Neuer mit (fast) neuem "TED"

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Opodeldog

Gast
Hallo,
ich möchte mich auch im Forum vorstellen: Mein Name ist Volker. Seit zwei Tagen bin ich im Besitz eines TED. Der Kauf eines kleinen Fergy ist schon lange geplant. Diesen Traktor lernte ich in den 70er Jahren zu fahren und zu schätzen, wenn ich in den Semesterferien im Weinbaubetrieb meines Onkels mithalf. Nun benötige ich einen Traktor eigentlich nur zum Holztransport und demnächst vielleicht auch zum Spalten. Durch die vielen Berichte im Forum zu Restaurierungen, zur Ersatzteillage usw. wurde ich animiert, den Schritt zu wagen und habe diese Woche "zugeschlagen". Ihr seht, ich verfolge das Geschehen im Forum schon einige Zeit. Nun steht der Traktor hier und ich bin recht glücklich. Natürlich gibt es das eine oder andere daran zu tun, aber es ist überschaubar und alles funktioniert bisher. Mal sehen! Nun Versuche ich noch ein Foto vom Transport einzustellen, ich hoffe, dies gelingt mir. Demnächst dann mehr.
Gruß,
Volker
 
Danke!
Im Moment schleiche ich noch um den TED herum und mache eine Liste der Dinge, die ich richten muss. Ladekontrollleuchte bleibt an, ein Warnblinklichtschalter muss eingebaut werden, hinten sind leider zwei neue Reifen fällig, den Motor kann man sicher auch anders als über den Benzinhahn abstellen und noch einige Kleinigkeiten. Da ich keinen Brief habe, ist leider die komplette Prozedur mit Zulassungsstelle und TÜV-Vollabnahme fällig. Aber ich habe ja Zeit...
Gruß,
Volker
 
..das klingt ja zunächst noch überschaubar. Am ärgerlichsten wird mit Sicherheit die Vollabnahme - die ist zwar unproblematisch, aber mit fast 150 Euro ganz schön teuer...
 
Hallo,
ich wusste es ja vorher...von daher bin ich darauf eingestellt. Den Kaufpreis habe ich ja auch wegen der fehlenden Papiere noch etwas drücken können. Angesichts des recht guten Zustands habe ich mich einfach für diesen Traktor entschieden. Da ich schon länger nach guten Exemplaren Ausschau halte, bin ich nun recht froh. Heute habe ich mit "Kleinigkeiten" begonnen: Die Batterie gecheckt (gut), das Massekabel entfernt (gebrochen), die Hupe ausgebaut (kaputt) und gesucht, wo wohl der Motor abgestellt wird (vergeblich, da fehlt wohl was...). Morgen werde ich die Lichtmaschine testen, ob die Strom liefert. Sollte die Lima in Ordung sein, gilt es zu ergründen, warum die rote Lampe dauernd brennt (Regler?) Da komme ich leider bei meinen Elektrikkenntnissen schon an meine Grenzen, kenne aber Experten in der Nähe. Im Hinblick auf einen schönen Anhänger habe ich mich soweit sachkundig gemacht, dass nur ein zulassungsfähiger Anhänger in Frage kommt, da die Variante mit grünem Kennzeichen für mich ausscheidet und ich keinerlei Ärger bekommen möchte. Also vorzugsweise ein auflaufgebremster Einachshänger oder ein sehr kleiner Zweiachsanhänger, der schwer zu finden sein dürfte. Die Tragfähigkeit müsste 1,5 Tonnen nicht übersteigen.
Gruß,
Volker
 
Hallo Volker

Schöner TED! Ich wünsche dir viel Erfolg. Mein TED stelle ich übrigens durch herausziehn des Zündschlüssels ab.

Gruss Fixu
 
Hallo,

Normalerweise sollte ein Kabel von der Batterie (oder vom Dauerplus am Startschalter auf dem Getriebe) zum Zündschloss links unter dem Armaturenbrett gehen. Von dort geht dann ein Kabel weiter zur Zündspule, und mit dem Zündschloss wird der Motor dann auch abgestellt, sprich der Stromfluss zur Zündspule unterbrochen.
Das setzt natürlich voraus dass die Elektrik noch original und nicht verbastelt/umgeändert ist.

