MF 130 Hydraulik hebt kaum noch

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Machja

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Guten Tag zusammen,

nachdem ein Teil meiner Reparatur am Zapfwellenhebel quasi erledigt ist,

(siehe:  RE: Zapfwelle MF 130 Schmalspur , 06 Mar. 2022 15:59 )

geht es nun hier in der Hydraulikabteilung weiter (wie bereits angedroht).

Ich habe nun wirklich alle (ALLE) Beiträge hier im 130er Hydraulikforum durch und war oft sehr enttäuscht,

dass viele Beiträge im Sand verlaufen sind ohne Ergebnisse.

Waren doch sehr Interessante Themen dabei... Schade!

Aus diesem Grund mach ich jetzt das elfundneunzigste Thema auf betreffend Hydraulikprobleme und

werde hier am Ball bleiben bis zum Ende mit vielen Bilderchen natürlich.

Um was geht es...

die Hydraulik an meinem 130er Weinberg Made in France Bj. 65 mit 5280 Betriebsstunden hebt nicht.

(war schon so als ich ihn "geschenkt" bekommen habe...)

Wenn der Traktor noch kalt ist schafft sie es meinen 165kg Mulcher etwas anzuheben (≈20cm) jedoch erst bei ordentlich Motorendrehzahl.

Nach spät. einer halben Stunde geht dann fast gar nichts mehr, nur ab und an nach Zufallsprinzip rappelt sie sich ein wenig auf.

Am großen Steuerhebel ist es fast egal wo er steht, manchmal zuckt sie etwas, mehr auch nicht.

Im Zuge der Zapfwellenreparatur (siehe oben) mußte der Hydraulikdeckel sowieso runter und da kamen so einige "Aha" Effekte

die mein Hydraulikphänomen erklären könnten und auch schon von Forenmitgliedern angedeuted wurden siehe:

Zum ersten war der Ansaugfilter (der röhrenförmige unter der Zapfwelle) komplett zugeschlonzt aber wie:

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Dann waren etwa 2 Liter Wasser im Hydraulik-/Getriebeöl...(siehe im o.g. Link)

Desweiteren sieht mir der Filter (oben im Gussgehäuse hinter den Schalthebeln) sehr aufgeqollen aus.

Ist das der Fall? und ist das innere Gitter im Neuzustand auch so verbogen und ein wenig gerissen?

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das Gehäuse wurde von Mäusen bearbeitet? ist das normal?:

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Jetzt habe ich noch folgende Fragen bevor ich den Hydraulikdeckel wieder montiere...

- welche Dichtungen/Arbeiten würdet ihr mir noch dringend empfehlen außer denen die ich im Auge habe:

(eine komplettes zerlegen der Pumpe und des Kolbens möchte ich mir erstmal sparen...!?!)

diese 3 Dichtungen sind bestellt und...

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dies 2 Dichtungen und...

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diese 2 Dichtungen (Ansaugrohr an der Pumpe... der O-Ring schaut versemmelt aus oder...?) und weitere...

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- kann das folgende Ansaugrohr (siehe nächstes Bild) nach oben gezogen werden und wenn dann wie am besten?

wie bekomme ich da eine neue Dichtung unter den Rand?

(obere und untere Dichtung sind bestellt)

Habe die Befürchtung an dem dünnwandigen Rohr etwas zu beschädigen...

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- macht es Sinn diese Dichtung auch zu tauschen? --> Pfeil:

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Noch eins, zwei, ... Fragen:

- mir wurde von @Ulli aus dem Forum die Dichtungsmasse Hylomar empfohlen um den Hydraulikdeckel wieder zu montieren,

nur es gibt da einige verschiedene Konsistenzen und Fabrikate.... welche käme hier in Frage?

...und vieviel braucht es für den Deckel, langt da eine Tube oder brauchts mehr?

- der Gummidämpfer 967 171 M1 für die Feder der Zugkraftkontrolle steht kurz davor sich ganz aufzulösen und es gibt keinen Ersatz zu kaufen.

Habt ihr da eine Idee, denn der Härtegrad sollte da wahrscheinlich einigermaßen passen, normaler Reifengummi wäre zu hart im gegenwärtigen Vergleich.

(vielleicht ist meiner aber durch das ganze Fett erst so weich geworden?)

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Ob dann die ganzen Maßnahmen etwas gebracht haben werde ich berichten, vorher gibt es aber noch

Beiträge/Fragen in der Rubrik "Sonstiges" hab nämlich auch die Bremsen (linke Seite verölt) zerlegt und es haben sich noch weitere Baustellen

aufgetan....(grmpf, oh je)

wie Erdarbeiten nicht mit dem Fergy sondern am Fergy:

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oder Teile-Memory:

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meine Co Mechanikerin hat schon einen skeptischen Blick...:

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ansonsten ist mir noch ein Bolzen am Pedal für die Differenzialsperre abgeschert und die Elektrik liegt auch in Teilen am Boden...

und all das weil die Zapfwelle nicht mehr drehte......:(:-)

Ein Dank geht nochmal an Ulli aus dem anderen Faden, denn einige seiner Auszüge/Beschreibungen haben mir bei der Ersatzteilsuche sehr geholfen.

Bestellt ist jetzt fast alles und habe mir auch das Werkstatthandbuch, Ersatzteilkatalog und die Betriebsanleitung geordert (noch nicht angekommen)...

ohne gehts nicht und auf trial & error hab ich keine Lust.

PS zu Korsika:

20 ltr. STOU 15W40 NoName kosten hier 206,- incl.

per Internet aus D nur 86,- plus 12,- Versand ... hab dann gleich noch Motorenöl (Titan Universal HD SAE 15W-40) dazu geholt... hoffe das war das richtige.....?

1000 Dank schonmal bis dann

Grüße Martin

(der jetzt wegen MF Baustelle nun mit dem Freischneider Grashalm für Grashalm auf erstmal 2500 m/2 rund ums Haus abschneiden darf...:( )

 
 
hallo Martin *lächel*,

schön, dass dich nicht der Mut verlassen hat   ;-)   willkommen zurück :-)

ok, der Reihe nach und von oben nach unten kurz bezugnehmend auf deinen Beitrag ...

zwei Liter Wasser im Hydrauliköl sind sicherlich nicht von Vorteil, solange dieses Wasser aber nicht durch Frost zu Eis wird und nicht zu Rostablagerungen im Bereich der Steuerung geführt hat   ... sollte das die Funktionstüchtigkeit nicht beeinträchtigen. Auf deinem Bild sieht man ganz schön, dass dort, wo das Steigrohr im Klotz verschwindet ein bräunlicher und vermutlich rostiger Streifen ist. Der wäre ohne Wasserzusatz wohl eher nicht ;-)

Das Steigrohr, das in den Gussklotz/Filtergehäuseblock ragt, ist nur gesteckt ... wenn es sich nicht rausziehen lässt, so ist es vermutlich leicht fest oxidiert. Der Rohrteil, der noch in dem Filterklotz steckt sieht am Ende genauso aus, wie der sichtbare, mit dem von dir kritisierten O-Ring. Das Röhrchen ist in der Wandung nun aber auch wieder nicht soooooo dünn, ich würde ein altes Stück Leder drumlegen und dieses mit einer Spannzange festspannen und dann mit viel Langmut versuchen, das Rohr vorsichtig im Klotz etwas hin und her zu drehen und gefühlvoll herauszuarbeiten, eine Gabe von WD 40 wäre vermutlich auch hilfreich.

Nach der Betrachtung deiner Bilder bin ich ziemlich fest davon überzeugt, dass der Siff in deinen Filtern die Ursache des Hydraulikproblems ist.  Der Rohrfilter ist rechtschaffen zugeschmoddert ... die von dir angemerkten Deformationen im Feinfilter bestätigen meinen Verdacht, dass auch der zu ist. Da der Feinfilter druckseitig installiert ist herrschen dort bis zu 140 bar ... die können so ein Lochblech ganz schön zurichten.

An die Innenansicht des Feinfiltergehäuses kann ich mich zwar nicht mehr zuverlässig erinnern, aber da wir es unter dem Strich mit einem Teil aus (Stahl-?) guss zu tun haben, würde ich weniger auf Mausfraß als auf eine Unsauberkeit des Gusses spekulieren. ;-)  Der "Mausfraß" ist also serienmäßig ... ohne Aufpreis   


Die rote Grundierung befindet sich ja auch auf den "Ausfressungen", ist von MF also abgenickt.

Natürlich ist es nie ein Fehler, jahrzehntealte Dichtungen mal zu erneuern, die Ursache der Störung, wie schon formuliert, sehe ich aber zuerst in verstopften Filtern.

