Ölversorgung

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Bresegard

Gast
Moin,
bin neu hier und habe nen kleinen roten MF oder FE 35 als Benzinversion.
Und einige Fragen.
Hatte vor kurzem den Motor mit nem Ölkanalreiniger bearbeitet da der Öldruck recht hoch war ( außer in Leerlaufdrehzahl immer im roten bereich bis fast am Anschlag ) während dieser Prozedur fiel der Druck auch ab und blieb im Normalbereich - vermute mal das der reiniger das alte Öl soweit verdünnt hatte. Nun habe ich das neue Motorenöl (15W40) eingefüllt und den Filter gewechselt. Öldruck wie vor der Aktion im roten Bereich.
Nun meine eigentliche Frage - wie kann ich sehen ob das neue Öl überallhin kommt ( Nockenwelle, Ventilschmierung ... ) ohne den Deckel abruppen zu müssen - gibt es nen Über- oder Rücklauf wo man es sehen kann ?
Im Ölfilter wird es sich tummeln da dieser warm wird.
Dann noch eine Frage und zwar habe ich im Kühlwasser ( H2O und Glysantin ) immer eine kleine Schaumkrone also lütte Bläschen- ist das normal ? wenn ich die Hand drauf halte ist aber kein Überdruck o.ä. zu spüren das der Kolben was in den Kühlkreislauf drückt aber vielleicht bin ich auch nicht sensibel genug ;) Kann es sein das die Wasserpumpe irgendwo nebenluft zieht und es daher schäumt - an den Schläuchen kann ich keine risse o.ä. ausmachen.

Wäre schön wenn jemand von euch ne idee hat.
Gruß
P.
 
Moin, Hallo, grüß Gott .....,

na da sind meine Fragen wohl zu simpel.
Vieleicht hat der Landmaschinenschrauber um die Ecke ne Erklärung.
Dann eine andere - hat jemand von euch eine Betriebs- und/oder Reparaturanleitung für den 4-zylinder Benzinmotor?
Ich hatte eine Rep. Anleitung für den FE bekommen aber dort sind nur die Dieselmotoren behandelt. Oder kann man sich diese irgendwo herunterladen ? kopieren ?
vorab schon mal danke für nen Tip.
Gruß
Pierre
 
Moin Pierre, und herzlich willkommen hier.

Dir wird sicherlich kompetent weitergeholfen werden, und nein, deine Fragen sind nicht zu simpel.
Hab‘ bitte infach etwas mehr Geduld, da viele User in der Regel erst nach Feierabend hier lesen und posten können, vielleicht momentan sogar im Urlaub sind.

Dein MF 35 hat den 87mm-Standard-Vergasermotor. Verbaut. Eine tolle Kombination, nur eben hier in Deutschland recht selten anzutreffen.
Es kann also vielleicht sein, daß Motorenspezifische Anfragen in diesem Fall etwas länger für die Beantwortung brauchen. Der Motor ist die Weiterentwicklung der Motoren, die im Ferguson TEA und TED verbaut wurden.
Das als Überleitung zu deiner Frage nach dem hohen Öldruck...
Grundsätzlich würde ich den Tank und den Ventildeckel demontieren, um zu sehen was los ist. Dabei kann man sofort auch das Ventilspiel kontrollieren und ggfs. einstellen.
Dort wirst du dann feststellen können, ob überall Öl ankommt. Außenliegende Ölzu- und Abfuhrleitungen besitzt der Motor meines Wissens nicht.

Sollte hier alles OK sein, solltest du das Ölfiltergehäuse komplett vom Motorblock abbauen und zerlegen. Dort sitzt auch das Überdruckventil, mit dem man den Höchstdruck einstellen kann (Schlitzschraube mit großer Kontermutter).

Diese Einstellung setzt aber voraus, daß dein Ölkreislauf sauber und ohne Verstopfungen ist.

Zu deinem Kühlwasser:
Probier‘ doch mal, ein Foto des Schaumes hier einzustellen, damit wir uns ein Bild davon machen können. Sollte soviel Überduck im Kühler entstehen, daß du es mit der augelegten Hand spüren kannst, wäre etwas oberfaul und das Kühlwsser müsste regelrecht blubbern.
Allerdings hatte ich bei meinem MF 65 ebenfalls stets Schaum im Kühler... er war gelblich und roch nach Öl. Auch ich konnte keine aufsteigenden Blasen erkennen. Die Ursache: Zylinderkopf verzogen, Zylinderkopfdichtung zwischen drittem und viertem Zylinder durchgebrannt.

Ich hoffe, ich konnte helfen...

Gruß, Hendrik
 
Moin Hinnerk,

und erst einmal danke für deine Antwort.
Ja du hast recht etwas Geduld ist wohl angesagt und ich kann ja zwischenzeitlich mal deinem Tip nachgehen.
Werd ich mir mal eine Kopf- und Ventildeckeldichtung besorgen. Ich hoffe nicht das der Kopf verzogen ist denn Planen ist ja auch nicht ganz billig.
Stimmt - nen Foto ist immer gut - mach ich.
Gruß
Pierre
 