Gruss
Tim
 
Hallo,
ich danke euch für die Hinweise! Die Elektrik wurde schon einmal auf "deutsches System" umgestellt, d.h. Batterie-Plus nicht an Masse. Es wurde aber alles sehr ordentlich gemacht, z.t. sind die Kabel mit kleinen, angebrachten Hinweisen beschriftet und ich komme ganz gut zurecht. Den Motorlauf mit Abziehen des Schlüssels zu beenden macht ja auch Sinn.
Gruß,
Volker
PS: Im Moment bin ich auf der Suche nach einem passenden, eher kleinen Einachsanhänger mit eher großer Zuladung für Holztransporte. Nicht ganz einfach...
 
von wo kommst du denn? Könnte dir hier zwei Anhänger im Raum Kaiserslautern anbieten....Grüße
 
Hallo,
ich wohne im Kreis Marburg in Hessen. Für etwas wirklich Schönes würde ich auch eine weite Anfahrt in Kauf nehmen. Mir ist es neben der Funktionalität auch wichtig, dass der Hänger gut zum Ferguson passt. Ein wunderschöner ist mir leider durch die Lappen gegangen, bezeichnender Weise wurde er mir von einem Heimatmuseum vor der Nase weg geschnappt. Der äußere Zustand ist mir relativ egal, ich kann alles gut selbst herrichten, insbesondere Holzteile nachfertigen wäre kein Problem. Wichtig im Hinblick auf eine mit frischem Holz recht hohe Zuladung aus dem Wald heraus wäre die Auflaufbremse.
Gruß,
Volker
 
Hallo nochmal,

ok, der eine ist ein umgebauter Miststreuer ( sehr stabil), aber ohne Auflaufbremse. Der andere ist im Prinzip nur ein Fahrgestell eines Drehschemelanhängers, du wolltest ja aber einen Einachser.....
 

hallo,
so sieht es im Moment aus: Die Wellendichtringe von hinterem Motorende und vorderem Getriebeende werden getauscht sowie die Kupplungsscheibe. Problem: Hinter dem Kurbelwellenstumpf geht es sehr eng zu. Der neue Simmering lässt sich nicht hinter den Kurbelwellenstumpf schieben, geschweige denn der alte bei den beengten Platzverhältnissen heraus hebeln. Gibt es einen Tipp für Demontage und Montage? Das wäre schön!
Gruß,
Volker
PS: Habe noch ein paar gute Ideen, um den ferguson an der Peripherie aufzuwerten. Demnächst mehr!
 
Hallo Volker,

Ich habe diese ‘‘Operation‘‘ auch letzte Woche an meinem FF 30 GS machen müssen, der ist vom Aufbau her identisch mit deinem TED.
Zum Tauschen des Simmerings am Motor muss der hintere Hauptlagerdeckel runter, meiner Meinung nach geht es nicht anders. Dazu zuerst die Ölwanne abbauen. Achtung: zuerst den seitlichen Deckel (mit Sieb) an der Ölwanne abnehmen. Dann noch Kupplung und Schwungrad runter, dann kommst du an den Lagerdeckel und das Halteblech des Dichtrings. Jetzt kommt der Dichtring, der eigentlich eine Manschette aus einem Hydraulikzylinder ist, raus. Dann kannst du den neuen einfädeln, was nicht sehr gut geht. Den Ring dabei gut einfetten, dann rutscht‘s besser. Der Ring ist offen, und die Öffnung muss nach oben Richtung Zylinderkopf zeigen. Dann den Lagerdeckel wieder drauf (mit neuen Filzschnüren) und mit 12,5 m/kg anziehen. Dann die Ölwanne, Schwungrad und Kupplung wieder drauf, fertig. Zum Zentrieren der Kupplungsscheibe dreht man sich am besten einen passenden Dorn. Die Anzugsmomente des Schwungrads und der Kupplung hab ich jetzt nicht im Kopf, kann ich dir aber bei Bedarf geben.
Du musst aufpassen wo du den Dichtring für den Motor bestellst. Ich hatte zuest einen von Sparex, der war zu gross. Der hatte metrische Masse (72x97x12,5 mm). Die Kurbelwelle hat jedoch (bei mir jedenfalls) nur 71,35 mm. Ich hatte es nicht gemerkt dass die Masse auf dem Ring draufstehen und hatte ihn eingebaut. Mit dem Ergebnis dass ich den Traktor nochmal trennen musste weil es nicht dicht war.
Ich habe dann einen passenden Ring bei Christian Heigl in Aiterhofen (Bayern, DE) bekommen. Er ist immer sehr freundlich, und ich bestelle immer alle Teile die ich nicht selbst direkt bekomme bei ihm.
Ich hoffe das hilft dir ein wenig.

