   
 
hallo Finn-F.

willkommen im Forum.

Einige aufschlussreiche Bilder wären super. Deiner Beschreibung kann ich leider nicht recht folgen.

Unter dem Fahrersitz eine Stange mit Öse die durch Hammerschläge usw. usw.
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Manchmal ist EIN Bild aufschlussreicher als tau.... du weißt schon *lächel*

Der Getriebe/Hydraulikölstand wird an der Hinterseite des Getriebegehäuse mittels Kontrollschraube (mit Vierkantantrieb) überprüft. Die Schraube lösen und notfalls auch vorsichtig ganz herausschrauben (das Ganze natürlich auf ebenem Untergrund). Wenn dort kein Öl mehr kommt, dann fehlt welches.

Zum Thema Ölstand Hydraulik kannst du auch gerne mal die Funktion "Suchen" bemühen ( als Filter MF 25, 30, 130,  Getriebeölstand kontrollieren) , dort wirst du eine Fülle von Angeboten bekommen.

poste erst mal Bilder, dann sehen wir weiter ...

freundliche Grüße

Ulli
 
Hallo Ulli,

das klappt ja prima! Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich habe ein paar Bilder gemacht, die mein Problem viellicht deutlicher machen - zumindest im Zusammenhang mit der etwas  "ungenauen Beschreibung".

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Also: immer, wenn ich diese Stange eindrücke und auch die Schraube wieder fest anziehe, funktioniert die Hydraulik genau ein- oder zweimal, bis sie wieder ihren Geist aufgibt.

Mir ist das zu hoch! Vielleicht gibt es eine (hoffentlich einfache) Erklärung.

Gruß

Norbert
 
Ist doch der Hammer, oder?
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Der Trecker wurde mit grauer Farbe "übergerotzt" (sorry für die Wortwahl), aber die kaputte Manschette der Oberlenkerregelung

die hier mit wenigen Handgriffen zu erneuern wäre, wurde belassen. Die sollte leichtgängig sein. Sieht auf dem Bild nicht danach aus,

ohne zu wissen, wie das Innenleben des Steuergestänges (Steuerfeder?) aussieht. Ob die Oberlenkerwippe leichtgängig ist?

Sieht auch nicht so aus. Hauptsache Farbe drauf.
Ist wohl ein Fall für Ullis unendliche Geduld und Langmut.
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Warum erinnert mich das an "Schwedenberts" Faden nebst Heizölentsorgung ?

Irgendwie gehen in Skandinavien die Uhren wohl anders.

@Finn-F

Nicht gegen dich
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, du scheinst Opfer:

Wenn du, ohne die Schraube zu lösen die Oberlenkerbrücke reindrückst, was passiert dann?

Gruß +Matthes+
 
Ja, in Skandinavien gehen die Uhren wirklich anders - und deshalb lieben wir es so und verbringen viel Zeit dort
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Aber jetzt zum Problem: Da ich (noch) absoluter Laie bin, habe ich eine Rückfrage: Die "Oberlenkerbrücke" ist - so vermute ich - das Bauteil, an dem die "Stange mit der Öse" (siehe Bild 1) befestigt ist. Doofe Frage: Die muss sich bewegen? Bei meinem Trecker sitzt die knallfest und selbst mit einem Hammer ist da nichts zu machen.

Mit einem finnischen Freund habe ich die "Stange mit der Öse" auch ganz aus dem Gehäuse herausgezogen. Es handelt sich bei der Stange in Wirklichkeit um "Rohr" (ca. 20 cm lang), das auf eine "Stange" im Innern des Gehäuses passt. Wir hatten  ziemliche Mühe, beim Zusammenbau das "Rohr" wieder über die "Stange" zu stülpen (Entschuldigung für die laienhafte Beschreibung). Von einem Gegendruck durch eine Feder oder ähnliches haben wir nichts verspürt. Wenn die "Stange mit der Öse" von dem Block ("Oberlenkerbrücke") gelöst wird, lässt sie sich um ein paar cm sowohl nach vorn als auch nach hinten bewegen ohne jeglichen Druck.

Wenn sie ca. 5 cm eingedrückt wird (in Richtung Fahrersitz) merkt man einen Widerstand. Wenn kurz gegen diesen Widerstand drücke (z.B. mit dem abgebildeten Hammerstiel) funkttioniert die Hydraulik wieder - aber eben nur ein oder zweimal :(

Ich hoffe, Ihr kommt mit der Beschreibung klar.

Gruß

Norbert 
 
hallo Norbert,     und hallo Matthes *lächel*, ... ja Schweden Bert schwebt irgendwie drüber ... so scheints *lachmichweg*

vielen Dank für das Lob ob meiner (zumindest zeitweise vorhandenen) Tugend
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tja, @ Norbert ....

du wirst wohl kaum umhin kommen, den Hydraulikdeckel abzunehmen und den Schaden wieder zu richten.

Nur mal am Rande erwähnt, auf deinen Bildern ist der Oberlenkerbolzen im oberen der beiden Löcher, dort gehört der nur beim Pflügen hin, wenn du mit der Lageregelung arbeitest. Für alle anderen Zugriffe auf den Oberlenker muss dieser in der unteren Bohrung  "eingestöpselt" werden.

Was du da berichtest ist ziemlich zweifelsfrei eine Steuerungssache. Dazu muss der Sitz ab, Hydraulikdeckel runter, den Schaden an dem Rohr ordentlich repariert und dann alles genau nach Reparaturleitfaden einstellen. Bei dem Anprall hast du vermutlich das Rohr in seiner inneren Aufnahme geschrottet.

Die Steuerung ist ein kleines Wunderwerk von ineinandergreifenden Fühlern, Gestängen, Häkchen, Excenterscheiben etc. die genau aufeinander abgestimmt sein sollten.

Schau mal auf der Startseite des Forums oben rechts, da steht sinngemäß ... Sie haben neue Nachrichten

Dort kannst du dann mal draufklicken.

freundliche Grüße

Ulli
 
Hallo zusammen,

da scheint mein Aufprall ja doch zu größeren Schäden geführt zu haben. Danke aber auf jeden Fall für die Tipps, ich werde sehen, wie ich weiter komme. Ich habe im Internet schon mal nach einem Reparaturleitfaden für den MF 30 gesucht, aber noch nichts gefunden. Weiß jemand, wie man da herankommt? Eine Bedienungsanleitung habe ich mir bereits bestellt, aber das scheint bei "meinen Fahrkünsten" nicht zu reichen ...

Gruß

N.
 
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