Motorüberholung Perkins 4.318

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MF 178

Gast
Hallo,
gestern nach einer weiteren Probefahrt habe ich mich relativ spontan dazu entschlossen den Motor zu überholen.
Das Blasen aus der Entlüftung und der Ölverbrauch waren für mich nicht zufriedenstellen.

Also:

Haube, Batterien, Leitungen, Wasserpumpe runter um den Kopf demontieren zu können.

Die Einspritzdüsen gingen sehr sehr leicht raus ...

Irgenwie waren die Führungen im Öl gebadet.

Wie kommt Öl dahin ?

Ventildeckel und Kipphebelwelle runter, Kopfschrauben gelöst und das Teil abgehoben.

Das Ergebnis war so wie ich es vermutet habe.

Die Kolben sind stark eingelaufen.

Anbei ein paar Bilder vom Resultat, ich denke die Bilder sagen alles.

Es wäre prima wenn im mit Eurer Hilfe bei der Überholung rechnen dürfte.

Gruß

Michael

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Hallo nochmal,

eine Frage:

Wie demontiert man am geschicktesten
die Stehbolzen der Zylinderkopfschrauben ?

Gruß

Michael
 
Hallo Michael,
obendrauf zwei Muttern kontern und rausdrehen.

Gruß +Matthes+
 
Hi,

ich hab so einen Satz Ausdreher . Hab ich nicht bereut.

Den gibts sicherlich auch wo anders noch günstiger.

Hab nur auf die Schnelle ein Beispiel gesucht.

Gruß

Michael
 
Hallo,

heute Abend:

Stehbolzen mit der Kontermuttermethode alle bis auf zwei Stück rausgedreht.
Bei den zwei restlichen habe ich einfach zu viel bedenken dass mit zu viel Gewalt die Bolzen am Block abdrehe.
Ich hoffe die restlichen zwei stören beim ziehen der Buchsen nicht.

Allradwellenschutz, Allradwelle und die Ölwanne demontiert.

Versucht die Schrauben der Lagerschalen mit einer 1/2 Zoll Knarre zu öffnen.
Keine Chance.
Mit einer Verlängerung ging es dann.
Mensch waren diese Schrauben bombenfest ...

Kolben ganz nach unten gedreht und versucht den Kolben nach oben rauszudrücken.

Dieser Vorgang gestaltete sich ebenso schwierig weil die einzelnen Kolbenringe an der Riefe wo die Buchse eingelaufen ist hängengeblieben sind.

Feste drücken, ein wenig wackeln und schon war der erste Kolben draussen.

Beim 2. ging es genauso.

Morgen muss die Ölpumpe raus damit ich Kolben 1 und 2 noch demontieren kann.

Gesamtbild von Kolben 3 und 4 (Fotos folgen morgen)
Kein Ring klebt oder ist gebrochen, die Nuten sind nicht verbreitert.
Der Kolben hat keine in der Verbindung Pleuel / Kolben / Kolbenbolzen.
Die Kurbelwelle hat keine Riefen.
Nur die Lagerschalen von Kolben 3 und 4 haben eine minimale Riefe.

Aber dass schlimmste besteht mir ja noch bevor...
Das ziehen der Buchsen.
Was meint Ihr ?
Bringt es was wenn ich die Buchsen beim Ziehvorgang mit Kältespray bearbeite ?

Danke schon mal für Eure Tipps.

Gruß

Michael
 
Hallo Michael,
mit Ölpumpe meinst du wohl den kompletten Schwingungsdämpfer,oder?
Ich gehe mal davon aus,daß du ein WHB für den 4.318 hast.Wenn nicht, bitte per pm e-mail Adresse schicken,dann kann ich dir die Unterlagen dazu von Richard (danke Richard :-) ) einfach weiterleiten.

Gruß +Matthes+
 
Hallo,

ich kann mir nicht vorstellen, dass Kältespray einen praktischen Nutzen hat.
Über die Große Fläche findet ein rascher Temperaturausgleich zwischen Block und Büchse statt.

