Neuer mit Hydraulikproblem FE35

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Lederer

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Hallo Leute,

ich möchte mich kurz vorstellen und die Gelegenheit nutzen, meine erste Frage loszuwerden.

Ich habe zusammen mit meinem Sohn vor kurzem einen FE35 Vineyard (Schmalspur), Bj.61 mit Standard 23C Motor erworben und bin dadurch auf dieses super Forum gestoßen. Der Traktor stand längere Zeit in einem Schuppen, läuft aber ganz gut. Zuerst wollen wir das Teil technisch in Ordnung bringen und für leichte Arbeiten und gelegentliche Ausfahrten nutzen :-). Später soll er dann komplett restauriert werden.

Ein paar Sachen haben wir bereits erledigt, Öle und Filter werden demnächst gewechselt, doch nun stehen wir vor unserem ersten Problem mit der Hydraulik. Diese steht am obersten Anschlag und senkt sich nicht mehr ab. Ist schon ein paar Tage her, der Motor ist aus und trotzdem stehen die Hubarme am oberen Anschlag. Wie angeschweißt!

Wir haben schon die Hebelage zur Steuerhülse kontrolliert. Scheint alles zu funktionieren bzw. nicht zu hängen. Die Unterlenker sind nicht verklemmt.

Komisch: Die Welle vom Zugkrafteinstellhebel lässt sich ca. 10mm rein und rausziehen und komplett ohne Anschlag und spürbare Funktion durchdrehen.

Das Gestänge, das Segment für den Bedienhebel der Zugkraft B und die Umlenkung nach links fehlen leider ganz (hat jemand ´ne Ahnung wo ich das für den Vineyard herbekomme?)

Ich freue mich auf eure Hilfe,

Martin
 
Hi Martin,

Im Normalfall sind die Hubkolben nie komplett dicht, so dass die Unterlenker immer mit der Zeit etwas absinken.

Wenn deine siet Tagen oben stehen, obwohl der Motor nicht mehr gelaufen hat, dann sind die Wohl doch irgendwo verklemmt.

Vielleicht innen im Hydraulikdeckel?

Gruß,

MHF
 
Hallo MHF,

danke für deine Antwort. Den Hydraulikdeckel hatte ich noch nicht offen. Wahrscheinlich hast du recht, denn die Welle für die Zugkrafteinstellung hat irgendwie keinerlei Einfluß auf die Hydraulik (wie beschrieben, und der Vorbesitzer hat die komplette Hebelage dafür weggebaut???).  Vielleicht hat sich da was ausgehängt?

Hat der FE35 eigentlich eine Transportstellung (also oben verriegelt)? Wenn ja, wie wird die aktiviert? Hängt das vielleicht damit zusammen?

Gruß Martin
 
Hallo Martin,

was meinst du mit Steuerhülse? Die vom Zugkraftverstärker? Die regelt ja nur den Druckbereich desselben.

Hast du geprüft, ob der Steuerschieber der Pumpe beweglich ist? Möglicherweise steht die Pumpe ständig auf "fördern" und

wenn alles dicht ist, kann das Öl nicht zurückfließen/"senken".

Rechten Inspektionsdeckel öffnen und den Betätigungshebel des Pumpen-Steuerschiebers im Bereich der Betätigungsrollle in Fahrtrichtung

nach vorne drücken (bei stehendem Motor). Dabei wegen der derzeitigen Kälte des Öls jemanden auf die Unterlenker stellen (belasten).

Was passiert jetzt? Gehen die jetzt runter? Berichte mal, dann sehen wir weiter.

Gruß +Matthes+
 
hallo Martin, hallo Matthes und auch hi MHF *lächel*,

ich würde erwarten, dass ... wie MHF schon schrieb, durch Undichtigkeiten an der 50 Jahre alten Dichtungspackung des Hubkolbens die Unterlenker selbsttätig absenken, sobald kein Öl von der Pumpe nachgespeist wird.

@ Matthes ... der Rücklauf des Öls aufgrund einer schwächelnden Packung am Kolben fände ja direkt aus dem Zylinder in das Getriebegehäuse statt ... denk ich mal ... müsste durch keine Ventile mehr.

Unter der Voraussetzung, dass die Packung absolut dichtet  wäre deine These des hängenden Steuerkolbens allerdings von Belang.

Wenn die Dinger überhaupt nicht runtergehen wäre es eine Maßnahme, zu überprüfen, ob da nicht einer hochviskoses Hydraulik- oder Getriebeöl eingefüllt hat.

Dieses zähe Zeugs in Verbindung mit den derzeit arktischen Temperaturen mag das von dir geschilderte Fehlerbild auftreten lassen.

