Motor stirbt ab MF 40 / Perkins 3.152

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Henry001

Gast
Hallo,

ich bin ganz neu hier in diesem Forum (habe aber schon viel geschmökert und finde es total gut) und weiß, dass es nicht so toll ist, wenn man mit seinem ersten Beitrag gleich um akute Hilfestellung bittet. Die Situation ist folgende:

Letztes Jahr bin ich nach Schweden ausgewandert und habe mir einen MF 40 R mit 3900 Betriebsstunden gekauft, um hier auf dem Hof die anfallenden Grabarbeiten zu erledigen. Wir haben in diesem Jahr seit dem Sommer den kompletten Keller aufgegraben und drainiert. Das ging problemlos. Man musste immer nur kurz den Zündschlüssel drehen und der Motor lief (und der Bagger hatte eine Bärenkraft). Dann haben wir einen großen Dreikammerbrunnen eingegraben und die Kanäle für die Rohre - auch alles super. Jetzt sollte als letztes noch die Verrieselung folgen. Am Anfang lief der Motor super - dann fiel die Drehzahl plötzlich ab, als er beim Baggern richtig arbeiten musste. Ich ließ die Steuerhebel zu spät los und der Motor ging aus. Anspringen wollte er nicht mehr. Mit ein paar Spritzern Startpilot (ich weiß, da kann man geteilter Meinung drüber sein - es war wirklich nur wenig und das wäscht den Ölfilm in den Zylindern nicht ab) kam er sofort und lief bei 1300 Umdrehungen (damit baggere ich) durch. Sobald der Motor aber wieder richtig Kraft brauchte, sank die Drehzahl wieder ab. Eine Zeit habe ich dann immer schnell die Bedienhebel vom Heckbagger losgelassen, so dass sich die Drehzahl wieder erholte. Dann kam ein größerer Stein und der Motor war wieder aus.
Der langjährigeVorbesitzer konnte sich nicht erinnern, wann (und ob) er die Dieselfilter erneuert hatte. Also habe ich diese getauscht. Da der Tank innen ziemlich rostig ist, saßen die Filter wahrscheinlich zu. Dann habe ich die Anlage entlüftet, bis ich an der Einspritzpumpe blasenfreien Diesel hatte. Mit ein paar Spritzern Startpilot sprang er sofort an, er lief in den hohen Drehzahlbereichen rund und ich freute mich (allerdings zu früh). Der Motor hatte immer noch kine Kraft! Wenn ich mal kurz aussteige drossele ich die Drehzahl normalerweise so auf 900 Umdrehungen - dabei fiel die Drehzahl von selbst noch weiter ab, er lief noch aber kurz vor dem Ausgehen (so um 550 Umdrehungen). Also schob ich den Gashebel auf Vollgas, um das zu verhindern. Es fand aber kein Drehzahlanstieg statt. Nach kurzer Zeit ging er aus. Dann habe ich noch mehrmals entlüftet (in der Hoffnung, irgendwo ist noch Luft) aber ohne Erfolg. Der Motor springt von selbst nicht an, egal wie der Gashebel steht. Mit Startpilot kommt er sofort und läuft durch, wenn die Drehzahl über 1100 ist (bei niedrigerer Drehzahl läuft er noch eine Weile und geht dann aus). Wenn der Motor arbeiten muss - auch beim Fahren (dachte nämlich schon, dass vielleicht etwas mit dem Überströmventil der Hydraulik nicht in Ordnung ist). Es ist, als ob die Einspritzpumpe die Drehzahl nicht nachregelt.

