motor "patscht"

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altersepp

Gast
servus beieinander

ich hab bei meinem 135er, bj 1969 mit ad3.152 das problem, daß er seit gut 10 starts nicht mehr so startfreudig ist.

das problem kam vor etwa 2 monaten schleichend, seitdem sind wir aber keine 5 stunden mehr gefahren....

er läuft auch nicht mehr sooo rund, nimmt das gas nicht mehr so gut an und hat gefühlt auch weniger leistung.

aus dem luftansaugpilz und aus dem auspuff hört man ein "patschen" bzw. ein unrundes ansaug-, bzw auspuffgeräusch.

das klingt etwa wie pft, pft, pft  - als wenn ein ventil nicht sauber schließen würde und der kompressions/verbrennungsdruck entweichen würde.

das wenige was wir vorab gemacht haben: filter in der CAV getauscht, ventile eingestellt (hatten weitgehend das richtige maß 0,35).

wir haben zudem geprüft, ob die düsen überhaupt einspritzen (also diesel ankommt) - der motor verhält sich bei jedem öffnen einer "düsenschraube" ziemlich gleich.

die drücke haben wir nicht gemessen, weder den der einspritzdüsen, noch den verdichtungsdruck selber.

die kopfdichtung wurde mal vor gut 10 jahren getauscht (original AGCO, ca 100 Nm) - hat bei etwa 7000 stunden zwischen den stegen durchgeblasen.

es wird nicht schlimmer, aber es geht auch nicht weg

getankt wird seit jahren B-NULL, maschine ist äußerlich dicht, der motor bläßt nicht in den kühler und das wasser wird auch nicht weniger oder mehr

öl ist nach 100 stunden richtig schwarz (keine emulsion)

insgesamt wird der traktor seit jahren nur noch für leichte arbeiten verwendet.

ich tippe schon fast auf ein durchpfeifendes ventil oder eine nicht sauber arbeitende düse.

weder an motor oder ESP wurde vorher was geschraubt, diesel kommt voll, wenn man die handpumpe betätigt - der klang ist imer gleich, also bei standgas UND bei ziemlich vollgas.

aber kopf runter wäre dann die letzte aktion - wir sind ratlos und für jeden hinweis dankbar - vielleicht hatte ja schon jemand das problem - danke ;-)

sepp
 
Grüß dich Sepp,

wenn ich das richtig verstanden habe, lassen sich die "Patscher" keinem bestimmten Zylinder zuordnen, sondern da humpelt jeder mal.Von daher ist ein Ventil oder eine einzelne Düse doch eher unwahrscheinlich Was ist mit dem Kraftstoff? Kann da etwas faul sein? Deine beschriebenen Symptome wie schlechter Start, geringere Leistung und der unrunde Lauf könnte mit einem hohen Benzinanteil im Diesel zusammenhängen, da das Benzin die Zündwilligkeit vom Diesel stark herabsetzt. Wurde da zur Verbesserung der winterlichen Fließfähikeit vielleicht was gepantscht?

Gruß +Matthes+
 
servus + danke für deine antwort

also das diesel ist zu 100% B-Null-Ware, welches auch ohne zusätze schon bis minus22 grad hält. das fahren wir schon seit jahren und mischen nichts bei. wir tanken immer nur aus unserem relativ neuen und somit sauberen 1000 liter tank.

ich hatte heute mal testweise die rücklaufleitung der ESP während der motor lief offen (die leitung am flansch, welche zurück in den filter geht). da kam reinstes diesel raus - nach dem öffnen fing er zu hüsteln an, ich hab sie dann wieder festgezogen (...dachte da wär evtl was verstopft)

btw: dieselmangel schließe ich auch aus, weil er sich im standgas genau so anhört wie bei 2000 (da läuft er aber sogar gleichmäßiger, bzw man hört das geräusch nicht mehr deutlich)

....könnte es deiner meinung nach eventuell sein, daß ein ventil undicht wurde mit der zeit und der verbrennunsdruck durchpfeift ? 

mfg / danke

sepp
 
Moin Sepp,

nun ist ja das "hamm mer immer schon getankt" kein Garant dafür, daß auch diese Charge in Ordnung ist. Aber scheinbar erkennst "reinstes Diesel" ja mit dem Auge :-) . Aber gut.