Die beiden Dichtungen (O-Ringe) des Steigrohrs sollten unbedingt neu gemacht werden ... sind also Pflicht ... alle anderen sind dann Kür.

Zitat : wie bekomme ich da eine neue Dichtung unter den Rand?  

Zu diesem Zweck bietet es sich an, die alte Dichtung erst abzumachen *feix*. :-)

Die Dichtung im Ansaugrohr zwischen Deckel und Kasten sollte so oder so Aufmerksamkeit bekommen ... entweder siehst du zu, wie du das senkrechte Ansaugrohr herausgewurstelt bekommst und fertigst dir dann aus 2,5 bis 3 mm dicker, ölfester Gummimatte eine neue Dichtung, die du wieder unter dem Rohrwulst einklemmst, oder du legst vor dem Zusammenbau einen O-Ring .... D innen 22 bis 23 mm, Profil 1 mm  in etwas Fett (damit das Ding beim Zusammenbau nicht verrutscht) und legst dann vorsichtig den Deckel auf.

Hylomar ... zum Beispiel dies hier ...

www.ebay.de/itm/324399348645?epid=24031283372&hash=item4b87b53ba5:g:krYAAOSwPzVfxfYq

mit diesen 80 ml solltest du dicke hinkommen ... ein gut 1 mm im Durchmesser messendes Streifchen ununterbrochen rundum sollte schon reichen, durch das Anziehen der Schrauben wird der Spalt zwischen Deckel und Kasten dünner als ein normales Blatt Papier. Man sieht das immer mal wieder ... wenn Hylomar dick aufgetragen wird hast du in relativ kurzer Zeit wieder den ganzen Rohrfilter zu.

Unter der Maßgabe, dass du ohnehin keine Felder pflügst, scheint mir die Frage nach dem Härtegrad des Gummiklotzes zur Aufnahme der Feder der Zugkraftkontrolle zweitrangig. 

Was hältst du zum Beispiel hiervon ...

www.ebay.de/itm/174156416030?hash=item288c88041e:g:iTYAAOSwvxBeKGRK

das kannst du dir schön entspannt passend schneiden ....

Der verölte Bremsbelag ist natürlich übel ... es macht aber auch keinen Sinn, den Belag zu erneuern, ohne gleichzeitig den Simmerring im Achstrichter ebenfalls zu erneuern.

Deine Ölwahl ist vorbildlich ... Korsika ist ein ganz schön teures Pflaster ... scheint mir *schmunzel*

tja ...

Zitat : und all das weil die Zapfwelle nicht mehr drehte....  

Im Bereich Qualitätssicherung gibt es den Begriff " Fehlerfortpflanzungsgesetz"  ... die meinen zwar was Anderes, aber im Hinblick auf die steile Zunahme der Anzahl deiner Baustellen scheint mir der Begriff auch für deine Aktionen ganz passend *lächel*.

Dir weiterhin gutes Gelingen ...

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Guten Abend zusammen,

(das mit der Zitierfunktion ist etwas mühselig oder ich stell mich zu doof...

jedenfalls das weiß hinterlegte ist Zitat aus Ullis Beitrag..)

schön, dass dich nicht der Mut verlassen hat   ;-)   willkommen zurück :-)
ja nee, das Dingens muss doch wieder laufen besser gesagt fahren und drehen...

da gebe ich nicht auf...

Das Steigrohr, das in den Gussklotz/Filtergehäuseblock ragt, ist nur gesteckt ...
ja da habe ich mich unklar ausgedrückt, ich meinte das Ansaugrohr in der "Zapfwellenkammer" mit der Dichtung die es nicht mehr gibt.

(bez. jetzt gibt es sie wieder auch die untere... in dem Shop den du mir empfohlen hast... )

Nach der Betrachtung deiner Bilder bin ich ziemlich fest davon überzeugt, dass der Siff in deinen Filtern die Ursache des Hydraulikproblems ist.  Der Rohrfilter ist rechtschaffen zugeschmoddert ... die von dir angemerkten Deformationen im Feinfilter bestätigen meinen Verdacht, dass auch der zu ist. Da der Feinfilter druckseitig installiert ist herrschen dort bis zu 140 bar ... die können so ein Lochblech ganz schön zurichten.

An die Innenansicht des Feinfiltergehäuses kann ich mich zwar nicht mehr zuverlässig erinnern, aber da wir es unter dem Strich mit einem Teil aus (Stahl-?) guss zu tun haben, würde ich weniger auf Mausfraß als auf eine Unsauberkeit des Gusses spekulieren.;-)  Der "Mausfraß" ist also serienmäßig ... ohne Aufpreis   
da bin ich beruhigt, hab ich einen Schreck bekommen weil ich ja weiß wieviel da ein neues Gehäuse kostet...

Die Dichtung im Ansaugrohr zwischen Deckel und Kasten sollte so oder so Aufmerksamkeit bekommen ... entweder siehst du zu, wie du das senkrechte Ansaugrohr herausgewurstelt bekommst 
...ich werde berichten, falls dieses Rohr nicht ohne weiteres raus kommt, klebe ich nach deinem Vorschlag einen O - Ring mit Fett dahin... gute Idee...

Hylomar ... zum Beispiel dies hier ...
super, dass ist nämlich das letze was noch fehlt um den Fergy wieder zusammen zu bauen...

Der verölte Bremsbelag ist natürlich übel ... es macht aber auch keinen Sinn, den Belag zu erneuern, ohne gleichzeitig den Simmerring im Achstrichter ebenfalls zu erneuern.
Ja, das größte Vergnügen hebe ich mir zum Schluss auf, kommt erst im Winter dran (weiß nur noch nicht in welchem  ;-)

Deine Ölwahl ist vorbildlich ... Korsika ist ein ganz schön teures Pflaster ... scheint mir *schmunzel*
woher ich das nur weiß.... da gibt´s ein Forum mit vielen Beiträgen zu dem Thema, da ist zufällig auch ein Ulli beteiligt...:-)

Im Bereich Qualitätssicherung gibt es den Begriff " Fehlerfortpflanzungsgesetz"  ... die meinen zwar was Anderes, aber im Hinblick auf die steile Zunahme der Anzahl deiner Baustellen scheint mir der Begriff auch für deine Aktionen ganz passend *lächel*.
in der Tat aber ich freu mich jetzt schon wenn alles wieder funktioniert und dann soll nicht gleich die nächste Baustelle meine Freude trüben,

dann mach ich lieber jetzt gleich alles was mir auffällt.

Den fehlenden Gummidämpfer ... werde mir mal deinen ebay link angucken, dass kann ich aber auch im Nachhinein noch machen.

Ich weiß nicht was da der Vorbesitzer gemacht hat, habe fast eine Stunde gebraucht um die festgerosteten Teile an der Zugkraftkontrolle / Feder

auseinander zu bekommen..., dass sich die Feder überhaupt noch bewegen konnte bezweifel ich bei dem betonharten Dreck darin...

Jedenfalls hier an dieser Stelle wieder ein großes Danke an Dich Ulli!

Vorerst sind alle Klarheiten beseitigt und warte auf meine Teile...

ich werde hier natürlich den Zusammenbau wieder bebildert dokumentieren und hoffe somit

auch für andere einen "vollständigen" Beitrag zu hinterlassen.

Ich habe viele, viele Fotos gemacht wenn also jemand irgendwelche Details sucht, kann ich hier aushelfen.

Bis hoffentlich ganz bald an dieser Stelle...

Unter "Sonstiges" kommen noch ein paar allgemeine Fragen aber erst später, ich sammle noch für einen Rundumschlag..

Grüße an alle im Forum

Martin
 
... ich nochmal...

Hallo Ulli, du schreibst ist mir gerade aufgefallen...:

Die Dichtung im Ansaugrohr zwischen Deckel und Kasten sollte so oder so Aufmerksamkeit bekommen ... entweder siehst du zu, wie du das senkrechte Ansaugrohr herausgewurstelt bekommst und fertigst dir dann aus 2,5 bis 3 mm dicker, ölfester Gummimatte eine neue Dichtung, die du wieder unter dem Rohrwulst einklemmst, oder du legst vor dem Zusammenbau einen O-Ring .... D innen 22 bis 23 mm, Profil 1 mm  in etwas Fett (damit das Ding beim Zusammenbau nicht verrutscht) und legst dann vorsichtig den Deckel auf.

Profil 1mm ? hattest du nicht 4mm im Getriebe/Zapfwellen-Thema geschrieben?

.. nur für den Fall, dass ich das Rohr nicht rausbekomme...

