MF 35 geerbt - der Restaurationsthread mit Bildern

cf_84

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Hallo MF-Community,

ich habe einen MF 35 BJ 64 (SNMY 373 xxx) geerbt, den ich mal als typischen "Scheunenfund" bezeichnen würde.

Letzter Tüv gabs nach dem mir vorliegenden Fahrzeugschein 1985, weitere Papiere sind bis jetzt noch nicht aufgetaucht. DAs Fahrzeug stand nun demnach sicher 20-30 Jahre in einer trockenen Scheune.

Der Zustand ist eigentlich ganz gut, wenig Rost, einige Dellen und Schrammen, Beriebsstunden um die 7000 laut Zähler (unbekannt, ob der schonmal rund gelaufen ist, oder stehen geblieben ist...)

Folgende Schäden konnten bis jetzt identifiziert werden:

- Ölwanne am Flansch Richtung Kupplung gerissen, vermutlich durch Überlastung der Vorderachse (der Trecker wurde wohl mal "springen" gelassen weil was mit der Kupplung nicht stimmt)

- Anlasser funktioniert laut Aussage des letzten, der wohl damit gefahren ist, nicht mehr.

- Im Ansaugstutzen ist ein Loch, da könnte eine Flammkerze reinkommen (?)

- An der Zapfwelle verliert er Öl

- Elektrik muss wohl überarbeitet werden

Ich möchte den Kamerad wieder flott und fahrtüchtig machen, um ihn zum bewegen von Heuballen (Rund- und Quaderballen) über die Heckhydraulik zu nutzen. Hierzu soll am Heckkraftheber ein Hubwerk montiert werden (von einem Pallettenhubwagen oder Stabler).

Ich habe etwas Schraubererfahrung und würde mir die Instandsetzung weitgehend zutrauen. Ich suche noch einen Reperaturleitfaden oder ein Werkstatthandbuch o.ä. Welche sind hier zu empfehlen? Beim Fergy-Fan gibt es eins für 30€, taugt das?

www.fergy-fan.de/Buecher-und-Listen-Reparaturleitfaden-Reparaturleitfaden-MF35/a33651510_u277/

Sämtliche Links hier im Forum scheinen inzwischen Tod zu sein (ich hab die Suche schon reichlich bemüht), ich konnte im Internet keine frei verfügbare Unterlagen finden. Gibt es vielleicht eine Website mit Explosions- bzw. Teilezeichnungen?

Kennt jemand das Problem mit der gerissenen Ölwanne? scheint wohl öfter vorzukommen, v.a. im Frontladerbetrieb. Sind hier neben der Ölwanne mögliche weitere Schäden zu befürchten? Wo bekomme ich eine Ölwanne am besten her? Neu vom Fergy-Fan, oder gibt es auch Händler für entsprechende Gebrauchtteile?

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe

Grüße und guten Rutsch!

Christian

MF 35 BJ64 SNMY 3xx xxx

Edit: Ich hab den Titel des Threads mal etwas angepasst...
 
Hallo Christian,

du solltest dir ev. auch die Vorderachse ansehen und zwar die mittlere Buchse. Die könnte vom Frontladerbetrieb ausgeschlagen sein.

War bei meinem zumindest  so, bekommst  die Buchse aber neu.

Ich hoffe nur das der mit dem Riss in der Wanne nicht mehr allzulange lief.

Um die Ölwanne abzunehmen muss die Vorderachse sowieso abgenommen werden, Buchse erneuern ist dann ein Aufwasch.

Ausbau der Wanne ist hier irgendwo auch beschrieben.

MfG Joachim
 
Hallo Christian,

suche noch aktuell ? Schick mir deine Mailadresse , dann schicke ich Dir was
 
Vielen Dank für die Hinweise.