Dann habe ich hier im Forum noch von den verstopften Sieben am Kraftstoffhaupthahn und in der ESP gelesen. Das Sieb in der ESP ist absolut sauber. Um den Hahn zu prüfen, habe ich die Leitung vom Kraftstoffhahn zur Vorförderpumpe an der Pumpe abgeschraubt - es kommt ein satter Strahl. Zusätzlich habe ich mit einem Schlauch Luft von da in den Tank geblasen - das geht einwandfrei und es kommt sofort danach wieder ein satter Dieselstrahl heraus.
Die Einspritzpumpe bekommt Diesel, sonst würde er ohne Last nicht laufen. Aber wahrscheinlich ist es zu wenig, um richtig Leistung zu bringen. Kann es Eurer Meinung an der Vorförderpumpe liegen? Beim Entlüften (meine Frau hat gepumpt und ich habe entlüftet) konnte ich keine stoßweisen Dieselschwälle beobachten - der meiste Diesel floss durch die Schwerkraft.
Oder suche ich vielleicht den Fehler an der ganz falschen Stelle, oder habe einen Denkfehler?
Da es letzte Woch erst 50cm geschneit hatte und dann zwei Tage durch geregnet hat, ist jetzt überall Schlamm. Da ich von da gar nicht wegkomme, muss ich alles Werkzeug usw. durch den Schlamm zum MF bringen. Ab Ende dieser Woch soll es wieder stark schneien und frieren und dann geht hier nichts mehr. Irgendwie muss ich es vorher schaffen. Habe sogar schon daran gedacht, mir einen Bagger zu leihen - das ist hier wegen der Entfernungen (40km bis zur Stadt) und den Kosten nicht so einfach.

Hoffentlich hat jemand von Euch einen guten Tipp für mich. Vielen Dank im Voraus!!!!

Viele Grüße

Frank

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Grüß dich Frank,

In der Förderpumpe ist auch noch ein Sieb, das scheint aber halbwegs durchgängig zu sein, sonst würde der Diesel nich nachlaufen, obwohl; nachlaufen sollte er bei intakten Ventilen in der Pumpe eigentlich gar nicht. Die ESP braucht einen leichten Vordruck.

Soviel auf die Schnelle. Die Förderpumpe ist ja für relativ kleines Geld zu bekommen. Die würde ich mal zügig austauschen.

Gruß +Matthes+

P.S. Ist die Frage erlaubt: Wo in Schweden?
 
Hallo Frank,

was mir sofort einfallen würde wäre:

- Tankbelüftung defekt (Tankdeckel einfach mal nicht anziehen bzw. lose auflegen) das sich ein Vakuum im Tank bildet
- Leitung nicht durchgängig / verschoppt
- wie Matthes schreibt, defekte Vorförderpumpe
- Regelventil in der Transferpumpe hängt, wenn das nämlich auf "Durchzug" steht bringt die Transferpumpe nicht genügend Druck das die Rotorpumpe arbeiten kann, dann kannst du zwar Entlüften bis zum Abwinken aber die beiden Pumpenkolben im Rotor werden nicht genügend gefüllt.

Wenn du den Deckel der Transferpumpe abnimmst um den auf einem sauberen Tisch zu inspizieren, binde bitte über die offene DPA eine Gefriertüte das kein Schmutz und Wasser rein kommt. Pass beim wieder anbau auf da gibt es einen kleinen "Haltestift" der den Ein-Auslass Deckel fixiert das der in die Nut greift sonst bricht der Deckel beim Anschrauben. Ebenfalls wirst du einen neuen Gummidichtring benötigen da alte der bei allen Pumpen die ich bisher hatte nach dem Ausbau nicht mehr dicht wurde. Es gibt ganze Dichtsätze für die Pumpe, in DE grob 25Euro.

Grüße
Josef

Nachtrag, im Umfeld gibt es keinen Agrarökonom der dir den Baggerlader wenigstens aus dem Dreck an einen Stadel o.ä. ziehen kann?
Bei uns würden die meisten das gegen einen KB machen.
 
Hallo, so ein Problem hatte ich auch schon.

Alles erdenkliche erneuert. dann ein Tipp erhalten von einem bekannten,der mir anrit,das Rückhalteventil an der ESP zu säubern.