Rätselnde Grüße rätselnde Grüße :-)

Martin
 
guten Morgen Martin :-),

danke für deine anerkennenden Zeilen ...

fein beobachtet, die Sache mit der Dichtung ....


der Profildurchmesser am O-Ring  von 4 mm wäre für den Fall, dass die alte Dichtung, aus welchen Gründen auch immer (zerquetscht, verhärtet oder wie auch sonst in fragwürdigem Zustand ) direkt an der Umbördelung des Saugrohrs abgeschnitten würde bzw. auch gewaltsam darunter herausgerissen wäre. 

MF empfiehlt für die originale Dichtung, die aber recht großflächig ist,  2,5 mm Dicke. Material muss natürlich NBR sein, da nur dieses dauerhaft ölfest ist. In dieser Qualitätsklasse habe ich bei ebay nur entweder 2 oder 3 mm Dicken gefunden. Daher habe ich mir für alle Fälle mal eine Platte in Größe DIN A4 und 3 mm schicken lassen in der Erwartung, dass sich die zusätzlichen 0,5 mm durch die Einspannung des Deckels soweit zusammenquetschen lassen. Nun bin ich natürlich gespannt, welche Ergebnisse deine Bemühungen hervorbringen, das Ansaugrohr aus dem Getriebekasten zu fummeln.

Vermutlich wäre im Hinblick auf Vermeidung etwaiger Verschiebung der Dichtung eine vollflächige Lösung die pfiffigere Variante. Wenn du dir beim (dann aber notwendigen) Ausbau des Rohres die Bördelung zerdonnerst, hast du auch nix verdient.

Da dich ja noch das Differenzial absolut daran hindert, weiter unten am Rohr zu hantieren bleibt dir für den Versuch, das Rohr da rauszufummeln nur die Option, mit einer Art   Ziegenfuß/Nageleisen im Kleinformat an der Bördelung zu knippen.

Für den Fall, dass dir das nicht gelingt, oder du aber lieber keine schlafenden Hunde wecken willst wäre es eine Alternative, das Rohr zu lassen wie es ist, die alte Dichtung um die Bördelung abzuschneiden (denn sie wird ja von der anscheinend mit festgeklemmt) und als Ersatzdichtung besagten O-Ring mit 4 mm Profildurchmesser und 22 bis 23 mm Innenmaß,  einzusetzen.

Wenn du dir diesen Eiertanz ersparen willst hättest du als Alternative die Option, zu der alten Dichtung (wenn auch vielleicht verhärtet, aber noch glatt) einen dünnen O-Ring (1mm) dazuzulegen.

Dir weiterhin viel Erfolg
  *lächel*

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli,

der Profildurchmesser am O-Ring  von 4 mm wäre für den Fall, dass die alte Dichtung, aus welchen Gründen auch immer (zerquetscht, verhärtet oder wie auch sonst in fragwürdigem Zustand ) direkt an der Umbördelung des Saugrohrs abgeschnitten würde bzw. auch gewaltsam darunter herausgerissen wäre. 
alles klar, kapiert.

Danke nochmal, morgen komme ich evt. dazu mich mal an dem Rohr zu versuchen...

Die Teile kommen sowieso erst in frühestens einer Woche....

Apropos Teile.. die untere* Dichtung für das Rohr ist Neu bei L.O.G.  [967175] kostet aber stolze 15,-

egal, habe ich mal mitbestellt, dafür kostet die obere* ja nur 2,- 

*Edit: 27.04.22, es gibt nur die obere Dichtung und keine untere!

siehe auch nächsten Beitrag.



Grüße bis dann

Martin
 
Hallo Zusammen,

nicht das ihr denkt ich melde mich nicht mehr....

leider haben alle Ersatzteile und Betriebsstoffe die ich zum Teil vor 3 Wochen bestellt habe Lieferschwierigkeiten

und sind noch nicht angekommen..

Gerade eben habe ich wenigstens die Nachricht bekommen, dass mein STOU Öl unterwegs ist..

Die relevanten Dichtungen / O-Ringe / Filter etc. und auch die Dichtmasse um den Hydraulikdeckel wieder zu montieren sind immer

noch nicht versendet worden....(Lieferanten können ihre Termine nicht mehr einhalten aus aktuellem Anlass..... )

Wenigstens gibt es 2 gute Nachrichten,

zum einen habe ich ein "neues" gebrauchtes Ölsieb (das welches man unter der Zapfwelle rausziehen kann) über ebay Kleinanzeigen bekommen,

meins war eine beschi..... Plastikkonstruktion und bereits eingerissen...

Habe erfahren, dass das Sieb neu 185,- € kostet, da bin ich gebraucht nun mit 60,- davon gekommen....was willste machen...

und zum anderen habe ich die Saugleitung/-rohr rausziehen können um hier eine neue Dichtung einzusetzen (wenn sie jemals ankommt...)

siehe Bilder.

Das Rohr ging wider erwarten spielend leicht raus, dass hatte ich so nicht erwartet.

Im übrigen gibt es an diesem Rohr nur diese eine Dichtung und nicht wie im vorherigen Beitrag geschrieben eine obere und eine untere...

(weiß auch nicht wie ich da drauf kam...)

Ansonsten zerlege ich den 130er immer weiter und entroste und reinige und entroste und reinige und...

Also..

hier geht es auf alle Fälle weiter auch wenn es dann Mitte Mai wird ...

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Grüße

und bis hoffentlich bald

Martin
 
Hallo Zusammen,

nachdem ich erfahren habe, dass ein neues Ölsieb 185,- € kosten soll...

habe ich mir mal die Mühe gemacht mein kaputtes Kunsstoffsieb zu vermessen.

Die Maße habe ich mehrmals überprüft und sollten somit passen.

Da das Sieb aber leicht deformiert war, kann das Längenmaß einer Toleranz von +/- 2/10 mm unterliegen

was aber in dieser Einbausitution nicht ins Gewicht fällt.

Die Ø Angaben sind mit einem normalen Messschieber (heißt ja eigentlich korrekt Schieblehre... :-) ) ermittelt.

Das Sieb hat geringe (+/- 1/10mm) Fertigungstoleranzen in seiner Rundheit welche aber die O - Ringe bequem wegstecken können.

(Die O - Ringe vermesse ich wenn sie bei mir eintrudeln, die gibt es noch zu bestellen, meine sind nicht original, deswegen

habe ich das Sieb auch nur mit roher Gewalt gezogen bekommen.)

_____________

EDIT: (15.05.22) die O-Ringe sind angekommen und haben eine Profilstärke von 2,5 mm.

Diese Ringe passen perfekt in die Nut des Kunstoffsiebes (nicht zu locker nicht zu stramm) erzeugen aber nur sehr wenig Reibung

an der Wandung der Öffnung im Getriebeblock ...denke nicht, dass das richtig dicht wird.

Es bleibt also ein Rätsel wieviel verschiedene Siebe MF gebaut hat (vllt. Länderspezifisch) und warum

keine entsprechenden Teilenummern zu finden sind..

Bilder dazu im Beitrag vom 15.05. ---> 

___________

Ich lade die Bilder jetzt hier im normalen Beitragsformat welches die Bilder (in diesem Fall leider) automatisch auf 800 px

lange Kante limitiert.

Gibt es die Möglichkeit hier Ordner oder einzelne Dateien im Originalformat hochzuladen?

@Ulli, dir schicke ich die Dateien per PM falls du sie für deinen Bekannten brauchst...

und allen anderen ntürlich auch auf Anfrage...

und sonst....?

ja, zumindest sind jetzt alle Teile unterwegs und hoffe, dass ich endlich in einer Woche den Traktor

wieder zusammenbauen kann... ich melde mich.

Hier die 7 Bilder:

(Zeichnungen wurden mit Sketchup erstellt)

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hm... mehr als 4 geht scheinbar nicht obwohl ich verkleinert habe...

Fortsetzung folgt...
 
Fortsetzung der Ölsiebzeichnungen:

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und hier nochmal das Sieb in Live, hier sieht man das Siebgewebe welches von innen befestigt/verschweißt ist:

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hoffe, irgendjemand kann mal damit was anfangen...

Grüße und bis bald

Martin
 
hallo Martin :-),

mein lieber Schwan ... da hast du dir aber wirklich richtig viel Arbeit gemacht .... 


mit deiner Bemaßung sollte es kein Problem mehr sein, einen solchen Rohrfilter in Metall nachzubauen.

Ganz herzlichen Dank für diesen wahnsinns Aufwand. :-)

Nachdem ich länger hin und her überlegt hatte, Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Gewebebeschaffenheiten gegeneinander abgewogen habe kam ich zu der Ansicht, dass 60 Mikron (oder bei den Chinesen liest man als Einheit auch oft Mesh) im Verhältnis von Drahtstärke und Lochmaß ziemlich optimal sein müsste. 