Wenn du es dennoch probieren willst, dann gib auf deine Ausziehvorrichtung Spannung und sprüh erst dann mit Kältespray oder anderen Kältemitteln rum. Dann merkst du auch, ob die Spannung nach lässt oder nicht.

Gruß

Michael
 
Hallo,
ja natürlich alles vorhanden.
Natürlich, Pumpe und Schwingungsdämpfer müssen raus.

Bekomme bis zum Wochenende einen Büchsenzieher.
Mal sehen wie das Teil rangeht ....?
Ich probiere es erst einmal ohne Kältespray.
Ein wenig bedenken habe ich schon das alles gutgeht.
Die Büchsen sind schon sehr stark mit dem Block verbunden.
Ich halte euch auf dem laufenden.
Für Fotos hatte ich heute keine Zeit, hatte etwas anderes zu tun.
Gruß
Michael
 
Hallo Michael,
gibts bei dir was Neues ? Hast du den Büchsenzieher schon? Original-Spezialwerkzeug oder Eigenbau? Bild von dem Teil würde mich interessieren.
Gruß +Matthes+
 
Seruvs!

Na da lese ich mal gespannt mit!
teu35.gif


Das Werkzeug wird so ähnlich aussehen wie meines, Michael hat mich schon paar mal auf die Maße von meinem Werkzeug angesprochen.

Bezüglich Kältespray, hatte das auch probiert, ausser das die Büchse oberflächlich vereist passiert nicht viel, es ging mit Kältespray nicht besser.

Welche Gewindestange wirst du verwenden?

Gruß Tom

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Hallo,
es ist vollbracht...
Alle vier Büchsen sind gezogen.
Nach 4 Stunden waren die Dinger draussen.

Als Brücke habe ich 2x 60x30mm Vollstahl verwendet.

Leider kam die von mir geplante M22 Feingewinde Gewi-Stange nicht bei.

So musste eine 8.8er M20x1,5 hinhalten.
Die Stange und die Muttern waren beim ziehen der Buchsen und drehen mit entsprechender Verlängerung an Ihrer Grenze ...
Nach und nach hat sich das Gewinde trotz ständigen ölens abgerieben.

Es ist enorm wie stark die Buchsen im Block eingepresst sind aber ich kann mir nicht vorstellen das man 30 to und mehr benötigt um die Buchsen ziehen zu können.

Hätten wir eine Gewindestange mit Feingewinde gehabt wären die Buchsen ohne großen Kraftaufwand rausgegangen ...

Um die Buchsen auf den den ersten Millimetern aus dem Block zu bewegen musste ich leider Eisen auf Eisen anwenden.

Holz ging im 1. Drittel gar nicht.

Gerade beim anziehen hatte ich schon bedenken das irgend etwas am Motorblock wegbrechen könnte.

Wie auch immer es hat funktioniert und ich bin glücklich das die Teile ohne Beschädigung des Motorblocks draussen sind.

Der Teller an der Unterseite war präzise gefertigt und hatte prima gepasst. Kleiner Durchmesser 0,3mm kleiner als der Buchsendurchmesser. Großer Durchmesser 1,0mm kleiner als die Blockbohrung. Absatz 1,25mm.

Anbei ein paar Bilder.

Gruß

Michael

Vorher hatte ich versucht mit dem organisierten Dreiarmabzieher eine Buchse zu ziehen.
Resultat: Die Buchse ist nach und nach unten weggebröselt.
 
Anbei das Werkzeug, nicht schön aber Stabil...

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Anbei zwei der gezogenen Buchsen.

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20120606mf1080buechseng.jpg
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Hallo,

ich wollte nochmal Eure Meinung hören.
Ich habe jetzt schon des öfteren gehört das
manche die Motorblockbohrung vor dem einsetzen der neuen Buchsen hohnen damit
wirklich alle Schmutzpartikel und Ablagerungen entfernt werden.
Der Materialabrieb geht anscheinend gegen Null.
Was meint Ihr ?

Gruß

Michael
 
Hallo!

