Massey Ferguson 130 Hinterachse

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mf-philipp-130

Gast
Guten Abend,

Ich bin ja schon mehrere Jahre hier angemeldet, aber nicht wirklich aktiv, jedoch stellen sich mir ein paar Fragen bei der Reparatur von meinen Traktor. 

Bei der letzten Fahrt habe ich Geräusche aus dem linken Achstrichter gehört.

Ich hab mich dann hier eingelesen und schlau gemacht und schon das Schlimmste befürchtet. 

Also hab ich den Traktor aufgebockt und konnte schonmal kein Spiel am Rad feststellen. eup-1137672813-0847b7af66ff038b18f439c1cb692161-1721765859_big.jpg

Um dem Ganzen auf die Spur zu kommen hab ich angefangen den Endantrieb zu zerlegen. Handbremse verölt und Schmodder im Achstrichter---> Wedis undicht, was auch das Fett im Endantrieb erklärt.

Danach Habe ich den Planetentäger aus der äußeren Gehäusehälfte ausgepresst. eup-1137672813-00b943b7498ebc3af394efe3c661a6ab-1721766007_big.jpg

Dort habe ich dann die Ursache für die Geräusche gefunden. 

Die Feder vom Wellendichtring ist zum Teil ins Lager gewandert. eup-1137672813-3042d4dc558a4a532a8b1f3596732a43-1721765988_big.jpg

Jetzt habe ich mir die Radlager und Dichtringe besorgt und möchte nun wieder alles zusammenbauen.

Jetzt stellt sich mir die Frage wie ich das Radlagerspiel vor dem Zusammenbau ausmesse. Aus der Reparatur Anleitung werde ich nicht ganz schlau. 

Ich kenne das Axiale ausdistanzieren nur so: ich Messe von Gehäusehälfte zum Lagersitz bei beiden Teilen und addiere den Zahnkranz dazu. Dann messe ich den Planetentäger mit den aufgesetzten Lagern. Daraus ergibt sich dann meine Lagerluft. Alles über 0.1mm würd dann mit Passscheiben hinter dem inneren Lager ausgeglichen. 

Ist das richtig so?

Schönen Abend noch 

Gruß Philipp 
 
hallo Philipp :-)

nur mal am Rande erwähnt ... ich würde nicht erwarten, dass du beim Fahren das leise Schleifen der Feder des Simmerrings hören könntest ... wenn doch, dann beneide ich dich um dein Gehör *lächel*.

Na ja, im Laufe der Jahre werden die Wedis schon mal undicht ... soll zum Teil auch bei uns so sein ;-)

Sehr schöner Abzieher/Presse, den/die du da hast.

Mit Passscheiben hinter dem inneren Lager ist korrekt, allerdings scheint mir deine ganze Messerei und abziehen und zuzählen unnötig. Wenn du den inneren Ring des neuen Radlagers bis auf den Sitz auf dem Planetenradgehäuses aufschiebst kannst du nicht viel falsch machen. Die Fehlerrate ist minimal.

Natürlich sollte die im WHB beschriebene Vorspannung dringend eingehalten werden. Es geht dabei um Zehntel mm.

Ach ja, die jeweils inneren Lagersitze sollen mit mittelfestem Loctide (o.ä.) auf den Stummeln des Planetenradgehäuses eingeklebt werden. Bei mir hatte die innere Lagerschale zum Zapfen schon fast etwas Spiel gehabt.

Mir ist noch nicht ganz klar, ob du im Besitz eines Werkstatthandbuchs bist. Sollte dem nicht so sein, schick mir per PM deine mailaddi, ich schicke dir das betreffende Kapitel per mail.