Bei 40 Mesh sind die Löcher zu groß, da könnten zu große Brocken in die Hydraulikpumpe gelangen, bei 80 Mesh fand ich die Drahtstärke zu filigran.

Jetzt freue ich mich erst mal mit dir, dass deine Teile alle unterwegs sind.


Ein glückliches Händchen für den  Zusammenbau wünsche ich dir weiterhin ...

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Guten Abend zusammen,

das Ölsieb treibt mich um.

Die Ersatzteilliste passt nicht zu meinem Sieb,

aus der Ersatzteilliste werde ich nicht schlau weil hier O-Ringe angezeigt werden

die ich nirgends in meinem neuen Sieb montieren kann, mein Sieb ist also mindestens die 3. Variante die MF für den 130er hergestellt hat

und.. das ebay Sieb hat noch mehr Löcher als mein altes ist aber aus Alu und nicht aus Plastik...

Ich zeig euch mal das Emmentaler Model von ebay kleinanzeigen..:

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der hintere Teil (in Fahrtrichtung gesehen) mit dem schwarzen Verschluß ist in Ordnung, dass wird dicht wenn durch die Feder Druck drauf kommt,

da der Verschluß dadurch etwas geweitet wird von dem konischen Endstück vom Sieb.

Aber wie soll das vordere Ende dicht werden?

da ist keine Nut für einen O Ring und aus der Ersatzteilliste geht das Sieb als ein Stück durch...?

Angeblich sind das O-Ringe (Position 24 und 28) die bringe ich aber weder vorne noch hinten unter...?

Fehlt da noch ein Teil am vorderen Ende welches nicht aufgeführt ist?

hier ein Ausschnitt der Explosionszeichnung (das Sieb hat Pos. 25):

eup-1137343918-0253196ce56227a2aeb6867550f41604-1651863809_big.jpg

hier meine beiden Siebe nebeneinander..

eup-1137343918-f97849e41a96f94f0a84e7d75f024808-1651864159_big.jpg

...die Sieb Geschichte wird zunehmend unlustig...

kann hier jemand Licht ins Dunkel bringen..?

Danke schonmal in leiser Hoffnung...

@ Ulli, ich dachte ja, ich hätte diese grenzgeniale Konstruktion durchschaut aber ich weiß nicht, wie das vorne dicht werden soll...

ansonsten geht es prima voran, statt meinem G11 Kühlerfrostschutz ist nun eine HighEnd Flüssigkeit angekommen und

das Lenkrad habe ich nach einer Stunde immer noch nicht runter, dass muss aber runter weil ich an der Lenksäule und

Handgasgedönse und Instrumententafel schon einiges zerlegt habe...andere Baustelle...

So, jetzt werde ich erstmal mit dem ebay-Verkäufer Kontakt aufnehmen und ihm mitteilen, dass ich die Löcher nicht mitbestellt habe,

dass Feature braucht´s dann doch nicht....

Grüße

Martin
 
hallo Martin, :(

ok, damit war erst mal nicht zu rechnen.

Tut mir leid, dass dir dieser Mist nicht erspart  blieb. Spätestens im Hinlick auf diese Ansammlung von Löchern im Filtergewebe ist der Preis nicht zu rechtfertigen.  Da der Händler diesen Filter erst nach deiner Bestellung ausgebaut hat, konnte er vorher nix von dem Mottenfraß wissen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt aber hätte er die Löcher fotografieren, und dir die Bilder schicken müssen, bevor er die Ware abgeschickt hat.

Zitat : der hintere Teil (in Fahrtrichtung gesehen) mit dem schwarzen Verschluß ist in Ordnung, dass wird dicht wenn durch die Feder Druck drauf kommt,

Unter dieser Annahme habe ich den Rohrfilter bei mir auch wieder eingebaut, schau mal genau in der Teileliste, da kommt erst der Gummistopfen und dahinter der O-Ring. Hinter diesem war bei mir noch eine passende U-Scheibe, damit die Feder den O-Ring nicht schrottet.

Vermutlich hatte MF sich das ursprünglich so gedacht ... wenn man den O-Ring (aus der Teileliste) vorne auf die Kuppel, direkt vor dem Erreichen der dicksten Stelle ansetzt, dass er sich zwischen Filter und Gehäuse reinrollt. In der Praxis dürfte das aber ein ziemlicher Eiertanz sein, da du nur vom Getriebeende aus agieren kannst. Bevor du den O-Ring aber durch die hintere Bohrung geschoben hast, dürfte der sich (trotz Fixierung mit zähem Fett) schon selbstständig gemacht haben.

Deshalb ... für vorne kannst du entweder einen soliden O-Ring Schnurstärke 3 - 4 mm und einem Innenmaß von ca. 20 mm nehmen oder alternativ aus einem Stück 2 mm Dichtungsgummi eine Scheibe mit ca. 28 mm Außendurchmesser und Innendurchmeser der Ansaugöffnung entsprechend. Der sollte sich dann vorne in der Schräge durch den Federdruck abdichten.

Falls du das Risiko zuverlässig meiden möchtest, dass der Deckel hinten zukünftig leckt (dann hättest du doch einen Götz *lach*), könntest du noch eine dünne "Schnur" Hylomar um die Filterbohrung legen.

Das defekte Gewebe ... entweder du verständigst dich über einen Preisnachlass und lötest Messinggewebe nochmal über die defekten Stellen drüber, oder du schickst das Ding zurück. Davon hättest du zugegebenermaßen immer noch keinen Filter.

Zum Lenkrad kann ich dir keine fundierte Aussagen machen, aber ... ohne den ultimativen Abzieher, dessen  Klauen soweit zugehen, dass er den im Lenkrad eingegossenen Metallkörper zuverlässig packen kann ... auf WD 40 kamst du bestimmt schon selbst ... warm machen, ohne den Kunststoff des Lenkrads aufzuweichen fällt mir da noch ein ...

Übrigens, vorhin hatte ich deine Bilder noch mal durchgeschaut ... und bin dann über das hier vom Steigrohr gestolpert ...eup-1137344017-90aeaba8831e88c31652cb0613576a05-1651883057_big.jpg

Dein Einverständnis voraussetzend habe ich das mal noch unmissverständlich beschriftet *schmunzel*.  Allein dieser zerschossene O-Ring könnte  die Ursache deiner Hydraulikprobleme am Anfang gewesen sein.  Ja, ok ... der Rohrfilter konnte auch nicht überzeugen, aber durch die Löcher hat die Pumpe jedenfalls Öl  bekommen. :-)

Wie immer wünsche ich dir eine weise Entscheidung und gutes Gelingen ;-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli,

danke dir wieder einmal für deine prompte Antwort.

Die U-Scheibe hatte der Verkäufer mit beigelegt und kommt mit anderen Teilen (Schrauben, Federn etc.) erstmal in ein Elektrolysebad...

(das geht prima bei kleinen Teilen an die man schlecht rankommt oder umständlich zu entrosten sind)

Jetzt heißt es Siebmaterial bestellen, nur ich hab keinen anständigen Lötkolben, nur einen schmächtigen 30Watt "Elektroniker"-kolben und dann mein Autogenschweißgerät,

ach und ein Seilabschneider ähnlich einem Lötkolben mit mehr Power...

Was nimmst du?

Du wolltest ein Sieb, meine ich mich zu erinnern, mit 60 Micron bestellen, zum Vergleich hat ein menschliches Haar so um die 80 Micron

glaubst du nicht, dass 60 zu feinmaschig ist?

Ich such mal weiter, obwohl es mir widerstrebt das in China zu bestellen...

Die Sinnhaftigkeit des hinteren O-Ring muss akademischer Natur sein, zumindest bei meinem

Stopfen siehe:

...durch die Vertiefung im Verschlussendstück --> 

eup-1137344132-bfd3f92188034e570f00b9a2d801ffac-1651919355_big.jpg

wird das Endstück unter Druck durch die Feder konisch und damit eigentlich dicht,

ob der O-Ring hier noch zusätzlichen Nutzen bringt?

siehe:

eup-1137344132-c4f30d75fe669a0d1457eabfa293924c-1651919510_big.jpg

Am anderen Ende, also vorne, meine ich auf der Explosionszeichnung einen Absatz am Endstück zu erkennen (der bei meinem nicht vorhanden ist)

an dem ein O- Ring anliegen könnte...müßte, sollte...

aber spätestens beim rausziehen vom Filter läge der im Ölsumpf... so ein Quatsch...

Dann wird es wohl eine Gummischeibe.. wie heißt gleich der Gummi der Ölresistent ist, NBR od. Viton?

Obwohl, die läge ja auch im Sumpf, außer man befestigt sie mit Kabelbinder oder Edelstahldraht.

