D
Drumbi
Gast
So wie angekündigt wollte ich hier mal einen Bericht über den Umbau meines Mf133 auf einen t3.152 Motor.
Zuerst mal meine Beweggründe warum ich den Umbau überhaupt gemacht habe. Der 133er ist bei uns im Erstbesitz mit mittlerweile 9200 Betriebsstunden. Da am Motor seit dem Kauf nichts gemacht wurde haben sich die typischen Problematiken mit dieser Laufleistung eingestellt, hoher Ölverbrauch, schlechtes Startverhalten. Ich habe schon länger mit der Überholung geliebäugelt aber dachte mir der geht ja noch. Vor vier Monaten fand ich dann beim Stöbern in Kleinanzeigen einen t3.152 aus einem Schaeff Radlader. Dieser war auch zu überholen aber es waren alle Anbauteile wie Pumpe, Turbo, Krümmer,... dabei.
Bei dem Motor war eine Buchse gezogen und zwei noch verbaut, wobei eine schon keinen Bund mehr hatte. Beim Ziehen der Buchsen ging ich unkonventionell nach einer Vorgehensweise eines Freundes vor. Ich schweißte vier feine Schweißnähte in jede Buchse mit sehr geringer Energie um keinen zu starken Einbrand zu erzeugen und siehe da, sie ließen sich relativ leicht mit einem passenden Einsatz herausklopfen. Die Sitze waren komplett unbeschädigt und sauber ohne Spuren des Schweißens.
Alles schön reinigen war selbstverständlich, danach fügte ich die neuen Buchsen mithilfe von Trockeneis und einer Einschlagvorrichtung aus Kunstoff (Pom). Es brauchte trotz Trockeneis schon gewisse Kraft, wobei eine Buchse kaputt ging und ich diese erst wieder ziehen und eine neue bestellen musste
. Der Grad zwischen ausreichend und zu stark klopfen ist wirklich nicht groß:-D.

Was uns schnell auffiel ist ein zu großer Buchsenüberstand. Nach langem hin und her entschloss ich mich dazu selbst eine Vorrichtung zu bauen. Ich drehte ein Stück Kunstoff auf den passenden Innendurchmesser, gerade so lang um nicht im Arbeitsbereich der Kolbenringe zu sein, da bei dieser Methode natürlich Kratzer entstehen. Auf den Kunstoff schraubte ich eine neue sehr feine Schleifscheibe und setzte mit dieser durch Drehung vorsichtig den Überstand auf das richtige Maß nach(gemessen mit einer Meßuhr).
Anschließend gab es neue Kolben mit Ringen, Pleuellager, Einspritzdüsen überprüft, neu eigestellt und anschließend den Kopf montiert.
Dann traten zwei große Hindernisse auf:
1. Die Zwischenplatte vom 3.144 hatte einen anderen Aufbau, da das Lagerschild von der Konstruktion kleiner ausgeführt war. Wurde mithilfe meiner Fräsmaschine mehr oder weniger professionell umgearbeitet, da es keine Funktionsfläche ist ohne exaktes Maß

2. Das weit größere Problem stellte die Ölwanne dar. Durch das größere Lagerschild passte sie nicht und die des Spendermotors war natürlich auch anders ausgeführt. Dieses Problem lies ich von einer Firma für Formenbau beseitigen welche mir die Wanne passend umfräste (Muster war ja durch die alte vom Spender vorhanden).
Auspuff ist Custom Made aber der Endtopf original und nicht leer geräumt=D, Ventildeckel musste auch bisschen geädert werden aber nichts wildes.
Danach folgte die Endmontage und nach dem Entlüften der erste Startversuch. Anfänglich längeres Orgeln, aber kam dann doch schneller als erwartet. Durch die Überholung eingedrungene Flüssigkeiten(Bremsenreiniger, Wd40) ließen ihn etwas qualmen aber das legte sich nach wenigen Sekunden.
Es fiel sofort das deutlich direktere Ansprechen und der kernige Sound auf. Nach gemütlichem Einfahren die ersten zwei drei Stunden habe ich ihn dann auch mal stärker belastet und sofort die fehlende Rauchentwicklung fest gestellt
(fehlend heißt nichts=D). Also Pumpe auf und bisschen justiert....siehe da er zog noch deutlich vehementer und gab leichte Rauchzeichen von sich
Was wurde sonst noch verändert: Reifen original 11.2 28 jetzt 340/85r28 (agrimax), Antrieb Mähwerk wurde entfernt, Kotflügel vorne weg und noch das Emblem im Grill ist neu.
Resümee:
Ein und Ausbau selbst war weitgehend unproblematisch jedoch die unerwarteten Probleme durch fehlendes Vorwissen haben schon aufgehalten! Der Motor passt optisch als auch von seinem Charakter sehr gut in den Mf. Durch höhere Drehzahl (2500 statt der 2150 vom 3.144) und den zwei Nummern größeren Reifen fährt er jetzt auch respektable 27 kmh bei Vollgas. Die Fahrkupplung hält sehr gut und zeigt keine Schwäche jedoch die Zapfwellen Kupplung gibt bei gemessenen 45 ps nach und lässt dann durch (9200 Stunden....denk ne neue könnte halten). Zeitaufwand waren drei Wochen jeweils am Wochenende und nach Feierabend (immer zu zweit)
Bedanken muss ich mich bei meinem besten Kumpel der quasi jede Minute des Projektes mit erlebt, gearbeitet und möglich gemacht hat!
Warum hab ich diesen Text geschrieben? Ich bin eigentlich der Typische Foren Nutzer und lese über Google nach wenn ich ein Problem habe, jedoch gab es zu dem Thema nichts zu lesen und vielleicht kann ich so auch mal jemandem unter die Arme greifen
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Simon






