MF135 Viel zu teuer?

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eifeldepp

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Liebe MF-Gemeinde,

ich bin neu hier! Daher plagen mich viele Fragen, die ihr mir sicher beantworten könnt. Schon einmal Dank im Voraus.

Vorgeschichte: Ich habe hier in der Eifel eine kleine Pferde- und Obstwiese mit insgesamt 1,7 ha. Die muss ich leider nun selber mähen, da mein ehemaliger Pächter pro Hektar sechs Pferde aufgestellt hat, so dass kein Büschel Gras mehr übrig geblieben ist...

Kurzerhand gekündigt habe ich die Wiese nun selbst am Hals und mir dafür einen kleinen Mulcher zugelegt, den ich an einem 1955er Dieselross betreiben wollte. Obwohl Leistung und Anforderung zusammen passten hat sich das Ross nach 1,5h Mähen mit Motorschaden verabschiedet. Reparatur möglich aber verschoben.

Nachdem ich mit einen Hochgrasaufsitzmäher kaufen wollte habe ich mich später doch dazu durchgerungen wieder einen Schlepper zu finden. Ich habe den Anschein, dass das in der Eifel immer schwieriger wird, etwas vernünftiges zu bekommen. Ein paar hab ich schon besichtigt. Alle so im Bereich bis 5000,- Euronen. Allesamt usselige Ölschleudern (wenigstens optisch).

Letztendlich habe ich jetzt bei einem Landmaschinenhändler, der bekanntermaßen als seriös gilt, einen MF 135 gefunden, BJ 76, 45PS, der über einen Schäffer Frontlader mit Schaufel verfügt, Hydraulikanschluss und Kraftheber hinten und auch über eine Kabine. Eigentlich eine super Konstellation. Der Zustand ist gut, die Reifen hinten sind so bei 50% und nicht porös, vorne neu. Kein nenneswerter Rost und fast keine Beulen. Soweit ich das sehen konnte fast trocken, nur der Motor selbst schwitzt ein wenig. Nach einem Tag keine Tropfen drunter. TüV neu, Ölservice gemacht. Nur der Sitz ist fritte, aber das ist ja kein Problem.

Der Betriebsstundenzähler des Traktors in dritter Hand (alles Pferdeleute) steht bei ca. 2500h und das ist meine erste Frage. Der Zähler ist ja vierstellig. Geht der also auf Null, wenn die 10.000 Stunden erreicht sind? Kann man irgendwie herausfinden ob der schon einmal rum ist? Der Zustand sieht mir für 12500 h zu gut aus.

Letztendlich meine wichtigste Frage: Der Händler möchte 6.000,- Euro für das Teil und lässt sich auch nicht bewegen davon ab zu gehen. Das finde ich ein wenig happig, jedoch bin ich immer bereit für etwas, was etwas taugt auch ein paar Euro mehr zu investieren. Ich kann ein wenig (rudimentär) schrauben, jedoch fehlt mir die Zeit dafür, daher möchte ich etwas vernünftiges kaufen.

Ich hänge vier Bilder an und freue mich auf eure Meinung. Was haltet ihr davon?

Es grüßt

der Eifeldepp (Achim)eup-1124195328-60b0b485c06489d52e6ee66a41033164-1433350722_big.jpgeup-1124195328-a89dbfcef958915788d92509f0a18787-1433350743_big.jpgeup-1124195328-45d09bde4ee7e2ee8c339cd8a5354767-1433350769_big.jpgeup-1124195328-f90bc05da3ad2790ddf8716908bb9d99-1433350908_big.jpg
 
Hallo Achim,

mal ganz im Ernst: kannst Du Dir wirklich vorstellen, daß ein 40 Jahre alter Trecker nur 2500 Stunden gelaufen sein soll? Bei unterstellten 20 Jahren im Einsatz wären das lächerliche 125 Stunden per anno. Wer Dir solche Märchen aufbinden will, den würde ich mit Vorsicht genießen.