Befindet sich rechts an der ESP wo der Diesel von den Filtern kommt.

Leitung ab,die große Mutter lösen und das ganze heraus nehmen. Dann hast du dieses Ventil.

Aber Vorsicht das dir die Teile nicht auseinanderfallen,und dann nicht mehr weist wie diese zusamengehören.

Schmutz war eigentlich keiner drin.Aber das weise Siebchen war verstopf mit einem hellen Schleim.

Mit Benzin ausgewaschen,eingebaut, entlüftet das wars. Motor lief wieder. Ist nicht all so viel Arbeit. brauchst wahrscheinlich keine neuen teile.

Dieses Rückhalteventil hält einen gewissen Druck in der ESP,für längere Standzeiten. Die Teile davon sind bei allen CAV ESO gleich,einsch.

6 Zylinder.  Probier auch dies,hast schon viel Geduld geübt. VG aus Hessen   KH
 
Hi Frank,

würde hier auch auf die Dieselförderpumpe tippen. Im Details die Membrane zur Abdichtung. Wenn Du von Hand pumpst und nichts ankommt, kann es sein, dass die Membrane kaputt ist und Du den Diesel in den Motor drückst, der Diesel landet dann am Ende im Öl. Kannst Du am Ölstand (ungewöhnlich hoch), Farbe und Konsistenz (nicht zähflüssig genug) erkennen. [auch das ist letztlich ein Tipp von Matthes, den er mir mal gegeben hat!]

Bei mir war es damals der Fall, neue Pumpe hat um die 20 EUR gekostet, das war 2017/1018 rum.

LG Martin
 
Vielen Dank erst einmal für die vielen konstruktiven Antworten.
@Matthes: Klar ist die Frage erlaubt: Ungefähr 40km westlich von Hudiksvall. Das liegt ca. 3 Stunden nördlich von Stockholm an der Ostküste.
@Schwaeble: Im Notfall wird mir nichts anderes übrig bleiben, als jemand mit einem Allradschlepper zu kontaktieren - ich kenne hier aber noch nicht viele Leute. Der nächste Nachbar wohnt in 3km (hat aber keinen Schlepper ;-). Oder ich warte bis der Boden gefroren ist und versuche es dann mit meinem alten Renault 651.

Heute morgen habe ich als erstes geschaut, wo ich so eine Förderpumpe - möglichst schnell - herbekomme. Leider hatte ich vor Ort keine Chance - morgen oder übermorgen soll sie aber da sein. Aus Neugier habe ich schonmal die alte Pumpe abgebaut und aufgemacht. Ein Sieb war nicht drin, aber auf dem Metallteller der Membrane dicke festgebackene Ablagerungen. Die Membran selber ist in Ordnung. Allerdings sind sowohl das saugseitige- als auch das druckseitige Ventil undicht (durch Ablagerungen). Wenn ich (egal von welcher Seite) Flüssigkeit auf die Ventile träufele, läuft diese sofort durch.
Wie weit sich das im Betrieb unter Druck bemerkbar macht, weiß ich natürlich nicht. Reinigen macht da keinen Sinn und die neue Pumpe kostet nur 26 Euro. Hoffentlich ist der fehlende Vorförderdruck die Ursache!

@Schwaeble: Nach dem Tankdeckel werde ich auf jeden Fall auch noch sehen - das wäre auch noch eine Möglichkeit.

Das Halteventil an der ESP habe ich schon kontrolliert, es ist absolut sauber.

Jetzt kommen noch ein paar Bilder - hoffentlich diesmal richtig rum. Ich weiß nicht, wie man sie dreht (sind nur hier im Forum auf der Seite).

Viele Grüße

Frank

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"Klar ist die Frage erlaubt: Ungefähr 40km westlich von Hudiksvall. Das liegt ca. 3 Stunden nördlich von Stockholm an der Ostküste."

