MF 263T AT3.152 Zylinderkopfdichtung wechseln

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lena_sina

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Hallo,

Bei meinem MF 263T (inzwischen fast 30 Jahre alt) muss WIEDER mal die Kopfdichtung gemacht werden.

Alle paar Jahre bläst er durch, entweder ins Kühlwasser oder ins Öl (dieses mal ins Öl).

Zylinderkopf habe ich bereits planen lassen, er war 0,2 mm uneben.

Motorblock ist mit Haarlineal geprüft und einigermaßen ok.

Nun meine Fragen:

Müssen beim AT 3.152 die Zylinderlaufbuchsen überstehen, oder eben mit dem Block sein? - Meine sind eben bzw fallen sogar leicht nach innen ab wenn ich das Haarlineal darüberlege.

Lt. meinen Unterlagen aus dem Internet müssen die Zylinderkopfschrauben mit 70 ft/lb (95 NM) und die Muttern der 5 Gewindestifte mit nur 60 ft/lb (81,5 NM) angezogen werden - Ist das so richtig?

Da die ZKD alle paar Jahre irgendwo durchbläst habe ich nun bedenken, ob entweder die Anpresskraft falsch ist (falsche Anzugswerte), oder die Zylinderlaufbuchsen sich abgesenkt haben und eigentlich Überstehen müssten.

Bitte um eure kurzfristige Hilfe/Meinung, vielen Dank!

Reiner 
 
Sehr wichtig soll bei Perkins  nachm warm fahren das nochmalige nachziehen sein was oft nicht so ernst genommen wird. Aber beim AT3.152 Motor hab ich das schon oft vom diesem Problem gehört....

MF-Gruß Andreas

http://www.beepworld.de/members47/andis-oldtimer/
MASSEY-FERGUSON.....weil es die Besten sind!!!!!!!
 
Hallo Andreas,

danke dir vielmals für die Antwort!

Beim letzten Wechsel der ZKD hatte ich eine aus Kupfer eingebaut in der Hoffnung die würde besser/länger halten - dem war aber nicht so.

Ich hatte die ZK-Schrauben auch nochmals nachgezogen, aber erst nach so ca. 25 h. Vielleicht war das schon zu spät!?

Außerdem ist der 263T auf etwa 55 - 60 PS eingestellt und das ist natürlich auch nicht gerade förderlich für die ZKD
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.

Werde diesmal dann gleich nach dem ersten Warmlaufen nochmals nachziehen und dann nochmal nach 25 h. Habe diesmal wieder eine "normale" Dichtung von Bepco genommen. Habe den Eindruck, die dichtet besser um die leicht angefressenen Wasserkanäle herum ab als das "unflexible" Kupfer.

Habe jetzt auch mal einen neuen Satz Schrauben/Gewindebolzen gekauft - obwohl die alten von der Länge her sich zu den neuen nicht unterscheiden (manche sagen ja man soll neue nehmen, weil die alten sich gedehnt hätten). Diesmal sind zusätzlich auch Unterlagscheiben (Sprengringe) dabei - soll ich die auch verwenden (Vor-/ Nachteile?)?

Die Schrauben sind vorher leicht einzuölen, ist das richtig so? Gewinde im Block habe ich alle nachgeschnitten und ausgeblasen.

Viele Grüße

Reiner
 
Hallo Reiner,

auf jeden Fall noch mal die Anzugsdrehmomente prüfen. Da stimmt m.M. nach was nicht. Habe leider keine Unterlagen über den 3 Zylinder Turbo.

Im Original-Perkins WHB für die 4-Zyl.sind für 7/16" Schrauben die von dir genannten 81,5 NM genannt. Für die 1/2" Schrauben 136 NM.

Für den Turbo (T 4.236) sind explizit 136 NM kalt, bzw. 120 NM warm ausgelobt.Schrauben oder Muttern wird nicht unterschieden. Vielleicht liegt ja da der Fehler.

Gewinde leicht ölen ist okay. Sprengringe würde ich nicht verwenden, da nicht original.

Gutes Gelingen.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

vielen Dank für die schnelle Antwort!

Hier mal meine Unterlagen im Anhang.

Bei den 7/16" Muttern sind es 81 Nm und bei den 7/16" Schrauben (fastener) sind es wohl immer 95 Nm......
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.

Der 3-Zylinder Turbo hat definitiv nur 7/16" Muttern/Schrauben, also mehr als 95 Nm möchte ich da nicht anziehen.

Die Frage wäre immer noch, ob die Zylinderbuchsen eben mit dem Block sein dürfen (sollen) oder doch etwas darüber stehen müssen??

Danke und Grüße

Reiner

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Hab grad nochmal selbst über die Unterlagen geschaut.

Also da steht, dass wenn Muttern (mit Gewindebolzen) zusammen mit Schrauben verbaut sind soll man mit 95 Nm im kalten Zustand anziehen.