@ Martin ... wie sieht es aus, wenn du den Schlepper so lange fährst, bis das Getriebe/Hydrauliköl richtig warm geworden ist? Besteht der Fehler dann weiterhin? Schau erst mal nach dem Öl, fahr ihn schön warm und bewege mal den Verstellhebel eine Weile ... vielleicht löst sich was.

dir viel Erfolg ...

freundliche Grüße

Ulli ;-)
 
Meine Herren,

danke für eure Antworten.
@Matthes, ich meinte den Steuerschieber aus der Hydraulikpumpe. Nach der Demontage des Inspektionsdeckels, lässt sich der Hebel für den Steuerschieber mit leichtem Druck schön hin und her bewegen (wie du es auch beschrieben hast). Die Feder aus der Pumpe drückt ihn wieder zurück (…nix passiert). Ich vermute, daß hier alles in Ordnung ist, obwohl ich halt wg. des Öl´s nicht nach unten zur Pumpe schauen kann.

@Ulli, das Öl ist wirklich relativ zähflüssig, meiner Meinung nach kein Motorenöl! Mein Vorbesitzer hat es vermutlich  gut gemeint und evtl. Getriebeöl o.Ä eingefüllt. Ich werde es gegen normales 15W40 wechseln, hätte halt gerne vorher den -vermutlich mechanischen- Fehler gefunden.

Am Samstag laß ich ihn mal länger warm laufen und probiere es dann nochmal, wobei das Problem schon vor zwei Wochen bestand, als es noch schön mild war :-)

Grüsse, Martin
 
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Hallo!

War die Hydraulik immer oben? Möglicherweise hat der Vorbesitzer an der Pumpe geschraubt und das Steuerventil nicht richtig eingebaut!?

Grüße Piti
 
Hallo Martin,

bevor hier immer mehr spekuliert wird, beschreibe doch noch mal genau was da los ist?

Sind die Unterlenker erst hochgehoben worden von Dir, oder waren die schon die ganze Zeit oben?

Nach Tagen senken die sich auch garnicht ab?

Wenn der Traktor permanent Druck auf die geben würde, dann muss da Überdruckventil anspringen oder der Motor schwerer laufen wegen der Last.

Eine Fixierung gibt es meines Wissens bei dem Weinbergtraktor nicht (also nichts ab Werk, wer weiß was da gebastelt wurde).

Stell doch mal Bilder ein, von den Bereichen wo Teile fehlen.

Alternativ kannst du noch den kleinen Deckel rechts unter dem Sitz abbauen, da wo das Steigrohr drunter ist oder seitlich eine der Verschlussschrauben in den Druckbohrungen entfernen (wo die Extrerne Hydraulik angeschlossen wird). Dann muss sich was bewegen, weil dann das Öl rausfließen kann.

Wenn sich da immernoch nichts tut, dann hängen die mechanisch fest.

Gruß,

MHF
 
Vorsicht bei der Demontage! Möglicherweise unter Druck!!!!!!!

Grüße Piti
 
Danke für die Tip´s. Ich werde weiter berichten.

Kurze Frage zwischendurch: wie stelle ich hier ein Foto ein? ...Peinlich
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Hallo MHF,

als ich die Hydraulik das erste mal ausprobiert hatte, funktionierte eigentlich alles ganz normal (sofern ich das beurteilen kann). Ich hab sie dann im unteren Bereich ein paarmal angehoben und wieder abgesenkt.

Erst als ich ganz nach oben anhob, blockierten die Hubarme und gingen nicht mehr runter. Das ist der momentane Stand.

Ich probiere morgen mal den Druck vorsichtig über den Deckel abzulassen, wie du es beschrieben hast. Dann müssen die Dinger ja runter kommen.

Fotos einstellen klappt irgendwie immer noch nicht.

Bis hierhin, erstmal Danke

Martin
 
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Bilder hochladen:

Symbol im roten Kreis anklicken, Fenster öffnet sich, mit Durchsuchen das Foto an deinem PC suchen und hochladen.

Größe beachten!

Grüße Piti
 
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Danke Piti,

jetzt hat es geklappt:-)

Hier sieht man die Welle vom Zugkrafteinstellhebel mit fehlender Hebelage und fehlender Welle nach links (beim Vineyard, aus Platzgründen Bedienung mit der linken Hand, vermute ich. Segment für den Bedienhebel links fehlt auch). Wie schon gesagt, wenn jemand von euch weiß, woher ich diese Teile bekommen könnte, bitte um Info.

Schönen Tag,

Martin
 
Hallo Martin,

eine Weitere Option.

Was , wenn sich dein Hebel hinten verstellt hat Hast du den mal mit einem Schraubenschlüssel bewegt? (soehe roten Kreis)

Allerdings sollte dann das Gestänge trotzdem nach längerem Stehen runter gehen.

Gruß,

MHF

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Hallo MHF,

danke für die Explo-zeichnung. Ich habe mir den Rep.leitfaden und die ETL für den FE35 gekauft, aber bei mir sind die Vineyard Sachen nicht drin
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Heute Mittag hab ich den Deckel vom Steigrohr vorsichtig geöffnet und es herausgezogen. Absolut Drucklos, es kam kein Öl raus! Die Arme stehen immer noch oben. Wahrscheinlich sind sie wirklich unterm Deckel irgendwie verklemmt.