Eine andere Theorie (selbst entwickelt...:-)) ist, der Spalt zwischen Filterendstück und der Bohrung ist so gering, dass kaum noch was

vorbeikommt und um das noch etwas besser abzuschließen sitzt noch der führungslose O-Ring davor...

Ich lese gerade, dass Sieb soll erst zusammen mit dem Hydraulik- Getriebeölwechsel alle 600 h gereingt werden,

dann könnte man ja die Gummischeibe wieder rausangeln...

Oh Mann...!

___________________

Dein Einverständnis voraussetzend habe ich das mal noch unmissverständlich beschriftet *schmunzel*.  Allein dieser zerschossene O-Ring könnte  die Ursache deiner Hydraulikprobleme am Anfang gewesen sein.  Ja, ok ... der Rohrfilter konnte auch nicht überzeugen, aber durch die Löcher hat die Pumpe jedenfalls Öl  bekommen. :-)
...knitterkaputt also... :-)  ich kenne die Originaldichtung nicht und hoffte insgeheim, dass der gleiche Ingenieur der das Ölsieb konstruiert hat, mit einer

eigenen Interpretation eines O-Ring die Welt ins staunen versetzen wollte...

dann tatsächlich, wenn das mal ein normaler O-Ring war, dann ist der tatsächlich knitterkaputt, versaubeutelt oder/und versemmelt worden bei der letzten Montage...

Zum Lenkrad kann ich dir keine fundierte Aussagen machen, aber ... ohne den ultimativen Abzieher, dessen  Klauen soweit zugehen, dass er den im Lenkrad eingegossenen Metallkörper zuverlässig packen kann ... auf WD 40 kamst du bestimmt schon selbst ... warm machen, ohne den Kunststoff des Lenkrads aufzuweichen fällt mir da noch ein ...
 

seit 3 Wochen gieße ich mit WD40, das Lenkrad wird dadurch weder größer :-) noch geht es ab und das obwohl dort kein Rost zu sehen ist.

Sieht aus wie neu unter der Lenkradkappe...

Habe mir 2 Klauen gefeilt/geschweißt und 2 große C-Zwingen angesetzt, no chance,  eine C-Zwinge ist nun hinüber...

Habe zwischendurch dem unter Spannung stehendem Konstrukt auch ordentlich mit nem 1kg Fäustel weitere Argumente geliefert...

Jetzt werde ich nochmal ordentlich Zug aufbauen und mit einem abgeschliffenen SDS Bohrer im Bohrhammer Vibrationen / Schlag oben auf die Welle bringen,

dazu muss ich noch eine Zentrierbohrung oben auf die Welle setzen damit der Bohrer nicht wegrutscht...

wenn das auch nichts hilft kommt der Winkelschleifer oder Ketten mit Wagenheber und dannach zwangsläufig ein neues Lenkrad...

Soweit aus der korsischen Fergy-Bastelstube

Ergebnisse aus der Lenkradgeschichte werde ich dann unter Sonstiges weiterführen,

da gibt es ja auch noch ein paar andere Sachen die mich interessieren...und Fragen aufwerfen...

bis bald... sehr bald

Grüße und Dank

Martin
 
hi Martin :-)

für das Feingewebe würde mir ein 80 W Kolben zur Verfügung stehen.Um aber Feingewebe mit der Vierkantlochblechrolle und evtl auch noch den Endstücken zusammenzuschmelzen  würde ich vermutlich ganz vorsichtig/umsichtig mit einer kleinen Flamme der Lötlampe oder mit einer ganz weichen Flamme der Autogenspitze 1-2 versuchen, alles in Form zu bringen.

Was dein Seilschneider zu leisten vermag und in welchem Temperaturbereich der sich bewegt kann ich leider nicht einschätzen.

Da du den Filter noch nicht eingebaut hast hättest du ja die Möglichkeit, mit Hilfe eines guten Lichts, einer ebensolchen Lupe und einer Schieblehre die Anzahl der Fäden auf eine Länge eines inchs abzuzählen. Das würde mich auch mal interessieren, wieviel Löcher auf ein Zoll zusammenkommen.

Bei Mesh 60 sollten dann rund 23 Löcher pro 10 mm herauskommen. Meine Spekulation geht dahin, dass der Originalfilter an 80 bis 100 Mesh herankommen wird. Deine Bedenken in Sachen China teile ich, unter dem Strich wird aber ein Gewebe bei einem deutschen Händler auch aus chinesischer Fertigung kommen.

Der hintere Stopfen deines Filters ist offensichtlich anders beschaffen. Stell dir vor, du hättest diesen Stopfen als Vollmaterial und würdest auf der dicken Seite einfach mit einem Astlochsenker ein 2 mm tiefes Loch senken, sodass außen noch ein Rand von ebenfalls ca. 2 mm Dicke stehen bliebe. Deshalb wird sich an meinem Stopfen nix aufspreizen und ohne O-Ring auch nix dicht werden.

Was  dir als Absatz an dem Kopfstück erscheint, halte ich eher für eine Druckstelle die sich dadurch eingefressen hat, dass der Filterkopf ohne Dichtung (denn die fiel beim Einbau vermutlich in den Ölsumpf ;-) ) ständig in die Engstelle der Bohrung im Getriebegehäuse gepresst wurde. Je versiffter der (da noch intakte) Filter wurde, desto größer wurde die Saugkraft, die der Unterdruck der Hydraulikpumpe erzeugt hat, weil nicht genügend Öl nachgeströmt ist.

Genau, die  NBR .Gummidichtungsplatten mittlerer Qualität sind für unsere Zwecke durchaus geeignet.

Der O-Ring auf dem Steigrohr ... knitterkaputt ist noch untertrieben *schmunzel* ... der Original Ring  (Teile Nr. 832 413 M1 ) hat im Gegensatz zu üblichen O-Ringen ein quadratisches Schnurprofil.

Bei der letzten Montage versemmelt ... klingt durchaus glaubhaft, möglichenfalls hat der Monteur vor dem Einsetzen des O-Rings auch nur versäumt, den Ring einzuölen, damit er geschmeidiger in die zugehörige Bohrung einfädeln kann ;-)

Natürlich musst du irgendwie sehen, dass du das Lenkrad irgendwie abbekommst, aber nur mal als Denkanstoß ... deine Schlagkraft des 1 kg Fäustels überträgt sich durch die Lenkwelle 1 : 1 auf die Schneckenräder im Lenkgetriebe. Wenn du da eines oder beide Zahnräder schrotten würdest, wäre das auch irgendwie schon suboptimal :-).

So kann ich dir nur noch empfehlen ... nur nicht unterkriegen lassen. ;-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Zusammen, Hallo Ulli,

...ich muss mal sehen was ich an Lötkolben noch auftreiben kann...

Ich werde nachher mal den Versuch starten das Sieb in einer Makroaufnahme mit meiner Vollformat Spiegelreflex aufzunehmen.

Das Bild sollte damit eine gute Auflösung haben und mal sehen wie ich da einen Maßstab berechnen kann...

oder ich lege stumpf einfach ein Lineal daneben und wenn ich schon dabei bin,

fotografiere ich auch das Sieb vom Wasserabscheider...

Ergebnisse dann jeweils in den richtigen Rubriken...

kurz zum Lenkrad: 😈 😠

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...es kann nur Einen geben würde Christopher Lambert sagen...: :-)

eup-1137344428-f02135467ad5d8de1103eb4211102c9b-1651992575_big.jpg

Lenkrad hat es mit ein paar Macken überlebt...

Näheres dann demnächst unter Sonstiges...

Grüße bis nachher... und schönen Sonntag, gehe jetzt mal Mesh zählen..

Martin

Ach ja, vom ebay-Kleinanzeigen-Verkäufer...schweigen im Walde bisher...hoffe er meldet sich noch.
 
Hallo Zusammen,

also das mit dem Fotografieren hat schon mal geklappt, dass zählen der Maschen auch,

wobei durch sog. Parallaxenfehler (Bildebene) ich leider eine kleine Unsicherheit auf eine (1) Masche +/- habe.

In der Breite komme ich somit auf 18 Maschen auf 5 mm, und in der "Höhe" zähle ich immer 1-2 Maschen mehr...

(beim Wasserabscheidersieb das gleiche, Breite und Länge (Höhe) haben eine ungleiche Anzahl an Maschen)

Nun muss ich nur noch rausfinden,

wie die Drahtstärke zu bewerten ist um hier zumindest einen Annäherungswert auf Mesh bzw. Micron zu bekommen...

Da muss ich mich nochmal reinfuchsen wenn Zeit ist...

Soweit...