Schau Dir das Kupplungspedal an. Wie stark ist es abgenutzt? Stell bitte mal ein Photo rein.

Beste Grüße, Matthias

EDIT: imho zu teuer. Es sei denn, die 2500 Stunden wären echt....
 
Lieber Matthias,

ich sehe das alles genauso. Jedoch hat der Händler auch nicht behauptet, dass die Betriebsstunden stimmen. Wir haben nur abgelesen.

Ich werde mir die Pedale genau anschauen und Fotos machen...

Danke schon mal.

LG Achim
 
Hallo

Wenn es tatsächlich 2500 Bstd. sind , dann ist der Preis okay .

Aber 2500 Bstd. in 39 Jahren ?   Das wären ja nur 64 Stunden / Jahr , aber nicht unrealistisch !
 
Hallo nochmal und guten Morgen,

ich war in den vergangenen Tagen in der Eifel unterwegs und habe die Landmaschinenhändler abgeklappert, ihr glaubt gar nicht was für einen Schrott ich zu sehen bekommen habe. Allein diese Erfahrungen relativieren die Preise. So habe ich angebliche Schnäppchen gesehen, die ohne Frontlader 4.500,- Euro kosten sollten und ich konnte die Hand durch die angeblich kleinen Roststellen stecken. ;-)

Der Markt stellt sich für mich so dar: Traktoren gibt es genug, leider wenig brauchbares. Die brauchbaren kosten jenseits der 5.000,- Euro oder sind rostmäßig unter aller Kanone. Alternativ müsste ich mehr ausgeben (>8.000,-), da ist der Markt größer, jedoch haben die meistens deutlich mehr Leistung, so dass mein kleiner Mulcher sicher auseinanderfliegt. Man bekommt auch Traktoren unter 5.000,-, teilweise sogar für 2.000,-, die sind aber eher etwas für Bastler.

Ein weiteres großes Problem ist der Frontlader, sofort geht die Zahl der brauchbaren in der Preisklasse um 5.000,- Euro gegen Null runter. Übrigens: viele Geräte dieser Preisklasse sind nicht ausgepreist, man hat den Eindruck der Händler macht den Preis wenn man dabei steht und taxiert vorher wieviel Ahnung man hat. Ein Schelm, wer böses dabei denkt (Heinz Erhardt).

Bei allen Recherchen komme ich immer wieder zum kleinen MF135 zurück, der für mich eigentlich größenmäßig, leistungssmäßig und ausstattungsmäßig die optimale Wahl darstellen würde.

Matthias hat geschrieben ich solle noch ein paar Bilder einstellen, diese anbei von den Pedalen etc. Ich entschuldige mich bei den Betreibern des Forums für die großen Bilder, ich denke aber man sieht sonst nichts. Die Dateigrößen sind jedoch gering (ca. 160kB).

Sorge macht mir noch der schwitzende Motor, nach dem Feiertag waren doch ein paar Dröppelchen drunter, im wesentlichen aber genau unter der Ablassschraube. Die Frage wieder für den Laien: Wieviel ist normal?

Nochmals Danke für die ersten Eindrücke und Tipps, ich denke, ich werde das Forum noch oft benötigen...

Es grüßt

Achim

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Hallo Achim,

das Kupplungspedal sieht jedenfalls nicht nach 12500 Stunden aus.

Du bekommst für
 
Lieber Matthias,

vielen Dank für deine Info, die Vorderachse werde ich mir auch noch genau ansehen.

LG Achim
 
Hallo Achim,

mein bescheidener Senf dazu:

Laut Zustand von Pedalen, Lenkrad, Schalthebelknöpfen (da ist z.T noch Farbe auf den Nummern/Buchstaben) und Gesamteindruck könnte das mit der Stundenzahl schon passen.