@Pferdewirt:

Eine Frontlader war an dem Traktor nie verbaut. Ich werde mir die Buchse aber mal anschauen. Lange gelaufen sein dürfte er mit der rissigen Ölwanne nicht mehr, zumindest war er damals nicht mehr im kommerziellen Einsatz.

Einen Beitrag zum Ausbau der Wanne habe ich jetzt hier über die Suche nicht gefunden. Aber ich denke, das wird auch im Reperaturleitfaden beschrieben sein.

@juppi: siehe PN...
 
Inzwischen habe ich auch mal ein paar Fotos gemacht, Bilder sagen ja schließlich mehr als tausend Worte:

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Und der Riss in der Ölwanne, von beiden Seiten aus fotografiert:

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Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo Christian,

der sieht doch echt gut aus für sein alter.

Wenn du schon schraubst, kannst du bei 7000h auch mal die Kompression messen und bei der Gelegenheit die Düsen mal abdrücken (lassen).

Hast du ein Dropbox-Konto, dann schick ich dir mal ein paar daten.

Gruß,

MHF
 
Hallo Community

Bin gerade auf dieses Forum gestoßen und gleich einen nützlichen thread gefunden. Auch ich

habe einen MF 35 SNMY geerbt. Bin das Teil zwar recht häufig gefahren, kenn aber das Innenleben

kaum. S´Deshalb wäre es super wenn jemand ein Bedienungs- und Reparaturhandbuch hätte.

@{juppi}

Würdest du mir/könntest du mir sowas auch schicken?

Danke für die Hilfe

Chris0401
 
Das Projekt nimmt langsam Form an, und wenn niemand etwas dagegen hat, würde ich diesen Thread benutzen, um die Entwicklung des Projektes ein wenig zu dokumentieren, und aufkommende Fragen zu stellen, bzw. zu klären.

Nachdem der Traktor zu mir in die Werkstatt umgezogen ist

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Einige Wochen vor dem Umzug gabs beim Vorbesitzer auch noch eine Testfahrt mit anschleppen, und er lief wohl ganz manierlich. Dafür dass er sicher 10Jahre gestanden hat, ist er wohl auch ganz gut angesprungen.

Ich hab dann gleich begonnen zu zerlegen, um die defekte Ölwanne zu inspizieren. Das lief so weit ganz gut, und bis auf ein paar nicht vorhandene Schrauben am Motorblock sind noch die folgenden Defekte aufgefallen:

Lichtmaschinenhalterung verbogen und gerichtet:

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(der Keilriemen muss noch neu)

Anlasserflansch, ein Auge abgebrochen (offenbar schon älter der Bruchstelle nach zu urteilen). Ob der Anlasser noch läuft, werde ich demnächst probieren. Das Anlasserrelais ist in jedem Fall schonmal defekt. Sollte der Anlasser noch funktionieren, werde ich ihn wohl auch mit fehlendem Auge weiter einsetzen. Was sagen die Fachleute hierzu?

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Das Zahnrad der Schwungscheibe hat deutliche Spuren des Anlassers. Kann jemand beurteilen, ob das Normal ist?

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Die in Fahrtrichtung linke Schubstrebe ist deutlich verbogen (nach oben). Das dürfte so nicht original sein. Jemand eine Idee, was hier ursächlich sein könnte? Lässt sich so etwas richten, oder sollte die neu?

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Die Kurbelwelle und der Rest des Motors sehen von unten recht gut aus. Pleullagerspiel konnte ich keins feststellen. Das geringe axiale Spiel dürfte normal sein. Auf dem nachfolgenden Bild sind die Dichtflächen schon gereinigt für den Einbau der neuen Ölwanne.

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Noch ein Hinweis an dieser Stelle: Es gibt 2 Typen Ölwannen, einmal mit Loch unten in der Mitte und von außen zugänglichem Ansaugsieb, und einmal geschlossen (das dürfte die neuere Bauart sein). Ich gehe nach aktuellem Kenntnisstand davon aus, dass die Varianten austauschbar sind, und sich die Ölpumpe, insbesondere das Ansaugrohr nicht unterscheiden.

