Kaltstart schlecht

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Timo158

Gast
Hi mein 158 hat kalt extreme schwierigjeiten zu starten. Er Brauch also schon einige Sekunden.... Habe heute mal vor dem starten die Handpumpe vor dem Kraftstoff Filter 5 Mal betätigt und dann gestartet aber da hatte ich eher das Gefühl dass es noch schlechter ist.....

Wenn ich nach dem starten  also nicht erst wenn er warm ist ausmache und es nochmal Versuche kommt er sofort!?
 
Hallo Timo,

Was verstehst du unter kalt? Aktuell ist es zumindest in Deutschland nicht "kalt". 

Der ad4.203 (gilt auch für seinen kleinen bruder ad3.152) ist eigentlich ein sehr guter kaltstarter. Wenn der oberhalb von Außentemperatur 0 grad nicht auf den ersten riss kommt, dann stimmt da was nicht.

Räuchert er denn irgendwie auffällig beim starten und später wenn er läuft?

Da er in warmem zustand gut anspringt laut deiner aussage würde ich die einspritzpumpe mal nicht in betracht ziehen. Tippe hier dann eher auf fehlende kompression, aber das müsstest du dann selber mal messen, bzw einen Druckverlusttest machen, dann wüsstest du auch, wo dir die Kompression hin abhaut.

Räuchert er denn extrem aus der kurbelgehäuseentlüftung? Wäre ein indikator für verschlissene kolbenringe. Oder knallt er in den ansaugtrakt zurück, dann hätten eventuell die ventile einen schaden?

Ich an deiner Stelle würde Kompression messen.

Grüße Thomas
 
Hi mit kalt meine ich hauptsächlich wenn er einige Stunden stand. Rauchen tut er nur minimal.allerdings habe ich vorhin die Spannung an der Batterie gemessen und die sinkt beim starrten auf unter 10v...fast sogar unter 9v zudem habe ich gesehen dass die Batterie nur eine 74 ah ist statt der 94 die in der BA stehen....denke oder hoffe dass es an der Batterie liegt. Werde es Mal versuchen mit gleichzeitiger Überbrückung ans Auto oder so
 
Gut, das ist schon sehr wenig für einen 4 zylinder, aber warum sollte er dann warm besser anspringen? Erklärt sich mir nicht.
 
Naja aber wenn die Kompression beim Kaltstart abhaut, dann würde sie das doch auch 10 min später immer noch oder?
 
Bereits nach ein paar Umdrehungen ist der Brennraum so weit erwärmt, dass der Motor auch bei niedriger Kompression sehr viel besser anspringt...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Zu deiner Batterie, welche Spannung zeigt dein Messgerät vor dem morgentlichen "Kaltstart"?

Wie alt ist der Ladungssammler?

Wenn die Batterie altert fängt sie an zu sulfatieren und verliert hierdurch Kapazität. Hierdurch sinkt auch der kurzzeitig entnehmbare Strom, genauer betrachtet steigt der Innenwiederstand der Batterie. 
Der Anlasser ja für kurze Zeit einen hohen Strom, wenn die Batterie hochohmig ist geht die Spannung bei hoher Stromentnahme in den Keller. Hierdurch wird natürlich die, sagen wir mal Leistung, des Anlassers niedriger und er dreht langsamer, folglich dreht auch der Motor beim Starten langsamer und springt u.U. schlechter an da die Kompressionsphase der Arbeitstakte länger dauert und dadurch weniger Hitze im Brennraum entsteht.

Wenn du die Mögichkeit hast einen Kaltstart mit guter Batterie zu versuchen würde ich dies mal machen bevor ich am Motor was auseinanderreiße. 

