MF 135 Oberlenker Regelung einstellen ??

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FranzFerginand

Gast
Hallo zusammen,

ich habe bei meinem MF 135 ein Problem, dass sich die Heckhydraulik bei Belastung sehr schwer tut. Ich schätze mal grob eine leere Kippmulde (ca. 300 kg) geht noch, aber mit Holz beladen (nochmal ca. 300 kg) hebt sie vom Boden weg nicht mehr. Wenn man händisch mithebt schafft man es dass sie ruckartig weiter hochfährt.
Damit nicht genug: Ich hab ein Zusatzsteuergerät von Till drauf und wenn ich damit die Kipphydraulik aktiviere passiert bei gesperrter Heckhydraulik gar nichts und wenn die Heckhydraulik offen ist, dann sinkt sie ab wenn ich den externen Zylinder ansteuere. Der dann allerdings auch hebt.
So, jetzt hab ich dazu ja schon einiges gelesen von verlegtem Filter bis kaputter Pumpe, aber auch von der Möglichkeit der Regelung am Oberlenker. Allerdings hab ich nichts gefunden wie man diese Regelung einstellen kann. Kann mir dabei bitte jemand
helfen? Ideal wären natürlich die entsprechenden Seiten aus dem Reparaturleitfaden per Email in pdf Format.

Vielen Dank schon mal im Voraus,
Franz
 
Hallo Franz,

wenn die Unterlenker bei umgeschalteten Ventilblock recht schnell absinken, dann würde ich mal tippen, dass dein Hubzylinder im Getriebegehäuse undicht ist.
Wenn du den Ventilblock auf den Kipperanschluss stellst und ein Manometer dran hängst, kannst Du den Hydraulikdruck messen und schon mal eingrenzen, ob das von der Pumpe kommt.
Wenn du die Hebel auf "transport" stellst, dann ist die Oberlenker Steuerung aus Kraft gesetzt. Hebt er dann immernoch nicht, liegt es nicht an der Regelung.

Gruß,
MHF
 
Hallo MHF,

Danke erstmal für deinen Hinweis. Das mit der Transportstellung werde ich noch ausprobieren, obwohl ich es nicht mag wenn die Hydraulik bis zum Anschlag hochfährt. Da steht die Kippmulde sehr steil und einen Meter vom Boden weg.
Ich hatte auch vergessen zu erwähnen, dass die Unterlenker nur dann absinken wenn ich den Hebel für den Kippzylinder nur wenig drücke (nicht den vollen Weg). Dass dann die Unterlenker absinken ist glaube ich normal weil dann der Druck im gesamten Kreis absinkt (wegen nicht ganz offener/geschlossener Bohrungen). Wenn ich den Hebel bis zum Anschlag drücke, sinken sie auch nicht ab. Aber dann passiert auch beim Kippzylinder nix. Meine Theorie ist, dass der Gesamtdruck im System zu gering ist für Hubzylinder und externem Kippzylinder gleichzeitig. Ich denke ich werde mir sowieso jemand mit einem Manometer kommen lassen. Ein Pumpenschaden wäre natürlich das Horrorszenario deshalb hätte ich erst gerne die "günstigeren" Sachen ausgeschlossen.

LG
Franz
 
Hallo,
du schreibst ja, das sich bei betätigtem Umschaltventil die Unterlenker nicht bewegen, was auch so stimmt. Aber mich macht stutzig, das du schreibst das die Unterlenker runtergehen, wenn du das Umschaltventil nicht betätigt hast und den Kipperanschluss betätigst. Normalerweise müsste sich ja gar nichts tun ??? So wie ich das Steuerventil kenne kann man entweder die Heckhydraulik, oder die externen Anschlüsse bedienen, nicht beide Zusammen, ausser man bastelt sich etwas eigenes Zusammen. Da gibts ja viele Varianten.
Ich würde jetzt aber spontan auf ein anderes Problem tippen. bedienst du die Hydraulik auch richtig ? Also innerer Hebel auf " äussere Hydraulik"( bei der Transportstellung) stellen und den Äußeren ganz nach hinten. Denn nur so bringt die Pumpe den vollen Druck ( äußerer Hebel hinten) und fördert ständig ( innerer Hebel auf äussre Hydraulik). Wenn du die Hebel so einstellst, ist ein absinken der Heckhydraulik (bei geschlossenem Umschaltventil) unmöglich, außer bei Undichtigkeiten am Kolben.