Jetzt wünsche ich dir noch ... gutes Gelingen :-)
 
Moin Philipp, :-)

hätte ich ja glatt vergessen ...

noch ein Wort zu den Ölen ... viele moderne Öle fressen die alten Wedis in Jahresfrist an - und dann tropft er wieder ... meinen 130 habe ich übrigens "Götz" getauft ... als ich ihn bekam hat er geleckt wie ein alter Nachttopf ;-)

in die Endantriebe möchte Ferguson Getriebeöl (Einbereich) SAE 90 gefüllt haben ... das wirst du vermutlich eher bei den Zubehören für Oldtimer finden ... dann wärst du aber auf der sicheren Seite. Du möchtest ja sicher nicht im nächsten oder übernächsten Jahr die ganze Prozedur wiederholen, weil wieder Öl im Felgenbett steht. ;-)

Aus dem selben Grund kommt in meine MFs  in Motor und Getriebe auch nur STOU 15 W 40  (ich nehme die von Fuchs) alles was mit 10 W anfängt ist auch höher vergütet und deshalb eher nicht zu empfehlen.

Ok, viel Erfolg mit deinen Maßnahmen :-)
 
Guten Abend Ulli,

Vielen Dank erstmal für deine Antwort. 

Der Abzieher ist von einem Bekannten geliehen. Ging recht gut 👍🏻

WHB und EtKa. habe ich. Sollte man sich zulegen wenn man ein altes Fahrzeug hat und länger fahren will.

Zum Ausdistanzieren:

Bei mir war eine 0.03mm Scheibe verbaut. Habe ich richtig verstanden dass du alles mit den "alten" Scheiben zusammenbauen und auf das messen vorher verzichten würdest?

Desweiteren ist mir der Begriff "Vorspannung" bei dem Ganzen etwas suspekt. Das ganze soll doch max1/10 Luft haben und nicht unter "Druck" zusammengebaut werden!?

Nächste Woche wird mir ein Bekannter mal eine Messbrücke fräsen, dann schaue ich mal weiter.

Die Teile liegen schon bereit.

Lager bekommt man bei Agrolager.de 

Preis pro Stück. 35€eup-1137673269-c2b0a57a23d1b0ca7cb25930b0a3a2b0-1721936630_big.jpg

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Die Dichtringe welche das Getriebe zum Achstrichter abdichten sind 32x50x10 und nicht wie original 32x50x12.ich denke dass es nicht schadet wenn die Dichtlippe 2mm neben der alten Lauffläche läuft. 

Bauform ist identisch. Preis pro Stück. 5€ 

Die Restlichen Teile sind von Traktorteile-shop.de und mit original Teilenummer zu bestellen. 

Öl fürs Getriebe habe ich schon, das für die Endantriebe muss ich noch besorgen, danke für den Tipp.

Mfg Philipp 
 
hallo Philipp,  :-)

im Prinzip hast du das schon richtig verstanden ... aber ob mit oder ohne die 0,03 mm Scheibe, entscheidend ist doch, wieviel nach der Verfahrensweise gemäß WHB unterfüttert werden muss.

Mir scheint, dass du dein WHB nicht sorgfältig genug studiert hast *schmunzel*. Denn dort ist durchaus auch von Vorspannung die Rede. Keinesfalls sollte das Lager nacher Spiel haben. Von daher ist Vorspannung schon der korrekte Terminus.

Da in diesem (Rad-) Lagersystem je nach Belastungsform gewaltige Kräfte auftreten, würde eine Einstellung mit Spiel dem Verschleiß Tür und Tor öffnen.

Ohne das selbst nochmal präzise nachgelesen zu haben glaube ich mich erinnern zu können, dass die Vorspannung  zwei oder drei Zehntel betragen sollte.

Die Teile hast du supergünstig eingekauft, ich hatte die damals original von MF (und die waren erheblich teurer).

Deine Überlegung zur Breite des Wedis gefällt mir auch ganz gut, ich hatte alternativ dazu die Einlaufspuren der Welle auf der Drehbank mit feinem Schmirgelleinen geglättet.

dir weiter gutes Gelingen :-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli, 

Entschuldigung für meine späte Rückmeldung. 

