Motor "patscht" bei niedriger Drehzahl

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M

MSl1

Gast
Hallo zusammen!

Wer vom Fach könnte mir sagen, warum der Motor (MF35 3.152) bei niedrigen Drehzahlen so patscht?

(Ventileinstellung auf einem Zyliner, oder was auch immer)

Unten rechts im Link "Gehörprobe" mal ‘was zum Lauschen. :D

Aufgenommen rechts (in Fahrtrichtung) in Höhe des Ansaugrohrs; da hört man es am besten.

Ab ca. 1000 U/min ist das Geräusch weg und der Motor läuft für mein Empfinden dann rund.

Grüße

M.

https://ufile.io/cgvwq1em
 
Und wenn du vielleicht mal eine Variante finden würdest, deine "Gehörproben" auch praktisch hören zu können,  vielleicht sogar selbst noch einen Vornamen für eine Anrede hättest,

vielleicht hätte dann einer eine Idee für deine "Einordnung"?

Gruß +Matthes+
 
Guten Morgen Matthes!

Danke für die Hinweise. :-)

Wenn ich die Link aus meiner ersten Nachricht anklicke, geht ein weiteres Browserfenster auf, man muss 5 Sekunden warten und klickt dann auf den Button "Free Download", dann wählt man sein lokales Abspielprogramm aus und kann die Aufnahme hören.

Sie dann in etwa so aus:

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Wenn ich den Link aus meiner zweiten Nachricht anklicke, übernimmt der Browser die Datei und spielt sie dann mit dem entsprechenden Browser-Plugin ab.

Also bei mir funktionieren beide Links.

Habe es nun auch auf dem Smartphone, ein anderes System als ein PC, probiert. Dort klappt das Abspielen auch ohne Probleme.

Mhhhh..., :( weiß jetzt erst mal nicht weiter, was ich noch machen soll, damit andere das mal hören können. :-)

Zur Not muss ich‘s wohl bei youtube abladen (was ich eigentlich nicht wollte), weil die forumromanum-Webseite hier das Einbinden von youtube Videos ja explizit unterstützt.

VG

Mario
 
Hallo zusammen,

hier mal die Aufnahme als Video bei youtube ladbar.

VG

M.
 
hört sich für mich an, als würde er entweder Falschluft ziehen, oder irgendwo Abgas rausdrücken. Kannst du das beides ausschließen?

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Na bitte, geht doch :-).

Auch hier kann ich mich grob Christian anschließen. Allerdings muß man hier differenzieren, denn grundsätzlich gibt es für einen Diesel mit Luftüberschuß keine "Falschluft". Die gibt es nur bei Unterdruck gesteuerten Systemen.

Nach meiner Meinung stimmt hier was mit dem Ventiltrieb-/ -spiel/ Steuerzeiten nicht. Der patscht ins Saugrohr und außerdem tickert da unüberhörbar ganz lustig Ventilspiel an Stössel/ Kippphebel mit.

Also unbedingt Ventilspiel korrekt einstellen. Dazu braucht es beim 3-Zylinder schon eines Einstellschemas. Bei dieser Gelegenheit auch schauen, ob alle Bauteile des Ventiltriebs leichtgängig sind.

Gruß +Matthes+
 
OK, auch hier vielen Dank für eure fachliche Einschätzung! :-)

Also Tank runter, Deckel auf und das Ventilspiel kontrollieren und einstellen. (Wollte ich sowieso prophylaktisch machen, neben den ganzen anderen Wartungssachen.)

0,3 mm bei 20 °C für Einlass- und Auslass Ventil habe meinem englischen Service Manual entnehmen können, korrekt? Macht ihr das auch so?

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Das Patschen hört man auf der rechten Seite des Motor viel lauter als auf der linken Seite. Also denke ich in Richtung "Intake"...

Grüße
M.
 
Hallo zusammen! :-)

Ich habe gestern endlich am Traktor weiterarbeiten können und einen Motorölwechsel gemacht.

Was mir sofort auffiel war, dass mit dem neuen Öl dieses Patschen im Leerlauf verschwunden ist. Da das alte Öl eine ungewöhnliche Konsistenz hatte und der Öldeckel sowei der Einfüllstutzen innen angerostet waren, war das Öl wohl längst überfällig. (Beim Wechsel des defekten Traktormeters und der Antriebswelle ist mir schon vor ein paar Wochen aufgefallen, dass durch die defekte Scheibe des Traktormeters wohl Regenwasser über die Welle in den Motor gelangt ist. Es hat jedenfalls beim Abziehen des Welle unten rausgedröppelt. :(  ) Dann war auch noch der Ölfilter falsch eingebaut. Und auf dem Boden des Ölfiltergehäuses stand zentimeterdick der Schmodder.