Und noch was, die Batteriegröße ist nicht so entscheidend, wichtig ist die Strommenge die die Batterie im Bedarfsfall liefern kann. Die Kapazität (60 oder 80Ah) sagt nur aus wie viel du entnehmen kannst, 80Ah steht für 80 Stunden lang ein Ampere entnehmen bis die Batterie von Ladeenspannung auf Entladeschlusspannung gesunken ist. Nebenbei, bei einem normalen Motor nutzt du i.d.R. nur etwa 5% der in der Batterie "gespeicherten" Strommenge, daher fällt es auch sehr lange nicht auf das das Bleiaquarium Kapazität verliert.

Grüße
Josef
 
Also die ich habe vor dem starten etwa 12,5 V anliegen. Das sinkt dann beim Drehen auf 9,5 V etwa. Nun habe ich es mit überbrücken am Auto versucht, es sinkt nun nicht soweit allerdings läuft er ebenfalls kaum an. Und er raucht dich mehr als erst angegeben. Ziemlich weißer Rauch.....den hat er aber dann wenn der Motor läuft sofort nicht mehr....
 
Das deutet für mich stark auf fehlende Kompression hin, wie christian erklärt hat, wenn der motor dann mal ein paar umdrehungen gemacht hat, wird der recht schnell wärmer, dadurch ist der weiße rauch dann auch wieder schlagartig weg. 

Wie gesagt, mess Kompression, alles andere ist nur Rätselraten.

Grüße Thomas
 
Nun habe ich die Kompression zuletzt vor 15 Jahren gemessen sprich ich hab gar nicht mehr soviel wissen davon. Wie gehe ich am besten vor wenn ich Mal blöd fragen darf?

Könnt es auch an der flammkerze liegen?
 
Düsen raus, passenden adapter rein, starten, aufs manometer schauen. Also ehrlich, wenn man das schonmal gemacht hat, dann ist das durchaus eine blöde frage.

Und nein, flammkerze hat damit sicher nichts zu tun, wenn er bei plus graden nur mit vorglühen läuft, ist der motor fertig, ganz einfach.
 
Sirry für die oder Frage aber wollt einfach nochmal sicher gehen...ich stell dann nun besser keine Fragen mehr
 
In einem anderen Forum habe ich gelesen dass es sehr häufig auch am Ventilspiel liegt....wäre ja sinnvoll das vor der Kompressionsprufung durchzuführen....ich muss bisl planen da ich nicht den ganzen Bock zerlegen kann...wenn dann erst gegen Winter...
 
Kannst du ja einstellen, ist ja einfach gemacht.

Kalt 0,3

Gewünschter zylinder auf ventilüberschneidung drehen, dann nochmal eine komplette umdrehung dann kannst den zylinder einstellen. Das bei jedem machen, dann is jut :)

Edit: Alternativ mit der TDC Markierung auf der Schwungscheibe, kann ich dir aber auswendig nicht sagen, weis ich nur vom 3 Zylinder
 
So nachdem ich nun die bat neungeladen habe, lässt sich der gute nun wieder ganz anders starten innerhalb von 2 bis 3 sek höchstens. Auch kein weisser Rauch mehr....nun muss ich nur noch die Ursache finden....Lima, Regler oder doch die Batterie...
 
Wenn die Batterie "gut" ist, dann kannst du jetzt sicher über 10x den Schlepper problemlos starten. Woher ich das weiß? Ich hatte die Batterie an meinem 188er über Jahre ausschließlich mit einem Ladegerät geladen...

Grüße hometown 
 
So neue Batterie ist drin und das starten geht schon um Welten besser muss aber immer Halbgas haben dann kommt er schneller. 

Hab jetzt dann auch gleich mal die Kompression gemessen. Motor kalt, also unter 5 Grad Aussentemperatur heute Nacht. Alle zyl etwa 20 bis 24 bar. 
 
Moin Timo

"Alle zyl etwa 20 bis 24 bar. "

Das sagt genau so viel aus wie: Blutdruck etwa 100-180mmHg. Nämlich gar nichts

Waren die Ventile eingestellt? Lagen Zyl. mit ähnlich niedrigem Druck nebeneinander? Du hattest die Düsen draußen? Hast du die abdrücken lassen? Fragen über Fragen.