Hallo Frank,

wie kommt man denn da hin :-) ? Liebe, oder? Ich bin damals auf der Rückfahrt von Lappland wegen der doch recht "abwechslungsarmen" Landschaft in Sundvall abgebogen und über Östersund wieder nach Norwegen.

Zum Thema: Deinen Bagger kriegen wir schon wieder flott. Warten wir die neue Förderpumpe mal ab.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

ja, die Liebe zu diesem wunderschönen Land, der Natur, der Ruhe, den Seen und der ruhigeren Lebensqualität (verheiratet bin ich schon über 25 Jahre :-)) Es war ein Traum der sich über mehrere Jahre entwickelt hat und den wir letztes Jahr umgesetzt haben.

Viele Grüße

Frank
 
Man hört nix, man sieht nix :-) !

Im Schlamm versunken oder Paketdienst eingeschneit? Pumpe versehentlich nach Südafrika geschickt?

Oder läuft der etwa schon wieder und du baggerst Tag und Nacht?

www.youtube.com/watch?v=iYdsvh_knsY

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

danke für deine nette Aufforderung 😊 

Die Pumpe, die Mittwoch oder Donnerstag anko sollte, kam Freitag mittag. Nachdem ich noch einige andere Arbeiten, für die ich Tageslicht brauchte, erledigt hatte, habe ich im dunkeln bei strömendem Regen die Pumpe getauscht. Leider zeigte der nächste Startversuch keine Verbesserung. Dann war für den Tag meine Motivation zu Ende und ich habe nichts weiter gemacht. 
Am Samstag früh kam mein "Nachbar" mit seinem Bagger und dann haben wir das ganze Wochenende die Verrieselung gebaut (mit 7 Tonnen Kies und 12 Tonnen Sand). Ich war sehr dankbar dafür, weil es gleich zum Montag hin wieder geschneit hat und die Temperatur auf -10 Grad gesunken ist. Das war Hilfe in letzter Minute. 
Am Samstag morgen habe ich nur gestartet, um ein Stück zur Seite zu fahren, dami mein Nachbar mehr Platz hat. Dabei ist er mir nicht ausgegangen- also vielleicht eine kleine Verbesserung mit der neuen Pumpe? Ich muss dazu sagen, dass ich am Freitag nicht noch eimal das ganze System entlüftet habe, sondern nur die Vorförderpumpe (aus oben geschriebenmen Gründen). Wenn der Boden jetzt gefroren ist, werde ich nochmal einen neuen Versuch starten. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt...

Viele Grüße (ich melde mich auch sicher mit neuen Erkenntnissen)

Frank 
 
Ich habe jetzt an der Pumpe nochmal entlüftet - es kam sofort blasenfrei Diesel. Allerdings kommt jetzt pro Pumpenhub an der Vorförderpumpe deutlich mehr Diesel als vorher, was wahrscheinlich an den undichten Ventilen in der Vorförderpumpe lag. Der Motor sprang sehr schlecht an, lief dann aber einwandfrei durch und ich konnte den Baggerlader ca. 30 Meter zur Seite fahren (in mehreren Etappen, also immer Gas geben/fahren, dann wieder Gas weg, dann wieder fahren usw. Dadurch hielt der Motor die Drehzahl) Der Motor nahm beim Gasgeben auch normal Gas an. Dann habe ich ihn bei gut 1000 Umdrehungen eine Zeit laufen lassen (10-15 min). Danach allerdings konnte ich den Gashebel auf Vollgas drücken und die Motordrehzahl stieg nur im Schneckentempo, teilweise auch gar nicht an. Beim Anfahren schon ging die Motordrehzahl ganz drastisch runter, bis fast zum Ausgehen.
Würde auch für ein Kraftstoffproblem sprechen, oder? Aber müsste er dann nicht trotzdem gut anspringen, wenn beim Start genug Diesel "nachgelaufen" sein müsste? Könnte so etwas von einer durchgebrannten ZKD (zwischen zwei Zylindern) kommen?

