MF 25 springt auf einmal nicht mehr an. Wie gehe ich vor?

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Tara2004

Gast
Hallo. Ich, Christian 44, war bis jetzt nur stiller Mitleser und habe mir schon viele Informationen hier holen können.  Nun habe ich auch ein Problem und hoffe auf Hilfe.  Ich bin Anfänger was das Schrauben angeht und viel Ahnung vom MF hab ich auch nicht. Er lief ja bis jetzt ohne Probleme. 

Von heute auf Morgen springt der MF25 nicht mehr an. Der Anlasser dreht normal, naja, jetzt ist die Batterie alle. Die Batterie ist aber neu, ca. 3 Monate alt.

Was mir aufgefallen ist ist das die Kontrolllampe beim vorglühen nicht mehr geht. Die Glühkerze habe ich heute mal rausgenommen, Kabel wieder dran und Batterie angeschlossen.  Da funkte es weil ich wohl am Rahmen lag. Strom scheint also anzukommen.  Nur zum Glühen habe ich die Spirale nicht bekommen. 

Wie kann ich weiter nach dem Fehler suchen? Schritt für Schritt,  wo fange ich an? Danke.
 
hallo Christian,

willkommen hier im Forum :-)

Bei diesen Temperaturen wäre die Flammkerze eigentlich überflüssig. Der Perkins, der jetzt nicht anspringt wäre durchaus ein Kandidat, für eine umfängliche Motorrevision.

Als erstes würde ich jetzt  mal mit Akribie das gesamte Kraftstoffsystem entlüften.

Nutze doch mal die Suchfunktion mit den Filtern ...    A4.107 ...  entlüften ... , zu diesem Thema haben wir schon ganze Bücher getippselt.

Welche Literatur zum MF hast du verfügbar ?

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Ein fröhliches "Hallo" in die Runde.

Eigentlich hast du Ulli, schon alles gesagt. Aber bei "Von heute auf Morgen...." würde ich noch einen Schritt früher anfangen.

Ist der Abstellzug eingeschoben? Ist die Mechanik des Selbigen zum Abstellhebel an der Einspritzpumpe okay? Nicht das diese auf Nullförderung steht?

Was sagt der Auspuff beim Starten? "Räuchert" es dort?

Beste Grüße

+Matthes+
 
Hallo.

Danke für Eure Antworten.

Literatur zum lesen habe ich nicht, nur das Forum und allgemein das www. Das hat bis jetzt ja auch gereicht.

Aus dem Auspuff qualmt es wenn ich starten möchte. Der Abstellzug ist ganz eingeschoben. Letzte Woche war er noch im Einsatz, relativ normal angesprungen. Die Zeit zum vorglühen wurde im letzten halben Jahr immer länger, im Winter dachte ich es liegt an der kälte. Aber nun geht nichts mehr. Wie gesagt geht die Kontralllampe zum Vorglühen auch nicht mehr, habe Kabel im Verdacht oder den Schalter zu glühen und starten.
 
hallo Matthes,

lieben Dank für deine Hinweise ... die Gestänge für Gas und das Abstelldingens sind an ihren Gelenken mit  solchen Klemmfedern ausgeführt. Die gehen leicht ab. Schön, dich mal wieder zu lesen :-)

hi Christian,

stell dich doch mal auf der linken Schlepperseite vor den Motor ... bewege den Abstellknopf und schau, ob sich da an der Einspritzpumpe der Impuls überträgt. Hintergedanke ... sollte das Gestänge irgendwo schwächeln  wäre es so, dass  vorne dein Knopf zwar eingeschoben ist, der Hebel an der Einspritzpumpe dennoch auf Nullförderung steht.

Leider können wir schlecht einschätzen, welche Kenntnisse und Fertigkeiten wir bei  dir voraussetzen dürfen. Deshalb sind unsere Erklärungen auch immer mal wieder etwas umständlich bzw. langatmig.

