MF 25 Wassertemperatur-Öldruck

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Gerald2712

Gast
Liebe MF-Gemeinde,

ich habe meinen 25-er nach Überholung der ESP wieder zum Laufen gebracht, jedoch stehe ich jetzt vor einer neuen Herausforderung, wo ich um euren Input ersuchen möchte. Ich bin letzten Sonntag eine kleine Runde gefahren (ca. 10 km) und dabei ist mir aufgefallen, dass die Nadel der Wassertemperaturanzeige den Grenzwert überschritten hat. Laut Anzeige habe ich eine Höchstzulässige Temperatur von ca. 80 °C und meine Nadel hat sich bei ca. 90°C eingependelt.

Gleichzeit stellte ich auch fest, dass der Öldruck im Standgas komplett runter fällt. Öl verwende ich ein 15W-40, wobei ich auch feststellen musste, dass die Undichtigkeiten ebenfalls stärker geworden sind. Sobald der Traktor steht, bilden sich an verschiedenen Stellen unterhalb des Motorblockes Ölspuren. Wo die definitiven Austrittstellen sind, konnte ich noch nicht wirklich feststellen.

Nun sind ja schon einige Einträge dazu im Forum nachlesbar-für mich ist jedoch nicht klar, wie ich mich an der Behebung antasten soll, bzw. welche die beste Vorgangsweise dazu ist. Wie ich aus einigen Berichten entnommen habe, liegt es meist an verschlissenen Lagerschalen. Andrererseits sehe ich ein Problem mit der Kühlung, die das Öl zu heiß werden lässt - wobei auch im kalten Zustand im Standgas der Druck niedrig ist.

Falls jemand von Euch mit guten Ratschlägen, wie ich hier Vorgehen soll, zur Seite stehen kann, wäre ich schon sehr dankbar.

Ich freue mich auf Euren Input und wünschen allen einen erfolgreichen Tag.

lg Gerald
 
Hallo Kollege,

zunächst zur Wassertemperatur: Im Allgemeinen sind die Thermostate auf ca. 82 Grad Celsius eingestellt. Da gibt es natürlich Toleranzen, und die Anzeige hat ja auch noch mal Fehlertoleranzen, so dass ich mit bei 90 Grad keine Gedanken machen würde.  Da es sich um ein geschlossenes Kühlsystem handelt, fängt das Wasser ja auch nicht bei 100 Grad an zu kochen, sondern eher höher. Siehe Schnellkochtopf in der Küche :-).

Nach Arbeit sieht es bei den Öl-Leckagen aus. Das Alter und der dabei entstehende (normale) Verschleiß führt zu Undichtigkeiten, vor allem bei Kunststoffteilen wie zum Beispiel Simmeringen oder der berühmten Dichtschunur am hinteren Ende der Kurbelwelle. Da hilft in letzter Konsequenz nur, den Motor neu abzudichten, also einmal ausbauen, auseinander nehmen und mindestens die entsprechenden Dichtungen zu erneuen.

Das ermöglicht dann auch, nach der Ölpumpe und den Kurbelwellen- und Pleuellagern zu schauen, welche bei großem Verschleiß zu dem spürbaren Abfall des Öldrucks führen. Allerdings muss man da auch nicht gleich in Panik ausbrechen. Entscheidend ist der Öldruck bei Arbeitsdrehzahlen. Bei Standgas wird der Motor ja nicht hart belastet und der Öldruck darf getrost abfallen. In Zahlen gilt ungefähr folgendes: Bei Arbeitsdrehzahl wird der Öldruck bei ca. 3 bar begrenzt. Das ist bei meinen Anzeigen dann auch am rechten, also oberen Rand der Anzeige. Ist der Motor richtig warm, fällt die Anzeige ins untere Drittel, also auf ca. 1 bar. Das ist vollkommen normal. 

Ich kenne alte MB Motoren in PKWs, bei denen der Öldruck im Stand fast auf 0 geht. Entscheidend ist aber der Druck bei Arbeitsdrehzahlen.

So weit für den Moment. Bei weiteren Fragen einfach wieder melden

Viele Grüße

Volker
 
Hallo Volker,

danke herzlichst für deine beruhigenden Worte. In Fahrbetrieb ist der Öldruck gleichbleibend im Normal-Bereich. Erschreckt hat mich halt der rapide Abfall im Standgas-da fällt die Nadel abrupt in ihre Grundstellung. Was meinst du soll ich bei der Ölpumpe schauen, wenn ich die Wanne abnehme?

lg aus Österreich Gerald
 
Hallo Gerald,

Wenn mich nicht alles täuscht, kriegst Du die Ölpumpe nicht raus, wenn Du "nur" die Ölwanne abbaust. Da muss auch noch der Deckel der Stirnräder runter. 

Mein Tipp ist, noch ein wenig so zu fahren wie er ist und dann eine Total-Operation zu machen. 

Danach hast Du wieder einen Motor für die nächsten 30 Jahre

Viele Grüße nach Österreich

Volker
 
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