Erstmal Glückwunsch zu den ausgepressten Buchsen!
Mit dem Honen wäre ich äußerst vorsichtig! beim 4.248 ist bei den Servicebuchsen die Presspassung 3 Hundertstel (0,03mm oder um deutlicher zu werden 30µm!), mir persönlich wäre das zu riskant... wenn du da zuviel wegnimmst kannst du den Block kübeln.
Der Materialabrieb geht anscheinend gegen Null
Naja wie mans nimmt.... 30µm geht quasi auch gegen null
Ich denke beim 4.318 wird die Presspassung nicht dramatisch anders sein als beim 4.248.

M20 in 8.8 ist doch sehr filigran für diese Arbeit. Mit dieser Gewindestange kannst du max. ca 11 Tonnen bei 420Nm spannen ohne das Gewinde zu zerstören... was ja bei dir der Fall war. Die M27er 10.9 bei mir hat keinerlei Spuren. Zum Vergleich M27 10.9 30t bei 1500Nm!

Du hast doch sicher mein Video im Youtube gesehn.... ich habe die Gewindestange unten rausstehen lassen und konnte mit dem Hammer unter Vorspannung des Gewindes von unten drauf schlagen.... hast du das nicht gemacht? Da hättest du dir definitiv leichter getan!

Zum Thema Holz noch eine Sache: Die Faserrichtung gibt die Stabilität an! so wie in deinen Bildern zu sehen ist das Holz sehr weich und gibt natürlich nach... stellst du das Holz hochkant hast du min. 10x höher Widerstandsfähigkeit und das Holz lässt sich hier nun mehr noch einen Bruchteil davon komprimieren.

Eine Frage noch warum ist die eine Büchse so ausgefranzt?

Gruß Tom

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Hallo Tom,

ausgefranzte Büchse:

Ich hatte zuvor versucht mit einem geliehenen 3-Arm Abzieher die Büchsen zu ziehen.
Unter Spannung ist dann an den Stellen wo der Abzieher griff die Büchse ausgebrochen.

Gruß

Michael
 
Hallo,

also jetzt muss ich doch mal was schreiben...
Nicht böse nehmen, aber 30µm sind sicherlich nicht mit 0 zu vergleichen, wenn man von Passungen spricht. Wenn man da wirklich so viel abnehmen sollte, dann kanns aber ganz schnell Richtung "geht zwar schwer rein, hält aber später nicht richtig" gehen.

Wenn eine M20 8.8 Gewindestange ihre Arbeit tut, dann kann man die doch auch verwenden. Kostet schon mal nicht so viel, wie eine in 10.9.

Und um zurück auf die Frage wegen dem Hohnen zu kommen.
Ich würde es einfach nur richtig gut sauber machen, mit einem in Nitro getränktem Tuch, und danach wieder gut einölen.

Gruß

Michael
 
Hallo Michael (crazy_mike),
"geht zwar schwer rein,hält aber später nicht richtig"
verstehe ich nicht.
49.gif
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Meintest du: geht zwar leicht rein,hält aber später nicht richtig?

Gruß +Matthes+
 
Hm,

Ich denk einfach, dass man sich bei der Montage schwer tut. Dazu reicht es ja schon, wenn die Büchse minimal größer ist als die Bohrung.

Die Presskräfte und damit Haltekräfte sind bei +5µm sicherlich nicht so groß wie bei +50µm.

Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Hohnale überhaupt so viel abnehmen kann.
Die kratzt doch vielmehr nur den Schliff rein.

Gruß

Michael
 
Hallo,
gestern Abend ging es weiter.
Weihnachten - Ein Paket mit Buchsen und Kolben stand im Flur ...
Perkins kann für den 318 diese Teile nicht mehr liefern.
Ich habe mich für Bepco entschieden.
Der Händler war so nett und hat mir die Kolbenringe bereits auf die Kolben aufgezogen.

Im Vergleich Kolbenringe alt und neu konnte man schon erkennen wie "fertig" die alten Ringe sind.

Buchsen ausgepackt, Ernüchterung eine von den Buchsen hatte ein Haarriss ...

Ich habe lange überlegt ob für das Abkühlen der Buchsen flüssigen Stickstoff, Trockeneis oder einfach nur "Kühltruhe" verwende.

Ich habe mich für Kühltruhe entschieden.