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Jetzt nochmal zum Zugkrafteinstellhebel. Die Welle lässt sich ca. 10mm rein und rausziehen (roter Kreis) und komplett ohne Anschlag und spürbare Funktion ganz leicht, also ohne Schraubenschlüssel, durchdrehen. Vielleicht ist innen was abgerissen, oder hat sich ausgehängt.

Am Samstag machen wir den Deckel ab und schauen uns die Sache mal genauer an. Dann geb ich Meldung.

Schönen FEierabend :-)
 
Hallo Martin,

So wie sich das anhört lohnt es sich auf jeden Fall den Deckel abzunehmen und zu sehen was da drunter los ist.

Scheinen ja gleich mehrere Probleme zu sein.

Bin schon gespannt auf die weiteren Berichte.

Gruß,

MHF
 
Hallo Leute,

heute haben wir den Hydraulikdeckel abgemacht. Die Hubarme gehen nicht nach unten weil der Hubkolben total fest ist.

Ich vermute, daß ich einfach zu hoch gefahren bin, der Kolben dadurch zu weit rausgefahren ist und sich nun verkeilt hat. Auf jeden Fall sitzt er nun Bombenfest. Jemand ´ne Idee wie man den wieder gangbar machen kann? Vielleicht sind auch die Ringe hin.

Ansonsten sieht alles ganz gut aus. Die Welle für den Zugkraftkontrollhebel ließ sich komplett durchdrehen, weil die Rolle für die Segmentwelle (roter Kreis) innen nicht richtig platziert war. Auf jeden Fall läßt sie sich jetzt nur noch ca. ´ne halbe Umdrehung verdrehen und steuert den Zwischenhebel wieder an. Sieht auf jeden Fall wieder vernünftig aus. Man darf halt nur nicht an der Welle ziehen.

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Gruß Martin
 
Hallo Martin, außen die 4 dicken schrauben lösen . Die das Kolbenrohr festhalten , dann vorsichtig mit Plastik Hammer/Kupferhammer gewinde nach innen treiben . Nix mit gewalt !!! Dann sollte alles frei gehen . Aber ob du den Kolben dann raus bekommst? weiß ich nicht . Gruß Didi.
 
Hallo Didi,

meinst du diese Schrauben (rote Pfeile)?

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Was meinst du mit "Gewinde nach innen treiben"?

Gruß Martin
 
Hallo Martin , genau die 4 Stück die du Markiert hast !! Wenn nix verkanntet , sollte alles auseinander gehen !  Gruß Didi.
 
Alles klar, danke für den Tip.

Schöne Woche euch allen,

Martin
 
Hi Martin,

Kann es sein, dass da im letzten Teil Rost oder Dreck hing und sich da der Kolben verklemmt hat?

Lösen kannst du sowas gut mit Diesel. Geht manchmal besser wie Rostlöser.

Im ausgebauten Zustand senkrecht hinstellen, mit diesel benetzten und nen Tag warten....

Dann wie bereits beschrieben.

Wenn die Welle sich zu weit rauszeihen lässt, dann sieh doch mal ob du eine Hülse oder einen Clips innen anbringen kannst, damit die nicht mehr wandert. Vielleicht fehlt da auch irgendwo ein sicherungsring.

Gruß,

MHF
 
Hurra, der Kolben ist wieder drin!

Hab ihn ein bisschen eingeweicht (Diesel, danke MHF, für den Tip) und dann mit dem Kupferdorn, im eingeschraubten Zustand, überredet. Jetzt warten wir auf die bestellten Dichtungen und O-Ringe, dann noch die Gummimanschette vor der Zugkraftkontrollfeder tauschen und dann bauen wir alles wieder zusammen.

Gibt´s beim Inbetriebnehmen irgendwas zu beachten?

Wie wird der Hub nach oben und unten eigentlich begrenzt (Nur über die „Endanschläge“ auf der Segmentschale)? Soll ja nicht mehr passieren, das Ganze!

Gruß Martin
 
Hallo Martin!

Beim "normalen 35er" wird mit den Einstellschrauben an der Segmentschale eingestellt. (höhe 30 cm) 

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S und T
 
Hallo ,

der Hydraulikdeckel ist wieder drauf. Gestern getestet, Heben und Senken funktionieren. eup-1131339459-231b2bf91bdbe84f493b4fb840f25f1d-1481465961_big.jpg

Hier sieht man die Zylinderwandung, mit Rost im hinteren Bereich!

Ich mußte aber die Welle für den Zugkrafteinstellhebel wieder aushängen (also wieder wie vorher), da der Zwischenhebel für die Zugkraft die Steuerhülse stark nach links drückt. Wahrscheinlich muß das nochmal richtig eingestellt werden.

Das Wechseln der Gummimanschette / Steuerfeder wahr auch nicht ohne. Der Stößel wahr so im Gabelstück festgerostet, daß ich ihn zwei Tage mit Caramba einsprühen mußte. Lösen konnte ich das Ganze dann mit einem abgeflexten, alten 19er Gabelschlüssel und einer großen Zange.

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Danke vorab für eure Hilfe

Martin
 
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