Hier nochmal die Bruchstelle an der Ölwanne. Praktisch der gesamte Flansch ist bei der Demontage "abgefallen"

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Bei der Aktion habe ich auch das Pendellager der Vorderachse inspiziert:

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Ein wenig Spiel ist fühlbar. Der Führungsbolzen sieht aber noch gut aus. Ich werde mal alles reinigen, und dann nochmal das Spiel prüfen. Wie viel Spiel haltet ihr hier für akzeptabel? Wird dieser Bolzen bei der Montage irgendwie geschmiert, der läuft er trocken? Eine Nachschmierung im Betrieb scheint mir nicht vorgesehen zu sein...

Im Luftfiltergehäuse ist ein Loch, reingescheuert durch das Kabel zum Anlasser (war offenbar falsch verlegt). Lässt sich das zuzinnen? Wie sehen hier die Erfahrungen aus?

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So sah übrigens das Anlasserrelais bei der Demontage aus (und so sieht auch ungefährt der Rest der Elektrik aus, die komplett neu muss...)

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Die Dieselleitung vom Tank scheint mir auch etwas suboptimal verlegt. Ist das normal so? An der Kante wurden Gummistücke mit Schlauchschellen als Scheuerschutz befestigt...

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Achja, die Luftfilterhalterung ist wohl abgefault/abvibriert. Gibt es das Blechteil noch irgendwo neu/im Nachbau? oder muss ich hier etwas "basteln"?

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Achja, die Traktormeterwelle ist natürlich auch hin, aber zu diesem Thema später mehr, wenn ich das Lenkrad abhabe und mir den Traktormeter mal genau angeschaut habe.

Schonmal ne Frage vorneweg: Mit welchem Motorenöl versogt ihr eure Schlepper? Und welche Kühlflüssigkeit nehmt ihr? Das Kühlwasser war ziemlich mit Rost durchsetzt, hier werde ich auch noch etwas spülen nach dem Zusammenbau. Den Kühler habe ich schon soweit gespült, da kam ne ziemlich Suppe raus. Gibt es Empfehlungen, wie bei der Spülung vorzugehen ist? Thermostat ausbauen und durch die Wasserpumpe spülen?

Vielen Dank für eure Unterstützung. Leider fehlen in den Wartungsanleitungen die Kapitel zur Elektrik und zur Vorderachse, so dass ich hier ab und an mal fragen muss. Sollte jemand die Kapitel haben, gerne her damit :-)

Ich werde hier weiter von dem "Renovierungsprojekt" berichten. Renovierung deshalb, weil nicht vollständig restauriert wird, sondern nur teilweise (so zumindest der Plan)...

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Servus 

wenn du den Motor noch laufen lassen kannst würde ich in den Kühler oben ne packung Gebissreiniger einfüllen und dann fahren dann den kühler ausbauen und saubermachen das hat bei mir schon oft funktioniert
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MFG Chris
 
Momentan läuft der Motor nicht, und der Kühler ist ab.

Da die Wasserpumpe so ganz gut zugänglich ist, habe ich beschlossen, diese in Anbetracht der in Erscheinung getretenen Rostmenge, auch mal zu zerlegen und zu reinigen.

kann mir jemand was zu den weiteren Fragen, insbesondere Anlasser / Zahnrad der Schwungscheibe, der Vorderachslagerung und der krummen Schubstrebe sagen?
 
Hallo CF_84,

du sagtest, dass der Anlasser nicht mehr funktioniert. Kannst ja mal kurzschließen, müsste ja direkt anlaufen.

Kontrolliere dann auch den Einschieber, ober er locker flutscht.

Ich hatte auch mal Probleme mit dem Anlasser, habe damals das Relais bei der BOSCH testen lassen  (Trinkgeld), die konnten mir definitiv sagen, dass es nicht funktioniert hat, also auch die Ursache war.