Gruss
Tim
 
Hallo Tim
und danke für die sehr detaillierte Beschreibung und die wichtigen Hinweise auf Deine schlechten Vorerfahrungen mit dem falschen Simmering! Ich werde meinen gleich mal vermessen. Auf die Demontage von Ölwanne und Lagerdeckel wird es nun auch nicht mehr ankommen. Kupplung und Schwungrad sind inzwischen schon montiert, morgen geht es dann weiter. Die Anzugsmomente für die Schwungscheibe liegen so um die 12mkp, das habe ich auch schon heraus gefunden. Inzwischen habe ich schon Lackschäden an Motor und Getriebe mit recht gut farblich passender Originalfarbe ausgebessert. Die scheint mit zunehmendem Alter eher nachzudunkeln, den Unterschied an den Übergängen kann man aber tolerieren. Jedenfalls sieht der Übergang zu rostigen Partien schlimmer aus Es geht also insgesamt eher vorwärts. Ich werde weiter berichten und Bilder einstellen.
Also danke noch einmal und
Grüße von
Volker
 
Auch von mir alles gute mit dem kleinen!
26.gif

Also der sieht ja 1A aus!
 
So, heute ging es wieder einen kleinen Schritt mit der Montage des hinteren Kurbelwellendichtringes weiter. Nach der sehr hilfreichen Vorarbeit und Dokumentation von Tim war die Demontage auch bei mir kein Problem. Allerdings werde ich den Wedi mit dem Schlitz nach unten montieren: Wie auf dem Bild zu sehen, ist unten am Lagerdeckel eine Öl-Rücklaufbohrung, deren Sinn mir nur darin zu liegen scheint, das durch den Schlitz des WeDi evtl. austretende Öl wieder zurück zu führen. Ich lasse mich gern eines besseren belehren. Der Tipp kam von einem erfahrenen Landmaschinen-Mechaniker.

Nun muss ich erst wieder passende Dichtungen bestellen, bevor es weiter geht.
Gruß,
Volker
 
Hallo,
die Teilrestauration geht mit großen Schritten der Vollendung entgegen, der TED ist wieder zusammen gewachsen. Die Kupplung ist erneuert, Dichtungen sind erneuert und der Lack ist dezent ausgebessert. Der Auspuffkrümmer wurde schwarz lackiert, bevor er wieder unter der Abdeckhaube des TED verschwindet. Die historischen Embleme des Amaturenbrettes habe ich ganz leicht mit feiner Stahlwolle gesäubert und anschließend mit einer Klarlackschicht als Schutz versehen. Nun stehen nur noch "Kleinigkeiten" an. Kontrolle der Lichtmaschine, des Reglers sowie der Einbau eines Warnblinkschalters. Zuletzt werde ich in zwei neue Hinterreifen investieren müssen, geht leider nicht anders. Die folgenden Bilder zeigen auch die Besonderheiten meines Ferguson, nämlich den Sitz auf dem Muschelkotflügel, auf den sich meine kleine Nichte schon freut, sowie die Schmutzfänger/ Kotflügel über den Vorderrädern, die auch bleiben dürfen. An dieser Stelle möchte ich meinen besonderen Dank an Peter Hilje wegen der tollen Ersatzteilversorgung richten, die das Teilüberholen der Technik völlig stressfrei gestaltet hat. Und nun viel Spaß bei den Bildern





PS: In der Zwischenzeit habe ich auch einen schönen "Kofferrraum" für das Ferguson-Zugfahrzeug gefunden. Wichtig ist für mich die Auflaufbremse, fürs Herz taugt die klapbare Sitzbank.
 
