Ich bin der svenska gamal gubbe

  • Ersteller Ersteller Gamla svenska Gubbe
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Moin an die verehrten Fergusonschrauber und Besitzer,

ich möchte mich kurz vorstellen und hoffe auf diverse Fragen demnächst Antworten zu bekommen.

Ich bin 64 Jahre alt und wohne im Schwedischen Jämtland wohin ich vor 12 Jahren ausgewandert bin, Wuppertal war meine letzte Adresse und davor bin ich geboren und aufgewachsen im Bergischen Land in der nähe von Bergisch-Gladbach.

Meine jugendlichen ersten Begegnungen mit Traktoren waren zwei graue Ferguson Benziner die auf einem Hof in unserem Dorf liefen, meine Familie wohnte zur Miete bei einem Viehändler, der bewirtschaftete damals den Hof noch mit Pferd und Wagen, ebenso die Gerätschaften wurden mit dem Pferd bewegt und wenn Heu gemacht wurde mußte ich mit rann, der alte Herr mähte und ich wendete mit dem Gabelwender sowie mit der Harke, wobei als Pimpf immer die Beine zu kurz waren um den Hebel zum anheben der Harke auszulösen, na ja wir mit Pferd und Wagen das Heu mit Gabel aufgeladen und gepackt und so eingefahren. Auf der Nachbarwiese fuhren da die beiden grauen Ferguson umher und machten mit ihren modernen Anbaugeräten auch Heu, ein Mann mähte mit dem Heckmähwerk, welches sich wie von Geisterhand heben und senken lies ohne auch nur einen Fuß auf einen Hebel zu stellen wie wir es mußten, danach kam der mit dem zweiten Trecker und wendete mit einem Wender der keine Gabel hatte sondern drei Kreisel, damit legte er das Heu auch auf die Reihe, nur eine Maschine für zwei Arbeiten. Nun kam das Heueinfahren,da kam der wieder mit dem Trecker und hatte keinen Anhänger zum einfahren sonder eine Heckgabel aus großen Stangen mit der er rückwärtz in das Heu fuhr und das Heu so zusammenschob bis die Lade voll war danach klappte er einen Bügel über das Heu und verschwand zu seinem Hof, waren das Welten, die moderen Landwirtschaft um 1960 hielt Einzug.Übrigens war das der erste Bauer der Offenstallhaltung hatte zu dem Zeitpunkt. Ein zwei Jahre später wurde der Viehhandel eingestellt und das Land verpachtet und so bekam ich die Gelegenheit Heu mit einem Trecker zu machen, ich durfte mit einen Niegel Nagel neuen MF 35 Diesel Tracktor wenden und abends auf Reihe ziehen, da war ich so um die 13-14 Jahre.

Na dann kamm die Jugend und somit keine Trecker mehr, andere Dinge waren wichtiger, Liebe Haus und Familie und eine Leidenschaft kam um 1980, Land Rover und dadurch auch immer Schraubenerein, ein Land Rover ist nie ganz oder kaputt, es gibt immer was zu tun und so ist das heute auch noch so, es gab diverse Modelle in unserem Haushalt im laufe der Zeit und es gibt sie immer noch, ein Ninety von 1986 und ein Discovery 2002 V8 sind meine aktuellen Fahrzeuge. Ausserdem bin ich im deutschen Blacklandy Forum als Moderator tätig, hier bei den TDI lern also Motoren ohne Elektronik wo man noch >selbst ist der Mann

Um 1992 kam mein Sohn auf die Idee mit 16 den Traktorführerschein zu machen und wollte einen Traktor kaufen um damit zu fahren, dass kam dann auch so, nur er ist nie mit dem Traktor gefahren und das kam so:

Ein Eicher EM 100 stand seit Jahren im Garten eines Nebenerwerbsbauern, in kläglichen Zustand, abgestellt weil er nicht mehr lief und da stand er dann Jahrelang, durch die Haube wuchs ein Baum, die Batterie geplatzt und ausgelaufen alles zerfressen vorne von der Säure, Reifen alle platt und hielten die Luft nur noch für Stunden wenn man sie einfüllte. Für ein paar DM Schrottwert wurde dann der Trecker geborgen und kam zu uns auf den Hof wo ich erst mal ausgeflippt bin wegen des Haufen Schrott und der nun bei uns stand. Mein Sohn hat dann zuerst den Motor gereinigt von allem was da so im laufe der Zeit wuchs und die Kühlrippen zusetzte sowie das alte Oel abgelassen, neues aufgefüllt und wie die 16zenjährige so sind Batterie drann und starten, und das hat sein Leben verlängert, er sprang an und lief wie ein Glöckchen, ein einmaliger Klang den er heute auch noch hat.