Also nochmal langsam zum mitschreiben ... bei diesen Außentemperaturen benötigst  du die  Starthilfe NICHT. Der muss bei diesen Temperaturen ohne Probleme so anspringen. Wenn er das nicht macht ...

erste Maßnahme : System  komplett entlüften ... durchaus auch zwei- oder dreimal das ganze Prozedere ausführen.

wenn das nicht zum Erfolg führt  ... ruhig mal an allen 4 Zylindern die Kompression messen.

Die Kontrolllampe und deine Glüh-"kerze" kannst du derzeit guten Gewissens vergessen.

Wichtig ist, dass der Anlasser ordentlich dreht und im Kraftstoffsystem keine Lufteinschlüsse sind.

Dann sollte er laufen.

Überprüf das mal alles und poste uns hier die Ergebnisse deiner Maßnahmen und Betrachtungen.

Dir wünsche ich jetzt mal ... viel Erfolg :-)

von den frischen Höhen des
Westerwaldes

freundliche Grüße

Ulli ;-)

MF 130 Bj. 67
MF 274 S A Bj. 82
 
Okay danke. Das versuch ich heute nach der Arbeit wenn ich es schaffe.

Mit dem entlüften ist so eine Sache, da muss ich mich erstmal belesen. Ich werde berichten.
 
Okay danke. Das versuch ich heute nach der Arbeit wenn ich es schaffe.

Mit dem entlüften ist so eine Sache, da muss ich mich erstmal belesen. Ich werde berichten.
 
Hallo. Nachdem ich die Glühkerze getauscht habe läuft der kleine wieder wie immer. Hab jetzt drei Tage damit gearbeitet und er springt immer ohne Probleme an. Vielleicht lag es wirklich nur daran.
 
Musst du bei den aktuellen Temperaturen vorglühen?

Wenn er mit Vorglühen gut anspringt,  ohne vorglühen aber bei 20°C nicht,  deutet das auf erhebliche Kompressionsprobleme hin. Dann wird es spätestens im Winter schwierig, ihn zu starten...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Ja ich muss auch beim aktuellen Wetter vorglühen. Im Moment bin ich an der Elektrik, nach der Kompression muss ich schauen lassen denn davon habe ich keinen Plan.
 
Eigentlich kann man den Kompressionstest auch gleich überspringen und direkt einen Druckverlusttest machen. Dann weißt du auch gleich, wo die Baustellen liegen...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Haloo Tara2004,

beim 130 -er sollten diese Dinge unbedingt in Schuss ssein:

Flammkerze + Diesel dafür ,Kraftstoffsystem sauber entlüftet ,  eine klasse anleitung ist unter er Sucfunktion 130 entlüften hinterlegt . Autor ist MF Kaefer .

Dann sollte der kleine prima rennen 😊

MF 130 , Baujahr 67
 
Hallo. ich melde mich hier nach langer zeit einmal wieder.

Ich habe mittlerweile die Elektik soweit erneuert. Das eigentliche Problem besteht aber weiterhin und da bin ich jetzt dran.

Der Traktor springt nur mit Hife ( Startpilot oder ähniches) oder durch anziehen an. Die Flammkerze wird heiß, die hatte ich erneuert. Ich habe die Leitungen gereinigt, die sind frei und ich habe mehrmals entlüftet. Aber der kleine möchte einfach nicht von alleine starten. Beim Startversuch qualmt er weiß aus dem Auspuff und der Anlasser dreht schön schnell durch.

Ich habe das Gefühl das an der Flammkerze aus der Diesellleitung nichts rauskommt. Da sollte doch beim glühen oder starten Diesel ankommen. Die Leitung ist aber auch frei. Auch sind die ganzen Rücklaufleitungen frei, da sollte doch aber Diesel drin sein oder?

Folgendes habe ich gemacht.

