Ölverlust an Hinterachse MF130

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130er MF

Gast
Halloo,

bei unserem MF130 trat neulich ein kurzer Ölverlust an der Rechten Hinterachse auf,  es war darauf eine ca. 30cm große Ölpfütze am Boden, außer einpaar Tropfer kam nichts mehr. Das Öl kam aus einer Bohrung an der Verdickung der Achse (dort wo die Fußbremse verbaut ist).

Wo könnte dieses Öl herstammen?

Wie könnte Abhilfe geschaffen werden?

mfg Bernd
 
Hallo Bernd,

das Öl stammt aus dem Planetengetriebe (Endantrieb). Da kommt nix mehr raus, weil nix mehr drin ist.

Auf keinen Fall weiterfahren!

Endantrieb abbauen und Simmering erneuern. Radlager überprüfen/erneuern, ist bei solch einem massiven Ölverlust

wahrscheinlich hinüber.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

Danke für deine schnelle Antwort,

ich werde umgehend den Simmerring auswechseln und das Lager

überprüfen oder tauschen

mfg Bernd
 
hallo Bernd,

willkommen hier im Forum .....

hallo Matthes *lächel* ...

also ... das Öl kann auch aus dem Getriebekasten kommen ... in diesem Fall wäre der Simmerring an der Achstrichterinnenseite schadhaft.

Du kannst ja mal dran riechen .... in den Endantrieb gehört Getriebeöl, das hat einen nussigen Geruch, aus dem Getriebekasten käme dann im Prinzip Motorenöl bzw. STOU.

Ob nun aber aus dem Endantrieb oder aus dem Getriebe ... merkwürdig finde ich die Menge ... in derlei Strömen kommt das ja nicht durch einen Wedi, selbst wenn er hin ist. Das muss sich im Achstrichter vorher schon gestaut haben. Das führt dann zwangsläufig dazu, dass die Bremsscheibe im Ölbad läuft.

Genau diesen Fall hatte ich an meinem 130 auf der rechten Seite. Da hatte sich das Getriebeöl durch Differenzialsperre und anschließenden Wedi direkt in die Erweiterung für die Bremsscheibe gedrückt und sich dort mit dem Bremsabrieb zu einem pastösen Schmierstoff vereint, damit die Bremsen nicht etwa blockieren *lachmichweg*. Die Bremse müsste eigentlich nach einer Seite gezogen haben ... es sei denn, der suppt auf beiden Seiten.

Vielleicht schraubst du erst einmal den Bremsautomaten an der leckenden Seite ab und nimmst ihn heraus, dann weißt du mehr.

Falls der Bremsbelag im Öl schwimmt wirst du gut beraten sein, ihn auszutauschen. Die Dicke der Bremsscheibe sollte 9,5 mm nicht unterschreiten.

Welchen Aufwand du nun zu treiben bereit bist ... das musst natürlich du selbst entscheiden ... aber wenn du den Wedi nicht tauschst, wirst du immer wieder Öl an die Bremsscheibe und den Belag bekommen.  Um den inneren Wedi zu tauschen muss der Achstrichter ab.

So, nun lass das Gelesene mal in Ruhe auf dich wirken und dann poste mal was du unternehmen willst, vielleicht kann ich dir zumindest mit Rat zur Seite stehen.

Ich habe bei mir den Achstrichter abgebaut, die Welle raus, alles mit Verdünnung ausgewaschen, die Laufstellen der Simmerringe auf der Antriebswelle glatt geschliffen und nun harrt alles dem Zusammenbau *schmunzel*.

freundliche Grüße

Ulli ;-)
 
Hallo Ulli,

auch Dir Dank der Antwort,

das komische bei unserem MF ist, das die linke Bremse nicht zog.......

Ja dem Geruch nach müsste es Getriebeöl gewesen sein.

ich werde nächste Woche mal den Endantrieb demontieren, dann sehn wir weiter.....

Womit ich noch ein kleines Problem habe sind die zölligen Schlüsselgrößen, wie behelft Ihr euch hier?

mfg Bernd
 
Am Besten mit Zollwerkzeug
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Gruß,

MHF
 
hallo Bernd *lächel*,

wenn die linke Bremse nicht zieht, dann solltest du zuerst mal überprüfen, ob diese ‘Bohrung an der Unterseite des Achstrichters links offen ist. Falls nicht, dann bitte mal mit Schraube oder Nagel aufmachen und schauen ob da Öl rauskommt.