Ich hatte letzte Woche noch ein anderes Sorgenkind auf der Hebebühne ---mein alter Audi musste zum TÜV und hatte ein paar Kleinigkeiten wovon eine dann doch größer wurde...:(

Scheinbar stehe ich, was die Lagerung betrifft, auf dem Schlauch...

Ich kann nach dem Zusammenbau, egal ob mit Fühlerlehre oder dem Spezialwerkzeug, das axiale Spiel der Lager messen. Dieses soll doch 0,05-0,15 mm betragen( korrigiert mich wenn die Werte falsch sind, Whb ist in der Werkstatt)

Oder kann ich diese lagerung nur durch " probieren" einstellen? Also komplett ohne Scheiben zusammenbauen- messen- und dann mit Passscheiben ausgleich?

Gruß Philipp 
 
hi Philipp, :-)

sorry ... bin zeitlich gerade im Druck ...

ohne jetzt nochmal im Detail das WHB studiert zu haben ... ich bin sicher, dort wird von VORSPANNUNG ... und nicht von Spiel gesprochen. Den Zahlenwert kann ich im Moment nicht nachvollziehen ... die Vorgehensweise schon ...

auf dem Bild siehst du das (1,5 mm Alu-) blech, das ich zur Demonstration mal in den Prüfpunkt eingeschoben habe. Da die Mitnehmerscheibe bereits endlackiert ist habe ich sie für das Foto vorsichtshalber abgeklebt.

Du baust den Endantrieb gemäß WHB zusammen  (ohne die Korkdichtungen, Schrauben aber handfest angezogen). Zuerst schiebst du nun (statt des "Spezialwerkzeugs" nehme ich zwei Rohrzangen *schmunzel*) die Mitnehmerscheibe mit aufgepresstem Planetenradgehäuse fest in Richtung Achstrichter. Hier misst du dann mit einer Fühlerlehre den Abstand zwischen Außenschale Endantrieb und der Mitnehmerscheibe. Nun ziehst du mit dem "Spezialwerkzeug" ;-) die Mitnehmerscheibe raus und stellst erneut Betrachtungen zum Abstand an.

Unter Berücksichtigung der Vorspannung musst du nun im Achstrichter den Lageraußenring herausnehmen, die ermittelte Differenz abzüglich der Vorspannung in Form von dünnen Blechen einlegen und den Lagerring wieder einpressen.

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und schwuppsdiwups ... sollte das stimmen. Ja, ok ... als ich mich erstmals damit auseinandersetzte fand ich die Vorgehensweise auch eher befremdlich.

Sie entspricht aber durchaus der Intention der ganzen auf Minimalismus ausgelegten Konstruktion. Alles muss so einfach und billig wie möglich ausgeführt sein ... die Kosten müssen der Kaufkraft der Interessentenschicht entgegenkommen.

Nachdem die Bleche eingebaut sind nun die (drei Tage lang in Mehrzweckfett eingelegten) Korkdichtungen einlegen, alles zusammenschrauben, anziehen und Getriebeöl SAE 90 einfüllen.

So mein lieber Philipp ... nun nährt mich doch die Hoffnung, dass meine Bemühungen weder umsonst noch vergeblich waren *lächel*

Gutes Gelingen

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Guten Abend, 

Du hast mir ein großes Stück weitergeholfen.

Hast du noch einen Tipp für mich wie die Lagerschale nach dem Messen und ausdistanzieren unbeschadet rausbekomme?

Und wo ich ggf. Die Passscheiben bekomme?

Ich muss gestehen dass mir die Methode mit der Fühlerlehre nicht ganz so gut gefällt. Deshalb habe ich heute etwas gebastelt. eup-1137678473-78e918cafe153ca7f56a21e8ad8babb5-1723496645_big.jpg

Dann kann ich das schön mit der Messuhr machen.