Der Druck wie du vermutest ist kein Problem, der bleibt immer gleich, egal wie viel du gleichzeitig bedienst. Es leidet nur die Förderleistung darunter.

Frage: Wie steht der Reaktionshebel der Hydraulik? der sollte auf schnell stehen.

Aber genrell würde ich wegen dem eigentlichen Hubkraftmangel einfach den Druck messen.

Gruß Stofel
 
Hallo Stofel,

vielen Dank auch für deine Antwort. Aber nochmal falls ich mich nicht ganz richtig ausgedrückt habe: Bedienfehler schliesse ich im Moment aus, da ich (wie du schreibst) den äusseren Hebel ganz hinten habe und mit dem inneren hebe und senke. Der Reaktionshebel steht auf schnell.
Das mit dem Till Ventil ist aber laut Schaltplan so dass man NUR die Heckhydraulik sperrt wenn man den Hebel umlegt. Der Äussere Zylinder funktioniert trotzdem noch. Das heisst wenn ich die Heckhydraulik nicht sperre dann müssen beide funktionieren und das tun sie auch. Also hier nochmal "schematisch":
- äusserer Schiebehebel: ganz hinten.
- innerer Schiebehebel: heben-senken
- Reaktionshebel: schnell
- Till Ventilhebel auf "Heckhydraulik offen"
- Wenn Till Betätigungshebel auf Vollanschlag: Kein Kippen - Hubwerk sinkt nicht ab (man merkt aber dass der Kippzylinder Druck bekommt - vermutlich zu wenig)
- Wenn Till Betätigungshebel wenig betätigt: Hubwerk sinkt ab - Kipper geht hoch. Kleines Detail am Rande: Wenn man den Till Betätigungshebel wieder loslässt geht das Hubwerk wieder hoch in die Ausgangsstellung.
Ich hatte auch schon mit einem MF Mechaniker gesprochen, der eben den Hinweis auf die Oberlenkerregelung gegeben. Hat den niemand hier damit schon was zu tun gehabt?

LG
Franz
 
Ach ja nochwas, sorry:
Das mit der "Transportstellung" bzw. "Äussere Hydraulik" (am inneren Hebel) will ich nicht ganz glauben, denn in beiden Fällen steht das Hubwerk ganz oben und ich muss doch auch in jeder beliebigen Zwischenstellung kippen können.

LG
Franz

P.S. Falls es hilft könnte ich mal eine Bilddokumentation einstellen.
 
Wenn du das Umschaltventil Umschaltest und die Heckhydraulik sperrst, kannst du mit den beiden Hebeln machen was du willst, da darf sich hinten nichts regen. Das Umschalten dient ja dazu den Ölstrom von der Heckhydraulik auf aussenliegende Verbraucher umzustellen. Man soll sogar umstellen, da ansonsten zuerst die Heckhydraulik ganz nach oben geht und dann erst der externe Zylinder.

Ach ja nochwas, sorry: Das mit der "Transportstellung" bzw. "Äussere Hydraulik" (am inneren Hebel) will ich nicht ganz glauben, denn in beiden Fällen steht das Hubwerk ganz oben und ich muss doch auch in jeder beliebigen Zwischenstellung kippen können.

Das Hubwerk geht nicht rauf, wenn du schon umschaltest, wenn die Unterlenker unten sind.
Und wenn der Hebel nicht auf Transportstellung/ Äußere Hydraulik steht, dürfte sich am Externen Zylinder nichts machen, da nur auf der Stellung die Pumpe von Lageregelung auf Konstantstrom umstellt.

--> Ich würde die Oberlenkerregelung ausschließen, da wenn du auf Äußere Hydraulik schaltest die Regelhydraulik eigentlich gar nicht arbeitet. Mich macht trotzdem stutzig, das die Unterlenker bei dir anbsinken, wenn du nicht umschaltest.

Aber mit den Informationen kann ich nur eine Fehlbedienung erkennen, denn laut BA muss man die Hydraulik so bedienen, wie ichs beschrieben habe.
Am besten stellst du mal Bilder ein, vielleicht kann man da etwas verdächtiges erkennen :-) .