Ist zwar nicht repräsentativ, aber mein 135er Bj. 77 hat auch erst 3200 Std. Die geringe Stundenzahl ist bei Pferdeleuten, die ein paar Ballen bewegen, Mist wegfahren und vielleicht ein paar Weiden

ausmähen oder abschleppen, durchaus glaubhaft.

Bock den Traktor vorne auf und wackel an Mittelachsbolzen und Achsschenkeln. Eher noch als die Vorderachse, ist bei Frontladerbetrieb die Kupplung verschlissen.

Kannst du den Schlepper im größten Gang bei dreiviertel Gas und betätigten Bremsen "abwürgen"? (Bitte nur ein- oder zweimal probieren)

Trennt die zweite Kupplungsstufe (ZW-Kupplung) sauber?

 Schau nach, wo das Öl herkommt. Kupplunggehäuse oder vorderer Kurbelwellensimmering? Oder von weiter oben?

Es tropft halt gerne an der Ablaßschraube ab, weil das die tiefste Stelle an der Ölwanne ist.

Verkauft der Händler die Maschine in eigenem Namen oder im Kundenauftrag?

Kannst du dem Händler bei Kaufzusage eine neue TÜV-Abnahme und eine Kompressionsdruckprüfung rausleiern?

Gruß +Matthes+

P.S.Ich liebe gerade die 135er:-), waren damals nicht umsonst die meistverkauften und erfolgreichsten MFs.
 
Oh sorry,

habe erst beim Korrekturlesen registriert, daß der TüV neu ist.

Dann brauchst du dir auch keine Gedanken über verschlissene Vorderachse oder Ölsardinenstatus zu machen.

Trotzdem sei mir noch folgender Hinweis gestattet:

Der 135er ist ohne Heckanbaugerät schon "relativ" schwer zu lenken, hat deswegen schon einen großen Lenkraddurchmesser.

Ohne entsprechendes Heckgewicht macht Frontladerarbeit  eher wenig Spass, weil Lenken "auf der Stelle" für Nichtbodybuilder fast unmöglich ist.

Gruß +Matthes+
 
Lieber Matthes,

auch dir vielen Dank für die ausführliche Antwort. Der TüV wird noch gemacht, das mit der Kompessionsprüfung ist eine tolle Idee.

Verkäufer ist leider nicht der Händler, aber das machen die wohl alle nicht mehr.

Das mit dem Lenken ist schon so ne Sache, kenne ich vom Dieselross, sogar ohne Frontlader. Muckibude ist angesagt. Ich wollte mir aber sowieso ein Heckgewicht aus Beton basteln.

Kann man die Servolenkung eigentlich nachrüsten? Wenn ja, wie groß ist der Aufwand?

Also nochmal Danke, ich werde eure Ratschläge beherzigen. Aber ehrlich, er würde schon optimal passen...:-)

LG

Achim
 
Hallo Achim,

dein angelächelter 135er ist aus französischer (Beauvais) Produktion mit gerader Vorderachse.

Dafür gibt es leider noch keine brauchbare, bzw. kosten- und aufwandgünstige Nachrüstlösung auf Servolenkung/Lenkhilfe. Suche selber seit Jahren.

Georg (Pferd 152) hat seinen 152er (gleiche VA/Lenkgetriebe) auf "vollhydraulisch" umgerüstet. "Nichts ist unmöglich". Kosten und Aufwand muss jeder selbst beurteilen.

Aber ein ausreichend dimensioniertes Heckgewicht hilft schon bedeutend zur Erleichterung und reduziert die Vorderachslast spürbar.

Als jemand, der jahrzehntelang auf der Verkäuferseite des Tisches gesessen hat, folgender Rat:

Wegen des Produkthaftungsgesetzes mit der Pflicht zur Gewährleistung als gewerblicher Anbieter bleibt nur der Verkauf im Kundenauftrag.

Sonst könnte kein Händler eine Maschine in Zahlung nehmen.

Nun mußt du deine Kompetenz der Maschinenbeurteilung demonstrieren.