Zuerst mal meine Beweggründe warum ich den Umbau überhaupt gemacht habe. Der 133er ist bei uns im Erstbesitz mit mittlerweile 9200 Betriebsstunden. Da am Motor seit dem Kauf nichts gemacht wurde haben sich die typischen Problematiken mit dieser Laufleistung eingestellt, hoher Ölverbrauch, schlechtes Startverhalten. Ich habe schon länger mit der Überholung geliebäugelt aber dachte mir der geht ja noch. Vor vier Monaten fand ich dann beim Stöbern in Kleinanzeigen einen t3.152 aus einem Schaeff Radlader. Dieser war auch zu überholen aber es waren alle Anbauteile wie Pumpe, Turbo, Krümmer,... dabei.
Bei dem Motor war eine Buchse gezogen und zwei noch verbaut, wobei eine schon keinen Bund mehr hatte. Beim Ziehen der Buchsen ging ich unkonventionell nach einer Vorgehensweise eines Freundes vor. Ich schweißte vier feine Schweißnähte in jede Buchse mit sehr geringer Energie um keinen zu starken Einbrand zu erzeugen und siehe da, sie ließen sich relativ leicht mit einem passenden Einsatz herausklopfen. Die Sitze waren komplett unbeschädigt und sauber ohne Spuren des Schweißens.
Alles schön reinigen war selbstverständlich, danach fügte ich die neuen Buchsen mithilfe von Trockeneis und einer Einschlagvorrichtung aus Kunstoff (Pom). Es brauchte trotz Trockeneis schon gewisse Kraft, wobei eine Buchse kaputt ging und ich diese erst wieder ziehen und eine neue bestellen musste

Was uns schnell auffiel ist ein zu großer Buchsenüberstand. Nach langem hin und her entschloss ich mich dazu selbst eine Vorrichtung zu bauen. Ich drehte ein Stück Kunstoff auf den passenden Innendurchmesser, gerade so lang um nicht im Arbeitsbereich der Kolbenringe zu sein, da bei dieser Methode natürlich Kratzer entstehen. Auf den Kunstoff schraubte ich eine neue sehr feine Schleifscheibe und setzte mit dieser durch Drehung vorsichtig den Überstand auf das richtige Maß nach(gemessen mit einer Meßuhr).
Anschließend gab es neue Kolben mit Ringen, Pleuellager, Einspritzdüsen überprüft, neu eigestellt und anschließend den Kopf montiert.
Dann traten zwei große Hindernisse auf:
1. Die Zwischenplatte vom 3.144 hatte einen anderen Aufbau, da das Lagerschild von der Konstruktion kleiner ausgeführt war. Wurde mithilfe meiner Fräsmaschine mehr oder weniger professionell umgearbeitet, da es keine Funktionsfläche ist ohne exaktes Maß

2. Das weit größere Problem stellte die Ölwanne dar. Durch das größere Lagerschild passte sie nicht und die des Spendermotors war natürlich auch anders ausgeführt. Dieses Problem lies ich von einer Firma für Formenbau beseitigen welche mir die Wanne passend umfräste (Muster war ja durch die alte vom Spender vorhanden).
Auspuff ist Custom Made aber der Endtopf original und nicht leer geräumt=D, Ventildeckel musste auch bisschen geädert werden aber nichts wildes.
Danach folgte die Endmontage und nach dem Entlüften der erste Startversuch. Anfänglich längeres Orgeln, aber kam dann doch schneller als erwartet. Durch die Überholung eingedrungene Flüssigkeiten(Bremsenreiniger, Wd40) ließen ihn etwas qualmen aber das legte sich nach wenigen Sekunden.
Es fiel sofort das deutlich direktere Ansprechen und der kernige Sound auf. Nach gemütlichem Einfahren die ersten zwei drei Stunden habe ich ihn dann auch mal stärker belastet und sofort die fehlende Rauchentwicklung fest gestellt
Was wurde sonst noch verändert: Reifen original 11.2 28 jetzt 340/85r28 (agrimax), Antrieb Mähwerk wurde entfernt, Kotflügel vorne weg und noch das Emblem im Grill ist neu.
Resümee:
Ein und Ausbau selbst war weitgehend unproblematisch jedoch die unerwarteten Probleme durch fehlendes Vorwissen haben schon aufgehalten! Der Motor passt optisch als auch von seinem Charakter sehr gut in den Mf. Durch höhere Drehzahl (2500 statt der 2150 vom 3.144) und den zwei Nummern größeren Reifen fährt er jetzt auch respektable 27 kmh bei Vollgas. Die Fahrkupplung hält sehr gut und zeigt keine Schwäche jedoch die Zapfwellen Kupplung gibt bei gemessenen 45 ps nach und lässt dann durch (9200 Stunden....denk ne neue könnte halten). Zeitaufwand waren drei Wochen jeweils am Wochenende und nach Feierabend (immer zu zweit)
Bedanken muss ich mich bei meinem besten Kumpel der quasi jede Minute des Projektes mit erlebt, gearbeitet und möglich gemacht hat!
Warum hab ich diesen Text geschrieben? Ich bin eigentlich der Typische Foren Nutzer und lese über Google nach wenn ich ein Problem habe, jedoch gab es zu dem Thema nichts zu lesen und vielleicht kann ich so auch mal jemandem unter die Arme greifen
Simon