Grüße Martin

eup-1137344913-6aa2be74aba0b87034d4aff4ee1ebca8-1652083247_big.jpg

ach ja,

der ebay-Verkäufer der mir das Sieb mit Löcher verkauft hat,

meldete sich heute morgen

Scheinbar war das gar nicht er selbst der das eingepackt hat..

Jedenfalls entschuldigte er sich und schickt mir kostenfrei ein weiteres Ersatzteil welches ich gut gebrauchen kann.

Somit lief das zwar nicht nach Plan aber ich habe nicht mehr das Gefühl über den Tisch gezogen worden zu sein.

Fazit: ich würde wieder bei ihm kaufen...
 
hallo Martin :-)

ganz lieben Dank für deine Bemühungen in Sachen Messinggewebe ...

gemäß meinen Nachforschungen ist bei 80 Mesh die Drahtstärke deutlich geringer als bei 60 Mesh. Deshalb hatte ich auch eher mit  diesem  Sechziger geliebäugelt. Durch die dickeren Fäden beim Sechziger ist die Öffnungsfläche eines jeden Quadrats kaum größer als beim Achtziger (die Filterwirkung bleibt im Hinblick auf die maximale Korngröße in etwa erhalten), das Gewebe ist aber stabiler.

Es gäbe mehrere Arten, die Reparatur durchzuführen. Einerseits könntest du das gesamte Gewebe komplett erneuern ... altes ab, neues drauf. Deutlich weniger aufwändig wäre es, nur über die defekten Stellen neues drüberzulöten. Damit würdest du dem alten Gewebe natürlich die Möglichkeit geben, an weiteren Schwachpunkten durchzuschlagen.

Bin gespannt, wie du dich entscheidest.:-)

Konnte dein Teilelieferant dir nicht noch so ein Sieb für den Kraftstofffilter besorgen und der Sendung an dich noch beilegen ?

Es freut mich, dass du mit dem Verkäufer des Rohrsiebs einen für euch beide gangbaren Weg gefunden hast.

Ach ja ... dein Lenkradproblem ist ja auch noch glimpflich abgelaufen ;-)

weiter gutes Gelingen ...

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Zusammen, Hallo Ulli,

das 60er mesh ist scheinbar nur in größerer Menge zu bekommen und kostet dann >35,- + Versand..(die Kosten wären jetzt nicht das k.o. Argument)

Kannst du @Ulli oder jemand anderer mir vielleicht einen Lieferanten empfehlen?

Bei Alibaba ist mir das zu chaotisch, einmal schreiben die Kupfer, dann wieder Messing, dann wird Mesh und Micron durcheinander gewürfelt...

Bin jetzt schon über einer Stunde am suchen...

Gerne auch per PM falls das als Werbung unerwünscht wäre.

Das andere ist, die Lieferzeiten von mehreren Wochen (aus China), solange möchte ich nicht mehr warten, ist jetzt schon fast 2 Monate her seitdem

ich den Traktor zerlegt habe... (Zapfwellenhebel)

_____

Plan B wäre, mir für 15,- ein Edelstahldrahtgeflecht in 80 Micron zu besorgen und das mit einem 2K Kleber (Weikon Fast-Metal) zu verkleben.

Wenn das auch länger dauert, dann repariere ich notdürftig mein Plastiksieb und fahr damit solange bis ich das Metalsieb fertig habe.

(Hartlöten ... ist ja auch wieder mit Aufwand verbunden bei VA mit spez. Flussmittel und Lot...und gemacht habe ich das auch noch nicht...)

In 4 Wochen sollte sich nicht soviel Abrieb ansammeln, dass mir etwaige Verschmutzungen die Hydraulik wieder ruinieren...

Was meint ihr...

______

wenn dann irgendwann mal die Materialien eintrudeln, würde ich

den Traktor nach vorne geneigt positionieren und nur die hintere Ölablassschraube öffnen.

Somit brauch ich nicht die ganzen 19 ltr. ablassen, dass was raus läuft, filter ich nochmal und verwende es wieder...

so könnte ich das "neue" Sieb einsetzen ohne die ganz große Ölschlacht...

_____

Hätte nie gedacht, dass mir dieses Sieb soviel Ärger macht und Zeit bei Recherche verschlingt.

So langsam sind die 185,- für ein Neusieb mit anderen Augen zu betrachten...

(60,- Ebay kaputtes Gebrauchtsieb + ≈ 30,- Siebmaterial + Arbeitszeit = kurz vor 185,-) :(

______

Naja, einsweilen habe ich ja wieder ein neues Betätigungsfeld wegen der Lenkrad-Amaturenbrettdemontage, nämlich die Instrumente, Schalter, Kabel, Elektrikgedöns zu entmystifizieren,

zu entrosten und teilweise neu machen... omg

Die Elektrik ist genauso kreuz und quer wie bei meinem alten Landrover, dass ist wirklich hohe Kunst..

Mich wundert extrem, dass ich den Motor starten konnte und die Batterie geladen wurde ohne größeren Kabelbrand und Fehlfunktionen

bei dem ganzen Rost und Knickstellen...und vor allem ohne eine einzige Sicherung ! 😲

(hier war nur eine Sicherung verbaut und die war für die Beleuchtung zuständig die eh nicht mehr funktionierte...)

Da muss ich mir auch noch was überlegen... Batteriehauptschalter kommt auf jeden Fall dazwischen.

Grüße und Dank

es bleibt spannend...

Martin
 
hey Martin  :-)

soweit ich das nachverfolgt  habe konnte ich keinen deutschen/europäischen Anbieter finden, der kleinere Mengen anbietet. Für einen Rohrfilter wäre ja ein DIN A4 großes Stück völlig ausreichend. Das sehe ich bei ebay aber nur aus China mit entsprechender Lieferzeit (und auch da habe ich unter gefühlt hundert Angeboten keines mit 80 Mech gesehen).

Mein erster Weg wäre ja mal in einen gut sortierten Baumarkt. Sowas gibt es doch bestimmt auch auf Korsika, oder ?

Jedenfalls scheint es mir nicht sinnvoll zu sein, erst mit VA Sieb und diesem Weicon  Zweikomponentenmetallkleber zu expertimentieren, um später alles wieder auseinanderzutüfteln und von vorne zu beginnen.  Die Erfahrung lehrt doch immer wieder neu, dass nix so lange in Gebrauch ist, wie ein ausgetüfteltes Provisorium ;-) ... du wirst das Provisorium vermutlich nicht mehr geraderücken, wenn der Pfusch sich erst mal als praktikabel erwiesen hat


KORREKTUR :  Meine anfänglichen Aussagen zu Mesh und Micron waren unrichtig !

Inzwischen habe ich verstanden ...  es bezeichnet bei Geweben die Einheit Mesh (M)  die Anzahl der Maschen pro inch Gewebelänge.  Die Einheit Micron dagegen beschreibt das Öffnungsmaß einer einzelnen Masche. Gewebe der Größe 100 M nehmen eine Sonderstellung ein, da hier auch die Maschenöffnung 100 Micron beträgt. Es ergibt sich ... je größer die Anzahl der Maschen (M) pro  Längeneinheit, desto kleiner das Öfnungsmaß der einzelnen Masche.Dann findet sich bei deutschen Anbietern noch die Größenangabe   ... z. B. 0,200 mm   200 mym (weiß gerade nicht, wo sich im Asci code das My Zeichen versteckt). Das hier angegebene Beispiel 0,200 mm entspricht übrigens in guter Näherung 80 Mesh ... wäre also für deine Anforderung durchaus genügend.Einen Lieferanten kann ich dir leider nicht nennen ... trotz stundenlanger Recherche fand ich keinen Händler, der einerseits kurzfristig und andererseits eine Kleinmenge  Messinggewebe mit 80 Mesh  (alternativ auch Bronzegewebe) und das auch noch zu einem attraktiven Preis anbietet.

Dann stieß ich noch auf einen Holländer, der wollte für den Versand nach Deutschland 12,- für den nach Frankreich 25,- Euro.

Aus China ...  das wäre preislich interessant, dauert aber lange ... von deutschem Anbieter zwar schnelle Verfügbartkeit, Mindestabnahme aber 0,5 m² und das für ganz knapp 80,- €  soweit ich das bislang recherchiert habe ... das ist unter der Maßgabe, nie wieder  davon zu brauchen, doch eher unverhältnismäßig.

In Sachsen drüben, nördlich von Hof gibt es eine Drahtweberei. Ich befürchte aber, dass die ihr Gewebe nicht im DIN A4 Format versenden.  Du kannst ja mal reinschauen ...

www.drahtweberei.de/produkte/buntmetallgewebe/

Vielleicht kann man das mit einem Anruf klären.

