Hydraulik pendelt hoch/runter - MF 135 Multipower-Getriebe / Neu 09.11.2022

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H

Holger-D

Gast
Moin zusammen!

Mal wieder was vom Eicher mit MF 135 Multipower-Getriebe.

Am Schlepper hatte ich nun das erste mal eine "größere" Last an der 3-Punkt. Ca. 400 kg.
Der hebt das natürlich ohne Probleme, allerdings kann man dann ein ewiges "hin und her" beobachten.
Bedeutet: die Hydraulik fällt ein paar mm, regelt nach, fällt wieder ein par mm, regelt nach,.....

Gibt es dafür einen allgemeinen Grund? Oder muss ich da nun auf große Fehlersuche gehen?

Grüße,

Holger
 
hmm..und das im Bereich alle paar Sekunden?

Da schwingt der Schlepper ganz schön mit...
 
Ich halte das nicht für normal, so wie beschrieben...

Bei meinem schwingt die Hydraulik ein klein wenig, aber das hat mehr mit der Drehzahl der Pumpe zu tun. Was hier beschrieben wird (alle paar Sekunden wird nachgeregelt) klingt eher nach Spiel im Steuergestänge der Positionsregelung. Oder einer Schwergängigen Steuerhülse. Auf jeden Fall etwas, was die Reaktion der Pumpe auf die Position der Hubarme negativ beeinflusst.

Das zu prüfen geht aber m.E. nur sinnvoll mit abgenommenem Hydraulikdeckel...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Na Christian,

da bin ich gespannt. Noch nie hatte ich mit dieser Fehlerbeschreibung ein Problem mechanischer Natur.

Der wird Lecköl an den Steigrohrringen und an den Kolbenringen des Hubzylinders haben und daher permanent nachregeln.

@Holger

Wenn du den ohne Last mit angehobener Ackerschiene abstellst, wie schnell senkt diese sich ab?

Das "Soll" gleich vorweggenommen: 6-15mm/Min wären  in Ordnung.

Gruß +Matthes+
 
Das nachregeln erfolgt bei meinem auch, aber schwingungsfrei. D.h. wenn da 700kg dran hängen, hört man die Pumpe deutlich arbeiten. Die Position ist dann etwas niedriger als ohne Gewicht, sodass der Proportionalregler die Steuerhülse konstant auf die nötige Förderung zur Kompensation des Lecköls stellt....

Bei ungünstigen Hebelverhältnissen (z.b. mit dem weit ausladenden Grubber) kann man aber durchaus Schwingungen provozieren, sodass die Nachregelung zum Überschwingen führt. Dann fängt die Fuhre u.U. an zu schaukeln...

Bei Mulcher, Häcksler oder Heckcontainer hatte ich das aber noch nie, egal wie schwer.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Guten Abend!

Ich habe mich heute nochmal mit dem Eicher beschäftigt.Dabei habe ich festgestellt das ich zwei "Abzinkzustände" habe.
Also, der Kraftheber senkt sich nahezu gar nicht, wenn vorne am Till-Steuergerät der Hebel auf externe Hydraulik steht, in meinem Fall -Frontlader.
Ich hatte die Seilwinde ca. 5 cm über den Boden hängen, Hebel auf Frontlader, nach 2 Stunden waren es noch immer 4,5cm.
Schalte ich das Till-Steuergerät aber auf die Heckhydraluik, kann man zusehen wie schnell der Kraftheber fällt, geschätzt 1mm pro Sekunde.

Ich kenne mich leider noch nicht genau mit der Ferguson-Hydraulikanlage aus, bin nur irritiert weshalb er einmal absinkt, einmal nicht.

Grüße,

Holger
 
Hallo Holger , wenn du auf Frontlader  umgestellt hast  Sind die Unterlenker Blockiert und wenn der Kolben untern Sitz noch recht dicht ist bleibt der Unterlenker oben . Wenn du auf die Unterlenker umschaltest  ist der Druck auf der BoxerPumpe  (Steuerhülse ) . Das ist der unterschied, und auf Frontlader hast du dann auch kein nachregeln . Gruß Didi.
 
Moin Holger,

wie Dietmar schon schreibt, ist damit klar, daß der Hubzylinder weitgehend dicht ist. Ob die Steigrohringe oder der Steuerschieber Öl durchlässt, lässt sich testen indem du bei angehobenen Frontlader den Motor abstellst.

Sinkt der FL dann schnell ab?

