MF 133 - verölte Bremsen

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patrolpoeler

Gast
Hallo MF 133 Gemeinde,

mein MF 133 tut seit 1970 zuverlässig seine Dienste, die letzten Jahre nur noch zur privaten Brennholzgewinnung.

Kaum ist der Bock 45 Jahre:-) (ca. 6600 Betriebsstunden) alt, macht er die ersten Probleme.:(

Beim TÜV wurde festgestellt, dass die Bremse links schlechter bremst als rechts.

Ein Test ergab, dass die "Lenkbremse" defekt ist.

Nach Abnahme der Bremstrommel zeigte sich der darin verbaute Inhalt stark verölt.:(

Ich gehe von einem undichten Simmerring aus und für mich stellen sich nun folgende Fragen:

1: Kann der Simmerring nach Abbau der gesamten Bremse und der Bremsankerplatte sowie der Bremsendeckplatte gewechselt werden?

oder

2: muß der Achstrichter abgebaut werden?

Ich hoffe, dass ein Leidensgenosse dieses Problem bereits gelöst hat und hoffe auf einige Tipps.

Grüße aus dem Tal der Kleinen Vils
 
Hallo,

das ganze ist nicht so einfach wenn es nur der Äußere Simmerin ist geht das Recht einfach ist es auch der innere Must du den Schrumpfring von der Steckachse sprenge um an den zweiten Ring zu kommen nicht ganz einfach!

hast du en Reperaturleitfadengruß Micha 
 
Hallo ?,

wie Micha schon schrieb, ist das mit dem Simmerung bei den direkten Achsen nicht so einfach.

Allerdings sind für den Ölverlust sehr häufig die Schrauben, die den Lagerflanschdeckeldeckel halten, verantwortlich.Die lösen sich gerne und

dann suppt das Öl auf die Bremse.

Also zuerst mal prüfen, ob die Flanschschrauben fest sind.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Micha,

hallo Matthes,

vielen Dank für eure Antworten.

Ein Reparaturhandbuch habe ich nicht, nur eine Ersatzteilliste mit den Explosionszeichnungen.

Daher meine Frage, ob der Achstrichter abgebaut werden muß.

Eine weitere Frage ist: reicht es, den äußeren Dichtring zu wechseln oder müssen immer beide Dichtringe ersetzt werden?

Vorweg aber werde ich mal die Flanschschrauben versuchen nachzuziehen.

Gruß

Heinz
 
Hallo Heinz,

die Steckachse kannst Du rausziehen, ohne den Achstrichter zu demontieren. Unbedingt darauf achten wieviele Ausgleichsplättchen dazwischen lagen. Oder hinterher neu einstellen. Wenn du schon zerlegst, würde ich beide ringe wechseln. Dazu muss der Schrumpfring wie bereits angemerkt zerstört werden und dann ein neuer drauf.

Vorher natürlich sehen, ob es wirklich von den Dichtungen kommt.

Gruß,

MHF
 
Danke MHF,

Zitat:"die Steckachse kannst Du rausziehen, ohne den Achstrichter zu demontieren".  Das wollte ich wissen.

Die Flanschschrauben sind fest, sodass es doch die Simmerringe (Radialdichtringe) sein müßten.

Werde mich morgen daran versuchen und vorweg noch mit der Werkstatt wegen der benötigten Teile Kontakt aufnehmen.

Vorerst vielen Dank an die Tippgeber.

Ob´s geklappt hat oder auch nicht, werde ich Euch wissen lassen.

mfG

Heinz
 
Hallo

wenn durch mir deine e Mail Adresse gibst kann ich dir die entsprechenden Seiten aus dem werkstatthamdbuch senden !

mfg.Micha 
 
Hallo MF 133 Gemeinde,

ich habe mir den Ausbau der Antriebswelle nun doch nicht wegen des zu ersetzenden Schrumpfringes zugetraut und den 133iger in die Werkstatt gebracht.

Trotzdem nochmals Dank an Micha für die Auszüge aus dem Handbuch.

Erneuert wurden beide Simmerringe, die Bremsbeläge auf beiden Seiten und das Getriebeöl, weil dieses sich beim Ablassen als braune zähflüssige Pampe entpuppte (letzter Wechselzeitpunkt unbekannt).

Gleichzeitig hab ich die inkontinente Einspritzpumpe abdichten lassen.

Ernüchterung trat bei mir bei der Präsentation der Rechnung ein, wobei die Ersatzteile incl. 26 l Öl und die Arbeitszeit mit insgesamt 1100.-- € zu Buche schlugen.:(

Der Arbeitsaufwand wurde mir ausführlich erklärt und auch die Ersatzteile waren nur geringfügig teurer als im Internet, mit Ausnahme des Schrumpfringes, dessen Preis ( knapp 30.-- €)  mit Originalersatzteil und Expresslieferkosten begründet wurde.