Deinen Zeitaufwand darfst du natürlich nicht rechnen *schmunzel* ...:-)  ich rechne meinen auch nicht ;-)

Einen Hauptschalter kann ich nur empfehlen, aber zwischen Anlasser (als Batterie plus) und der Armaturentafel/Zündschloss/Lichtschalter gerne auch noch eine 50 A Messersicherung als Vorsicherung.

Bis denn ...

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Hallo Ulli,

vielen Dank für deine Beteiligung an der Siebfrage..

(sind hier nicht auch einige Landmaschinenmechaniker und erfahrene Landwirte die schonmal

vor gleichen Schwierigkeiten standen?)

korsische Baumärkte.... sind nicht ansatzweise mit einem mittelmäßigen deutschen Baumarkt zu vergleichen,

hier ein Sieb zu finden ist ausgeschlossen (bin froh wenn ich nen 8er Dübel und ne Dachlatte bekomme)

Ich muss wirklich alles bestellen auch Werkzeuge...

die paar Fachgeschäfte sind zum davon laufen... leider.

(ich tröste mich aber mit Kastanienbier, Käse und Wildschweinsalami...) :-)

________

Demnach müßte "unser" Sieb nach meiner Zählung (≈ 36 Öffnungen auf einen Centimeter) ≈ 91 Mesh auf den Zoll haben.

Somit wäre der Draht Ø bei ≈ 0,11mm und die Öffnungweite bei ≈ 0,172mm.

bei einer Öffnungsfläche  von 37%... lt. Tabelle

(Tabelle schicke ich die per PM weil ich keinen Quellnachweis habe und den Link nicht mehr finde um sie hier zu veröffentlichen)

__________

Zudem kommt, das in manchen Fällen mit Mesh die Korngröße gemeint ist, also das was durch das Sieb durchfallen könnte, dabei

spielt dann der Drahtdurchmesser oder die Fläche des Siebes überhaupt keine Rolle mehr...

Deswegen ist mir eine Bestellung mit den chinesischen Angaben zu heikel...

im schlimmsten Fall warte ich dann 4 Wochen und bekomme das verkehrte...

Aus diesem Grund werde ich mein Kunststoffsieb nun notdürftig reparieren (Dauerprovisorium) und mich schlau machen

wie ich VA Drahtgeflecht Hartlöten kann bez. ich kauf mir mal den Kleber...

Bei Amaz..(bei denen ich auch nur im Notfall bestelle) habe ich ein VA Sieb endeckt welches mit den Angaben keine Zweifel läßt

allerdings ist dies ein 80er Mesh... mir jetzt auch egal

_____

Habe zwar auch Vorurteile mit der Kleberei aber wer weiß,

bei Balkongeländer hat sich das schon bewährt und ist gängige Praxis...

Leider sind die L.O.G Teile immer noch nicht hier (liegt an DHL / La Poste) und das Gras steht jetzt Hüfthoch,

der Traktor muss jetzt fertig werden, außerdem haben wir auch die Pflicht bis 1. Juni im Umkreis von mindestens 50m um Häuser/Gebäude "alles" freizuschneiden

für Brandschneißen.

Da befürchte ich dieses Jahr einige Brände...

Grüße

und bis bald

Martin
 
hey Martin :-),

Zitat : ich tröste mich aber mit Kastanienbier, Käse und Wildschweinsalami.

Ja, ja ... ganz dunkel kann ich mich an den "Asterix auf Korsika" erinnern :-)   da war von diesem Käse die Rede ... eine explosive Mischung *lachmichweg*. Kastanienbier ... hört sich ja illuster an

da war doch der kleine Osolemirnix, der sich immer in die Büsche schlug  ... das muss auf Korsika zu den Grundfertigkeiten gehören  ... glaube ich ;-)

Nach meinen umfangreichen Recherchen scheint mir jetzt ein Gewebe von 80 Mesh das der Wahl zu sein. Das wird ja auch durch deine Überprüfungen des Istzustands  ziemlich gestützt. Dass die Angaben von unterschiedlichen Händlern Micron und Mesh vertauschen ist mir auch aufgefallen. Vermutlich sind das Übersetzungsfehler aus dem chinesischen Urtext. Die Zahlenwerte sind korrekt, aber die Einheiten sind verwechselt.

Die Drahtstärken differieren etwas. Deutsche Drahtweber neigen zu etwas dickeren Drähten, in China mag mans offenbar etwas schlanker.

Viel lieber wäre mir Gewebe aus deutscher Herstellung, aber zu meinem Bedauern habe ich keinen Anbieter finden können, der Kleinstmengen verkauft. Wobei ich auch in China in Mesh 80 mindestens 1 m² nehmen muss, sofern ich mich nicht auch noch auf chinesischen Handelsplattformen anmelden will.

Gemäß deiner Tabelle ist die Öffnungsfläche bei Geweben von 80 bis 250 Mesh überall 40 +/- 3 % ... von daher kein Kriterium für die Wahl der Maschenanzahl. Ob bei feineren Geweben die einzelnen Öffnungen durch die Viskosität des Öls hinderlicher für den Durchfluss wären, kann ich nicht einschätzen.

Für feinste Partikel hast du ohnehin einen neuen Feinfilter im Hochdruckbereich eingebaut ;-)

Deine Brandschneisen sind sicher nicht dumm ... aber bis zum ersten Juni ... hmmmmmmmmmmm

aus England kommt eine neue Welle ... aus der Umweltszene ... no mow in may ... es geht darum, Insekten etc. und damit auch den Folgenden in der Nahrungskette keine Lebensgrundlagen zu entziehen ... und deshalb im May alles wachsen zu lassen. Es sieht schon sehr rustikal aus *schmunzel*.

Wie auch immer ... allen einen entspannten Sonntag ...

dir erfolgreiche Reparatur und gutes Gelingen :-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Guten Tag Zusammen,

wie versprochen möchte ich diesen Beitrag nun beenden mit den letzen News

und hoffe, irgendwann kann mal jemand was damit anfangen in der kleinen 130er Welt.

Ich nehme hier auch das Thema Schaltwelle der Zapfwelle mit auf in diesem Bericht,

da sich beide Themen zu oft überschnitten haben.

Das werde ich dort im Getriebebeitrag auch so vermerken.

___________

Der Zusammenbau ist schon vor ein paar Wochen geschehen wie ihr aus anderen Beiträgen vielleicht schon gelesen habt.

Dokumentieren möchte ich noch ein paar Stolperstellen beim Zusammenbau und mein Ergebnis.

_______

Als erstes wurde die Zapfwelle eingesetzt und die Schiebemuffe [966 026 M1] wieder auf die Zapfwelle geschoben.

Mit einem sehr dünnen Draht konnte ich besagte Schiebemuffe herablassen und in Position bringen und mit einem

langen Schraubendreher auf die Zapfwelle schieben.

Dannach kann die Zapfwelle mit dem großen Kugellager ganz eingeschoben werden.

Das Kugellager muß hierbei eingeschlagen bzw. eingepresst werden, ohne Spezialwerkzeug natürlich

sehr vorsichtig, wobei hier nicht sehr viel Kraft erforderlich ist.

Als zweites habe ich die Schaltwelle wieder eingesetzt, ebenfalls mit einem Draht in Position gebracht

und mit einem kleinen Hammer durchgeschoben / -geklopft:

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den Hammer habe ich weiter unten angesetzt (nicht wie auf dem Bild) um auf die Schaltwlle zu klopfen (nur leicht)

eup-1137357681-70ca4da68552081f74e28f4d02df45c2-1654448970_big.jpg

Es empfiehlt sich sehr den Schalthebel selbst noch bei geöffneten Hydraulikdeckel zu montieren.

Hebel und Welle sind mit einem Kerbstift verbunden / gesichert, um die Bohrungen hiefür in eine Flucht zu bekommen ist es sehr

hilfteich die Schaltwelle von innen mit einem langen Schraubendreher gegen zu drücken.

Der neue O-Ring muss zusammen mit dem Hebel angedrückt werden...

alles etwas bescheiden konstruiert.

Hierbei wäre es sehr hilfteich gewesen das Hinterrad zu demontieren.

Insgesamt eine Aktion die sich etwas hinzog...

____

Weiter mit dem Simmerring der Zapfwelle.

Genauso schwer wie der alte zu entfernen war, ging der neue wieder rein.

Zuerst habe ich das mit dem hier veröffentlichten _zapfwellendichtung_mf-deutsche_ferguson_und.html]Schraubertipp versucht...

Nicht die allerleiseste Chance auf diesem Weg, dazu sind Kräfte nötig die mir die Abschlussplatte verbogen hätten

abgesehen davon, dass man auch längere Schrauben braucht.