In der Oberlenkeraufnahme steckt ein Gewindestab/bolzen mit Muttern. Der ist nicht original. Niemand,der die 3-Pkt. Hydraulik nutzt, würde hier beim Oberlenker jedesmal rumschrauben wollen.

Dann noch der Ölverlust am Motor. Oder du nimmst Kontakt zum letzten Besitzer auf und fragst zur "Argumentationshilfe",warum er den Schlepper (diese Gurke
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) verkauft hat.

Mehr möglicherweise "Preisdrückendes" fällt mir schon nicht mehr ein.

Der 135er hat einen Frontlader, der über Zusatzsteuergerät betätigt wird, einen Kipperanschluß, eine Kabine und sieht rundherum gut aus.

Hätte ich dein Anforderungsprofil, wäre das meine Wahl.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

ja, ich lächele ihn tatsächlich an, denn er passt wirklich genau auf mein Anforderungsprofil. Im Gegensatz zum Dieselross (übrigens ein F24L), das eigentlich nur für die Kinder hier rum fuhr, wird der MF aber wieder ein wenig arbeiten müssen. Das nicht jeden Tag aber hier und da und besonders im Betrieb mit dem Mulcher für die 1,5ha Obstwiese. Ich bin kein Landwirt und werde nie einer sein, die Obstbäume und die Wiese pflege ich nur aus "ökologischen" Gründen, genau wie ich ein (Hobby-)Imker bin, der keinen Honig mag. (Met aber schon...)

Bei all dem, was ich die vergangenen Tagen an Schleppern gesehen habe scheint der MF der Solideste zu sein und auch der Preis relativiert sich dabei. Natürlich steckt man nie drin, kaputt kann an einem angegrauten Opa immer etwas gehen.

Die merkwürdige Konstruktion in der Oberlenkeraufnahme ist mir noch gar nicht aufgefallen, ich schließe daraus, dass die Dreipunkt nicht oft verwendet wurde. Daraus schließend wurde auch nicht oft ein Heckgewicht verwendet und damit auch der Frontladen nicht so stark belastet. Kann aber auch ganz anders gewesen sein.

Ich habe die Bilder elektronisch rumgezeigt und von verschiedenen Seiten Einschätzungen gehört, die sich mit der deinen decken, er sieht rundum gut aus. Abgegeben wurde er angeblich wegen Hobbyaufgabe aus Altersgründen.

Der Händler will noch die Wasserpumpe erneuern und das defekte Scheinwerferglas ersetzen. Dann fahre ich wieder hin und sehe was sich machen lässt. Vom Preis wird er nicht großartig abrücken, das hat er schon signalisiert, aber vielleicht lässt sich das eine oder andere noch raushandeln mit den Informationen, die ich jetzt habe.

In diesem Sinne noch ein Dankeschön und viele Grüße aus der Vulkaneifel

Achim
 
Als jemand, der jahrzehntelang auf der Verkäuferseite des Tisches gesessen hat, folgender Rat:

Wegen des Produkthaftungsgesetzes mit der Pflicht zur Gewährleistung als gewerblicher Anbieter bleibt nur der Verkauf im Kundenauftrag.

Sonst könnte kein Händler eine Maschine in Zahlung nehmen.

Gruß +Matthes+

Aber, Matthias, das verstehe ich nicht. Wenn der Händler die Maschine in Zahlung genommen hat kann er sie ja nicht mehr "im Kundenauftrag" verkaufen... 

Beste Grüße vom Namensvetter
 
Hallo Matthias,

das ist halt die gerne genutzte Grauzone, um die Gewährleistung an den privaten Endverbraucher zu umgehen, zu der ein gewerblicher Verkäufer ansonsten

Kraft Gesetzes gezwungen ist. Er "vermittelt" den Verkauf nur. Es ist also ein Geschäft zwischen Privatleuten. Das ist fast immer der Fall, wenn keine Mehrwertsteuer ausgewiesen werden kann.