Da es im Moment -12 Grad draußen sind, habe ich, ehrlich gesagt, nicht so viel Lust zu schrauben :(

VG Frank
 
So, nur -10 Grad und Sonne - da habe ich ein bisschen geschraubt. In einem schwedischen Forum habe ich den Tip bekommen, bei ungefähr 1000 U/min die Einspritzleitungen nacheinander zu lösen und die Drehzahl zu beobachten. Wenn die ZKD zwischen zwei Zylindern durchbrennt (was wohl öfter vorkommt), ändert sich die Drehzahl bei zwei nebeneinanderliegenden Zylindern kaum. Nachdem ich endlich die Motorhaube runter hatte, konnte ich die Einspritzdüsen erstmal sehen. Allerdings bin ich nur an die Leitungsverschraubung der mittleren Düse gekommen. Beim ersten Zylinder konnte ich die Leitung an der Pumpe lösen. Beim dritten Zylinder kam ich nirgends dran, da die Halterung des Frontladers und der Tank im Wege waren. Die Drehzahl ging bei den ersten beiden Zylindern aber deutlich runter - spricht also eigentlich nicht für die ZKD, oder? Wie würde es sich in dem Fall äußern, wenn ein Kompressionsring gebrochen wäre?

Merkwürdig war, dass die Drehzahl nach dem Starten (mit Hebel in Vollgas) bei 900 U/min hängen blieb und partout nicht höher wollte. Dann habe ich Bremsenreiniger in den Luftfilter gesprüht und dann ging die Drehzahl ganz langsam hoch. Sie blieb dann auch so bei 1400. Nachdem ich die Drehzahl mit dem Gashebel wieder gesenkt hatte, konnte ich aber wieder auf Vollgas drücken und nichts passierte.

Zur Sicherheit habe ich nochmal die Leitung vom Tank zur Vorförderpumpe an der Pumpe abgeschraubt - da kam satt Diesel raus.

Habt ihr schonmal ein Problem mit Diesel als Kraftstoff gehabt? Das Problem trat kurze Zeit nach dem Tanken auf. Ist aber wahrscheinlich Zufall.
Kann irgendetwas in der Einspritzpumpe kaputtgehen, was dieses Phänomen hervorruft?

Danke für Eure Mithilfe.

VG und ein schönes WE Frank
 
Hallo Frank,

"Habt ihr schonmal ein Problem mit Diesel als Kraftstoff gehabt? Das Problem trat kurze Zeit nach dem Tanken auf"

ja, ich hatte das mal bei einem Golplatz-Kunden, da waren gleich mehrere Maschinen betroffen. Ob durch einen Tankfehler eines Mitarbeiters, oder durch großzügigen Umgang des Lieferanten (Hoftankstelle) mit "Restmengen" in den Tankfahrzeugen.

Auf jeden Fall war der Diesel stark mit Benzin verdünnt.Nun setzt Benzin die Zündwilligkeit (Cetanzahl) von Diesel drastisch herab, denn Benzin soll ja auf die Fremdzündung (Zündkerze) warten. Auf jeden Fall ein Punkt, dem du nachgehen solltest.

Zufälle gibt es nicht :-)

Gruß +Matthes+

P.S. Weißt du, wie in Schweden die Wintertauglichkeit von Diesel erreicht wird?
 
Hallo Frank , Besorge dir 20 Liter Kanister Diesel von Tankstelle . Oben auf Motorhaube am FL befestigen und Schlauch zum Dieselfilter anschließen . Vorher alten Diesel am Filter usw entleeren . Alles durch entlüften und starten. Wenns am Diesel liegt  alles von der alten Suppe raus nehmen . Gruß Didi.
 
Den Diesel habe ich getestet (Diesel auf Platte gießen, anstecken), es ist kein Benzin drin. Kenne das noch aus der Werkstatt, wenn jemand sein Auto falsch betankt hatte.

