MF50R Drehmotor Baggerarm

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MF50R

Gast
Hallo Foristis,

ich bin seit kurzem stolzer Besitzer eines MF50R den ich so nach und nach wieder in einen "betriebsfähigen Zustand versetzen möchte. Von der Grundsubstanz ist er meiner Meining nach noch recht gut erhalten aber der Zahn der Zeit und auch die bereits geleistete Arbeit haben doch deutliche Materialermüdungserscheinungen am Gerät hinterlassen. Ich muss gleich mal dazu sagen dass ich da recht "blauäugig" mit absolut wenig Erfahrung an diese Sache rangehe da es sich hier um meinen allerersten Schlepper/Baggerlader in dieser Größe handelt.

Ich habe bereits Erfahrungen gesammelt im Bereich Kleinschlepper / Schmalspurschlepper von denen sich der Eine oder Andere in meinem Fuhrpark tummelt aber was da bei dieser Größenordnung auf mich wartet lass ich mal ganz schmerzbefreit auf mich zukommen.

Betriebsanleitung und Ersatzteil-Listen habe ich bereits recherchiert - was mir noch zum vollkommenen Glück fehlt ist die ABE - die ist leider wie so oft irgdwo in den Untiefen der Zeit verloren gegangen.

Logischerweise hat der MF so einige Baustellen die zu beheben sind, da bin ich derzeit noch dabei die nach "Prioritäten" zu ordnen.

Ich hoffe ich hab mir da keine unendliche Geschichte eingehandelt in meinem jugendlichen Leichtsinn aber ich bin da recht entspannt und zuversichtlich ... wenn alle Stricke reißen sollten dann wird er notfalls geschlachtet und in Einzelteilen verkauft - aber ich denke nicht dass es soweit kommen wird (hoffentlich) ^^

Nun mal zu meinem allerersten "Problemchen" .... wie nicht anders zu erwarten hat er die Eine oder Andere Leckage im Hydrauliksystem und hier werde ich mal anfangen die alle ausfindig zu machen und nach und nach abzudichten. Die schlimmste Undichtigkeit ist am Drehmotor des Baggerarms ... dort verliert er deutlich und markiert ausgiebig sein Revier ... es ist noch nicht so schlimm dass es regelrecht rausspritzt ... aber schon deutlich über dem " da schwitzt er etwas" Stadium raus ...

Laut meiner mir vorliegenden Ersatzteilliste gibt es da einige Dichtungen / O-Ringe etc die man ersetzen könnte - wie groß ist die Chance den Drehmotor auf diese Weise wieder dicht zu bekommen ? reicht das Ersetzen dieser Dichtungen oder gibt es Erfahrungswerte die auf einen größeren Schaden deuten ? Mir ist klar dass zur genaueren Beurteilung der Drehmotor zerlegt werden muß - ich frage nur vorab nach Meinungen (am Allerbesten natürlich von Leuten die so eine Reparatur bereits hinter sich haben ^^)

Genau kann ich den Schaden noch nicht beurteilen da der Baggerlader noch nicht bei mir steht ... der wird erst in den nächsten Tagen angeliefert werden , ich wollte nur vorab schon Vorkehrungen treffen - Ersatzteile bestellen etc.

Apropos Ersatzteile ... ich hab noch keinen Lieferanten gefunden der da was anbietet .... für "normale" MF Schlepper gibts einige aber für die Baggerladersparte siehts erschreckend schlecht aus - das hat mich sehr erstaunt da ich doch hoffte hier problemlos Ersatzteile bekommen zu können ... scheint aber wohl nicht der Fall zu sein daher wäre ich sehr dankbar falls da jmd Bezugsquellen weiß ...

Soweit fürs Erste in gespannter Erwartung auf Antworten und Fragen ....

Gruß

Nobbe
 
Hi

Für Ersatzteile frag am besten den Alex MF-Powerpart der handelt mit sowas.

Gruß Ralf

Meine Schlepper:
Fendt F15 G
FE 35 Spezial mit Standard 23C Motor
 
Das ist aber eine SEHR unpräzise Antwort! 

Bei solch einem Teil, da kann bestenfalls der MF-Händler des Vertrauens weiter helfen, oder eine Firma, die sich auf die Anfertigung von Sonderdichtungen spezialisiert hat! 

Grüße hometown
 
hometown:

Das ist aber eine SEHR unpräzise Antwort! 

Bei solch einem Teil, da kann bestenfalls der MF-Händler des Vertrauens weiter helfen, oder eine Firma, die sich auf die Anfertigung von Sonderdichtungen spezialisiert hat! 