Schau mal hier rein:
http://441029.forumromanum.com/member/forum/entry_ubb.user_441029.1203003944.1109312216.1109312216.1.druck_fuer_steuerventil-deutsche_ferguson_und.html
da ist ein ausszug einer BA vom 135, vielleicht bringts ja was.

Gruß Stofel
 
Hallo Stofel,

gut ich werde sehen ob ich heute mal ein paar Bilder reinstellen kann, um meine Konfiguration und deren Bedienung besser zu veranschaulichen.
Nur soviel zur Sicherheit: Wenn ich mit dem Till Sperrventil die Heckhydraulik sperre dann passiert auch hinten nichts. Soweit ist es auch in Ordnung.
Aber wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe, müsste die Bedienung zum heben und kippen der Heckmulde wie folgt ablaufen:
- äusserer Schiebehebel bleibt immer ganz oben
- Till Sperrventil ist offen
- Hubwerk mit innerem Schiebehebel anheben (sagen wir bis Mittenstellung)
- Hubwerk mit Till Sperrventil sperren
- Innerer Schiebehebel auf "äussere Hydraulik" stellen
- Till Kipphebel drücken/ziehen zum kippen/zurückkippen der Mulde
- innerer Schiebehebel zurück auf Mittenstellung
- Till Sperrventil wieder aufmachen.

Also sollte das tatsächlich die richtige Vorgehensweise sein (werde ich heute mal probieren) dann wäre das erstens reichlich kompliziert und schliesst von vornherein das gleichzeitige Heben und Kippen aus, was nicht grade ein Vorteil wäre.
 
@ Stofel
Gerade habe ich deinen Link mit dem Auszug aus der BA angeschaut und gesehen, dass sehr wohl heben und kippen gleichzeitig möglich ist. Allerdings wirds dann noch komplizierter, denn dann wird der innere Schiebehebel auf "äussere Hydraulik" gestellt und die Höhe mit dem äusseren Hebel reguliert.

Gruß,
Franz
 
So wie du es beschreibst, müsste es laut Lehrbuch funktionieren. Aber es kommt auf den Typ deines Steuerventils an.
Aber ich glaube ich habe so langsam heraus, wie das Phänomen mit der Kippmulde zustande kommt.
Da du ja das Umschaltventil nicht geschlossen hast, also Heckhydraulik und der Externe Anschluss gekoppelt sind, sucht sich das Öl den Weg des geringsten Wiederstandes. Das heißt die Kippmulde senkt sich ab und gleichzeitig kippt sie.
Du musst dir halt im Klaren sein, das die Heckhydraulik und der Kipperanschluss gekoppelt sind, deshalb gibt es das Umschaltventil, mit dem man die Kreisläufe trennen kann. Im Klartext heisst das, dasentweder die Heckhydraulik, oder den Kipperanschluss angesteuert werden kann . Wenn du beides Gleichzeitig ansteuern willst, musst du mit dem Phänomen leben !!!

Dein Hubkraftproblem ist dagegen eine andere Sache , mit verschiedensten Ursachen und Lösungen:
Als erstens würde ich den Druck in ner Werkstatt messen lassen. Wenns an dem nicht fehlt wirds schwieriger.
Als kleiner Tipp, um mehr Hubleistung herauszukitzeln wäre die Hubstreben am anderen Loch der Unterlenker zu befestigen. Weil das Loch weiter aussen liegt, wird der Hebel größer, aber man kann die Heckhydraulik nicht mehr ganz soweit hinablassen ( muss man halt die Hubstreben länger drehen).

Gruß Stofel
 
Hallo,

Dein Problem ist ganz normal...
Wenn du beides steuerst (Kraftheber und ext. Anschluss) dann passiert folgendes:
Der Druck verteilt sich im System und probiert sich auszugleichen. Dadurch gehen die Unterlenker hoch oder runter und der zusatzzylinder ebenso.
Beispiel:
Unterlenker stehen auf "voll hoch" geregelt. Der zweite Zylinder ist ebenfalls mit dazu geschaltet. Da kein Gewicht an den Unterlenkern ist, gehen die erst bis zum Anschlag und dann geht der belastetet Kipper hoch.
Anderes Bsp:
Last an den Unterlenkern und einen wenig belasteten Zylinder extern angeklemmt...
Dann geht erst der Druck in den ext. Zylinder, die Unterlenker gehen wieder runter und wenn der ext. Zylinder am Anschlag ist gehen die Unterlenker wieder hoch, bzw. wenn der ext. zylinder gesperrt wird gehen die Unterlenker wieder hoch.
Es hängt eigentlich nur an dem verbauten Ventilblock und der Regelung die versucht das auszugleichen.
In der Bedienungsanleitung wird daher ja geraten bei zusatzzylindern die Kraftheber zu arretieren. Dafür gab es extra Streben.

