MF-Lizenznachbau MF35

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Reifen > ja, die habe ich auf meiner eigenen kleinen Checkliste > ist ja auch relativ gut zu prüfen.

Ich habe angenommen, dass Motor / Getriebe > das wäre der Horror für mich, wenn ich als erstes in den Motor oder das Getriebe investieren müsste ... Gibt es Kriterien, eventuelle Motorschäden im Betrieb festzustellen? 

Vorderachse bei Frontlader > leuchtet ein > höheres Gewicht generell und insbesondere im Betrieb > die Kräfte beim Heben und Senken. Was verschleisst bei der VA > nur die Radlager oder betrifft es die gesamte Achskonstruktion? Wie prüfe ich die Achse? Kräftig d´ran rütteln?

Lenkgetriebe: Vermutlich insbesondere auch bei FL? Wie prüfe ich das Lenkgetriebe? 

Getriebe / Kupplung: Sind die Gänge bei solchen alten Baujahren eher hakelig einzulegen oder funktioniert ein Getriebe, dass okay ist, auch aus solchen alten Zeiten schon sehr leicht?

Radlager hinten: Durch rütteln an den Rädern feststellbar?

Spannendes Vorhaben! Fragen über Fragen ... Ich werde mir heute in der näheren Umgebung 2 ältere MF 35 anschauen ... und meine Kriterienliste checken.

Gruß Chris
 
Ich frage noch ´mal nach:

Multipower > ist was? Leistungssteigerung des Motors > FM 35X-Version?

Differenzialsperre? Bei Hinterachsantrieb betrifft das nur die Hinterachse? Für welchen Einsatz ist die Sperre sinnvoll?

Doppelkupplung > erkenne ich woran, falls der Verkäufer das nicht wissen sollte?

Ich habe mir heute morgen eine Checkliste erstellt, damit ich bei meinen Besichtigungen nichts vergesse ... 

Gruß Chris
 
Ein Schlepper mit Multipower ist "1-fach lastschaltbar", sprich jeder eingelegte Gang kann ohne Kuppeln um einen Gang "nach unten" "geschaltet" werden...  Natürlich nicht "wirklich" und auch nicht am Schalthebel, sondern hydraulisch durch eine Lamellenkupplung vor dem Getriebe. Der Schlepper hat je nach Stellung des Schiebers keine Motorbremswirkung und kann auch nicht angeschleppt werden...

Erkennbar an dem kleinen silberfarbenen "Schieber" im Armaturenbrett mit dem das Multipower bedient wird. 
 
Differentialsperre ist bei einem hinterradgetriebenen Schlepper schon fast ein Muß - mit Frontlader erst recht. In einer feuchten Wiese, oder auf anderem unbefestigten Untergrund fährt man den Schlepper relativ leicht fest und ohne Differentialsperre bekommt man ihn dann kaum mehr los... Das wird auch schon mit einer Kiste Mist im Heck so sein, wenn es einen Tag vorher geregnet hat...  
 
ja, es berifft die komplette Vorderachskonstruktion! Radlager sind noch relativ harmlos zu wechseln. Ernst wird es, wenn der Mittelachsbolzen im Vorderachsbock so gewütet hat, dass der Bock nicht mehr zu retten ist. Komplett die Vorderachse zu richten, inclusive neuem Bock - das geht dann schon scharf Richtung 1000,- Euro... Unter 800 wohl kaum. 

Festzustellen, schwer, wenn der Schlepper mit seinem Gewicht drauf steht. Aber durch scharfes Rütteln kann man da schon meist sehen, wie es um Achsschenkel und Radlager bestimmt ist.

Noch schwerer ist es das Spiel der hinteren Radlager zu beurteilen. Wenn das Rad schon "so" wackelt, dann gute Nacht! Aber Handlungsbedarf besteht schon wesentlich vorher und das sieht man nicht, wenn der Schlepper mit seinem Gewicht auf den Rädern steht. Hier hilft praktisch nur Anheben mit einem Wagenheber um zu sehen, ob er die Räder "hängen" lässt...
 
Lenkgetriebe lässt sich relativ leicht beurteilen.

Am Lenkrad drehen und wackeln - wie groß ist das Spiel. Oder anders rum - wie weit kann ich am Lenkrad drehen, bevor sich die Räder beginnen zu bewegen.
 
Doppelkupplung erkennt man daran, dass wenn man die Zapfwelle einschaltet, und zwar den Hebel auf "Engine" - also sog. "Motorzapfwelle", die Zapfwelle weiter läuft, wenn man den Schlepper "halb" ausgekuppelt hat, so dass er stehen bleibt. Und wenn man das Kupplungspedal ganz durchtritt, dann bleibt nicht nur der Schlepper sondern auch die Zapfwelle stehen.