Gruß +Matthes+
 
Hallo...

grade aus dem Wald zurück...
Den Frontlader habe ich nach dem Abstellen oben gelassen. Das Till-Steuerventil steht weiterhin auf "Frontlader", also der Hebel steht nach vorn.
Die Heckhydraulik sinkt sehr sehr langsam ab, der Frontlader hat nun nach knapp 45 Minuten 2mm an Höhe verloren. Morgen früh werde ich nochmal nachsehen. Also scheinbar sinkt er etwas, aber sehr langsam.

Grüße,
Holger
 
Moin Holger,

gut, das ist doch in Ordnung. Leider hatte ich bei der Prüfungsmethode einen Denkfehler. Wenn der FL über ein eigenes Steuerventil betätigt wird ist,wenn dieses auf neutral, also weder Heben noch Senken steht ja gar kein Gerätegewichtsdruck auf dem Steigrohr. Stell doch mal ein Bild von dem Steuergeät und den Hydrauliksegmenten rechts neben dem Sitz ein. Vielleicht fällt mir noch eine andere Prüfungsmethode mit wenig Aufwand ein.

Gruß +Matthes+
 
na mit ein kleinwenig Gedult geht das schon, Matthes.

Motor aus, Hydraulikhebel am Stellsegement auf "fördern" stellen, und am externen Steuergerät den Hebel ebenfalls auf "heben" gedrückt halten. Umschalthebel Till muss natürlich auf Frontlader stehen.

Dann lastet der Druck aus den Frontladerzylindern auf der Steuerhülse, und man kann das Absinken bewerten. Ich erwarte da aber keinen weiteren Erkenntnisgewinn, denn der Holger hat ja schon geschrieben:

"Schalte ich das Till-Steuergerät aber auf die Heckhydraluik, kann man zusehen wie schnell der Kraftheber fällt, geschätzt 1mm pro Sekunde."
1mm pro Sekunde würde ich mit Gewicht dran als relativ normal bezeichnen. Das geht bei mir ähnlich schnell (abhängig davon, wie warm das Öl ist), und trotzdem schwingt da nix.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Guten Morgen,

Ich habe nun beide Schaltstellungen am Till-Ventil probiert, der Frontlöader bleibt oben, auch ist es scheinbar egal ob der seitliche innere Hebel auf Pumpen oder auf einer der Regelpositionen steht, der FL bleibt oben...fällt also nur sehr langsam.
Über Nacht so ca. 3 cm...

Grüße,

Holger
 
Das ist ja auch völlig klar, solange das Steuergerät für den FL den Ölfluss blockiert.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Beide Schaltstellungen, also nicht nur seitlich den Umsteller von Heckhydraulik auf Frontlader, sondern auch wenn das Frontladerventil vom Heben geöffnet bleibt, fällt er nicht ab. Dann müsste doch der Druck auf dem Steigrohr stehen?
 
Druck auf dem Steigrohr hast du, wenn der Hebel des Till-Umschalters auf FL steht UND der Hebel des Steuergeräte für den FL auf heben. Dann MUSS der FL sinken,  wenn der Hebel am Steuersegment auf senken steht. Wenn er auf heben steht, sollte das absinken recht langsam erfolgen

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
wenn der Hebel am Till auf heben steht, sinkt er so langsam als wäre es in neutraler Position, also über Nacht, bzw. im Zeitraum 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr so um die 3cm.

Der Eicher hat sich mitlerweile im Wald bewiesen, und macht auch Spaß.
Ich denke das ich die Hydraulik des Frontlader demnächst umbaue auf externe Pumpe am Motor, und mir dann mal das Getriebe inkl. der MF-Hydraulik ansehe. So wird es beim Rätselraten bleiben.

Grüße,

Holger
 
Okay. Dann lass uns aber bitte an den Erkenntnissen teilhaben :-)

Möglicherweise stimmt etwas mit der Positionsregelung nicht,  zu viel Spiel oder falsch eingestellt.  

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo!

Das ganze wird wahrscheinlich erst im Sommer soweit sein, aktuell wird er gebraucht :-D

Habe mir gestern noch die ET-Liste von Eicher zum Getriebe durchgesehen, aber so richtig geholfen hat mir das noch nicht. Sind im Getriebe zwei Pumpen verbaut? Eine für Multipower, und eine weitere für das gesamte andere Hydrauliksystem?
Bin mal gespannt was mich beim Öffnen des Getriebes erwartet ....

