Motor A3 152 überholen

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FergusonFe35

Gast
Hallo zusammen!

Ich möchte den Motor meines Ferguson überholen. Eigentlich würde ich mir die Sache selbst zutrauen, allerdings scheint es ja nicht ratsam bzw. unmöglich zu sein, in Eigenregie die Buchsen auszubauen bzw. zu ziehen.

Wie teuer ist solch eine Motorüberholung in etwa? Könnt ihr mir Tipps geben, welche Arbeiten ich selbst erledigen kann, um durch Eigenleistung Geld zu sparen (Teilzerlegung)? Bei meinem Eicher (luftgekühlt) war für mich die Motorüberholung kein Problem, also etwas technisches Verständnis ist vorhanden.

Wie teuer kommt in etwa die von mir beschriebene Motorüberholung (Zylinderkopf, Düsen, Laufbuchsen, Kolben) ?

Kostet nicht schon der Transport des Motors zum Motorüberholer ein kleines Vermögen?

Wo kann ich am besten online Teile beziehen?

Gruß Markus
 
Also wenn du schon mal einen Motor überholt hast, solltest du auch den wieder hinbekommen.
Ich bin gerade dabei den gleichen Motor zu überholen.
(ich bin erst 16 und der MF 35 ist der zweite Trecker, den ich jetzt restauriere)
Zu den Buchsen: der Motor hat trockene Laufbuchsen, die du eigentlich selber gezogen bekommen solltest.
Ich habe sie einfach von unten, mit einem Hammer aus dem Block heraus getrieben.
Dann musst du schauen, was du für Buchsen hast. (Chrom oder Guss)
Ich habe mir einen kompletten Motorüberholsatz inklusive Ventil kit bei Pitypiont bestellt. Der Mann ist echt Super nett!
Die Düsen kannst du auch bei ihm bestellen, dann selber einbauen und zum einstellen zu einem Lama Händler geben.
Wenn du den Zylinderkopf planen lässt, lass auch gleich die Ventilsitze einschleifen. (Ventile, Ventilschaftführungen und Federn sind im ventil kit enthalten)
Ich hoffe ich habe alles richtig beschrieben und konnte dir weiterhelfen.
PS: eine komplette Motorüberholung kostet für den Motor ca. 3000€.
Gruß Leon
 
Hallo Leon!

Danke für die Antwort! Dann kannst du mich ja auf dem Laufenden halten, damit ich die einzelnen Schritte von dir abschauen kann! :-)

Wie kommt es aber, dass viele Fergusonbesitzer sagen, dass etliche Tonnen notwendig sind, um die Buchsen herauszubekommen? Müssen die eingebauten Buchsen dann anschließend nicht gehohnt bzw. auf Maß gebracht werden? Hast du den Motor komplett ausbauen müssen oder kann ich dies mit eingebautem Motor erledigen?

Gruß Markus
 
Moin,
Wenn du bedenkst, dass du die neuen Buchsen von Hand in den Block schieben musst, können deine alten Buchsen eigentlich garnicht sooo fest sitzen.
Wenn du einen kompletten Überholsatz von bepco bei Pitypiont bestellst, sind die Buchsen einbaufertig. (auf Maß gebracht und gehont)
Der Satz kosten so ca. 510€. Dann hast du ein rundum sorglos Paket.
Ich habe meinen Motor ausgebaut, weil du sonst nur recht beschissen arbeiten kannst. Und wenn du schon einen kompletten Überholsatz hast, solltest du ihn auch komplett verbauen. D.h, das der Motor sowieso komplett auseinander muss.
Wieso willst du deinen Motor überhaupt überholen?
Hast pm
Gruß Leon
Und frohe Ostern
 
Hallo Leon!

Der Schlepper gehört meinem Onkel. Der Motor sprang vor Jahren sehr schlecht an. Ob die Buchsen eingelaufen sind, weiß ich nicht. Was hältst du davon, wenn ich erst mal die "einfachen" Sachen wie Kaltstarteinrichtung, Einspritzdüsen usw. mache? Der Motor ist nämlich zur Zeit überhaupt nicht zu starten, da der Anlasser defekt ist!

Gruß Markus
 
Meiner springt auch nicht an:)
Obwohl ich neue Düsen habe, die Kaltstartvorrichtung funktioniert. Der Motor muss bis 0 grad ohne vorzuglühen auf den Schlag anspringen. Nimm doch erstmal den Kopf runter und Schau die die Buchsen von oben an (riefen oder ähnliches)
Gruß Leon
 
Dann werde ich das so machen!

Der Kopf müsste ja rel. leicht runtergehen! Spaltmaß muss ich ja nicht wie bei Eicher überprüfen - oder?

Wie kommst du eigentlich mit Werkzeug klar? Hast du dir extra Zollschlüssel besorgt?