Einfacher wird es aber andersrum sein:

Bei laufendem Motor und eingelegtem Gang, die Kupplung ganz durchtreten, Zapfwellenschalthebel auf "Engine" schalten und Kupplung langsam loslassen: Etwa auf halbem Wege beginnt die Zapfwelle zu drehen, obwohl der Schlepper noch steht. Bei ganz losgelassener Kupplung fährt er dann auch noch los. 

Angeblich soll ein 35er ohne Doppelkupplung auch kein Traktormeter haben! Also ist ein vorhandenes Traktormeter vermutlich schon mal ein Indiz für eine Doppelkupplung. Aber ohne Gewähr - Traktormeter könnte ja nachgerüstet sein... 
 
So, ich glaube das war es jetzt erst mal auf die Schnelle - hab ich was wichtiges vergessen?? Ich muss bald los 
 
Norddeutschland > Nordwestmecklenburg.

Danke für die vielen Infos > macht die Sache etwas leichter für mich. Werde mit einen 2t-Wagenheber ins Auto packen ...

Gruß Chris
 
JayCB:

Norddeutschland > Nordwestmecklenburg.
Dachte, da du von MF35X geschrieben hast - diese gab es in der BRD nämlich gar nicht. Hier hatten die MF35 zwar je nach Baujahr unterschiedliche Leistung, das "X" auf der Haube gab es aber nicht. 

Ist natürlich keine Ecke, wo es viele MF gibt - sind ja alle erst nach der Wende dort hin gekommen... 
 
Na - wie schaut es aus? Die ersten Kandidaten schon besichtigt?

Ich hab mir noch mal Gedanken gemacht bezüglich Differentialsperre - die meisten MF35 scheinen wirklich keine zu haben?? Verrückt eigentlich - MF25 und MF65 haben ALLE eine...

Vielleicht solltest du hier mal die Frage in die Runde werfen, wie Nutzer hier ohne zurecht kommen?? Scheint ja auch irgendwie zu gehen? Ich benötige sie so 3 bis 5 Mal im Jahr. Meist bei schweren Schub- oder Zugarbeiten, oder bei Schnee/Glätte. 
 
Differentialsperre ist tatsächlich wohl eine Frage der Anwendung, und des Fahrergeschicks ;-)

Es gab nicht umsonst laut ETL einen Nachrüstsatz...

Ich habe sie auf feuchtem Boden bergauf auch schon an der Egge gebraucht.... Wer gut ist, kann aber auch mit der Einzelradbremse arbeiten. D.h. das durchdrehende Rad mit dem entsprechenden Bremspedal in Schach halten, dann gehts auch wieder vorwärts. Das erfordert aber etwas Geschick und Übung.

Noch ein Hinweis bzgl. Radlager: das Spiel der hinteren Radlager lässt sich aufgebockt fast nicht prüfen. Da muss ich Hometown etwas wiedersprechen, das prüft man am besten, wenn der Schlepper auf den Rädern steht.

- Aufgebockt "hängt" das gesamte Gewicht von Rad und Achse auf dem Lager. Da wackelt so ohne weiteres nichts, selbst wenn viel Spiel ist. Da wirft man vorher den Schlepper vom Wagenheber. Durch die Schrägrollenlager und die Fixierung der Antriebswelle im Differential ist der Drehpunkt bei Lagerspiel nicht in der Nabe (am Lager), sondern in der Schleppermitte. Dementsprechend gering ist die Hebelwirkung außen am Reifen.

- Auf den Rädern stehend muss der Gang draußen und die Bremse komplett offen sein. Dann zieht und drückt man kräftig oben am Rad. Es muss ein leichtes "Klong" hörbar sein, hervorgerufen durch das Zusammenstoßen der Achsstummel in der Mitte. Das hört sich wild an, entspricht aber u.U. nur dem erforderlichen Lagerspiel. Das Tatsächliche Spiel zu quantifizieren, ist fü rungeübte schwierig, eben wegen der ungünstigen Hebelverhältnisse... Am besten fühlt eine 2. Person am Übergang Bremstrommel - Bremsankerplatte, wie viel sich die Achse raus und rein bewegt. Das darf nur minimal sein.