Ich habe allerdings noch ein anderes Problem :(

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Zahnverlust am Achsstummel.:(

2 Stücke sind mir schon entgegen gekommen als ich den äußeren Deckel vom Traktor demontiert habe.

Nachdem ich den Sicherungsring (wirklich vorsichtig) entfernt hab kam mir der Rest entgegen. 

Jetzt muss ich dafür noch eine Lösung finden 

Ein Bekannter meinte die oberen 5mm inkl.der Ringnut entfernen und mit ner 8er Senkkopfschraube ( u. Loctite) einen Deckel drauf schrauben. 

Etwa so.

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Vlt. Habt ihr noch ne andere Idee. 

Denn so kann ich das ganze nicht in Verkehr bringen. 

Gruß Philipp 
 
hallo Philipp :-),

um der Wahrheit die Ehre zu geben .... ich habe bislang noch nicht mit Nachdruck versucht, diese Ringe auszubauen ... irgendwann hatte ich in einer Mußestunde mal halbseiden versucht, ob wohl ein Ziegenfuß von Nutzen sein könnte. Das hab ich aber ganz schnell wieder zu den Akten gelegt. In dem 90 ° Wendel ist einfach der Freiraum für die Federkraft kontraproduktiv. 

Es dürfte eher Sinn machen, die Klauen eines Abziehers messerscharf zu schleifen, damit diese an dem knappen Überstand des Lagerrings angreifen können. Ich hörte schon davon, dass jemand empfahl, mit kleinen Metallkeilen zu arbeiten.

Die ultimative Lösung kann ich dir leider nicht anbieten, aber wer solch ein ausgebufftes Kontrollgerät zu bauen in der Lage ist, dem sollten auch hierbei die Ideen nicht ausgehen ;-)

Die Passscheiben wirst du wohl nirgends mehr bekommen, fürchte ich. Je nach dem, wieviel du unterfüttern musst (leider hast du uns das bislang nicht verraten), ließen sich aus dünnen Blechen sicher ohne allzuviel Mühe selbst welche schneiden. Alternativ wäre der Bau eines Stanzwerkzeugs eine Option *lächel*.

Bin gespannt, ob sich noch jemand anderes zu den Punkten einbringt.

Zu deinem Zahnausfall ... grundsätzlich ist der Sicherungsring ja unbelastet ... solange die Pressung nicht ausgejuckelt ist. In deinem Fall hält der Seegerring natürlich nix mehr, wenn besagte Pressung den Dienst versagt.

Die von dir vorgeschlagene Maßnahme mit der Scheibe und der M8 Senkschraube scheint mir durchaus gangbar zu sein, auf meinem Drehbänkchen könnte ich die Mitnehmerscheibe allerdings nicht mehr spannen.


Gutes Gelingen ... und vielleicht postest du mal, wie viel du unterlegen musstest.

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo, habe auch geräusche an der Hinterachse,  aber rechts.

Der Endantrieb wurde schon gemacht.

Jetzt kommt aber kommt Ölverlust am Achstrichter hinzu.

Wenn ich jetzt den Achstrichter abdichten, muss ich dann den Endantrieb wieder mit abbauen oder kann der dranbleiben?

Gruß Dieter 
 
Hi Ulli, 

Ich habe noch ichts gemessen da ich erst das Problem mit dem Achsstummel beheben möchte.

Wird so mit dem Deckel und der Schraube umgesetzt.

Wenn ich das so zusammensetzen würde hätte ich Angst dass sich da ein stück Zahn verabschiedet und einmal das Planetengetiebe durchwandert. 

Wäre uncool bei einer solchen Tour:-)

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Wenn das erledigt ist geht‘s weiter.

Mein Bekannter hat mir mal ne Messbrücke geschliffen.eup-1137679551-071bcfa3d5630cf5a18e9cce5a0793af-1723751319_big.jpg

Damit messe ich mal die Lagersitze und die Gehäuse. vlt. kann ich ja doch vorher richtig die Vorspannung messen und erspare mir damit das "Lagerschalen-ausgebaue" 

Es läuft ja nichts weg.

