MF 133 Super: Stirndeckel, Kühlerschlauch, Keilriemen

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Schizzo1

Gast
Hallo zusammen,
demnächst würde ich gerne die nächsten Baustellen an meinem MF 133 Super abarbeiten. Bevor ich damit anfange würde ich gerne erneut um den Rat der Experten fragen, dass es kein Desaster am Ende gibt... und zwar habe ich gesehen, dass ein Kühlerschlauch leichte Undichtigkeit zeigt, der Keilriemen nicht mehr der Jüngste ist und der Stirndeckel des Steuergetriebes minimal Öl verliert. Da irgendwie alles nah beinander sitzt bietet sich an alles in einem Aufwasch anzugehen. Ich würde das wie folgt versuchen

1. Motorhaube ab
2. Kühlflüssigkeit ablassen (zwei Ablasshähne: unten am Kühler und am Motorblock auf Höhe der Einspritzpumpe)
3. Kühler ab
4. Kühlerverkleidung (Luftführung) ab
5. Lüfterblatt ab
6. Kühlerschläuche ab. Dürften vier Stück sein:
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7. Die Halteschrauben der Lichtmaschine lockern und Lichtmaschine zum Motor schwenken (über die Führung der Einstelllasche). Interessanterweise ist momentan meine Lima schon fast am Motor dran und der Keilriemen korrekt gespannt. Entweder ist der eingegangen, ein etwas Kürzerer iwann verbaut worden oder das ist die Regel. Wie auch immer, anschließend sollte er abgehen...
Damit wären schon mal die Schläuche und der Keilriemen ab. Bitte korrigiert mich, wenn ich etwas in meiner Planung vergesse oder übersehe.
Kommen wir nun zum leckenden Stirndeckel. Dazu zeige ich euch am besten ein Bild:
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Wirklich eindeutig lässt sich das nicht sagen wo überall das Öl sich einen Weg nach draussen sucht. Aber mit großer Wahrscheinlichkeit (ich hab auf dem Bild das Öl gerade weg gewischt, also nicht täuschen lassen) an den Stellen mit Pfeil 1 und Pfeil 2. Bei Pfeil 2 wäre es die Dichtung des Stirndeckel am Steuergetriebe. Um die auszutauschen müsste also der Stirndeckel ab. Dazu später. Pfeil 3 habe ich nur beigefügt, weil ich iwo gelesen habe, dass exakt diese Schraube anders als alle sonstigen Schrauben des Stirndeckel mit einem Dichtring fixiert ist. Kann das sein? Ich kann auf dem Bild nur keinen Dichtring erkennen... vielleicht geht da auch was raus. Bei Pfeil 1 reden wir über die rotierende Keilriemenscheibe, die an der Kurbelwelle fixiert ist? Stimmt das? Ist die Scheibe nur mit einer Schraube in ihrer Mitte fixiert (nächstes Bild)?
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8. Unter der Annahme die Scheibe lässt sich mit einer Schraube lösen und abziehen wäre das somit mein 8. Schritt. Aber warum tritt Öl aus? verbirgt sich dahinter vielleicht eine Radialdichtung oder ein Wellendichtring, der nach Lösen der Scheibe sich einfach austauschen lässt? Ihr merkt ich habe keine Ahnung...
Wenn sich das Problem unter 8. geklärt hätte ginge es weiter mit dem Austausch der Dichtung des Stirndeckel.
9. Wasserpumpe abbauen
10. alle Schrauben des Stirndeckel lösen - Preisfrage: kann nun der Stirndeckel abgenommen werden? muss das Motoröl eigentlich vorher abgelassen werden? Oder steht da sonst irgendwas noch an? Ich sehe da z.B. einen zweiten Deckel auf dem Stirndeckel fixiert (siehe nachfolgendes Bild - ist auf Höhe der Einspritzpumpe)... kann der so auf dem Stirndeckel belassen werden?
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11. Wenn Stirndeckel ab, dann Dichtung austauschen und Deckel wieder drauf
12. Alles in umgekehrter Reihenfolge wieder anbringen

Bin gespannt, ob das so abläuft wie ich mir das oben zusammen gesponnen habe...

Viele Grüße
Christian
 
Ich fange mal an :-)

Und zwar unten: die Undichtigkeit kommt mit ziemlicher Sicherheit vom Wellendichtring an der Riemenscheibe. Der Deckel selbst hat eine Papierdichtung, die geht nicht kaputt. Wenn du die neu machst, wird sie auch nicht dichter ;-)

Mit der Schraube hast du recht, da ist eine Alu-Dichtscheibe darunter. Sieht man auch auf deinem Bild, die sieht noch gut aus. Wenn die fest ist, ist dort auch dicht. Die Riemenscheibe sitzt übrigens auf einer Keilnut, mit etwas Glück lässt sie sich von Hand runter ziehen.  Den WeDi kann man dann mit etwas Geschick von außen wechseln. Siehe hier: 441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203004137.1131475982.1131475982.5..html

Beitrag vom 01.08.2018 12:48

Der Stirndeckel muss m.E. also nicht ab. Das spart einiges an Arbeit. Der kleine Deckel auf deinem Foto ist übrigens nur dafür da, die Einspritzpumpe abmontieren zu können, ohne den Stirndeckel abnehmen zu müssen.