Gestern abend beim Fleischer 10 Liter Chrushed Eis abgeholt, in die 3 verbleibenden Buchsen gesteckt und ab mit den Teilen in die Kühltruhe.

Heute Morgen:

Nochmal die Blockbohrungen gereinigt und mit Motoröl satt eingerieben.

Gasstrahler auf Höhe der Blockbohrungen mit einem Abstand von 15cm plaziert und ca 30 min den Block angewärmt.

Hartholz, Gummihammer, Schlosserhammer leicht und Schlosserhammer schwer in Reichweite gelegt.

Die Buchsen aus der Truhe geholt, an der Aussenseite enstandenen Eiszapfen abgekratzt den Buchsenrand ordentlich vom Eis befreit.
Nach kurzem antauen (1min) das in der Buchse steckende Eis entfernt und die Buchse von aussen mit Öl satt eingerieben.

Buchse über dem Block plaziert und mit viel Kraft in den Block geschoben.

Puls 180

60% konnte ich mit der Hand einschieben, den Rest habe ich mit dem Hartholz und dem Gummihammer erledigt.

(Puls 200 !)

Der Gasstrahler lief ständig weiter.

Bei der zweiten Buchse habe ich schon 80% und bei der dritten Buchse 90% mit der Hand erledigen können.

Beigefügt ein paar Bilder.

Nächste Woche baue ich noch die 4. Buchse ein.

Gruß

Michael
 
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5,2 Liter Hubraum aus 4 Zylindern.
Man siehe deutlich den Unterschied zum 1 Zylinder in dem noch keine Buchse eingebaut ist.

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Hallo,

heute habe ich noch Pleuel mit den Kolben verbunden.

Die Kolbenbolzen sind in den neuen Kolben so eingebaut dass man die Möglichkeit hat auf einer Seite einen Federring einzubauen.

Federring einsetzt.
Kolben im Ölbad erhitzt.
Pleuelbuchse eingeölt.
Kolben aus dem Ölbad geholt.
Bolzen rausgedrückt und nach dem
einfädeln des Pleuels den Bolzen wieder eingeschoben.

Anbei noch ein paar Bilder.

Ich freue mich schon darauf wenn es nächste Woche weitergeht.

Gruß

Michael

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saubere Arbeit!
wie hast du bemerkt das die eine Buchse einen Haarriss hat?

Gute Kombination mit Gefrierschrank und Heizstrahler, da hätte ich mir sicher auch leichter getan
teu35.gif


Weist du wie warm der Block war?
Das Einfädeln bzw Ausfädeln des Kolbenbolzens geht auch sehr gut mit der Heißluft Pistole.

Hast du dir auch die Pleulbuchsen (Kolbenbolzen) genau angesehen? Da warn bei mir 2 locker...nur so als Tipp!

Glaubst du du schaffst es ein Video zu machen vom einsetzten der letzten Buchse? Beim zuschneiden und einstellen kann ich dir bei Bedarf gerne helfen!

Gruß Tom

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Hallo,
am Dienstag kam per Nachtexpress die neue Buchse.
Einbau ging wie bei den anderen 3 Buchsen auch. Ich habe ein Video gedreht und werde es die nächsten Tage mit Hilfe von Thomas (Tomron) einstellen.
Ansonsten warte ich auf neue Lagerschalen, ich habe mich dazu entschlossen neue einzubauen.
Der Kopf wird überarbeitet es werden die Ventilsitze neu eingeschliffen.
Mal sehen wie weit ich bis zum nächsten Wochenende komme.
Gruß
Michael
 
Hallo,

inzwischen habe ich folgende Arbeiten erledigt:

Neue Lagerschalen eingesetzt
Kolben und Pleuel montiert
Schwingungsdämpfer und Ölwanne montiert

Jetzt warte ich noch auf den Zylinderkopf.

Eure Meinung ist gefragt:

Nach einer Motorüberholung soll ja bereits nach 15 Stunden erneut ein Motorölwechsel gemacht werden ?
Würdet Ihr für diesen Zeitraum das gleiche Motoröl einfüllen wie für den späteren Dauerbetrieb ?

Gruß

Michael
 
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