Hallo Matthes!
Leider habe ich es noch nicht geschafft, alles fertig zu montieren. Ich bin zwar fast fertig, aber einige Details haben mich schon sehr aufgehalten, z.B. die Froststopfen. Ich habe ja zu Beginn des Beitrages die Frage gestellt, was hinter dem Froststopfen hinter der Förderpumpe ist. Nun, dort ist das Kühlwasser und etwas höher findet man hinter diesen Dechkelchen die eigentlichen Stössel, bzw. den Übergng zwischen Stösselstange und Stössel. Diese Stopfen haben bei meinem Motor drei verschiedene Durchmesser, der vom Wasser dort hat einen Durchmesser von 34,65mm, der darüber als Schauloch für die Stösselgeschichte ca.38,3mm und am Kopf 32,2 mm. Nun hatte ich natürlich alle vierfach, außer die mit 34,65mm, bedeutete für mich wiederum ins 35km entfernte Bozen zu fahren und dieselben zu holen. Warum ich die nicht gleich gekauft habe? Sie liegen tiefer, als die Schaudeckel und lassen sich, so positioniert nicht wirklich mit einem Messschieber messen.
Auch bin ich am Donnerstag fast verzweifelt. Ich muß gestehen, ich habe bisher noch nie Ventile komplett neu eungestellt, nachjustiert ja, aber da fehlt es ja nicht so arg, außerdem sind die Stösselstangen dann abenfalls an ihrem Platz verblieben und mit Hydrostössel ergibt sich das Problem schon gar nicht. Nun habe ich mit größter Sorgfalt alle Stösselstangen eingeführt und auch versucht das Stössel mittig zu treffen. Daraufhin habe ich die Kipphebelwelle montiert und mit entsprechender Sorgfalt die Kubelwelle gedreht, um die Ventile entsprechend der Wippstellung einzustellen. Schon nach wenigen Graden ließ sich die Kurbelwelle aber nicht mehr weiterdrehen. relativ schnell wurde klar, dass der Kolben gegen das geöffnete Ventil fährt. Die Wippstellung konnte ich nicht ermitteln, bis ich nach geschlagenen 3 1/2 Stunden erkannt habe, dass die Stösselstangen und die entsprechenden Kipphebel, es waren drei bei drei verschiedenen Zylindern sich nicht bewegten. Kipphebelwelle entfernt und Stösselstangen erneut eingeführt und dann war alles anders. Alle Stösselstangen in Position und in einer halben Stunde waren die Ventile dann auch eingestellt, aber mit einer anderen Methode, denn x-mal die Kurbelwelle drehen war nun ja kein Problem mehr.
Dieses Video https://www.youtube.com/watch?v=MSvejo0sP3A hat mir dann doch noch die Augen geöffnet und die Wippstellung bei eingestellten Ventilen war dann auch sehr leicht zu fnden, nur davor eben nicht.
Inzwischen ist bis auf die Einspritzdüsen und dem Ölwechsel alles gemacht, auch ein erneuter Kompressionstest. Die Werte für alle vier Zylinder mit moderater Batterie betrug bei allen 20bar. Ich denke, dass passt, da nach zwei Monaten Stehen im Freien und kaltem Öl u.s.w. in diesem Fall wirklich die Gleichheit der vier gemessenen Drücke wichtiger ist.
Bin dann auch noch draufgekommen, wofür die zwei kleineren Gummiröhrchen im Dichtungssatz bestimmt sind. Sie sind für das Verbindungsrohr zur Starthilfe im Ansaugkollektor gedacht.
Ich bin guter Dinge, dass bis Ende der kommenden Woche der Traktor wieder laufen wird. Im Zuge dieser Arbeiten habe ich auch die Förderpumpe erneuert und werde noch den Treibstofffilter und den Ölfilter wechseln, aber auch noch den Ölfiltersupport am Motorblock mit einer neuen Dichtung versehen.
So langsam fehlt mir der Traktor beim Holzmachen schon sehr, doch der Kunde ist König und wenn man Brennholz liefern darf, dann geht das natürlich vor und dies war in letzter Zeit zum Glück auch der Fall.
Grüße!! und bis bald!