Schönen Abend 

Gruß Philipp 
 
Hallo Philipp,

Ulli hat mich gebeten dir mitzuteilen, daß sein Forumszugang nicht mehr funktioniert und er dir deshalb hier momentin nicht antworten kann.

Gruß +Matthes+
 
Guten Abend Leute, 

Mein Bekannter war da und hat mir den Achsstummel vorbeigebracht.

Er hat saubere Arbeit geleistet. 

Jetzt kann  ich mich die Tage an den Zusammenbau begeben.

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So langsam muss ich mal Holz schneiden und dazu brauch ich meinen Traktor wieder. 

Schönen Abend 

Gruß Philipp 
 
hey Philipp, :-)

die Alternativlösung für den Sicherungsring macht mächtig was her *lächel* ... das Ding sieht sehr professionell aus ;-)

vermutlich hatte ich schon irgendwo geschrieben, dass im Normalfall die Sicherung unbelastet ist. Lediglich, wenn sich die Passung losjuckelt, ist der Seegering oder in deinem Fall jetzt die Scheibe die letzte Bastion, die das Traktorrad am Abfallen hindert. Während im Bedarfsfall die Zahnung für den Seegering mehr und mehr Zahnverlust zu  beklagen hat, dürfte die Scheibe allzeit sicher sein   ;-)

Viel Erfolg mit deinem Holz :-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hi Ulli, 

Vorgestern hab ich mich noch einer anderen Baustelle gewidmet. 

Nachdem sich bei der Reinigung mit einem Pinsel mein Hydraulikölfilter aufgelöst hat habe ich mir bei ebay neues Filternetz bestellt und dieses eingelötet.

Nicht ganz so schön wie original, aber es sollte funktionieren. 

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Ich habe mir auch nochmal das Whb. Durchgelesen. 

Mittlerweile liest es sich für mich so als müsse der Planetenträger inkl. Der Lager garnicht gemessen werden, sonder lediglich das Gehäuse. Wenn sich dieses inkl. Der Passscheiben in der angegebenen Toleranz befindet ist alles in Ordnung und die Vorspannung passt.

Ich werde dennoch bei einem nahegelegenen MF Händler fragen ob die noch nen alten Hasen haben der es genau weiß. 

Mfg Philipp  
 
hey Philipp :-),

sieht klasse aus dein Sieb, sauber gemacht  


und nochmal ein Wort zur unendlichen Geschichte ... Radlagervorspannung  ... *schmunzel* :-)

vielleicht musst du das WHB   NOCH einige Male lesen  ;-)

der Bereich, in dem sich der Spielraum der  Unterlagsringe bewegen kann wird gegeben durch : die Genauigkeit der Passsitze der Ringe in Achstrichter und äußerer Gehäuseschale des Endantriebs, in denen die äußeren Lagerringe sitzen, sowie der Sitze der inneren Lagerringe auf den Zapfen des Planetenradgehäuses.  In der Fertigung müssen die Zapfen des Planetenradgehäuses  auf diesem angedreht werden, die Passsitze der äußeren Lagerringe müssen aus dem Achstrichter ausgedreht werden.  Zumindest war das noch so, als die Teile für deinen 130 hergestellt wurden.

Nun liegt es in der Natur der Fertigungstechniken, dass jede Fertigung in einem definierten Toleranzbereich streuen darf.

Es ist nur eine Frage der Messgenauigkeit festzustellen, dass von zig tausend Einheiten kein Teil genauso groß ist wie das andere. Dein Lagersitz ist aber nicht nur von einer, sondern von mehreren Einflussgrößen abhängig. Jede dieser Einflussgrößen bringt ihre fertigungsbedingte Ungenauigkeit mit. Selbst die einzelnen Kugellager haben in ganz engen Grenzen ihre Toleranzen in der Maßhaltigkeit.