War der Anlasser wirklich fest oder saß der wegen dem abgebrochenen Flansch locker?

Daurch könnte das Ritzel evtl. nicht ganz eingeschoben werden und hat am Zahnkranz nur "geschabt" hat, daher der Karies.

Ich würden den Anlasser ohne das 3. Flanschauge nicht mehr einbauen. Das Risiko wäre mir viel zu groß.

Was ist da für ein Motor dran?

Gruß

So-Ka
 
Hallo,,

- Also, anlasser mit zwei Augen ist blöd, wenn der aber fest genug sitzt geht es auch. Ich würe eine Platte / Scheibe o. Ähnliches anschrauben, die den da andrückt.

- Das Karies ist zum Teil normal. Neue Zahnkränze haben sowas auch gehabt, um das Einrücken des Ritzels zu erleichtern. Das ist nicht alles Verschleiß.

- Hubstrebe kann man Biegen, bekommt man aber auch günstig gebraucht angeboten. In Verbindung mit der geplatzen Ölwanne sieht das nach nem heftigen Unfall aus.

- Luftfiltergehäuse, verzinnen, zuschweißen, .... je nach belieben.

- An dem Vorderachsbock sollte ein Schmiernippel sein. Es gibt Modell mit Schmiernippel am Bolzen und welche mit Schmiernippel am Bock. Aber ohne kenne ich nicht.

- Wenn du die Dieselleitung neu legst... da gehört eigentlich ein Kaltstartbehälter dazwischen und eine Leitung zur Flammkerze.

- Halterung vom Luftfilter schweißen oder nach einer neuen/gebrauchten Ausschau halten.

- Kühlerzusatz für Gussmotoren.

- Öl .... da kannst du dich hier im Forum tot lesen dran :-)

Gru´ß,

MHF
 
vielen Dank für die Antworten! :-)

@Karl: das Anlasserrelais habe ich selbst schon geprüft und für defekt befunden. Den Anlasser werde ich an einer 12V-Quelle mal testen, dann sehen wir was diesbezüglich sache ist. Dann werde ich überlegen, ob ein neuer Anlasser reinkommt, oder nur ein neues Anlasserreleais. Fest saß der Anlasser, ich kann aber nicht sagen, ob das immer so war. Gemäß Aussage von MHF würde ich die Spuren aber als normal bewerten.

Motor ist übrigens ein Perkins A3.152

@MHF: Weder Hubstrebe noch Ölwanne haben von außen erkennbar mechanisch punktuelle Druckspuren, wie sie bei einem Unfall eigentlich erkennbar sein sollten. Ich werde die Sache aber mal noch etwas genauer betrachten, da der Überrollbügel auch etwas schief sitzt... ich werde dann mal ausschau nach einer gebrauchten Schubstrebe halten.

Bzgl. Vorderachse: In dem Bolzen ist innen ein Loch, ich wüsste aber nicht, wie ich dort Fett durchbekommen soll. Wo sitzt denn der Schmiernippel normalerweise? Ich mache mal noch Fotos davon...

Bzgl. Dieselleitung: Am Fzg. sind keine Rückstände einer Flammstartanlage (Thermostart) zu erkennen. Gab es den Traktor serienmäßig mit und ohne Thermostart, oder nur mit, sodass hier etwas "umgebaut" wurde? Springt der Motor bei niedrigen Temperaturen ohne Thermostart überhaupt an?
 
Hi,

also eine Vorwärmung hatten die eigentlich immer.

Laut Anleitung sollte da auch ein Behälter dran sein.

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Wegen dem Schmiernippel konnte ich jetzt in der Anleitung auch nichts finden !?!

Bei meinem Bagger ist da definitiv eins im Vorderachsbock... Anscheinend bei den Treckern dann nicht.