Im Moment schneit es ohne Ende - habe heute schon die ersten 40cm geräumt - da ist an Schrauben nicht zu denken. Mal sehen, wie das Wetter sich entwickelt - nächste Woche sollen wir die -15 Grad knacken. Dann werde ich mir das "Zuführsystem" zur Einspritzpumpe nochmal genau anschauen und testen, wieviel Diesel wirklich an der ESP ankommt.

Was mich stutzig macht, ist diese nochmalige deutliche Verschlechterung (dass er noch nicht mal mehr auf den Gashebel reagiert), nachdem ich ihn länger laufen ließ. Es ist echt eine tolle Maschine: Es hat zwar ein bisschen gedauert, bis Gary (so heißt er) und ich miteinander klar gekommen sind ;-), aber jetzt klappt das gut. Und nächstes Jahr brauche ich ihn wieder für diverse Bauprojekte...

@Matthes: Es gibt in Mittel- und Nordschweden einen Sommerdiesel (Mai-Sep) der bis max -20 Grad geht (da wird er im Filter fest), den Winterdiesel 1 (Sep-Apr) bis -26 Grad und in dieser Periode von Dez-März den Winterdiesel 2 bis -32 Grad.Allerdings weiß ich nicht, wie das erreicht wird. Habe bei den gängigen "Erzeugern" OKQ8, Preem usw nichts gefunden.
 
Matthes, ich bin entsetzt! Ich hoffe doch mal, dass du nur zufällig auf der Seite hinter deinem Link gelandet bist.

Ein Pressemedium, dass von sich behauptet "Die Stimme der Mehrheit" zu sein, ist ganz dünnes Eis... (Ganz abgesehen von den Personen und deren Gesinnung, die hinter diesem Medium stehen...)

Trotzdem würde auch mich interessieren, wie es gerade in Schweden wettermäßig läuft :-)

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
Moin Christian,

ich hatte nur den Titel gelesen. Ich kenne die nicht.Welches Gesetz haben die übertreten?

Aber das ist kein Thema für hier.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

dir ebenso ein frohes und gesundes neues Jahr mit viel Zufriedenheit. Ja, es ist ganz schön kalt in Nordschweden - kürzlich haben sie in Arjeplog sogar -50 Grad gemessen. Haufenweise Wasserleitungen sind eingefroren, Dieselmotoren laufen nicht mehr....

Bei uns ist es etwas wärmer - nachts bis -26 Grad und tagsüber sind es so -18 mit blauem Himmel und Sonnenschein. Und massenhaft Schnee. Eigentlich ganz geiles Wetter, wenn es im Haus schön kuschelig ist....nur zum Schrauben ist es echt zu kalt. Habe heute unseren Briefkasten an der Straße repariert, den das Räumfahrzeug beschädigt hat - ein paar Minuten ohne Handschuhe geht, aber nicht länger. Da fallen einem die Muttern aus den Händen ;-)
Immer wenn ich aus dem Küchenfenster nach draußen auf Gary (so haben wir den Baggerlader getauft) schaue - komplett unter dickem Schnee - da freue ich mich schon, wenn er wieder richtig läuft.

(Und zu deiner erhaltenen Kritik: Über das, was der Klimawandel wirklich ist, kann man viel diskutieren - aber in einer Demokratie ist das zum Glück ja erlaubt ;-)

Viele liebe Grüße

Frank

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Ja,wie war das noch? Schon gut über 50 Jahre her :-).

Sapere aude. ( Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen)

Wer so wie ihr (und ich) "ländlich" wohnt, heizt ihr nur mit Holz ( das "nur" ist in einer erforderlichen, häuslichen Anwesenheit begründet), oder habt ihr noch eine "automatische" Heizung für Abwesenheit?

Was muss denn euer "Gary" noch so an Bauvorhaben leisten?