Übrigens geht der ext. Zylinder auch nicht, wenn die Kraftheber ganz oben oder ganz unten sind, weil die Regelung Drucklos schaltet...

Gruß,
MHF
 
@ Stofel und MHF

Danke erstmal für euren Input. Ich denke ich hab das System mit dem Zusatzsteuergerät jetzt auch einigermassen verstanden. Unter diesem Link findet ihr noch wie versprochen das Bild.
http://at.fotoalbum.eu/HeikeFranz/a760014/00000001

Und hier noch zwei Youtube Videos damit ihr sehen könnt, dass das System meiner Meinung nach einfach zu wenig Hubleistung hat.
Eine Sequenz zeigt NUR das heben der Unterlenker (ohne externen Kippzylinder) und die zweite zeigt nur das Kippen der Heckmulde bei gesperrter Heckhydraulik.

http://www.youtube.com/watch?v=W3gfsrnkPxo
http://www.youtube.com/watch?v=KadMZuGDeV8

Bitte sagt mir wenigstens, dass das selbst bei diesem Schotter gewicht nicht normal ist.
Was nicht so gut zu sehen ist, ist dass die Mulde beim Heben pulsiert (also ruckartig hochgeht).
Wenn ich die Menge Schotter die auf dem Video drauf ist auskippe, dann Fährt die Mulde "normal" hoch.

Jedenfalls lass ich jetzt mal jemand kommen, der mir den Druck misst.

Gruß,
Franz
 
Also der Hebt wirklich viel zu wenig !!! Aber generell kommt das Klopfen von der Pumpe, bei wenig Gas ist der Ölstrom generell ruckelig --> Kolbenpumpe ( bei ein wenig Gas sollte das ruckeln weggehen). Aber deine Hydraulik macht mir den Eindruck, dass das Steigrohr oder was anderes undicht ist und so der Druck verschwindet. Denn beim ersten Video sieht ja noch alles OK aus, aber beim zweiten sieht man das der Druck fehlt. Aber ohne Messung ist das nur eine Vage vermutung.
 
Hi Stofel,

Danke nochmal - ich bin ja schon froh, dass das beim MF 135 nicht normal ist, dass der so langsam hebt. Noch eine Beobachtung die ich gestern beim Probieren gemacht habe ist, dass die Unterlenker unbeladen die Höhe halten, aber im beladenen Zustand absinken. Ich denke du wirst mit der Vermutung einer Undichtigkeit Recht haben. Ich lasse mit jetzt einen Mechaniker kommen und hoffe dass die ganze Sache nicht allzu teuer wird.
Ich werde jedenfalls wieder über den Ausgang berichten.

Gibt es eigentlich irgenwo so etwas wie ein Funktionsschema der Steigrohrhydraulik?

Gruß
Franz
 
Hallo Franz,

schick mir doch mal deine E-mail-Adresse, dann sende ich Dir was zum nachlesen...

Sieht auf jeden Fall erstmal so aus, wie Stofel schon schrieb, als wäre was undicht.

Gruß,
Matthias
 
Also gut, nachdem jetzt nach der einstimmigen Expertenmeinung alles eher auf eine Undichtigkeit im System hindeutet als auf die Oberlenkerregelung frage ich mich was das nun bedeutet: Ich vermute mal
- Sitz runter
- Hubstreben aushängen
- Öl ablassen (?)
- Hydraulikabdeckung abbauen (Anhebevorrichtung?)
- Lecksuchen (wie?)
- Leck beheben
- Zusammenbauen

Schätzungsweise ein Tag Arbeit für einen geübten Schrauber.
Ich bin zwar selbst nicht ganz ungeschickt, aber Hydraulik ist doch Neuland für mich und daher würde ich aus Angst noch mehr kaputt zu machen lieber in den Besuch in der Werkstatt investieren.