Oder die Maschinen werden als Defekt/Ersatzteilträger angeboten. Dann entfällt natürlich auch eine Gewährleistung.

Oft sieht man bei älteren Gebrauchtmaschinen der Händler auch, daß diese nur an gewerbliche Käufer, oder Exportfirmen abgegeben werden.

Das liegt daran, daß eine Gewährleistung unter juristisch sogenannten " Vollkaufleuten" gesetzlich nicht zwingend ist, weil es keine "Verbraucher" sind.

Die juristische Grundlage stammt ja aus dem "Verbraucherschutzgesetz". Ach ja, auch Landwirte sind juristisch oft "Vollkaufleute".

Reicht dir das so aus?

Beste Grüße zurück an den Namensvetter:-)

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthias,

danke für die ausführliche Erklärung. Ich denke, dieser Sachverhalt wird den meisten bekannt sein. Mir ging es eigentlich mehr um etwas Anderes. Nämlich die Unvereinbarkeit von Inzahlungnahme einer Gebrauchtmaschine und dem Verkauf einer Gebrauchtmaschine im Kundenauftrag. Hat der Händler die Maschine in Zahlung genommen, kann er sie, da sie in sein Eigentum übergegangen ist, nicht mehr im Kundenauftrag verkaufen.

Beste Grüße vom Namensvetter
 
Hallo Matthias,

vielleicht war meine Antwort ja etwas "überausführlich"
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.

"Hat der Händler die Maschine in Zahlung genommen, kann er sie, da sie in sein Eigentum übergegangen ist, nicht mehr im Kundenauftrag verkaufen."

Völlig richtig! Deshalb hatte ich Achim ja weiter oben gefragt, ob der Händler die Maschine in seinem Namen verkauft.

Während meiner früheren beruflichen Tätigkeit wurden daher gerne besonders ältere, nicht gewährleistungsfähige Gebrauchtmaschinen nicht "in Zahlung" (= Ankauf=Eigentumsübergang...),

sondern "in Kommission" (zur Vermarktung) genommen. Hat wohl auch erhebliche bilanztechnische Relevanz. Da kenne ich mich nicht so aus.

Welchen ( möglichen Schleich- :-)) Weg der Händler in diesem konkreten Fall wählen wird, wird Achim im Kaufvertrag sehen. Falls es einen geben wird und nicht nur eine Rechnung/ Quittung.

Mehr möchte ich dazu hier nicht schreiben.

Gruß +Matthes+
 
Hallo liebe Kollegen,

ich werde berichten, wenn ich mehr weiß! Auch zum Thema Quittung.

Letztendlich kann ich den Händler verstehen, man kann für ein 40 Jahre altes Arbeitsgerät kein Jahr Gewährleistung versprechen...

es grüßt Achim aus der Vulkaneifel
 
Liebe MF-Gemeinde,

eben habe ich wieder mit dem Händler telefoniert und bin mit dem Ergebnis nicht unbedingt zufrieden.

Er will sich um die Abdichtung des Motors nicht kümmern, jedenfalls nicht im Rahmen des anvisierten Kaufpreises.

Somit steht folgendes fest: Er möchte 6.000,- für das Teil wie beschrieben, gemeinsam überprüfen wir alle Funktionen, kurze Probefahrt möglich, Wasserpumpe wird gemacht, TüV wird gemacht. Von den 6.000,- Euro gibt es keinen Weg nach unten.

Mehr könne er nicht tun. Angeblich hat er mittlerweile zwei weitere Interessenten, die zu diesem Deal bereit wären und das Gerät ohne weitere Abdichtung des Motors kaufen würden.

Schade, einerseits wäre es das richtige Gerät für mich, das meinen Anforderungsprofil genau entsprechen würde, andererseits: kann ich das Risiko mit dem undichten Motor eingehen? Im Stand ist der Ölverlust gering, doch wie sieht es aus, wenn er mal richtig warm ist, hab ich dann die Sardinendose? Ich beobachte den Markt, mit Frontlader ist hier wenig los...