Naja mein Sohn bekam dann eine Simson und der Trecker stand immer im Weg herum, gemacht hat er nichts mehr damit ausser die hinteren Kotflügel abzubauen auch die lagen immer im Weg und so habe ich irgendwann angefangen den Trecker zu zerlegen und von da an wieder auf Vordermann zu bringen, zerlegen reparieren schleifen lackieren zusammenbauen hier was kaufen da was für die Elektrik anschaffen, neue Kabel legen sowie Warnblinker und Lampen installieren und das alles nebenbei in ein paar Stunden neben dem Beruf der mir nur an den Wochenenden Zeit lies, schwupps im Jahre 2000 war es dann so weit, der Trecker bekam TÜV und ein Gutachten das er von nun an ein H Kennzeichen tragen durfte.

>Im Buch Deutsch Traktoren 2 von Paulitz auf Seite 44 ist er abgebildet<

Der Trecker hat mich dann ein paar Jahre zu diversen Treffen im Bergischen Land begleitet bis ein Fahr D 270 H mit Deutz Motor als nächster Trecker unseren Hof bereicherte, da brauchte der Kleine nicht mehr zu den Treffen fahren der kam auf einen Anhänger hinten drauf, der Fahr war einer von wenigen Traktoren die Fahr damals 1955, in grün ausgeliefert hat und so sollte er auch werden, wieder grün, ist bis heute nicht fertig weil andere Dinge wichtiger waren, vorne ist er grün, hinten noch so wie er kam.

Mit unserem Umzug nach Schweden kam noch ein Eicher EM 200 mit 25 PS dazu, der deshalb weil da ein Frontmähgerät verbaut war, ist heute nicht mehr drann, dafür ein Schneeschild für Winterdienst.

Alle drei Traktoren kamen in eine Container wurden abgedeckt und umpackt mit Umzugswaren aller Art, alle ist ohne Schäden 1900 Km weiter Nördlich angekommen.

2003 im Winter habe ich hier zwei DAVID BROWN Cropmaster Baujjahr 1955 für sage und schreibe 400.-Euro umgerechent bekommen und aus diesen zweien einen gemacht, der Grund war das ein Frontlader hermusste.

2004 im Winter auf 2005 kommt wieder Ferguson ins Spiel, ein Bekannter hier im Ort hatte einen Getriebeschaden an einem MF 35 und fragte mich ob ich ihm seinen Traktor reparieren könne, nach Planung der anstehenden Arbeiten wurde ein zweiter Traktor angeschafft, dieser mit Motorschaden um die Getriebeteile in den anderen einzubauen.

Beide wurden total zerlegt und der MF 35 nach reinigen schleifen und Grundierung wieder zusammen gefügt, Lager Dichtungen usw. alles erneuert, Hydraulik Bremsen Kupplung, alles wurde überprüft und in Stand versetzt, ausserden wurde von dem einen Trecker ein Frontlader angebaut. Zu guter letzt dann noch die Elektrik gemacht mit neuen Lampen weil die alten nicht mehr passten.

Habe bei der Farbgebung auf die alten rote und siberne Farben geachtet, leider konnte ich die Felgen nicht wie Urschrünglich Silber machen aus Ermangelung von Farbe und der Besitzter legte da keinen Wert drauf, ist noch rote Farbe da also drauf damit.

Leider hat der Besitzer den Trecker ein paar Jahre danach verkauft ohne mich zu fragen ob ich ihn haben möchte.

Jetzt steht der letzte Ferguson 135 aus unserem Dorf vor der Türe wegen Hydraulik Proplemen, Kraftheber ruckelt und Teile liegen im Geriebegehäuse.

Gruß aus dem schönen Jämtland

Dieter
 
Hallo Dieter, 

das ist doch mal eine schöne Vorstellung mit Geschichte.

Ein eigener Vorstellungsfaden würde diesem Forum ganz gut stehen, finde ich. 
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Grüße 

Harald 
 
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