Für den Riemen- wechsel muss man m.E. hat nichts abbauen. Man kann ihn über die Lüfterflügel fummeln, zwischen Flügeln und Leitblech hindurch. Für die Arbeit an dem Wellendichtring vereinfacht es aber die Arbeit, wenn der Kühler weg ist. 

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Wirklich großartig Christian! Das sind genau die Infos und Bilder, die ich erhofft hatte. Und Kompliment: dein Restaurationsthread - egal ob Beschreibung oder praktische Umsetzung - ist beeindruckend.
Der Wechsel des Keilriemen funktioniert also ohne Abbau des Kühler und Lüfterflügel. Gut zu wissen. Ich glaube mich zu erinnern das schon einmal an anderer Stelle gelesen zu haben. Da ich aber eh die Kühlerschläuche und -flüssigkeit wechseln möchte, werd ich dennoch den Abbau angehen. 
Sehr motivierend hört sich deine Einschätzung an, dass der Ölverlust vermutlich nur am Wedi der Riemenscheibe liegen dürfte. Das kann gut sein. Zum Vorgehen des Wechsel des Wedi hätte ich bitte noch ein paar Detailfragen: Du schreibst zu dem nachfolgendem Bild: "Zur Demontage der Riemenscheibe tut der alte Keilriemen gute Dienste:"  
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Sorgt das Anlegen (2) des Keilriemen dafür, dass sich die Riemenscheibe nun nicht mehr dreht und deswegen die Schraube (1) sich leichter öffnen lässt? Und kann nach dem Entfernen der Schraube die Riemenscheibe problemlos abgezogen werden?
Kommen wir zum nächsten Bild. Das mit den Schrauben ist ein guter Tipp. 
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Dazu steht folgendes von dir: "Nach dem Durchbohren des Ringes die Schrauben vorne abstumpfen, sie fressen sich sonst in das sehr weiche Zahnrad dahinter und hinterlassen hässliche Spuren!"  Bohrst du somit zunächst zwei Löcher in den Ring vor, führst dann abgestumpfte Schrauben in die Löcher ein und hebelst dann den Wedi damit raus?
Damit sind wir beim letzten Bild:
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Da geht es um das Einpressen des neuen Wedi. Du schreibst: Das geht mit der Riemenscheibe unter zuhilfenahme einer geeigneten Unterlage, damit die Dichtlippe außen nicht beschädigt wird (z.B. dicker Draht...)
Offenbar lässt sich der Wedi nicht einfach mit der Hand einpressen... ich setz also den Wedi von außen an (soll der mit Öl vorher leicht benetzt werden?), press diesen mit der Riemenscheibe und einer geeigneten Unterlage, sprich einem Draht, rein? Hmh, die Anordnung mit dem Draht versteh ich nicht. Ich frag nur deswegen, weil ich beim Einpressen des Wedi am Traktormetergehäuse etwas falsch gemacht habe und das an dieser Stelle vermeiden möchte ;-)
Viele Grüße
Christian
 
Zum aufdrehen der Mutter auf der Riemenscheibe musst du in geeigneter Form gegen halten. Ein Ölfilterbandschlüssel könnte auch gehen.

Gang einlegen und Handbremse ziehen konnte auch gehen, wenn sie gut funktioniert.

Ich konnte die Riemenscheibe von Hand runter ziehen, kann aber auch sein, dass du einen Abzieher brauchst. ..

Ja, am einfachsten den Dichteing anbohren, und dann die stumpfen Schrauben rein. Aber nur wenig vorbohren, damit die Schrauben noch gut greifen. Mit gefühlvollem Einschrauben drückt sich dann der Ring nach vorne  raus...

Bzgl. Unterlage: Der neue Ring braucht etwas Kraft zum einsetzen, nicht viel. Etwas Öl rundum schadet dabei nicht.  Damit der gerade reingeht drückt man am besten mit der Riemenscheibe. Die würde aber direkt auf dir vorstehende Dichtfläche drücken, deshalb muss da etwas kreisrundes mit einigen Millimetern Dicke dazwischen.  Z.b ein Draht, der entsprechend zum Kreis gebogen ist. Gerade so groß, dass er auf der ebenen Fläche des Rings aufliegt ..

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
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