Grüße hometown
Hi

die meisten MF Händler haben eine Baumaschine doch nur von weiten mal gesehen
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Alex hat wenn ich mich jetzt nicht irre 4 dieser Maschinen auf dem Hof und dazu einen MF Ersatzteile Handel.

Oder hätte ich um präziser zu weden sollen  gleich die ET nummer nennen sollen?????????

Gruß Ralf

Meine Schlepper:
Fendt F15 G
FE 35 Spezial mit Standard 23C Motor
 
Hallo alle,

keiner hier im Forum unterwegs der schon mal seinen "Drehmotor" zerlegt hat zur Reparatur/Überholung/Instandsetzung ?

Das verwundert mich doch etwas - entweder der scheint sehr robust zu sein und nie undicht zu werden ( ausser bei mir ) oder es traut sich da keiner ran ? ^^

Ich hab da jetzt keine Bedenken dass ich den ned auch ohne Hilfe zerlegt bekomme und mit viel Glück auch wieder zusammen ....
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, ich hatte nur gehofft hilfreiche Tips zu bekommen wie - pass auf hinter dem Flux Kompensator ist nen winzig kleiner Seegering den nur rausgefriemelt bekommst wenn vorher an der Kurbelwellenbeleuchtung das Licht ausmachst ....

naja - vlt meldet sich ja noch jmd bevor ich den Baggerlader hier habe und dem Intimbereich des Drehmotors unnötigerweise mit schwerem Gerät zu Leibe rücke ....

Gruß

Nobbe
 
Auch ich kann dir da Alex empfehlen. Er hat die Listen und die Teile.

Probiers.
 
Hi Nobbe,

nicht so hektisch. Das ist kein "gesichtsbuch", wo man was fragt und innerhalb von sekunden tausend dumme Antworten bekommt, die nichts mit der Frage zu tun haben.

Also:

Schon mal nen Drehzylinder zerlegt: Ja

Ersatzteile: Ich selber nein, aber beim Baumschinenhändler teilweise noch verfügbar

Abdichten: geht sehr gut, wenn es nur an den Dichtungen liegt (also das Gehäuse in Ordnung ist).

Übrigens sitzt da noch ein kleiner Ventilblock mit am Drehzylinder. Von daher hol das Teil doch erst mal heim, schau genau nach wo das Öl her kommt und DANN klären wir welche Dichtung gewechselt werden muss.

Und ruhig mal ein paar Tage geduld haben.

Übrigens bist du bei Alex auch gut beraten und Anleitungen etc. gibts für den 50R auch häufig im Netz zu finden.

Gruß,

MHF
 
Hi MHF,

also als "hektisch" wurde ich bislang noch nie kategorisiert ... vielen lieben Dank dafür
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ganz im Gegenteil lautet einer meiner Wahlsprüche eher : In der Ruhe liegt die Kraft ! ^^

Ich kenne das halt aus anderen Foren in denen ich auch aktiv bin etwas anders , aber das sollte kein Problem darstellen - ich bin da recht schmerzbefreit und kann mich darauf ganz gewiß einstellen ... Find ich ehrlich gesagt sogar ganz gut dass hier scheinbar alles etwas "ruhiger" angegangen wird ... das "Fratzenbüchle" entspricht da ganz gewiß nicht meinem Anspruch keine Angst ^^

Mittlerweile ist das gute Stück bei mir angekommen und schwupps hat sich meine Prioritätenliste deutlich verschoben ... der Drehmotor ist nach wie vor wichtig abgedichtet zu werden aber der war ganz oben aufgrund meiner in Augenscheinnahme vor Ort ... jetzt hab ich den Baggerlader zuhause und auch ein Stück gefahren und aufgrund dieser Er"fahr"ung muss ich den Drehmotor etwas hintanstellen ... erst mal muss mein 50R wieder vernünftig "laufen" lernen bevor ich den wieder auf irgdwelche Erdbewegungsarbeiten hetze ...

Also ... zu Allererst muss ich mich um den Fahrantrieb bzw dessen Ansteuerung kümmern ... hier krankt es etwas daran dass dieses Fahrpedal vollkommen "ausgelutscht" ist und auch nicht mehr mit dem Gasgestänge verbunden ist, was ein "gefühlvolles" betätigen extrem erschwert oder komplett unmöglich macht ...