Überrollbügel krumm, Achsstrebe schief, Rahmen (Ölwanne) gebrochen, ... das hört sich nach nem Salto oder Rolle seitwärts an. :-)

Gruß,

MHF
 
Hallo,

...  "Bzgl. Vorderachse: In dem Bolzen ist innen ein Loch"

Ist das Loch an der Stirnseite des Bolzens ? 

--> Blas mal mit Druckluft aus und schau mal, ob da ein Innengewinde drin ist, dann würde ja nur der Schmiernippel fehlen.

Gruß

So-Ka
 
Nein, axial ist der Bolzen hohl, vorgesehen für eine Ankurbelstange (sitzt ja hinter dem Loch in der Frontschürtze)

Das Loch ist radial innen im hohlen Bolzen, wenn da ein Schmiernippel hin soll, müsste er über einen Schlauch oder ein Rohr mach außen geführt werden. Vielleicht ist hier aber auch nur Ölen vorgesehen?

Ich mach die Tage mal Fotos...

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo,

hätte gebrauchte Schubstangenstreben über, schreib bei Intresse zurück.

MF Grüsse

Rainer
 
Hallo,

wenn weder am Bock noch am Bolzen ein Schmiernippel ist (also Ölkännchenlösung), könnte ich mir vorstellen, ein 3mm-Loch von oben durchzubohren und ein passendes Schmiernippelgewinde draufzusetzen, Schmiernippel reindrehen.

Wenn es den 35er auch mit Schmiernippel am Bock gab, wäre das ja auch nichts anderes. Vielleicht hat jemand ein Foto parat, wie das dort gemacht ist.

Was haltet Ihr davon ?

Gruß

So-Ka
 
Ich hätte da jetzt auch kein Problem damit,  dort einen Nippel zu setzen, Aber ich kann mir nicht vorstellen, das MF das vergessen hätte,  wo doch sonst mir Nippeln nicht gespart wurde... Im Handbuch steht auch nichts bzgl. Wartung/Schmierung des Pendellagers, sodass ich vermute, dass es sich hier um ein trockenes Lager handelt. Es ist ja auch keinerlei Staub-und Schmutzschutz vorgesehen, Fett ider Öl könnten hier auch negativ wirken...

Das gleiche gilt ja z.B. auch für die Unter-/Oberlenkerkugeln...

Sieht das jemand auch so?

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Hallo Christian,

bezüglich des Vorderachspendellagers ist dort kein Schmiernippel vorgesehen...

du kannst es aber nachrüsten indem du den Achskörper mit eingesetzter Buchse von unten mittig Richtung Buchse durchbohrst und einen 90 grad abgewinkelten Schmiernippel setzt dessen Kopf Richtung Motor zeigt.

Ist praktisch wenn die Vorderachse eh ausgebaut ist kein grosses Ding...

Gruss Herbert

...es grüsst der OldieHerby

MF 35 Spezial Bj. 1964
BMW R 25/3 Bj. 1955
diverse Oldtimer- Kettensägen
 
Ergänzung zu meinem vorigen Beitrag:

Bitte den Schmiernippel nicht von oben setzen da er später vom Kühlerleitblech verdeckt würde...!

...es grüsst der OldieHerby

MF 35 Spezial Bj. 1964
BMW R 25/3 Bj. 1955
diverse Oldtimer- Kettensägen
 
Die Sache mit dem Vorderachspendellager ist geklärt, ich habe das Handbuch nochmal ganz genau gelesen :-)

Auf Seite 37, Anleitung FE35 Perkins 3-A-152 vom 01.07.1960 steht geschrieben:

Achtung: kein Öl oder Schmierfett an den Achsschwenkbolzen, da dadurch Abnutzung erhöht wird. Bei Quietschgeräuschen mit einer Mischung von Graphit und Wasser einreiben.
Bei dem "Achsschwenkbolzen" dürfte es sich um das corpus delicti handeln...