... und meise Wiese wächst und wächst und wächst...

Etwas ratlos grüßt Achim
 
Hallo Achim, (Eifeldepp)

ich habe Deine Beiträge zum Kauf (MF 135 viel zu teuer )mitgelesen. Die Verpachtung deiner kl.Wiese  (mit Obstbäumen? ) hast du jetzt an der Backe.

Wenn ich ein Glas Milch trinken möchte, kaufe ich mir keine Kuh !! Kann man,das Abschlägeln nicht einem Landwirt in Lohnarbeit vergeben ? Ist immer

noch günstiger ,als sich selbst darum zu kümmern ! Deine Zeit ist ja auch was wert . Oder hat der Pächter Dir soo großen Schaden angerichtet ?

Vom Äusserlichen war der 135 MFnicht so übel. Der Preis na ja ,wenn  man so was haben möchte, muß man handeln und zugreifen ! Sonst ist so

ein ?Schnäpchen ? vieleicht weg .  Ich brauchte für meine (MF 284 S Getriebeschaden Rückwertsgang  einen Außenseegering (  a / EU 4,50 plus 1,50 Fracht !!

zusätzlich 1Woche warten!(Bilderserie ist im Forum )  So mein Beitrag .  HG     Gerd -Gerhard
 
Hallo Achim,

vielleicht liege ich mit meiner Intuition ja  falsch. Du willst das Ding doch haben, oder?

Schau nach, wo das Öl herkommt. Vielleicht Ventlideckeldichtung für 3,85 € oder die Flanschdichtung der Dieselförderpumpe für 95 cent?

Da musst du hin, das geht nicht am Telefon. Mache noch ganz viele Bilder für uns.

Was hindert dich daran, den Traktor "richtig warm" zu fahren? Das sollte doch in der Vulkaneifel kein Problem sein, da gibt es stramme Steigungen im Überfluss.

Wenn nicht dort, wo sonst?

Gerd-Gerhards Beitrag lasse ich jetzt mal weitgehend unkommentiert.

Natürlich hat er recht, wenn es ausschließlich um Kosten/Nutzen Rechnung geht.

Aber "Gott sei Dank" gibt es noch einen "Herzblutfaktor".

Gruß +Matthes+
 
Hallo nochmal,

@Gerd, sicher hast du recht, man kauft keine Kuh wenn man Milch möchte. Aber das mit unserer Wiese ist nicht so einfach. Der bisherige Pächter hatte vor zehn Jahren 2 Pferde, die standen so auf ungefähr 1 ha. Das passte. Jedoch wurden es über die Jahre immer mehr, zuletzt 6. Die Wiese, jetzt eher Acker, ist völlig überweidet, aber so ein Städter wie ich hat ja keine Ahnung. Im Winter versickert der Regen nicht mehr, alles läuft über die Straße ab. Der Pächter hatte Verbot die Perde zwischen meine Obstbäume zu lassen, wenn wir im Urlaub waren standen sie auf einmal drin. Resultat: Bäume beschädigt, Spitzen abgefressen, Wiese zertrampelt. Heiligabend standen dann die Gäule in unserem Hausgarten, sogar die Bienekästen haben die neugierigen Pferde angekaut. Die scheinen zuwenig zu Essen zu haben. Eingedrungen über kaputte Litze, die angeblich ausreicht. Aber ich Städter hab ja keine Ahnung. Entschuldigung für die Beschädigungen in den Beeten meiner Frau hat es auch nicht gegeben. Alles selbstverständlich, das ist auf dem Land halt so...

Ich war es leid habe gekündigt, die Liste der Unverschämtheiten war noch viel länger. 

Problem: keiner der anderen Landwirte will hier etwas machen, auch nicht gegen Geld. Warum : mein Expächter ist der größte Landwirt und Schäfer hier, niemand will sich mit ihm amlegen, obwohl ihn niemand wirklich mag.