In der Beschreibung steht, dass der 3.152 Diesel ca. 6,8 Liter Öl benötigt mit Ölfilter. Ich habe aber nur 5 Liter wiedereingefüllt und bin schon etwas überm MAX Wert.

Steht im Motor das Öl an Stellen, wo es NICHT abläuft?

Das neue Öl ist auch gleich wieder sehr schwarz, was nach einem Ölwechsel eines gepflegten Motors ja nicht der Fall ist. Werde das Öl also nun ein paar Stunden fahren und dann erneut wechseln und dabei dann auch gleich den Filter unten an der Ölwanne mal herausnehmen. Konnte ich gestern nicht, weil ich die Dichtung nicht liegen hatte.

Alles in allem auf jeden Fall erst mal ein Fortschritt, was die Technik angeht.

Grüße M.
 
Ja da sind einige Stellen wo sich die Ölschmiere ablagert, das bekommst du aber mit einem Ölwechsel nicht weg .  Du kannst dir ja ein Billigöl holen wenn es dir was ausmacht . Mit neuem Öl ist er in jedem fall besser wie vorher. Viel Schmodder ist auch in der Ölwanne wenn lange nichts gemacht wurde, das schaffst du mit zehn Ölwechesel nicht raus .
 
ja, wenn 1-2cm Schmodder in der Ölwanne stehen, kann das schonmal nen guten halben Liter Öl ausmachen...

Ich würde den Deckel unten drunter auf jeden Fall aufmachen, wenn du das Öl nochmal wechselst. Aber gute Dichtmasse  besorgen, der ist nicht so leicht dicht zu bekommen ;-) Ich muss meinen noch ein drittes mal draufschrauben, weil er immer noch tropft. Hatte wohl seinen Grund, dass die späteren Baujahre diesen Deckel nicht mehr hatten...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Ich habe mir jetzt noch zusätzlich einen Motorreiniger gekauft, den ich nach einigen Betriebsstunden mit dem neuen (teueren) Motoröl, einfüllen werde und dann nach Vorschrift den erneuten Ölwechsel machen. Dabei mache ich den großen runden Deckel unten an der Ölwanne ab und schaue mir das Sieb und den Ölwannenboden genau an.

Da werde ich sicher ins Staunen kommen, was in so einem alten ["ungeliebten" :D] Motor so alles zu finden sein wird. eup-1136730348-946f8cfb447fe106a9f5824cbb463404-1566970377_big.gif

Den Ölwannenboden kann ich über diese große Öffnung sicher gut reinigen. Und eine neue kreisrunde Dichtung habe ich nun auch gekauft. Hoffe das sie hält, was sie im Namen verspricht... DICHTEN! eup-1136730348-67e35e9d9af0e58f9f438075ad050ce7-1566970312_big.gif

Alles ist auf dem besten Wege und das freut mich sehr!

Dank eurer Hilfe, das ist sehr schön! eup-1136730348-8b9e990cbd6b144770b17208f0e5e1cc-1566970442_big.gif
 
Die Dichtung alleine wird nicht reichen. Ich habs auch mit Hylomar zusätzlich zur Dichtung nicht dicht bekommen, nächster Versuch ist mit Dirko..

Ja, die Öffnung ist zum reinigen groß genug.

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Dirko HT hält in der Regel, aber ich habe auch Fälle gehabt, wo auch das versagt.

Nun werde ich ein mir noch unbekanntes HT Silikon (+ 350°C) versuchen. Mal sehen, was es kann.

Wenn so eine Dichtung es nicht hält, muss es am Material selbst oder aber an den beiden Flächen liegen, die "verbunden" werden. Entweder ist der Ölwannenunterboden oder die große Scheibe "krumm" geworden über die Zeit. Dann wird diese relativ dünne Dichtung nicht halten, bei diesen Dimensionen der Flächen. Es müssten dann mehr Schrauben verwendet werden.

Christian, sehr gut :-), dass Du mich vorgewarnt hast und ich nicht blanke Dichtvariante angehe, sondern gleich mit Dichtmittel arbeite.

Grüße
Mario
 
Das Problem ist m.E. der "Blechdeckel". Der drückt sich an den Schrauben ein, dadurch kann die Dichtung zwischen den Schrauben nicht richtig gepresst werden. Für eine solche Art Deckel ist der Abstand zwischen den Schrauben einfach zu groß.

Ich hatte extra die Deckel geplant, so weit das möglich war. Es hat nicht geholfen.

Das Gleiche betrifft übrigens auch den Deckel der unteren Getriebewelle kupplungsseitig...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
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