Ich nehme an, dass die Toleranzen von Bohrung und Wedi so ungünstig aufeinander trafen, dass dieser Tipp bei

mir nicht anzuwenden war.

Nachdem ich mir die halbe Nacht Kopfzerbrechen gemacht habe wie ich den Wedi weiter einschlagen kann

(vorher mit Holzbrett bis er bündig saß) kam mir die Idee, dass ein Verschluss einer Gasflasche passen müßte...

Was soll ich sagen, ... der passte haargenau, besser geht nicht:

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eup-1137357681-e51cfafd307f8cc37165e7ff4837bd7b-1654450116_big.jpg

____________

Nun kommt das vermaledeite Ölsieb, nachdem ich schon weitere grau Haare bekommen habe, siehe die vielen Beiträge weiter oben...

habe ich mich entschlossen, nicht weiter nach einem neuen Siebmaterial zu suchen ...

und so wurde das alte einfach gelötet:

eup-1137357681-3686296945d22448c7cf98d5a15ccf76-1654451533_big.jpg

nicht schön... aber selten.

Übrigens nachdem ich ewig über die Maschenweite des Siebes spekuliert habe und einen gewissen Aufwand betrieben habe um das auszumessen...

stieß ich im WHB über die Randnotiz: das Ölsieb filtert Partikel die größer als 150 Mikron sind....

Also wer lesen kann ist wie immer klar im Vorteil...

____________

So nun zum spannenden Teil, den Hydraulikdeckel endlich wieder, nach glaub 2 Monaten, aufsetzen und montieren.

Um die Gangwahlhebel genau in Position zu bringen saß ich auf der linken Seite des Traktors und ließ

zunächst ohne Dichtungsmasse (Hylomar M) den ausbalancierten Deckel am Kettenzug herab.

Alles bestens, ging einfacher als erwartet (der schwere Hydraulikfilter war noch nicht montiert) was ich von der linken Seite

allerdings nicht sah, war der 2mm Spalt auf der rechten Seite.... 

Also erst das Hylomar aufgetragen was nicht ganz so einfach ist, denn wenn man die Düse zu weit vorne abschneidet

gibt das zwar eine dünne Raupe, verstopft aber sehr leicht,

vorher noch die Dichtflächen mit meinem geliebten Bahco Hartmetallschaber abgezogen

und mit Aceton gründlich gereinigt.

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folgendes Bild verrät auch warum ich auf der rechten Fahrzeugseite den 2mm Spalt hatte, den ich bei der Trockenübung nicht sah...

es lag an dieser neuen 4,1mm starken Dichtung.

Die alte sieht auch entsprechend gequetscht aus.

Das Material scheint mir einen etwas weicheren Shoregrad zu haben wie z.B. ein normaler O-Ring.

eup-1137357681-e0a6fce28b39dfd35956987d6be37097-1654454291_big.jpg

nachdem ich den Hydraulikdeckel mit Hylomar aufgesetzt hatte und den Spalt sah, dachte ich zuerst an das Pumpenzahnrad, dann an die Gangwahlhebel

aber jeder Versuch scheiterte der Spalt blieb...

und dann waren 10 min. seit Auftrag um und die Hylomar-Dichtmasse war schon "trocken".

Also alles wieder auf Start, Deckel hoch, Hylomar abschaben und mit Aceton wieder reinigen.

Irgendwann war klar, es ist die neue Dichtung die sich durch leichtes anschrauben des Deckels aber fügt.

2. Versuch mit Hylomar war dann auch erfolgreich:

eup-1137357681-8a37deb67f4a3a0f2f1d87f03bd60c58-1654455138_big.jpg

alles wieder chic.

Notiz:

der gezeigte Auftrag von Hylomar könnte durchaus noch etwas sparsamer erfolgen, mehr sollte es nicht sein.

Im Gegensatz zu den Verarbeitungshinweisen habe ich nur einseitig aufgetragen, da es sehr umständlich wäre den schweren Hydraulikdeckel zu drehen.

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Bevor ich das vergesse..

das was lapidar als Rohr bezeichnet wird [967 204 M1] und der Übertragung der Zugkraftkontrolle dient (im englischen meine ich als >Plunger< bezeichnet)

sollte unbedingt gesichert werden falls dieses an der Oberlenkerbefestigung abgeschraubt wurde.

Wenn das raus rutscht, kommt das einem 6er im Lotte gleich, das Rohr auf den Pin wieder aufzufädeln wenn man das überhaupt hinbekommt,

denn der Pin fällt nämlich ohne das Rohr ein Stück nach unten.

Hier eins der  vorher/nachher Bilder welches auch die Drahtsicherung zeigt:

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endlich wieder mit Öl befüllen (Gesamt mit Filter 19 ltr. STOU 15W 40)

vorerst alles dicht, soweit so gut.

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Fazit:

beim 2. mal würde ich nicht mal mehr die Hälfte der Zeit benötigen, denn

kompliziert ist es nicht aber eben gewußt wie und hier war dieses Forumt vor allem mit Ulli äußerst hilfreich!

Dafür eröffnen sich viele Nebenschauplätze die sehr viel Zeit kosten wie der Simmering oder das Ölsieb.

Beim Weinberg (bei Standard weiß ich nicht) müssen beide Kotflügel und damit auch das Kupplungspedal,

das Bremsgestänge, der große Steuerhebel der Hydraulik und die Verlängerung des Schalthebels für die ZW weg

um den Hydraulikdeckel abzuheben.

Wenn ich das nochmal machen müßte,

würde ich auch die beiden Hinteräder abbauen, die nerven schon sehr...

Im Zuge dieser Arbeit habe ich auch noch weitere Baustellen eröffnet wie zum Beispiel die

Bremsanlage, Elektrik, Kühler, Keilriemen*, Handgas, Radlager vorne neu fetten, Luftfilter, usw.,  last not least reinigen, entrosten und konservieren,

letztere 3 Punkte haben am meisten Zeit gekostet.

* (Achtung beim 130er sind scheinbar 2 Größen im Umlauf, mir wurde der 13x1000 geschickt, der passt vorne und hinten nicht.

passend wäre der 13x1050. Vielleicht gibt es einen Perkins der unten eine deutlich kleinere Riemenscheib hat...)

Der Auslöser dieser ganzen Reparaturen war natürlich mein gebrochener Excenter vom Schalthebel der Zapfwelle...

(siehe ganz oben verlinkter Beitrag)

doch wenn der Hydraulikdeckel eh runter ist...

Hier mache ich vielleicht mal unter Sonstiges eigene Beiträge auf, kommt ja fast einer Restaurierung gleich.

Die Zapfwelle funktioniert jetzt wieder, und läßt sich gut schalten obwohl die Kupplung noch nicht sauber trennt.

nächste Baustelle im Winter....

Die Hydraulik funktioniert nicht ganz so wie meine Euphorie nach den ersten Versuchen vermuten ließen,

sie läßt schon deutlich nach, nach einer gewissen Zeit wenn das Öl warm wird, doch kein Vergleich zu vorher.

Hier müßte dann doch die Pumpe mal überprüft werden und/oder der Dichtungssatz für den Arbeitskolben verbaut werden.

Doch wenn es so bleibt, dann ist für mich gut, immerhin hat der Kleine letztens knapp 5h duchgearbeitet und konnte den

Mulcher über alle Hindernisse heben.

An Dichtungen ist alles gewechselt was ohne zerlegen der Pumpe und des Arbeitskolben möglich ist.

Sehr in Mitleidenschaft gezogen waren die 2 Dichtungen am kurzen Ansaugrohr der Pumpe sowie die

große Dichtung oben am langen Ansaugrohr.

Das Ölsieb hinten und

der Feinfilter oben am Hydraulikdeckel sahen katastrophal aus, letzerer ist quasi implodiert:

neu und alt:

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Insgesamt habe ich etwa einen 10 Liter Eimer Dreck und Schlonz abgeschabt,

etwa 1.5 Dosen WD40 (die großen) 1 Dose Backofenreiniger, 1 Liter Waschbenzin, Aceton und Petroleum verbraucht.

Der Hochdruckreiniger war auch mehrmals im Einsatz.

Das wäre in dem Umfang natürlich nicht nötig gewesen aber verspakte Teile wieder zu montieren geht gar nicht.

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"Alle" Teile wurden entweder gefettet oder mit Owatrol, oder dünn mit Konservierungswachs behandelt,

da wo der Lack noch gut war, habe nichts zusätzliches aufgebracht.

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So, dass war es jetzt, vielleicht kommt noch ein Ergänzungs-Edit aber das wichtigste ist gesagt/geschrieben.

Grüße Martin

PS:

bei meinem Elektrikproblem (Thermometer) bin ich noch nicht weiter,

dass muss noch etwas warten.
 
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