Hallo,
nun ist es so weit, der Ferguson ist auf den ersten Druck auf den Schalthebel angesprungen. Ich musste (auch ohne Nummernschild...) eine Runde um den Block drehen. Öldruck ist gut, alles scheint dicht! Nun geht es an die letzten Kleinigkeiten.
Gruß,
Volker
 
Hallo,
gestern habe ich eine Testfahrt über mehrere Kilometer gemacht. Dabei bin ich steil den Berg hinauf gefahren, um den Durchzug zu testen. Danach steil bergab im Leerlauf, um die Bremsen nach mehreren Jahren des Standes ein wenig einzubremsen, da muss ich noch nachstellen. Ebenso zeigte ein kurzes Stück Acker die Möglichkeiten der einzelnen Gänge. Alles ging gut und der Ferguson ist dicht. Nun kommt das Abenteuer Vollabnahme. Dazu werden noch neue Hinterreifen aufgezogen. Anbei zwei aktuelle Bilder der Probefahrt.
Gruß,
Volker

 
Hallo,
es gibt gute Neuigkeiten: Heute wurde die Vollabnahme durchgeführt, dabei gab es keine Beanstandungen. D.H. ich habe nun die Grundlage für die Erstellung eines neuen Briefes. Das schöne ist, dass ich für meinen Zweiachsanhänger ebenfalls eine Vollabnahme habe und somit den Anhänger auch mit einer schwarzen Nummer zulassen kann. Da ich mit Saisonkennzeichen von April bis Oktober anmelden werde, habe ich dieses Jahr keine Möglichkeiten mehr für Ausfahrten, desto schöner wird es im nächsten Frühjahr.
Gruß,
Volker
 
Hallo Volker,

Mit der bestandenen Vollabnahme hast du ja nun eine gute Voraussetzung für die Zulassung.

Du schreibst dass du für den Anhänger ebenfalls eine Vollabnahme hast.
Müssen solche landwirtschaftlichen Anhänger bei euch auch angemeldet werden? Und kosten womöglich auch noch Steuern oder Versicherung?
In Luxemburg brauchen solche Anhänger nicht angemeldet zu werden. Da klebt man ein 25/40 Schild hinten drauf und schaut dass die Beleuchtung funktioniert, fertig.
Wie schnell darfst du deinen Anhänger denn ziehen? Wir dürfen ungebremst 25 km/h fahren, und wenn der Anhänger gebremst ist (egal ob hydraulisch oder mit Druckluft) 40 km/h. Über 40 km/h muss er dann angemeldet werden.

Gruss
Tim
 
Da er wohl ein schwarzes Nummernschild hat muss er auch den Anhänger entsprechend zulassen.
Mit dem grünen Nummernschild (Landwirtschaft) benötigt der Anhänger keinen TÜV. Es sollte nur ein Kennzeichen (gleiches wie am Traktor)drauf sein und die Beleuchtung und eventuell vorhandene Bremsen funktionieren.
 
Hallo,
ja, so ist es! Da ich keinen Landwirtschaftlichen Betrieb habe, allerdings Holz mache, war mir das mit dem "Folgenummernschild" in schwarz zu heikel. Es ist wohl auch beschränkt auf Landwirtschaft und die Farbe grün beim Nummernschild. So bin ich mit einer Anmeldung auf der sicheren Seite und in der Nutzung nicht eingeschränkt.Bei der Geschwindigkeit bin ich dann an 25km/h gebunden und muss diese Geschwindigkeit auch am Anhänger mit Plakette dokumentieren. Natürlich werde ich auch Steuern bezahlen müssen, da bin ich beim Hänger gespannt! Bei der Versicherung gilt er wohl als der "Kofferraum vom Zugfahrzeug". Das Gute war, dass meine "Sonderanhängerkupplung" auch durchgekommen ist...da war ich sehr skeptisch gewesen. Die könnt Ihr ja in dem Thread "Anhängerkupplungen" auch abgebildet sehen.
Gruß,
Volker
 
Hallo,
hier kommt ein "Update".
Gestern habe ich den TED zugelassen. Dank niedriger Versicherungskosten und niedriger Steuer habe ich mich entschieden, das Traktorchen ganzjährig anzumelden. Heute habe ich dann schon mal hinten das Nummernschild montiert und mich auf eine kleine "Reise" begeben. Das Wetter war herrlich und dementsprechend konnte ich recht gute Fotos machen. Erfahrung: Der Kleine ist recht durstig, naja, er weiß halt, dass ich an der Tanke bezahle. Vielleicht ist da mit der Optimierung von Zünd- und Vergasereinstellung noch ein wenig Verbrauchsreduzierung drin! So, nun aber die Bilder, die auch den kleinen "Kofferraum" des TED zeigen. Das Tropenholz stammt übrigens "political correct" aus einer demontierten Treppe, ist also second hand und wurde nicht für den Ferguson am Amazonas oder Kongo geschlagen.










 
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