Zugereiste haben keine Ahnung, umso weniger wenn sie Städter sind...

Es grüßt Achim
 
Hallo Achim, (Eifeldepp )

ich danke Dir für Deine Rückantwort auf mein Schreiben zum Schlepperkauf und warum! Ich stimme Dir zur Kündigung der Vepachtung im vollen Umfang zu.

Ja leider gibt Menschen , die so unverschämt sind,wie in deinem Fall ! Ich drücke dir beide Daumen, das der MF 135 noch zu haben ist und so weit seine geringe Tätigkeit

lange Jahre macht.     HG    Gerd  -Gerhard
 
Hallo

Was nmützt Dir das, ob das Pedal verschlissen ist oder nicht. Das ist doch Kinderkram.

Auch wenn der Schlepper 8000 Std gelaufen hat, wird der aufgrund seiner einfachen und robusten Technik

noch viele Stunden bei Dir problemlos laufen. Für so einen Schlepper in so einem guten Zustand kannst du gerne 6000 Euro geben.

Der Händler weis sicherlich das gute Mf 135 selten zu kriegen sind.

Gruss e.
 
Liebe MF-Freunde,

Gestern hatte ich wieder ein Meeting mit dem MF135. Als ich dort ankam war schon alles fix und fertig, die rote Nummer war wie versprochen abgebracht. Ölverlust war keiner festzustellen, der Motor war gereinigt, angeblich um festzustellen woher die Verunreinigungen gekommen waren. Laut Aussage des Schraubers, der sich für mich sehr viel Zeit nahm hat er Undichtigkeiten an den Verschraubungen der Kraftstoffleitungen behoben. Das sah jetzt alles Trocken aus. Nach der Erklärung haben wir gemeinsam die Hydraulik ausprobiert. Alles funktionierte. Die hinten ruckelte beim Heben, das ging aber beim Gasgeben weg. Ebenso ging der Frontlader im Leerlauf nur langsam hoch. Alles blieb im Stand an seiner Stelle.

Die Probefahrt durch die Wohngebiete von Hillesheim war ganz witzig. Die Anordnung der Pedale ist etwas gewöhnungsbedürftig mit Bremse und Kupplung an der Ferse. Vielleicht bin ich ja auch ein wenig doof, bis ich die Gänge drin hatte hatte ich zu kämpfen. Dennoch ließ sich alles einwandfrei schalten. Auch das Fahrverhalten ist mit Frontlader speziell, kannte ich nicht. Eine Entwässerungsrinne im Wohngebiet hätte mich fast vom Sitz gehauen, Fasern des Dachhimmels rieselten auf mich herab;-)

Zwei Dinge sind mir negativ aufgefallen. Beim Bremsen zieht er nach links und bei schneller Fahrt kreischte die Hydraulikpumpe. Zurück beim Händler habe ich das moniert. Der Schrauber meinte er habe wohl die Funktionsweise der Hydraulik noch nicht verstanden, so dass die Pumpe auf Last stand. Falsch bedient? Das und das mit der Bremse will er aber klären.

Alles in allem war die Probfahrt positiv, wenn auch gewöhnungsbedürftig. Der Sound ist für so einen kleinen übrigens geil. Nach der Probefahrt, und warm war er jetzt, hingen wieder zwei Tropfen an dem viereckigen Flansch am Motor kupplungseits. Jedoch waren die flüssig wie Wasser und rochen nach Caramba. Ich denke, dass es Bremsenreiniger von der Reinigungsaktion war.

Soviel zu meinem Bericht. Ich werde ihm heute Bescheid geben und wahrscheinlich zuschlagen, ich wüsste nicht was dagegen spricht, wenn die beiden monierten Sachen noch erledigt werden. Ach ja, der TüV-Mann wird sich ja auch noch äußern...

Es grüßt und dankt Achim aus der Eifel
 
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