Flammkerze neu

Batterie neu

Luftfilter neu

entlüftet ( mehrmals) es kommt Diesel an der ESP und an den Zylindern an ( Muttern der Leitung 1 und 3 gelöst)

Kompression noch nicht geprüft

Habt Ihr noch Vorschläge für mich?
 
wenn vorne an der Flammkerze kein Diesel ankommt, kann die Kerze nicht arbeiten. Dann wird die zwar heiß, aber das hilft nicht viel, solange dort keine Flamme brennt.

Dass der Motor bei 0°C ohne Flammkerze nicht so gerne anspringt ist bei dem Vorkammermotor und nicht mehr neuwertiger Kompression nicht unüblich. Vor dem Aufwand der Kompresssionsmessung würde ich erst einmal sicherstellen, dass die Flammkerze Diesel bekommt. Im Zweifelsfall von Hand den Zwischenbehälter mit Diesel füllen. Den müsste der 25er ja eigentlich ähnlich wie der 35er auch haben.Zum Entlüften der Leitung zur Flammkerze dann einfach den Anschluss an der Kerze lösen und warten bis hier Kraftstoff austritt.

Dann muss es beim Vorglühen nach 10 bis 15sek ein "plop" geben. Um sicherzustellen, dass die Flamme brennt, den Ansaugkanal abziehen und reinschauen.

Wenn die Kerze ordentlich funktioniert, und er trotzdem nicht anspringt, dann kommt als nächstes der Kompressionstest. Wobei im gleichen Atemzug auch ein Druckverlusttest erfolgen sollte, und die mögliche(n) Ursache(n) näher eingrenzen zu können.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
OK danke schonmal.

Mit Zwischenbehälter meinst du den kleinen Behälter am Tank? Wenn ich da mit einer Spritze Diesel einfülle läuft er bis zur Flammkerze durch, aber dann ist der Behälter gleich wieder leer und wird nicht wieder gefüllt. Die Kerze arbeitet, aber ein plop höre ich nicht bzw gibt es nicht.
 
ja, genau den. Springt er denn an, wenn der Behälter gefüllt ist? Die Füllung müsste eigentlich für mehrere Startvorgänge reichen, auch wenn nichts nachgefördert wird. Der Kraftstoff darf auch nur zur Flammkerze laufen, und nicht sonstwo hin. Wenn an der Flammkerze Diesel ansteht, gibt es einen leisen plop nach ca. 10sek glühen, dann zündet der Diesel. Wenns ruhig ist rundum hört man das, ansonsten muss man es optisch kontrollieren. Ich hatte auch schonmal eine neue Kerze, die hat zwar schön geglüht, aber keinen Diesel durchgelassen, sie war also von Anfang an defekt.

Wenn der Behälter nicht gefüllt wird, gibt es noch ein Problem im Bereich der Diesel-Rückleitung (Leckölleitung von den Einspritzdüsen). Bei laufendem Motor wird mehr oder weniger permanent Kraftstoff, der zu viel an den Düsen ankommen, über die Leckölleitung zum Tank zurückgefördert. Dazwischen hängt der Zwischentank, und erst wenn der voll ist, fließt es weiter zum Tank.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Ok. Danke Christian, da schaue ich morgen gleich mal ob ich da irgendwie weiter komme. Kann ich denn, wenn ich den Motor zum laufen bekomme, die Leitung am Zwischentank oben abschrauben und schauen ob da Diesel hingefördert wird? 

Ein Versuch wäre ja den Zwischentank zu füllen und sehen ob er dann startet. Da könnte ich das schonmal ausschließen und schauen warum zum Zwischentank nix gefördert wird.
 