Die Rückholfeder ist an der Aufhängung gebrochen was immer mal dazu führt dass sie sich aushängt und die ganze Pedalerie völlig haltlos rumbaumelt. Dazu gleich eine Frage ... diese Feder kommt mir extrem "hart" vor ... soll heissen dass es aus meiner Sicht extrem schwergängig ist dieses Pedal zu drücken da ich da keine Erfahrungswerte habe ist es für mich schlecht einzuschätzen ob das "normal" ist ... für die Umschaltung vorwärts / rückwärts kann ich mir das ja gut vorstellen dass der Betätigungsweg kurz und knackig gehalten ist - aber wenn man dann zusätzlich noch gefühlvoll Gas geben möchte ist das eher verwunderlich dass man da recht hohe Kräfte aufbringen muss dafür ? Hier mal ein Bild der Feder ...eup-1135830062-7463d60c036181d561fb4538da459d5b-1517911452_big.jpg

am unteren Ende sieht man die gebrochene Stelle ... da die Feder meiner Meinung nach recht stramm sitzt bin ich mir unsicher ob es die "richtige" Feder ist oder ob die Feder nur als Ersatz für die richtige Feder eingesetzt wurde ... laut Bedienungsanleitung sieht die dort deutlich anders aus ... eup-1135830062-772d318dfbce49dd797c1847c74b760b-1517912156_big.jpg

Hier sieht man auch welche Teile mir fehlen um das Gasgestänge wieder mit dem Pedal zu verbinden ....

Ich will versuchen die komplette Pedalerie wieder "spielfrei" instandzusetzen ... dazu muss ich wohl sämtliche Lager ersetzen was nicht sehr schwer sein dürfte ... bis auf das Lager des Betätigungshebels für das Umschaltventil ... eup-1135830062-d5ffea0143fcc2fd729345fac1c8dc56-1517911490_big.jpg

welches recht verschlissen ist .... die Umschaltung funktioniert noch erstaunlich gut aber der Hebel selbst "wackelt wie ein Kuhschwanz" in seiner Führung. Ich hab leider nur eine Ersatzteilliste vom 50 B aber ich denke mal dass hier dasselbe Wandlergetriebe oder ein recht ähnliches verbaut wurde ...

eup-1135830062-99c5cb88d2546fe92a41cb00bd41fa12-1517911525_big.jpg

hab hier mal markiert um welchen Betätigungshebel es sich handelt und welches Lager wohl ersetzt werden muss... die Frage ist nur ob ich diesen Hebel ausbauen kann wenn ich den oberen Getriebedeckel öffne um es "innen" aushängen zu können ... oder ob ich dazu den kompletten Vorderwagen inklusive Motor abflanschen und trennen muss dafür ... das wäre etwas extrem "nur" um dieses Hebelchen neu zu lagern :( vlt weiß ja jmd nen Tip wie ich das bewerkstelligen kann ohne gleich alles zerlegen zu müssen ...

Ich warte mal auf hilfreiche Tips von euch ...

Heute werd ich mich aber zuallererst mal um das Lenkgetriebe kümmern welches wie zu erwarten war über ein gewaltiges "Spiel" verfügt ... ich versuch es mal nach Anleitung einzustellen - falls das nicht klappt muss ich mich dort dann auf Fehlersuche begeben ...

Gruß

Nobbe
 
Hi Nobbe,

also soweit ich mich erinnere, geht der Hebel auf die Hydraulikpumpe für das Getriebe, die direkt hinter dem Wandler sitzt und schaltet den Ölstrom um.

Dann musst du den Bagger zerlegen um da dran zu kommen.

Wohl ein Grund warum keiner die Lager je gewechselt hat.

unten mal ein Bild von dem Hebel, wie er an dem Ventil angeschlossen ist.

Gruß,

MHF

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Hi MHF,

ja - genauso hatte ich das auch erwartet ... die Welle des Umschalthebels läuft in einem Sintergleitlager welches ursprünglich von aussen über einen Schmiernippel abgeschmiert werden kann - warum auch immer fehlt dieser Schmiernippel bei meinem MF ... die Welle wird von innen mit der Schaltgabel/klaue quasi verriegelt ... ohne es jetzt genau gesehen zu haben denke ich per Spannstift vermutlich ...

Hatte es schon befürchtet dass da von "aussen" nix zu machen sein wird - wollte mir hier nur noch die Bestätigung dazu holen - vielen Dank dafür ... Also den kompletten Vorderwagen inkl. Motor etc. wollte ich dann doch ned abbauen "nur" um ein Sintergleitlager auszutauschen ... aber das "ausgelutschte" Lager drinnen zu lassen bereitet mir auch Unbehagen - vor allem weil ich da (noch) nicht genau abschätzen kann welche Folgeschäden da auf mich zukommen könnten deswegen.