Gruß,
Franz
 
Hallo,
nicht gleich alles auseinander reißen.
Mess doch erstmal den Druck bei verschiedenen Einstellungen.
Dann würde ich den Fehler weiter Einschränken und erst danach anfangen zu Zerlegen.
Wenn garnicht hol Dir Hilfe von einem Fachkundigen. Da kannst Du bestimmt ne Menge Arbeit sparen.
Gruß,
MHF
 
@Mathias, hast du meine Emailadresse bekommen? Ich hatte sie per PN geschickt.

Also hier ein kurzes Update: Ich komme gerade von der Ferguson Werkstatt und der Mechaniker dort meint: So langsam wie der hebt und so schnell wie der unter Last absinkt muss er an mehreren Stellen undicht sein. Da kann man sich das Druckmessen schon sparen. Lt. Werkstatt ist das Zerlegen der Hydraulik und das Instandsetzen ca. 1 Tag Arbeit und kostet mit Material bis zu zwischen 800 und 1000 €.
Leider kenne ich keinen MF Fachkundigen, der mir da helfen könnte und so habe ich wohl keine Wahl als mein Urlaubsgeld "um zu widmen".
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Hallo Franz,

wo kommst Du denn her?
Vielleicht findet sich ja jemand aus dem Forum, der einen Blick drauf werfen kann,

gruß,
MHF
 
Hallo nochmal zusammen,

Vorab @ Matthias: Ich wohne in der Weststeiermark. Aber das nur noch zur Information, denn mein Problem ist bereits gelöst. Aber die Geschichte dazu ist unglaublich!

Nur soviel vorweg: Ich war mit meiner Oberlenker Theorie nicht so weit daneben.
Also passt auf: Ich hatte mit der Werkstatt bereits ausgemacht, dass sie ihn aufmachen und halt die notwendigen Reparaturen machen sollen. Das war für letzten Mittwoch eingeplant und ich wollte da unbedingt dabei sein. Aus einem Geistesblitz heraus hatte ich dann aber am Dienstag Abend nochmal den Händler angerufen wo ich ihn gekauft hatte, mit der Frage ob ihm dazu noch etwas einfiele. Er hat gemeint, nein auf die Schnelle nicht, aber er würde ihn holen kommen und anschauen. Gesagt getan, Reparatur in der Werkstatt im letzten Moment abgesagt und den Traktor abholen lassen. Der Händler hat das Phänomen in seiner Werkstatt zwar auch festgestellt, wusste aber keinen Rat. Nur war der so clever dass er erst mal den Druck gemessen hatte und das Manometer zeigte fast 200 bar !!
Nun kannte der einen pensionierten MF Mechaniker, der seit 50 Jahren auf diesen Maschinen arbeitet und der hat auf den ersten Blick gesehen, dass der Anschlag vom äusseren Hebel (das Rändelrad) nicht ganz hinten war.
So und die Auflösung: Wenn der Anschlag nicht ganz hinten ist, dann ist die Oberlenker Regelung aktiv und versucht immer die Höhe je nach Zuladung zu korrigieren. Wenn der Hebel ganz hinten ist, dann ist die Oberlenker Regelung deaktiviert und das Heben funktioniert einwandfrei.
Übrigens das Absinken bei abgestelltem Motor ist bei den Kolbenpumpen ganz normal, sagt der Veteran.

Das zweite Problem war ja das kippen des äusseren Zylinders. Das hatte ich aber vorher schon rausgefunden, dass nämlich erstmal mit dem Till Ventil die Heckhydraulik auf der gewünschten Höhe gesperrt werden muss, damit
wird der Druck gleichzeitig auf den äusseren Zylinder geleitet und dann mit dem inneren Hebel auf "äussere Hydraulik" gestellt wird, damit eine konstante Förderleistung der Pumpe gewährleistet ist. Und siehe da: Kaum wird das Ding richtig bedient funktioniert alles perfekt.
Wenn ich das Ding in der "MF Fachwerkstatt" hätte reparieren lassen wäre ich jetzt bestimmt ne Menge Geld los, und ich hätte vermutlich nicht mal erfahren, dass es gar nicht notwendig war :-)

Nun trotzdem vielen Dank an alle die ihre Tipps dazu abgegeben haben. Ich habe als Traktorneuling nun schon einiges über Hydraulik und speziell die nicht ganz simple MF Hydraulik gelernt.

Gruß,
Franz
 
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