Grüße Reiner
 
Beim T4.236 werden die Schrauben auch viel fester  angezogen wie es im alten Wekstatthandbuch steht. Hat sonst auch nicht gehalten. Glaube es waren 90Nm und dann 150 Grad. Weis es nicht mehr genau. Und ich würde bei Problemen immer Orginal Dichtung von MF/Perkins nehmen!!!!

Gruß Sascha
 
Hallo Reiner,

was Deine Frage wegen des Laufbuchsenüberstandes betrifft, gibt es ein Workshop-Manual für die Perkins 3.152 Motoren Serie. Zu dieser Serie gehört auch ein T3.1524. Ob es einen Unterschied zu Deinem AT3.152 gibt, kann ich Dir leider nicht sagen. Im Manual (pdf Seite 20) werden für die 3.152 Serie drei verschiedene Laufbuchsentypen beschrieben (alle Zahlenangaben in Zoll):

  1. Laufbuchse aus Gußeisen ohne Bund: Buchsenüberstand +0.002" (über-) bis -0.004" (unter der Dichtfläche des Motorblocks)
  2. Laufbuchse aus Gußeisen mit Bund: +0.004"...-0.004"
  3. Laufbuchse mit Chrombeschichtung: -0.001"...-0.007"
vieux.tracteurs.free.fr/pdf/PERKINS_3152_ENGINE_MANUAL.pdf

Gruß

Torsten
 
Hallo Sascha, hallo Torsten,

vielen Dank für eure Hilfe!

Bzgl. des Buchsenüberstandes bin ich nun beruhigt! Die Buchsen (egal welche Sorte) dürfen auf jeden Fall bis zu 0,1 mm tiefer als die Planfläche des Motorblocks sein.

Dies ist bei mir so der Fall ( sind quasi eben, bzw an den Kanten 0,05 mm tiefer.

Habe heute den Kopf montiert und diesmal etwas stärker angezogen (95 Nm) als sonst. Ich denke das ist beim hohen Zünddruck des Turbomotors auf jeden Fall notwendig.

In der Vergangenheit hatte ich immer nur mit 81,5 Nm angezogen und dann erst nach 25h nochmal nachgezogen - da ging dann immer noch einiges.

Das war vielleicht zu wenig und zu spät nachgezogen
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.

Nach dem ersten Warmlaufenlassen werde ich ihn jetzt gleich warm nochmals mit 95 Nm nachziehen, dann sollte es ok sein.

Schrauben habe ich am Gewinde und Anlagefläche leicht eingeölt, um die höchstmögliche Spannkraft bei 95 Nm Anzugsmoment zu erreichen.

Danke nochmals und viele Grüße

Reiner
 
Moin,

ein befreundeter ehemaliger MF Mitarbeiter mit großer MF Sammlunf und Teilelager hatte mir empfohlen anstatt des Nachziehens nach dem Warmlaufen könne ich auch einfach 20Nm mehr anziehen das hat immer gut geklappt!

mein 575 hatte bei 3000 auch etwas Temperaturprobleme.. bzw. in deen Kühler gedrückt, habe ih dann noch mal mit dem Drehmomentschlüssel alles nach Vorgabe nachgezogen und anschliessend die +20Nm

seit dem ist Ruhe.. offenbar wurde vergessen den Kopf im vorgegebenen Interwall nach dem Kauf nach zu ziehen.

müsste nachschauen wieviel es war..

MFg Alex 
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www.Fergy-Farm.de

info@fergy-farm.de
 
Hallo zusammen,

ich habe auch wieder Probleme mit der Kopfdichtung beim AT3.152. Der Block wurde komplett geplant, neue Büchsen, neue Kolben (abgedreht), neuer Kopf (trotzdem auch geplant vor Aufbau) und dennoch nach 100Std bläst er ins Kühlwasser. Verbaut wurde damals eine Reinz Dichtung, die meiner Meinung einen nicht gerade hochwertigen Eindruck macht.

Jetzt werde ich den Kopf wieder runternehmen und eine orig. Perkins Dichtung verbauen. Mein Motoreninstandsetzer sagt, die Schrauben und Muttern zieht er immer mit 11,5kg an, was 113Nm entspricht! Nach dem ersten Warmlaufen trotzdem nochmals mit 113Nm nachziehen.

Ich hoffe die original Dichtung ist besser als die ganzen Nachbaudichtungen....

lg
Joachim
 
sollte eine Kopfdichtung immer wieder undicht sein, einfach die Dichtfläche am Block mit Wasserglas bestreichen.die Dichtung auflegen und auch Diese leicht bestreichen . Wichtig darauf achten, daß kein Wasserglas in die Kolbenlaufbahn reinläuft. Wenn Wasserglas benutzt wird darf kein anderes Dichtmittel dazu verwendet werden. Wasserglas ist die letzte und zuverlässigste Rettung.
 
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