Lenkgetriebe:

- Spiel des Lenkrades an sich (Lenkrad hin und her drücken)  im Lenkkopflager (einstellbar von außen bei abgenommenem Lenkrad)

- Spiel der Lenkung, d.h. Leerweg des Lenkrades: Lenkgetriebe muss geöffnet werden, es können Distanzplättchen entfernt werden, bis das Spiel stimmt. Die Arbeit ist eine ziemliche sauerei ;-)

- Lenkhebel rechts + links am Getriebe: Wenn die Spiel haben, müssen die Buchsen im Lenkgetriebe getauscht werden

 - Und dann natürlich die Kugelköpfe, wie beim Auto.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
So, ich habe es getan!

Gestern habe ich mir den besagten IMT 533 mit Frontlader angeschaut, im Rahmen meiner Möglichkeiten (!?) technisch geprüft und für den verhandelten Preis von 3.200 € für gut befunden. Optisch muss ich ein bischen ´was machen; aber das ist sekundär. Das kann ich je nach Zeit Stück für Stück machen. Klar ist jedoch, dass ich an den Traktor keine MF-Schriftzüge kleben werde. Es ist ein IMT und erhält deshalb vorn auf der Haube den IMT-Bullen!

Ich denke, wenn er technisch okay ist, habe ich für den Preis nichts falsch gemacht - insbesondere unter dem Aspekt, das der Frontlader mit Konsole bereits für 800 - 1.000 € gehandelt wird. Dann bleibt preislich für den nackten Traktor ca. 2.300 € ... Wenn ich ihn wieder verkaufen würde, wäre die Erfahrung groß und der finanzielle Verlust absolut überschaubar.

Morgen hole ich den Traktor ab ... dann geht´s weiter. ;-))) Ich werde berichten ...

Die MF´s gibt es hier oben im Norden nicht wirklich häufig. Dagegen gibt es reichlich russische, unkaputtbare Belarus > sind mir ab zu groß ( und hässlich ).

Gruß Chris
 
Herzlichen Glückwunsch! 

Wir sind gespannt und warten auf die ersten Bilder ;)

Grüße hometown 
 
Ich habe den Traktor mit einem Trailer aus Thüringen geholt. War ´ne irre Tour hinterm Jeep ... aber ging gut. Ich muss feststellen: Für einen solchen Transport geht nichts über einen hochwertigen Anhänger! Der Vermieter hatte mir noch reichlich Schwerlastspanngurte mitgegeben. Das war sehr gut > die 4 Räder mit je einem Gurt befestigt und noch je einen Gurt vorn am Frontlader und hinten an der Hydraulik ... Der Traktor war sicher für die Tour angeschnallt!

www.jayc.de/traktor

Weitere Bilder folgen ...

Ich werde jetzt als Erstes eine Grundwartung vornehmen: Öle und Filter wechseln bzw. reinigen.

Welches Öl nehmt ihr für Getriebe/Hydraulik und für den Motor?

Insgesamt ist der Traktor relativ trocken. Ich habe jedoch ein "Leck" entdeckt und bin nicht sicher, welche Komponente inkontinent ist. Werde es auch ´mal fotografieren ...

Gruß Chris
 
Ich habe in meinem MF65 - ganz normales Motoröl für Dieselmotoren verwendet und für das Getriebe gewöhnliches HLP-Hydrauliköl, da es mir sehr auf einen günstigen Preis angekommen ist. Da der Schlepper weder eine Lamellenkupplung an einer Lastschaltung, noch sog. "nasse Bremsen" hat, ist HLP als Getriebeöl absolut ausreichend. Es gibt aber auch spezielle Öle für Traktorgetriebe, sogenannte "UTTO" - Öle. Ein universelles Öl, was am Traktor für Motor UND Getriebe geht ist ein sog. "STOU" - Öl. Das ist aber recht teuer. 

Der Sinn dahinter - möglichst günstiges Öl zur "Erstbefüllung" zu verwenden ist, dass man dieses ja ohnehin nach relativ kurzer Zeit wieder entsorgt... Sei es, weil man quasi "spülen" will, oder es durch einen Defekt schnell unbrauchbar wird. Mein Motoröl hat z.B. keine Stunde gehalten, bis ich Kühlwasser drin hatte... Da wäre jeder Euro mehr einer zuviel gewesen... 
 
Fur der motor ja, doch furs getriebe spulen, das werkt niecht viel.

deckel ab, und mit tuchen und so, weil meistens ist unter drin immer ablagen, mayonaise und wasser, und dass spult sich nicht so einfach weg.

und dann abhangich ob ihren trecker hydraulic auch aus getriebe nimmt oder ein separates hydraulic tank hatt öl wahlen.

separates hydraulic tank; hydraulic ol 46, und getriebe 90W90 GL4 (GL5 hatt eine dope die bronze vresst).

oder wenn getriebe und hydraulic verein zein, 15W40 STOU die kann fur motor-getriebe und hydraulic gebracht worden.

