hey Gerald
von einer Kontrollschraube weiß ich nichts. Aber es ist, wie du vermutest ... das Öl soll bis Unterkante Gewinde der Einfüllschraube eingefüllt werden.
Von diesen Lenkgetrieben für MF 25, 30 und 130 gab es verschiedene Bauformen.
Erste Vorüberlegung wäre die ... kommt es zeitweise, häufiger oder gar immer vor, dass der Schlepper im Freien steht ? Ich sah schon Lenkgetriebe, die waren nahezu voll Wasser und kaum noch Öl.
Falls dem auch bei dir so ist wirst du gut beraten sein, den seitlichen Deckel völlig abzunehmen und die gesamte Brühe rauszuschaffen. Der Löwenanteil wird Wasser sein.
Falls dein MF trocken (zumindest überdacht) steht, kannst du den letzten Absatz ignorien.
Grundsätzlich ist mir der Deckel deines Lenkgetriebes so nicht vertraut (wie oben schon erwähnt, vermutlich andere Bauform). Vielleicht könntest du nochmal ein Bild einstellen, mit einem größeren Überblick. Den Knubbel, in den die Einstellschraube hineinführt, habe ich so noch nicht gesehen.
Die Einstellschraube ist eindeutig viel zu kurz. Mit einem oder maximal zwei Gewindegängen ist eine ordentliche Konterung nicht möglich. Von daher wundert es mich nicht, wenn die Mutter doll gedreht ist. Wobei natürlich noch gar nicht gesagt ist, dass es wirklich die Mutter ist, die kaputt ist. Wahrscheinlicher wäre mir, dass die letzten Gänge der Schraube ausgefranst sind ... dies nicht zuletzt auch im Hinblick darauf, dass das Gewinde an dieser Stelle auf den ersten zwei bis drei Gewindefäden ohnehin durch den Schlitz für den Schraubendreher geschwächt ist.
Eher interessehalber frage ich mich, wozu der Ringnippel dienen mag, der über die Hohlschraube in dieses mir fremde Gehäuse führt. Das erinnert zwar an die Kupplungsglocke, aber irgendwie stimmen da die Relationen von Glocke und Lenkgetriebe nicht. Hat dein 25 einen Ölkühler für das Hydrauliköl ?
Ok, die Schraube lässt sich nicht herausdrehen, weil sich durch das ständige Anlaufen der Lenkwelle am vorderen Ende der Schraube ein Grat bzw. Wulst aufgeworfen hat. Du kannst jetzt einerseits versuchen, evtl. unter Zuhilfenahme eines leichten Schlagschraubers die Schraube gewaltsam auszudrehen (dabei riskierst du aber möglichenfalls, dass das Gewinde im Gehäuse einen Schlag bekommt), oder du baust die Seitenplatte ab und schleifst zuerst den Wulst ab, um die Schraube dann problemlos ausdrehen zu können.
So oder so ist die alte Schraube locker 10 mm zu kurz. Die solltest du auf jeden Fall durch eine längere ersetzen, um danach wieder sauber kontern zu können. Nur eine neue Mutter einbauen zu wollen wäre nicht hilfreich.
Falls du den Schlepper häufiger verwenden musst bist du wohl gut beraten, dir vor Beginn der Maßnahme entsprechende Dichtung und Öl zu besorgen, damit die Reparatur zügig abgeschlossen werden kann. Wenn du das so in Angriff nehmen willst, könntest du der Vollständigkeit halber auch gleich den Simmerring der Lenkwelle (von der anderen Seite) erneuern.
Nochmal zur Größe der Schraube .... ich bin sicher, dass es M 9,5 ist. Zollgewinde kann ich ausschließen, da ich dazu an der Drehbank die Zahnräder des Vorgeleges hätte wechseln müssen. Das war garantiert nicht der Fall. Nebulös bleibt weiterhin, ob die Steigung nun 0,8 mm oder 1mm betrug. Wie schon angedeutet, das müsstest du zuerst an deiner Schraube ausmessen.
Am Rande sei erwähnt ... sehr gut gefallen mir die neuen Wellrohre ;-). Den alten und eher verrosteten mangelt es eindeutig an Schick
gutes Gelingen für deine Maßnahmen
von den frischen Höhen des
Westerwaldes
freundliche Grüße
Ulli ;-)
MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82