Moin Ihr Lieben,

der "Vorratsbehälter" wird nicht nur durch Düsenlecköl befüllt, auch der Rücklauf des Kraftstoffilters geht über selbigen zurück in den Tank.Der Vorratsbehälter wird also schon beim Starten durch die Förderpumpe versorgt.Von daher ist Dieselmangel dort beinahe unmöglich.Der ist doch schon im Sommer (Juli) nicht angesprungen. Auch wenn der A  4.107 als Vorkammermotor gerne vorgeglüht wird: die wichtigste Untersuchung zur Diagnose, die Kompressiondruckprüfung, fehlt immer noch. Ohne eine aussagekräftige Diagnose des fundamentalen Zustands des Motors ist alles andere "Kaffeesatzleserei". "Ich bedaure, ihnen keinen günstigeren Bescheid geben zu können"!

Beste Grüße +Matthes+
 
Ja das stimmt. Ich selber kann die Kompression nicht messen, muss mich erstmal schlau machen wer mir da helfen kann.
 
Prima,

dann lass das mal machen. Sollte jede Lama-/Diesel-Werkstatt können und < 100€ kosten. Lass dir ein Diagramm von der  "Kompressionsdruckprüfung" geben.

Dann bin ich gerne wieder beim hilfreichen "Kaffeesatzaufbrühen" :-) dabei.

Beste Grüße +Matthes+
 
Hallo. Ich habe heute früh noch einmal die Rücklaufleitungen am Tank abgehabt und auch den Zwischenbehälter noch mal durch geblasen. Danach alles zusammen geschraubt und geblüht. Ich denke sogar das ich das plop noch ca 20 sek gehört habe. Er ist gleich beim ersten mal angesprungen ohne lange probieren zu müssen.  Ich bin gespannt ob er morgen wieder anspringt. 

Die Kompression werde ich auf jeden Fall trotzdem prüfen lassen, nur im Moment ist das glaub alles nicht so leicht durch Corona. 
 
Einige neue Schlepperkutscher sind noch sehr weit weg, nur ansatzweise ihr Gefährt einigermaßen zu kennen.

Ein guter Schrauber kann schon auseinanderhalten ob der Motor auf grund zu geringer Kompression durchgeleiert wird und nicht anspringt oder brauchbare Kompression vorliegt und vom Akku/Batterie bis zum Anlasser die Ampere und die Spannung nicht ausreichend ankommen.

Eins und an zusammenzählen.

Man kann auch ohne Demontagearbeiten über die Stromaufnahme des Anlassers Rückschlüsse auf die Kompression ziehen, wenn die Sollvorgaben bekannt sind...bzw. über Zylinderabschaltung relativ leicht dann unterscheiden, welcher Zylinder betroffen ist, wenn einer hinkt.

Düsen raus und Kompression messen ist bei diesem Schlepper nun auch keine sehr anspruchsvolle Aufgabe, wenn man Ein Kompressionsschreiber oder einen digitalen Kompressionsprüfer zur Verfügung hat und sich aus ner altren Einspritzdüse ein Adapter baut.

Gibt mehrere Wege zum Ziel

in unserem MF hatte der Vorbesitzer 1993 eine Vorwärmung in den Kühlkreislauf gebaut, um so die Auswirkungen der Vverschlissenen Zylinder noch weiter herauszuzögern...habe dann Zylindersatz,Ventile, Düsenstöcke, Lagerschalen KW erneuert.

Die Ventilsitze habe ich auf die schnelle nicht Schleifen können, da mir in den 90er ein Ventilsitzfräser zur Verfügung stand.
 
Ich selber kann die Kompression nicht messen,  habe weder die Geräte noch die notwendige Erfahrung dazu. Deswegen muss er in die Werkstatt wenn es passt.

Es lag aber anscheinend wirklich nur daran das kein Diesel an der Flammkerze angekommen ist. Denn auch heute früh ist er gleich angesprungen.  Und heute habe ich auch laut das plop gehört.  Ich habe gestern nur noch mal die Rücklaufleitung abgehabt und gereinigt und nun kommt Diesel an der Kerze an.

Kann mir bitte jemand erklären was die Leitung damit zu tun hat ob Diesel an der Flammkerze ankommt oder nicht? Hab  das mal verfolgt aber ist mir unklar.
 
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