Gruß +Matthes+
 
Der Vorbesitzer hat eine Wärmepumpe mit Tiefenbohrung (nennt sich hier Bergwärme) einbauen lassen, die mit normalen Heizkörpern das Haus beheizt hat. Da ich gerne wieder eine Strahlungsheizung in Form einer Wandheizung haben wollten (hatten wir in Deutschland auch,aber nach einem ganz anderen Prinzip), haben wir eine Wandheizung - angepasst an die alte Blockhausstruktur - selber gebaut. Es ist eine total angenehme Wärme - die Raumluft selber ist deutlich kühler (wodurch Lüftungsverluste kleiner werden) und trotzdem ist einem warm. Außerdem ist die Staubbelastung in der Luft sehr gering, da die Luft nicht umgewälzt wird, wie es bei Konvektorheizkörpern der Fall ist. Und: Ich habe selbst bei -25 Grad Außentemperatur nur eine Vorlauftemperatur von knapp 30 Grad - das spart viel Energie. Ob die Heizung wie gewünscht funktioniert, wusste ich am Anfang nicht, aber nun sind wir echt zufrieden :-) und die Arbeit hat sich gelohnt.

In der Küche haben wir eine Küchenhexe, die wir mit Holz beheizen und mit der wir auch oft kochen und backen. Die Heizung für meine (kommende) Werkstatt wird auch eine Holz- oder Hackschnitzelheizung. Ich weiß aber noch nicht so genau, wie ich es mache. Mal schauen, was mir so gebraucht an Kesseln über den Weg läuft (einen Pufferspeicher habe ich schon). Ich kann auch noch nicht so richtig abschätzen, ob unser kleines Waldstück ausreicht.

Jetzt im Frühjahr wollen wir mit einem Gewächshaus starten, da die Vegetationsperiode doch relativ kurz ist. Dann ist noch ein Hühnerhaus mit Auslauf, eine große Holzterasse am Wohnhaus mit neuem Vordach über dem Eingang (das alte mussten wir abreißen, damit wir die Kellerwand zum dränieren aufgraben konnten) und ein großes Carport (6,5 x 18m) geplant. Für alles müssen Flächen vorbereitet und große Steine ausgegraben werden. Außerdem müssen noch die übriggebliebenen Aushub-Hügel von unserem Dreikammersystem verteilt werden. Da hat Gary jede Menge zu tun...

Viele Grüße

Frank
 
Nachdem jetzt fast aller Schnee weggetaut ist, habe ich gestern bei 2 Plusgraden und Sonnenschein den Deckel der Einspritzpumpe abgebaut, um das Mengenventil zu prüfen. Das war Leichtgängig und schied damit als Fehler aus. Dann habe ich noch den Deckel mit dem Transferventil vor der Flügelzellenpumpe abgebaut. Heute dann bei der Gelegenheit die O-Ringe der Verstellhebel im Deckel erneuert und das Ventil zerlegt. Das hatte ich ja schon im letzten Jahr bei eingebautem Deckel und im Schlamm auseinandergebaut und nichts Offensichtliches gefunden. Heute habe ich aber festgestellt, dass der kleine Kolben im Transferventil Hartpunkte hatte, wo er leicht klemmte und das an verschiedenen Stellen. Dann habe ich alles gereinigt und den Zylinder, in dem der Kolben läuft, solange mit 800er Nassschleifpapier geschliffen, bis er innen spiegelblank war und sich der Kolben leichtgängig hin und herschieben ließ. Das war es - der Druck der Flügelzellenpumpe ging durch den klemmenden Kolben einfach durch die Absteuerbohrung flöten!

Der Motor ist noch nie so sauber im Leerlauf und bei höherer Drehzahl gelaufen. Kein Spucken oder Spotzen - wie eine Nähmaschine! Einfach herrlich.

Vielen Dank noch einmal an alle, die mich mit Tipps und Anregungen unterstützt haben!

Viele Grüße aus Schweden, Henry

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