Hallo MHF,
habe nur das Rohr heiß gemacht (hellrot), dann mit großer Rohrzange gedreht (links-rechts, so dreimal hin und her!) und dann ließ sich der Kopf drehen. Gedreht bis das Ende des Sicherungsdrahtes zu sehen war, leicht angebogen und dann so lange am Kopf gedreht, bis der Draht draußen war. Dichtungselemente habe ich folgende besorgen können:
- OR 68-3,5 für die Außenabdichtung des Kopfes
- Abstreiferring AS 45-55-5/7 (wird eingebaut wie ein Wellendichtring, der Abstreifring ist in einem Metallmantel eingegossen und wird von außen einfach eingeschlagen)
- Nutring N 45-103 [45-58-10] (am besten im heißen Wasser einwirken lassen, dann läßt er sich gut zusammenbiegen und kann eingebaut werden). Der Nutring ist der eigentliche Dichtring des Kopfes.
- Kolbendichtring GLYD-Ring 75-64-4,2 PTFE m. OR (für den inneren Zylinderstangenkolben kompl. mit O-Ring). Auch hier empfehle ich den äußeren Ring gut vorzuwärmen, sonst bekommst du den Abdichtring nicht über den Kolben geschoben, eine Heißluftpistole ist am besten, hat aber nicht jeder zur Hand. Zuerst jedoch den O-Ringen und dann den Abdichtring einbauen. Die beiden Abstandmanschetten, die dafür da sind das der Kolben nicht kippelt, waren noch so gut erhalten, dass ich sie wieder eingebaut habe.
Beim Wiederzusammenbau habe den Kopf im Bereich wo die Rille des Sicherungungsdrahtes verläuft mit LOCTITE 8150 (Anti-Seize Schmiermittelpaste auf Aluminium Basis) eingestrichen, somit sollte sich der Kopf in Zukunft etwas leichter zu lösen sein.
Heute war der Stielzylinder dran, diesmal habe ich den Vorschlag von Lama 128 ausprobiert, nachdem ich zwei Tage lang schon die Öffnung des Sicherungsdrahtes mit Röstlöser habe einwirken lassen. Mit einem kleinen Schlosserhammer 2-3 cm im Bereich der Rille des Sicherungsdrahts geklopft, mit der großen Rohrzange versucht zu drehen. Diesen Vorgang habe ich 3-4 mal gemacht und dann ließ sich hier der Kopf drehen. Dann kam aber die große Überraschung: Nachdem ich das Ende des Sicherungsdrahtes angebogen hatte und der Draht so 2 cm schon draußen war, ist der Drahtnippel, der in der Bohrung des Kopfes eingefügt wird, abgebrochen. Habe 1,5 Stunden gebraucht, bis ich den Draht mit der Wasserrohrzange draußen hatte.
Leider ist der Sicherungsdraht nun hin und ich habe das nächste Problem: Wo bekomme ich so einen Sicherungsdraht her? Durchmesser 3,5 mm. Ist ziemlich hart, d.h. läßt sich mit der Hand nicht verbiegen. War bei meinem Metallbauhandwerker, er hat leider diese Qualität nicht. Könnte seiner Meinung nach sogar Federstahlqualität haben. Von einem einfachen Bindedraht rät er ab, wegen dem Abeitsdruck der Hydraulik (170-185 bar laut Bedienungsanleitung!).
Vielleicht kannst du mir da weiterhelfen.
Gruß Stefan