Da du weiterhin ein Ventil verdächtigst, obwohl der "Patscher" durch öffnen der Einspritzleitung dann eindeutig einem bestimmten Zylinder zuzuordnen sein müsste, wäre als sinnvolle Diagnose wohl Kompressionsdruckprüfung angesagt. Dabei kannste auch gleich die Düsen abdrücken. Dann hätten wir Lungenfunktion und Blutdrucktest in einem aussagekräftigen Aufwasch.

Beste Grüße +Matthes+
 
Danke dir für die info

Ich vertraue meinem Lieferanten, was die Ware angeht schon sehr. Ich kaufe da seit etwa 20 Jahren - ist ein kleiner und seriöser Familienbetrieb. Und sollte er mich falsch beliefert haben, dann hätt ich ja immer noch normales Diesel bekommen.... Ohne Benzin! Aber zum thema: Kompression und ESD überprüfen ist wohl das Mittel der Wahl ;-) Mittlerweile tippe ich auch eher auf eine nicht sauber arbeitende Düse.... denn warum sollte ein ventil undicht werden, wenn das Spiel gross genug ist

Mal sehn... 

Mfg

Sepp
 
Hallo,

hat der auch die  Unterdrucksteuerung wie der Fordson Dexta (ist gleicher/ähnlicher Motor) auf der rechten Seite?. Bitte mal nach diesem  Thema goggln, da haben die Membrane einen Riß.

VG

Rainer
 
edit: auf einen weiteren tipp hab ich den ansaug abgeschraubt und dann nach dem start gesehen, dass Russ aus dem EV des 2 zylinder kommt..... Also undicht... Leider muss nun der kopf doch runter :( - btw: ich hab bisher noch nie ein undichtes werdendes ventil gehabt (abgerissenes ventil: JA .... aber bei einem anderen motor).

ich werd zwar sehen, was nach dem zerlegen sache ist, aber weiss jemand wo die ursache liegen kann?

die maschine wurde eigentlich immer gepflegt in seinen 54 (!) jahren - ich frage mich nur, wie das grundsätzlich und noch dazu bei einem so zuverlässigen motor passieren kann ...........??

mfg

sepp
 
Bevor ich den Kopf abnehmen würde bietet sich ein Druckverlusttest an, welcher ja meist viel aussagefähiger als ein Komperessionstest ist.

Die dazu benötigte Technik ist relativ preiswert und gute Infos dazu gibt es viele bei Tante Google.

Gruß Wolfgang
 
also heute kopf runter - sauarbeit mit allen möglichen hebelwerkzeugen und  aufhängen mit kettenzügen an den hebeösen. ein spezialist (und alter fuchs) musste uns helfen, da unsere "schonenenden" methoden versagt haben.

Problem war: kopfdichtung zwischen zylinder 1 und 2 geschossen ... nix mit ventil und so - sonstiger zustand: bestens

Dichtungssatz hatte ich für Montag erwartet. ist aber schon heute kommen.... Also alles richtig sauber gemacht, Stehbolzen wieder rein und dichtung (diesmal eine normale statt kupfer) + kopf drauf - rest am montag 🙂

mfg
 
Ich hätte vor der Montage der neuen Dichtung den Zylinderkopf und den Motorblock mit einem Haarlineal abgezogen und geprüft ob beide noch plan sind.
Ohne Grund zerlegt sich solch eine Dichtung meiner Meinung nach ja nicht.

Grüße
Josef
 
Ja - da magst du recht haben. wir haben nur einem normalen winkel verwendet, dabei aber keine abweichungen feststellen können (obwohl ja hier weinige 100stel schon was ausmachen können). ich hab jetzt auch nicht mehr eine original-kupferdichtung verwendet, sondern eine papierdichtung mit stahlverstärkung innen. vielleicht hält die ja länger.... achja, die büchsen sind etwas tiefer als der block selber - auch eine mögliche ursache für das versagen der dichtung...

danke in jedemfall für eure hinweise - maschine läuft 

mfg / danke

sepp
 
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