Gruß Markus
 
Ich habe mir einen Satz Zoll Schlüssel und Nüsse gekauft.
Wenn du den Kopf abbaust, musst du vorher die Einspritzdüsen ausbauen. Pro Düse sind das 2 Schrauben. In dem Zuge könntest du die Düsen gleich Abdrücken lassen und eventuell durch neue ersetzen.
Wenn der Kopf dann runter ist, schaust du ob die Buchsen abgesackt sind. Im Normalfall müssen sie ein ganz bisschen überstehen.
Dann schaust du dir die Buchsen an, ob sie starke Laufspuren aufzeigen oder nicht. Jetzt zum Kopf: die Ventile müssen mit der Kopfoberfläche bündig abschließen. Wenn das nicht der fall ist, sind die Ventile eingelaufen bzw. verschlissen. Das heißt wiederum, dass sich der Kompressionsraum vergrößert und er schlecht anspringt.
Gruß Leon
 
An fertig gebohrten und gehonte Laufbuchsen wirst du nicht lange freude haben. Das Problem ist, wenn die Buchsen leicht in die Grundbohrung passen kann sie sich später bewegen. Dadurch reist der Bund ab und die Buchse wird in den Block gezogen. Wenn die Buchse schwer rein geht dann bekommt sie Wellen beim einpressen. Der Kolben wird nicht lange laufen. Deshalb Finger Weg von Fertigbuchsen. Eine professionelle Überholung wird mit Rohbuchsen gemacht die im Block gebohrt und gehont werden.

Zum Thema Auspressen der Buchsen, wenn sie eingerostet sind benötigt man bis zu 30t Pressdruck, da wirds eim dann warm ums Herz wenn dann einen Schlag tut und man meint der Block ist hinn.

gruss
 
Ich habe mal eine Frage: Sind die Blocks wo original Chrombuchsen drin waren eigentlich identisch mit den Blocks wo Gußbuchsen original drin waren?

Jens
 
Es wäre dann noch interessant zu wissen, ob man in den Block wo eigentlich Chrombuchsen drin waren, bei der Überholung auch Gußbuchsen rein tut und umgekehrt. Oder ob man sich immer daran hält, wofür der Block ausgelegt ist.

Jens
 
Hallo Jens,

dann erkläre mal bitte wie man Buchsen mit 3,8mm Bund im Block mit 1mm Stegtiefe (Bundtiefe) versenkt, bzw. andersrum.

Grüßle
Peter
 
Peter, bleib ganz ruhig, ich habe es doch jetzt kapiert. Aber ich frage aus folgendem Grund: Es gibt Diskussionsteilnehmer hier und woanders, die darauf schwören, Buchsen zu verwenden, die nach dem Einsetzen noch gehohnt werden müssen. Diese Frage ist dann ja bei einem hohen Anteil von 35 und 65iger-Motoren hinfällig, denn die Chrombuchsen hohnt man nicht. Ich glaube, daß da viele, die in Foren fragen, welchen Buchsensatz sie nehmen sollen, in dieser Frage durcheinander gebracht werden.

Eine weitere Frage, Peter, was sind denn die Nachteile von Chrombuchsen bzw. sie müssen ja Vorteile haben, so daß man sie überhaupt eingeführt hatte und dann aber abgeschafft hat, eine Art face-lifting würde man das wohl heute nennen.

Jens
 
Hallo,
ich glaube, ich habe es in einem anderen Thread schon erwähnt, der Motoreninstandsetzer meines Vertrauens hat ein einziges mal diese Chrom-Büchsen verbaut, dann hat er nachgemessen und beschlossen, es nie wieder zu tun. Der letzte A3-152, den ich bei ihm machen ließ, hatte auch Chrom-Büchsen. Jetzt sind Guss-Büchsen drin, die Tiefe des Bundes lässt sich problemlos anpassen.
Gruß Tom
 
Tom, was hat er denn gemessen und was hat ihm nicht gefallen? Den Durchmesser innen, nur oben oder auch die ganze Länge? Vor oder nach dem Einfahren?

Jens
 
Hallo Jens,
nach dem Einpressen der Büchse gibt es ja Toleranzen, die diese erfüllen muß. Durch dieses Einpressen verändert sich das Maß meistens über die Toleranz hinaus. Kann man ja irgendwie auch nachvollziehen. Bei den Guss-Büchsen wird die Maßhaltigkeit ja durch das anschließende Bearbeiten erreicht. Ebenso kritisch ist auch der genaue Sitz zum Kopf hin, da gibt es oft Probleme mit den Chrom-Teilen.
Gruß Tom
 
Hallo zusammen!

Ich habe inzwischen neue Einspritzdüsen verbaut. Die Flammglühkerze ist ebenfalls neu.

Nach langem "Orgeln" springt der Motor an. Allerdings läuft dieser mehr schlecht als recht! Beim Gas geben bläst dieser auch durch die Kipphebelabdeckung. Ich denke mal, dass ich an einer Totaloperation nicht vorbeikomme.

Allerdings ist mir noch was unklar: Kann ich denn die Ölwanne wirklich von unten her abnehmen? Ich sehe diese als tragendes Teil und meiner Meinung nach muss der komplette Vorderachsblock abgeschraubt werden.

Wie seht ihr das?

Gruß Markus
 
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