Weil ich aber nicht bereit bin, soviel Geld auszugeben, habe ich die EC-Karte verwendet, weil dann nämlich meine Bank bezahlt.
56.gif


Hauptsache, das Ding bremst wieder einwandfrei.

mfG

Heinz
 
Hilfe!

Mir gehts wie patrolpoeler vor einigen Jahren. Nur bin ich kein Profischrauber sondern nur MF-Nutzer...

Leider muss ich schon bei einigen Teilenamen kapitulieren. Wenn jemand so nett sein könnte und mir 1. eine Explosionszeichnung der Achse/Bremse vom MF 35 und 2. evtl eine Reperaturanleitung (Simmerringe!) an meine Mail-Adresse schicken würde... wer Lust und Zeit hat, würde mir einen großen Gefallen erweisen! Dann bin ich nämlich zumindest begrifflich in der Lage, mein Problem zu erklären...

gui135

Vielen Dank im voraus.
 
du sprichst vom 35er? Dann kannst du dir hier anschauen, wie das ungefähr aussieht, etwa ab Mitte der Seite. Zusammenbau auf der Folgeseite.

441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203004137.1131475982.1131475982.3..html

Wenn du Dropbox hast, schick mir ne PN mit deiner Mailadresse, dann kann ich dir ein paar Informationen zukommen lassen.

Hinweis: Die inneren Simmerringe (Ölseite) sind recht einfach zu wechseln. Bei den äußeren (verhindern, dass Fett aus dem Lager in die Bremse gelangt) wird es schwieriger, da i.d.R. das Lager getauscht werden muss, und Schrumpfringe neu gesetzt werden müssen. Da hier nur Fett und kein Öl zurückgehalten wird, sind die aber auch nicht so kritisch...
 
Meiner Meinung nach gehen hier viele Meinungen auseinander.

Fakt ist,die Achsen stoßen minimal mit ca 0,2 mm spiel aneinander dieses Spiel wird wahlweise rechts oder links mit den Einstellscheiben eingestellt. Je exakter die Achsen zueinanderkommen, um so weniger achsiales Spiel ist vorhanden und die beiden inneren Siringe, die im rechten u. linken  Achskörper montiert sind dichten das von innen kommende Öl immer besser ab. die Siringe in den äußeren Deckeln können das Öl welches der innere Ring durchläßt in keinster Weise zurückhalten. Diese Siringe verhindern nur , daß das Fett das im Kegellager mit eingebaut ist etwas zurückgehalten wird un daß auch kein Staub von außen ins Lager kommt. zu 99,9 % muß das Kegellager und der Siring außen nicht erneuert werden. Dadurch muß auch kein Schrumpfring entfernt werden. Das machen nur solche Schrauber, die sich noch keine richtigen Gedanken über den Aufbau dieser Achsabdichtung gemacht haben. Schrumpfring und neues Lager ist nur ein Kostenfaktor und hilft nur ddem Ersatzteile Lieferannt, Grob gesagt, wenn die Dichtlippe am inneren Siring noch einiger maßen ok ist müßte noch nicht mal dieser erneuert werden.Wenn kein Spezial Einstellwerkzeugzur Hand ist, Schlepper auf den Boden stellen und den Reifen hin und her bewegen und dadurch das Spiel feststellen, eine, max 2 Scheiben herausnehmen, Schlepper beidseitig aufbocken eine Seite das Rad anhalten und an der anderen Seite muß sich das Rad gerade noch leicht drehen lassen. Das Öl dringt nicht nur durch den äußeren Siring auch die Einstellscheiben sind  nicht gegeneinander abgedichtet.Die inneren Siringe sind aber auch kein Kapital.
 
Herzlichen Dank

für eure kompetenten Antworten... die Sache wird mir aber zu heiß. Alleine trau ich mich nicht ran, das Ding muss ja im Herbst wieder einsatzfähig sein (Holz machen). Außerdem besteht die Gefahr, dass ich, wenn ich nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip arbeite, zu viel kaputt mache... aber ihr habt mir bisher sehr geholfen, weil ich die Angelegenheit besser beschreiben und verstehen kann. Jetzt müssen Freunde von mir mit ran!

Beim Auseinanderbau ist mir aufgefallen, dass jemand die Vertiefung, in der die Flanschschrauben von außen sitzen, mit einer schwarzen Paste abgedichtet hat. Vielleicht wollte der verhindern, dass da Öl raustropft... Nach Bremsenreinigung ist alles trocken, vermutlich leckt das Ganze erst unter Belastung.

gui35
 
... das Öl kommt da erst hin, wenn sich das Differential dreht und Öl nach oben befördert wird... deshalb ist das im Stand trocken.

Diese "Abdichtung" von außen wäre aber extrem stümperhaft...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
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