Gruss, Bert
 
Ja aber - gerade am Getriebe kommt ja meist mehr Wasser als Öl, bzw. eine undefinierbare Pampe raus - wenn man da dann neues Öl einfüllt, ist das ja gleich beim Einfüllen schon wieder verunreinigt, da man das alte ja nicht ganz raus bekommt. Da ist es wichtig, dass man nach relativ kurzer Zeit wieder wechselt. Da ist mit ein UTTO zu schade für! Das sind ja immerhin knapp 40 Liter... a 5,- Euro/l !!! 
 
Nein, nur 30 Liter.

und ja du hast recht da ist immer eine pappe, so: altes ol ablassen, alle klappen ab und mit tuchen oder so sauber wischen, (weil da unter sind immer stellen die du nicht sauber kriegt beim spulern weil vertiefungen im guss.)

neue ol drauf, und immer abstellen unter ein dach! weil meistens kummt das wasser drin bei die getriebe schalter.

Gruss, Bert
 
Laut HLT-Gallisch werden für Getriebe/Hydraulik 39 Liter benötigt. Er schreibt, dass auschliesslich das slovenische Olma Transhydro 85W verwendet werden soll :-0 . 30 Liter kosten 128 €!

War heute Mittag bei meinem Nachbarn (Leiter Landmaschinenwerkstatt) und seine Empfehlung: Günstiges 80/85W Öl und lieber mal eher wechseln. Für den Motor normales 15W40. Ebenfalls lieber ´mal kurzzeitig wechseln, anstelle teueres Spezialöl zu nehmen. Sein Hinweis: Zur Zeit der Herstellung des Traktors (60er Jahre) gab es diese vielen Spezifikationen nicht und alles war für normale Öle ausgelegt. Bei den heutigen Hochleistungstraktoren sieht es schon wieder anders aus ...

Gruß Chris
 
zumal wir von Serbien reden - da gab es 1965 garantiert kein Öl, das halbwegs an die heutigen Spezifikationen ran kommt... 
 
Die 39l kommen hin - in meinem MF65 sind es 38l und der hat ja den selben "Po" ;) 
 
Die Füllmenge beim 35er sind 30,3l. Der müsste doch bzgl. Getriebe und Differential identischer sein als der 65er, oder?

Ich fahre im Motor 15W40 günstig und im Getriebe UTTO. Allerdings waren die Gehäuse bei mir blitzblank sauber beim einfüllen ;-)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Sorry für den zeitlichen Verzug > mein Job ist "raubt" im Moment viel Zeit. Ich habe Bilder vom IMT auf meine Seite gestellt > www.jayc.de/traktor ...

Es gibt jetzt erst ´mal Einiges zu tun:

1. Öle und Filter wechseln

2. Der Keilriemen sieht auch nicht mehr gut aus

3. Quelle für den Ölverlust am Motor lokalisieren (siehe Bilder) und möglichst eleminieren

4. Schaufel für den Frontlader suchen > welche Aufnahme ist das? (siehe Bild)

5. Aktivierung der Heckhydraulik und Anbau einer Ackerschiene mit Kugelkopf / ggfs. Heuballengabel montieren

Ich werde den Traktor erstmal technisch fit machen, bevor ich an die Optik gehe. Er springt super an und läuft - nach meinem laienhaften Eindruck - gut. Ich hatte schon die Gelegenheit, mit einem DEKRA-Prüfer über ein Wiederzulassung zu sprechen. Dafür benötige ich lediglich Scheinwerfer und Blinker vorn (die Originalscheinwerfer sind wegen des Frontladers zu groß) und eine Warnblinkanlage, die relativ einfach nachzurüsten ist.

Hat jemand von euch anhand der Bilder eine Idee, woher die Erverlust am Motor stammen kann. Der Ölverlust ist so gering, dass der Traktor keine Spuren am Boden hinterlässt.

Weiterhin interessiert mich, ob es unterschiedliche Aufnahmen bei den Frontladern gibt ... und wenn ja, wie die ggfs. bezeichnet werden und um welche Variante es sich bei meinem Frontlader handelt.

Über Tipps und Hinweise freue ich mich! 

Gruß Chris

PS: Gibt es eigentlich eine Upload-Möglichkeit für Bilder in das Forum ohne URL wie z.B. directupload.net?
 
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