Grüße,

Holger
 
Hallo Holger, Ja sind 2Pumpen bei MP drin . Die Boxerpumpe für Hubwerk und zubehör . Und MP Pumpe vor der Boxerpumpe . Bemü mal die Suche nach MP Getriebe . Dort findest du auch Bilder ! Gruß Didi.
 
Guten Morgen!

Ich habe lang nichts mehr geschrieben.

Der Eicher hat die Zusatzpumpe am Motor. Mit dieser bediene ich den Frontlader und die hinteren Druckanschlüsse (für z.B. Anhänger).
Ende August habe ich Urlaub, da will ich dem Eicher mal in das Getriebe schauen. Mal sehen was die Hydraulik da erahnen lässt.

Im Handbuch sind diverse Spezialwerkzeuge genannt. Leider fehlt bei mir der Teil mit den Abbildungen dieser Werkzeuge. Benötigt man alle? Oder gar keines wirklich?

Grüße,

Holger
 
Guten Abend,

Auch wenn hier wahrscheinlich niemand mehr "Lust" hat:

Heute hatte den Holzspalter am Eicher montiert. Trecker schnell raus und angebaut. Anfangs war keinerlei Bewegung festzustellen. Nach ein paar mal hoch und runter kam jedoch wieder dieses auf und ab. Wir haben dann heute eine Buche geholt, also etwas Frontladerarbeit (anderer Hydraulikkreis). Der Spalter war als Gegengewicht montiert und wurde von der Hydraulik nur in Position gehalten. Es folgten ein paar Transportarbeiten, ebenfalls mit Spalter hinten dran. Neben einem starken klack...klack,klack,...klack...klaklaklack auf dem Getriebe bei Rückwärtsfahrt (ob´s ein Lager ist..?) konnte ich nach etwa einer Stunde dann im Stillstand auch ein "klackern" oder "schlagen" aus dem Getriebe vernehmen. Sobald ich den Spalter abgesenkt habe, die Hubarme ohne Last waren, war dieses klackern und schlagen vorbei.

Also nach dem was ich bisher so gelesen habe eine Undichtigkeit im Steigrohr, eine defekte/undichte Steuerhülse...irgend sowas

Grüße,

Holger
 
so, aktueller Stand:

Hydraulikblock ist runter, Pumpe ist raus, Getriebe komplett leer .....da ist doch nen Eck mehr zu tun als erhofft.
Die Pumpe selbst sieht soweit gut aus, allerdings sind die Dichtungen alle recht spröde.
Da der Eicher ja auch im Rückwärtsgang recht laut ist, habe ich auch den Schaltdeckel abgenommen - das kleine Zahnrad für den Rückwärtsgang sieht alles andere als gut aus. Ebenso hat dsas zahnrad auf der Vorgelegewelle beginnende Karies.
Die Multipower-Kupplungsscheiben sind auch hinüber. Hier löst sich der Belag vom Träger.
Es riecht auch alles (die Lager, die Multipower-Einheit stark nach Hypoid. Vor gut einem Jahr war mir das nicht aufgefallen. Von mir hat er Stou bekommen, aber wer weiß was vorher mal drauf war. Ich denke das ist das große Problem bei den Ferguson-Getrieben.

Holger
 
und weiter geht es...

Das Getriebe ist wieder zusammen, das Differential war auch offen - Kegel-/Tellerrad inkl. Lager getauscht.

Mitlerweile steht der Schlepper wieder nahezu komplett montiert in der Werkstatt. Leider öfffnet das Überdruckventil erst bei über 250 Bar.
Warum das nun so dermaßen hoch geht weiß ich leider nicht, aber da einer der Dichtringe (der vom kleinen Röhrchen in das Überdruckventil hinein) undicht waren, war das vorher vielleicht mal von einem der Vorbesitzer verstellt worden.
Zurück zum Thema: Da der Traktor ja diese Zugkraftverstärkung hat, wird der Druck ja über das per kleinem Röhrchen vom Steigrohr abgehenden Ventil geregelt. Das kann man von außen einstellen, an diesem gerasterten "Metallhut"
Was bedeutet da eine Rastung circa?
Außerdem ist am Getriebeblock ein Zusatzsteuergerät montiert. Hier ist scheinbar auch ein Überdruckventil vorhanden. Regelt das nur den Druck im nachfolgenden Steuerbereich, oder auch den normalen Kreislauf innerhalb der internen Ferguson-Heckhydraulik?
Könnte man das als zusätzlichen Schutz nutzen?

Grüße,

Holger
 
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