Gruß +Matthes+
 
Ja ich dacht es mir dass die auch ssage etwas ungenau ist sorry.  

Also von der Lüftersite her gesehen

1. 21 bar

2. 19 bar

3. 21 bar

4. 20 bar 

Gemessen mit einem Kegelaufsatz

Die Unterschiede zu einander halten sich ja in Grenzen oder?

Da die Werte nun ja nicht gerade sehr hoch sind aber eben auch kalt gemessen, um wieviel würden die im warmen Zustand idealerweise noch ansteigen?

Düsen lasse ich nächste Woche abdrücken und 

Und Ventile einstellen auch nächste Woche.

Wie komm ich am besten ans Kurbelwellenrad um den Motor zu drehen??????
 
20-24 bar und der beste liegt bei 21 bar? Werte Kollegen, ich bitte um aufklärung???

Wie du am besten ans "kurbelwellenrad" kommst um den motor zu drehen? Indem du passendes werkzeug benutzt und notfalls wegbaust was stört, ganz einfach.
 
Nana, bitte recht freundlich, der Timo redet sich doch nur das Ergebnis schön :-).

Wenn die Düsen draußen sind, lässt der sich auch am Lüfterflügel drehen. Eventuell mit der zweiten Hand den Keilriemen etwas eindrücken (spannen).Auf jeden Fall sollten die Ventile vor Kompressiondruckprüfung eingestellt sein. Da die die Düsen noch draußen sind, würde ich die Druckprüfung also nach Ventileinstellung noch mal wiederholen. Die Druckprüfung sollte ja eigentlich bei warmem Motor (= gut geschmierte Kolbenringe) erfolgen. Die bisher gemessenen Werte sind, wohlwollend ausgedrückt,  ziemlich bescheiden, sollten aber erfahrungsgemäß bei warmem Motor 1-2 bar höher liegen. Also Augen zu und durch.

Wieviel Stunden hat der AD 4.203 denn auf der Uhr?

Beste Grüße und viel Erfolg

+Matthes+
 
Es ist schön n interessant wie manche hier drin immer schreiben....geilt es manche auf mehr zu wissen als andere? Dachte immer dass das ein bisschen der Sinn eines Forums wäre und wenn man die immer gelobten Regeln liest, legt man auf Freundlichkeit wert ...  

Zu den 20 - 24 bar habe ich so geschrieben weil ich auch f dem Weg zur Arbeit das noch schnell ins Forum schreiben wollte und hier die genauen Werte nicht zur Hand hatte. Erste Messung war

1. 21

2. 20

3. 22

4. 22 

Diese Messung wollt ich erst mal als Ist-Zustand festhalten nun Düsen abdrücken und Ventile einstellen dann mess ich einmal kalt und einmal warm. 

Laut Stundenzähler hat der gute 6500 Stunden allerdings ist der Motor schwarz und nicht wie die Ölwanne und der rest im MFGrau also geh ich davon aus dass irgendwann der Motor mal getauscht wurde. Da das Fahrzeug aus einem Nachlass stammt kann mir das aber keiner der noch lebenden sagen....
 
I.V. mit schlechtem Kaltstart würde ich bei den Werten mal einen Druckverlusttest machen.

Vielleicht wurde der Rumpfmotor schonmal gemacht, und jetzt ist der Kopf dran...

Bei meinem A3.152 waren die Werte ähnlich, und da waren alle Auslassventile massiv undicht.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
So nun habe ich die Ventile eingestellt und die Kompressionsprüfung wiederholt allerdings zeigt sich immer noch das vor allem Zyl 2. Deutlich niedriger ist als die anderen 

Zyl. 1 20

Zyl 2 16 

Zyl. 3 21

Zyl 4 22 bar

Frage ist nun glaubt ihr dass es "nur" die Kopfdichtung sein könnte oder eher was im Kolbenbereich, Ringe etc?
 
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