Wenn kein Öl im Achstrichter steht ... dann wird wohl der Belag runter sein ... es könnte auch an der Mechanik des Bremsautomaten liegen, aber das ist alles recht robust ausgeführt.

Wenn die Öllache nach Getriebeöl schnüffelt, so wären dafür zwei Varianten denkbar.

1. wie bereits spekuliert kommt das Öl tatsächlich alles aus dem Endantrieb *staun*,

2. im Getriebekasten ist AUCH Getriebeöl, weil ein wohlmeinender Vorbesitzer da was gutes tun wollte ...

Du kannst ja mal auf dem rechten Achstrichter an der Einfüllöffnung schnüffeln ... ob es da eher nach Motoröl oder auch nach Getriebeöl duftet.

Es wäre schön, wenn du mal einige Stichpunkte posten würdest.

, Baujahr, Betriebstundenzählerstand, wann etwa gekauft, direkt vom Bauern oder von einem Zwischenhändler, ist er restauriert, fährst du schon länger damit,  .... Fragen über Fragen

Wenn die 30 Zentimeter Pfütze tatsächlich aus dem Endantrieb kommt (denn da sind bei maximaler Füllmenge nur 0,35 L Getriebeöl drin) ist die These von Matthes (dem ich auch mal über die Lahn zuwinke *lächel*) zutreffend, dann müsste der Endantrieb leer sein.

Dann sollten auch die Entlüfter oben auf den Endantrieben frei bzw. funktionsfähig sein. Bei Erwärmung des Endantriebs baut sich sonst Druck auf und presst Öl durch die Dichtlippe des Simmerrings.

Desweiteren kannst du ja auch mal ein Behältnis unter den Ablauf des rechten Endantriebs stellen und den Stopfen rausschrauben, dann weißt du etwa wieviel Öl noch drin war.

Zum Thema Schlüsswelweiten ...

manche SW Zoll/metrisch passen in guter Näherung ... die meisten aber nicht. Das Problem ist halt, dass du ganz schnell die Köpfe der Schrauben/Muttern rund gedreht ... und somit die A.-Karte hast. Zollschrauben sind im Handel unverhältnismäßig teuer.

Zu deiner Frage wie wir uns behelfen .... eher gar nicht, sondern wir investieren in gutes Zollwerkzeug. 

... also ich habe mir einen Satz Ring/Gabelschlüssel 1/4 bis 1 1/4 gekauft (richtig was Gutes), einen Satz dito  bis 15/16, einen Satz Kurzschlüssel bis 15/16 und dazu einen guten Ratschenkasten von 5/32 bis 1 3/8 ... desweiteren noch Innensechskantschlüssel und Ähnliches.

Meine Ausführungen sind zwar etwas umfangreicher als die von MHF (dem ich mal freundlich zuwinke) ... aber im Grunde meinen wir das Gleiche *schmunzel*.

Gutes Werkzeug ist durch nichts zu ersetzen ...

wie meinen ????  .... neeeeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin, ich habe keinen Werkzeugladen *lach*

freundliche Grüße

Ulli ;-)
 
Hallo Jungs,

MHF,- auf die Idee mit Zollwerzeug wäre ich nicht gekommen
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ich dachte das es vieleicht Alternativen oder Tricks gibt.

kleiner Steckbrief:

Der MF130 von dem hier die Rede ist, ist seit 07.04.1966 im Besitz meiner Eltern und wurde als Alleinschlepper in einer Nebenerwerbslanwirtschaft eingesetzt und hat ca.9000 Std. auf der Uhr. Nach seiner hauptaktiven Zeit (bis ca. 1980) wurde er noch bei jährlichen Brennholzaktionen bis heute genutzt. In den ersten 25-30 Jahren wurde er bei der Baywa fachmännisch gewartet und repariert. Jetzt werden die Schraubersachen von mir erledigt.

Ulli, -Alllssoo:

In seinem Getriebe wurde STOU - Öl eingefüllt.

In den Endantrieben ist Getriebeöl.

mfg Bernd
 
hallo Bernd,

danke für die erklärenden Worte ... jetzt können wir uns eher ein Bild machen ... apropo .. Bilder kannst du gerne hier einstellen *lächel*.

Irritierend ist auf jeden Fall, dass da eine derartige Menge rauskommt ... das sieht eher nicht nach Wedi aus
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Ok, jetzt schau doch zuerst einmal ob und wieviel im Endantrieb verblieben ist.

Ansonsten .... du wärst nicht der Erste, bei dem Getriebeöl im Getriebe gewesen ist *zwinker*.

gutes Gelingen ...

freundliche Grüße

Ulli ;-)
 
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