Statistisch gesehen spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich nach dem Fehlerausgleichsgesetzt die Abweichungen vom Nennmaß in der Summe mehr oder weniger kompensieren, für die Garantie der Konstanz der nötigen Vorspannung ist das alles zu vage. 

Was auch immer du mit steigender Häufigkeit des Lesens des WHB´s zu schlussfolgern glaubst ...  können oder müssen ... zu können ... an den (im Grunde simplen) Fakten kommen alle deine hoffnungsvollen Überlegungen nicht vorbei. *lächel*

Da das Planetenradgehäuse über die Schrumpfpassung zur Mitnehmerscheibe und somit zum Rad fest verbunden ist, müssen die Lager mit Vorspannung gegeneinander drücken, damit das Rad nicht rumschlabbern kann. 

Das wiederum erreichst du nur, indem du das Ganze zusammenschraubst, das Spiel der Mitnehmerscheibe zum Achstrichter feststellst, auseinanderbaust ... die Lagerringe entnimmst und die entsprechend dicken Ausgleichsringe einlegst, Lagerring wieder einpresst und nun alles MIT Korkdichtungen wieder zusammenbaust. 

An dieser simplen Wahrheit führt auch weiteres wiederholtes Lesen nicht vorbei. 


Ende der ersten Lektion "Grundkurs Qualitätssicherung im Bau landwirtschaftlicher Zugmaschinen"  :-)

Viel Erfolg also weiterhin ... 

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Guten Morgen Ulli, 

Da hast du aber wieder gut in die Tasten gehauen :-).

Ich gebe mich aber noch nicht zufrieden 

Ich kann mir bei besten Willen nicht vorstellen dass das die einzige Lösung ist. Dann hätte man Taschen in den Achstrichter gefräst um das Lager besser demontieren zu können. Die waren ja früher auch nicht dumm.

Und weshalb steht in Whb. Das Maß auf welches das Gehäuse eingestellt werden soll ?

Desweiteren war bei mir hinter dem Lager nur eine hauchdünne Scheibe verbaut (0,03 oder 0,05  hab ich jetzt nicht im Kopf)

Da wäre ja schon kein Spiel beim Zusammenbau ohne Passscheibe gewesen und man hätte das nicht messen können mit der Messuhr geschweige denn mit einer Fühlerlehre. 

Ich bleibe dran. Leider hatte der MF-Händler auch keine Ahnung davon.( obwohl die vor 6-7jahren bei nem bekannten die Radlager am 130 gemacht haben )

Ich wünsche dir ein schönes Wochenende 

Mfg Philipp 
 
hey Philipp :-)

es gefällt mir, dass hier mal ein neuer Wind weht ... der die unseligen und heftig angestaubten Denkschranken mal aufbricht ... niemand will dich hier vom System  "try and error" abhalten. *schmunzel*

Meinereiner klinkt sich an dieser Stelle dann mal aus ... du hast ja jetzt hinreichend belegt, dass du im Grunde niemandes Hilfe brauchst. ;-)

So wünsche ich dir denn ein weiteres Mal viel Erfolg für deine Unternehmungen ... 


von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli,

Ich fände es wirklich schade wenn du dich nicht mehr beteiligen würdest! 

Hast mir wirklich weitergeholfen mit deinen Tipps. 

Ich hätte ja "Luft" eingebaut :(:-).

Also bleib doch bitte dabei .

Nun zurück zu meiner Baustelle. 

Gestern Abend habe ich mit nem Kumpel  die Gehäuse gemessen . (Achstrichter, Zahnkranz,Deckel)

Einmal mit nem digitalen Messschieber und einmal mit einem analogen Tiefenmaß (2/100).

Folgendes ist dabei rausgekommen.

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Dann kam nochmal das Whb. Dazu.

In welchem folgendes steht. 