Das scheint mir auch plausibel, da diese Buchse wie schon geschrieben keinen Staubschutz aufweist, und die Bauart ein Abschieren per Schmiernippel auch eigentlich nicht zulässt (das Fett würde sich nur unzureichend verteilen und die Lagerung auf kürzestem Wege nach kürzester Zeit wieder verlassen...)

Ich werde also das Lager wieder trocken, bzw. mit einem kleinen wenig Graphit "geschmiert" einbauen.
 
Der Riss der Ölwanne sieht für mich stark nach Panik aus.

Der Schlepper ist durch zu hohe Anhänge-/Zuglast vorne gestiegen und der Fahrer hat panisch die Kupplung voll getreten.

Das Vorderteil ist dann wieder runtergeknallt und bei entsprechender Höhe und hartem Untergrund bricht der dann durch.

Bei der 100er Serie bricht vorzugsweise die Kupplungsglocke, hier halt die Ölwanne. Kann mir zwar dazu momentan kein Szenario vorstellen,

aber vielleicht wurde dabei auch die Achsstrebe verbogen.

Gruß +Matthes+
 
Heute ging es wieder etwas weiter.

Den Vorderachsschwenkbolzen habe ich mal gereinigt und geprüft. Das Lager der Achse ist in Ordnung. Der Bolzen zeigt fast keinen Verschleiß. Der Sitz in der Achshalterung ist aber deutlich ovalisiert, nur der hintere Sitz. Die Befestigung des Bolzens vorne war auch nicht wirklich fest. D.h. der Bolzen ist in der Halterung gewissermaßen "gekippt". Diese Kippbewegung passt unter gewissen Umständen auch zu der verbogenen Schubstrebe.

Ich würde das jetzt als unkritisch bezeichnen, und erstmal so lassen. Und darauf achten, dass der Bolzen vorne ordentlich befestigt ist. Frontladerbetrieb habe ich nicht vor, die Achsaufhängung schaut mir auch so aus, als wäre sie dafür nicht wirklich geeignet. Im nachfolgenden Bild sieht man übrigens das weiter oben beschriebene Loch in dem Bolzen.

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Zur Wasserpumpe bin ich noch nicht vorgedrungen, aber der untere Stutzen richtung Kühler schaut schonmal recht "interessant" aus. Das zugehörige Winkelrohr ist von innnen auch schon arg angefressen.

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Den Anlasser habe ich übrigens abgeschrieben. Das Innere ist stark verölt und versifft, die Anschlüsse weisen keinen messbaren Widerstand auf. An 12V angelegt tut er auch keinen Mucks, es fließt kein Strom. Ich kann Aufgrund des Zustandes im Inneren nicht sagen, wo er defekt ist. Der Kommutator und die Kohlen sind augenscheinlich in Ordnung. Ich werde ihn austauschen, gerade auch wegen dem abgerissenen Befestigungsauge.

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Wie schaut es denn bzgl. Erfahrungen aus mit den Anlassern, die man bei den einschlägigen Händlern bekommt? Mit einer Preisspanne von ca. 140 bis ca. 300€ ist sicher auch ein Qualitätsunterschied verbunden. Relativ günstig habe ich Getriebeanlasser gesehen, wie sehen damit die Erfahrungen aus? Den Original CAV-Anlasser scheint es zumindest ähnlich auch noch zu geben, da liegt man preislich aber schnell bei >800€.

Bitte um Erfahrungen :-)

Achja, der Wassersack ist jetzt auch wieder sauber, benötigt nur noch eine neue Dichtung. Ich wusste nicht, dass Dieselrückstände hart wie Stein werden.. So hart ist die Dichtung inzwischen auch... Zum Glück ist der Glaskolben unglaublich hart, sodass er sich nichtmal mit nem Schraubenzieher oder mit Schleifvlies verkratzen lässt.

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Nächste Woche geht es mit der Wasserpumpe weiter...

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
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