Ich schau mir mal an wie gut oder schlecht die "Betätigung" sein wird wenn ich die Pedalerie neu justiert habe. Wie schon gesagt, die Umschaltung geht trotz dem verschlissenen Lager relativ gut daher seh ich zwar Handlungsbedarf aber aufgrund der aufwendigen Reparatur wird das mal nach hinten verschoben bis die dringenderen Baustellen abgearbeitet sind.

Gruß

Nobbe

Nachtrag:

Dank eines nächtlichen Geistesblitzes muss ich doch nochmal eine Frage an die Experten hier stellen ... wäre es etwa denkbar dass ich von "unten" an diese Schaltklaue drankomme wenn ich diesen Deckel abbaue ? Aus dem KFZ-Bereich kenn ich Konstruktionen wo Revisionszugänge in Kupplungsglocken sind - zb um das Hydrauliköl aus dem Wandler abzulassen etc. ... wenn ich mir das ET-Bild so anschaue wäre es denkbar dass die Konstrukteure hier auch eine "Revisionsklappe" vorgesehen haben ?

Der Gedanke kam mir weil ich zuerst die verwegene Idee hatte selbst eine Revisionsöffnung oberhalb des Betätigungshebels evtl. hineinzuschneiden und diese dann mit einem selbst konstruierten Deckel wieder zu verschließen ... somit hätte ich da auch Zugang falls mit der internen Wandlerhydraulik mal was wäre. Als ich mir aber das Bild vom Wandlergehäuse nochmal angeschaut habe kam der Verdacht auf dass da ein Konstrukteur schon vor annähernd 50 Jahren ähnliche Gedankengänge hatte ...
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Wie gesagt ich hatte diesen Deckel bisher noch ned ab und frage daher schonmal vorab ob es da ne Chance gibt den Hebel von unten her auszubauen .... falls da jmd Erfahrungswerte oder zufällig ein Wandlergetriebe offen rumliegen hat wäre ich sehr erfreut über eine Antwort ...

:-)

hier  zb ...

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Hi Nobbe,

wäre da der doofe Wandler nicht im Weg....

Also die Öffnung ist eigentlich  wohl vom Schaltgetriebe, weil da von unten die Kupplung eingestellt werden kann.

Versuch mal dein Glück, aber ich befürchte dass es da echt eng wird für europäische Erwachsenenhände. Der Wandler geht ja direkt bis vor die Pumpe.

Rausschneiden würde ich da nichts bei dem Getriebe. Schließlich ist das gleichzeitig der Rahmen der ganzen Grundmaschine. Nicht, dass die dann irgendwann in der Mitte durchknickt.

Gruß,

MHF
 
Hi MHF

du hast natürlich vollkommen recht ... die Darstellung ohne Wandler hat mich total vergessen lassen dass der da drin ja auch Platz beansprucht und nicht zu wenig - sonst hätte es evtl durchaus klappen können.

Bei dieser selbsgebauten Zugangsöffnung hatte ich da schon unbedenkliche Maße im Sinne eines endoskopischen Eingriffs vor Augen - also keine extreme Schwächung der Grundkonstruktion a la Scheunentor ^^ ... aber das war wie gesagt auch nur eine Idee die ich mir noch gründlich durch den Kopf gehen lasse bevor ich zur Tat schreite ... 

Den gesamten Vorderwagen abzubauen und zu trennen schreckt mich halt schon ein wenig ... erstens hab ich das noch nie gemacht und zweitens weiß ich nicht ob das wirklich erforderlich ist wegen diesem Sintergleitlager welches bestimmt schon vor 20 Jahren verschlissen war - zusätzlich befürchte ich da weitere Komplikationen da ja Industriebaggerlader und da wird so eine Trennung vermutlich nicht so einfach sein - da muss bestimmt der schwere Frontlader auch vorher abgebaut werden ... und das wird mir dann doch eindeutig zu viel für mal eben nen Lager wechseln ...

Ich hab ja noch genügend andere Baustellen die ich vorher abarbeiten kann ... zur Zeit geht eh nicht viel weil ich mal wieder mit einem akuten Anfall von potentiell tödlicher Rüsselpest darniederliege und daher eh nix draussen machen kann ...

Gruß

Nobbe
 
Hi Nobbe,

gute Besserung.

Der Aufwand rechtfertigt das wohl wirklich nicht.

Kannst du nicht.

Vielleicht fällt uns ja noch eine gute Lösung ein.

Gruß,

MHF
 
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