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Heute habe ich dann " backe-backe-Bearing" gemacht und die Lager auf etwas über 100°c erhitzt. eup-1137690250-bb9c16c048cb30e403df246a9e02cd35-1726780847_big.jpg

Das "Planetenradgehäuse" in den Gefrierschrank gelegt und die Lager draufgeschoben. ( Die Lager sind natürlich wieder als Paar zusammengekommen)

Als sich das ganze dann akklimatisiert hat hab ich das ganze Paket auf zwei geschliffene Stähle gelegt und gemessen.

Mit der 5/100 Scheibe welche verbaut war bin ich auf dieses Ergebnis gekommen. eup-1137690250-aaa353d23cb0b2e9788ed3f5e6f2f2a1-1726780029_big.jpg

Das bedeutet für mich:

Achstrichter Digital gemessen: 147,06 - 147,18 = -0,12

Vorspannung 

Achstrichter Analog gemessen: 147,00- 147,18=  -0,18

Vorspannung. 

Mit diesem Ergebnis werde ich alles zusammenbauen und berichten ob es funktioniert oder auch nicht. 

Alle Maße sind natürlich weder Äpfel noch Birnen sondern Millimeter. 

Gruß Philipp 
 
Guten Morgen, 

Gestern Abend war ich bei nem Kumpel und hab den Endantrieb zusammengepresst. 

Ging schön stramm drauf. Loctite ist auch drauf. 

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Dann hab ich nochmal im Whb. Geblättert und mir ist nochmal was neues aufgefallen :-)

Schaut mal:

Pos.3 eup-1137691910-e08bc7bdda29cb4e18b6df8394599990-1727241312_big.jpg

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Hier ist die Passscheibe in der äußeren Gehäusehälfte eingezeichnet. 

In dieser sind auch Taschen zur Demontage vorhanden.......

Merkwürdig. 

Mfg Philipp 
 
Langsam aber sicher geht es weiter.

Gestern Abend habe ich die Zahnräder vom planetengetriebe eingebaut. (Sicherungsstifte werden noch richtig eingesetzt)

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Zugegeben hatte ich ein paar Bedenken ob das so gut klappt.

Diese waren allerdings völlig unbegründet. 

Zahnrad leicht eingefettet und mit nem bisschen Fett am Finger immer 2-3 Nadeln gleichzeitig eingelegt. Geht ruck-zuck. 

Mit Ruhe und Geduld bekommt das jeder hin. eup-1137692277-fd37477e80457563c62f7c733bdea8a1-1727326868_big.jpg

Mfg Philipp 
 
Moin, 

Gestern und am "Freguson-Freitag " gings weiter mit dem Zusammenbau.  Motoröl, Filter und Dieselfilter hab ich auch gleich neu gemacht. 

Dann kam die Probefahrt. Geräusche sind weg. :-)

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Was ich allerdings recht schnell festgestellten konnte war dass der rechte Achstrichter undicht ist. 

Aber erstmal muss er bisschen was schaffen und danach geht‘s an die rechte Seite. 

Mfg Philipp 
 
Den test an der Kreissäge hat er auch bestanden :-)

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Gruß Philipp 
 
Moin zusammen, ich habe eure Antworten mal verfolgt, aber bei mir trifft das problem wohl etwas anders auf.

Ich habe ein MF130 und habe (so hört es sich an) an der rechten Hinterachse Geräusche. Für mich hört es sich an, als wenn irgendwas Metallisches Schleift oder Zahnräder überspringen. Wenn ich auf ebener Fläche fahre ist das Geräuchvrecht unrhytmisch, bei einem kleinen Schlagloch ist es kurz weg. Bei Bergauffahrt ist das geräusc dauerhaft und gleichbleibend. Fahre ich Bergab, ist das Geräusch teilweise ganz weg.

es wurden alles Öle gewechselt. es war nirgends Metallspähne oder ähnliches zu finden. Hat vin eich jemand sowas schonmal gehabt??

Vielen Dank im voraus, ich hoffe ihr könnt mit da behilflich sein.
 
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