Nun auch mal ein paar Daten zum Gerät- die eingestanzte Seriennummer ist entdeckt = FE 35 und darunter SHF 197 605 ( laut Traktorenwiki 60iger Baujahr als MF ? ) und auch eine Motorennummer wozu ich allerdings noch nichts gefunden habe was die Buchstaben-Zahlenkombination bedeutet SF 28476 EHS - vieleicht habt Ihr eine Idee. Auf jeden fall ist´s wohl ein 4 Zylinder Standard Petrol.
links neben der Nummer ist die Zündspule befestigt und weshalb ich das erwähne - die eine Gewindelochung geht direkt in irgend einen Kanal - an der Schraube war etwas Öl und ich hab einen Draht hineingesteckt um zu sehen ob es eine Sackbohrung ist und siehe da der Draht verschwand mind 30cm und um die Ecke ??? Soll das nen Ölkanal sein ? Ich werde die Schraube mal bei laufendem Motor lösen und sehen ob irgend etwas herauskommt. Bin gespannt.
Ich würde ja gern Fotos einstellen aber ich habe kein Internetfotoalbum -sorry - .
Gruß
Pierre
 
Moin,

hatte zwar keine Zeit den Tank und Ventildecken abzunehmen ( Bläschen in Kühlflüssigkeit)aber dafür hab ich kurz mal die Kopression gemessen. Es klingelte etwas neben dem Ventilklöttern was mich ein klein wenig irretierte.
Nun habe ich gedacht ich messe mal die Kompression - eventuell ist ja nen Kolbenring gebrochen und auf dem Zylinder könnte man ja etwas weniger Kompression erwarten ( oder ist das Unsinn ? )´. Nun alle Kerzen raus und :
Auf´m 1. Pott hat er 8,5 - dem 2. 7,7 dem 3. 8,4 und dem 4. wieder 8,5 bar
Nun hatte ich hier im Forum gelesen das der TE so um die 7 hat - sind die TE´s und der FE so unterschiedlich ? Ich dachte das die TE Motoren auch im FE bzw. MF eingebaut wurden.
Hoffe mal nicht das die Kolben kurz vorm fressen sind - dann würden die Drücke ja auch sehr hoch - oder ist das ebenfalls quatsch - bin eben kein Profi auch wenn ich schon mal Diesel und Benziner von Innen gesehen habe.
Mit der Identifizierung bin ich auch noch nicht recht weiter : SHF - S ist klar = Standard, F= Einfachkupplung ist auch klar und was heisst nun H=high altitude benzin ( im inet kann ich hierzu nichts finden und übersetzt heisst es Höhenlage oder große Höhe - kann das Teil auch fliegen ;) muss ich nur noch nen Wolkenpflug bekommen und dann regnet es bald Kartoffeln. Nein mal im Ernst arbeitet der Motor mit höheren Drücken als ein normaler (G) Benzinmotor ? Bei MF hab ich nachgehakt und trotz sehr schneller Reaktion war außer der bekannten Liste von Dr. Schmerse nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Auch nicht im Bezug auf die letzten 3 Buchstaben der Motornummer ( SF 28476 "EHS" ) Ich muss dazu schreiben das es sich um einen Ferguson aus Dänemark handelt - Schild " Brand Moeller A/S" - dann kann er ja auch nicht fürs Gebirge ausgelegt worden sein um noch mal auf High altitude zurück zu kommen.
Na ja eventuelle ist euch ja mal ein ähnliches Flugobjekt über den Weg gelaufen und könnt mir etwas Licht in Dunkel bringen.
Freude beim schrauben und fahren.
Gruß
Pierre
 
Hallo Pierre,

das mit der Höhenlage scheint tatsächlich so zu sein. Ich habe mal den Begriff high altitude Benzin im www ein paar Seiten durch den Übersetzter gejagt.

Im Höheren Gelände ist der Luftdruck niedriger, deshalb soll der Treibstoff eine niedrigere Oktanzahl haben, damit der Motor besser läuft.

Das ganze würde heißen, dass dein Motor für eine niedrigere Oktanzahl ausgelegt ist.

gruß Lukas

Aktuelle Projekt: Unimog 406 U70 - (1966)
Fertig Restauriert
Massey Ferguson FE35 mit Standard 23C Diesel-Motor (1958)
 
Moin Lukas,

also doch ein Bergtrekker ;) oder zumindest der Motor von einem. Die Flachlandluft wird ihm hoffentlich nicht schaden und mit Super oder E10 wird er wohl zu recht kommen müssen aus Mangel an alternativen - ausser man kippt noch etwas spiritus mit rein.
Danke für deine Mühe und viel Spaß beim Universalmotorgerät
Pierre
 
Hallo
Zur Kompression: Für den Standard 80 mm Benzinmotor des TEA wird eine Kompression von 6,2 bis 6,8 bar angegeben, dies bei einem Verdichtungsverhältnis von 5,77 : 1. Bereits beim Standard 85 mm wurde die Verdichtung auf 6:1 abgehoben. Im Datenblatt zum Standard 87 Motor des FE/MF35 wird von einem Verichtungsverhältnis von 6:1 oder 6,6:1 gesprochen. Es gab anscheinend zwei verschiedne Varianten, welche beide höher verdichtet sind als der Standard 80 somit dürfte da auch die gemessene Kompression etwas höher sein.

Zum Schraubenloch bei der Zündspule: Sitzt die Zündspule bei deinem Motor auch kurz vor dem Öleinfülldeckel? Dann geht die Bohrung in das Motorgehäuse, in einen relativ grossen Hohlraum, davon gibts 4 auf die ganze Motorlänge verteilt. Darin bewegen sich je zwei Ventilstössel und hier läuft das Öl ohne Druck vom Zylinderkopf zurück in die Wanne.

Zum Ölkanal: Beim Standard 85 gibt es auf der dem Fahrer zugewandten Motorseite, hinter der 4. Zündkerze, eine Schraube welche zum Ölkanal führt, welcher die Kipphebel versorgt. Ich persönlich würde jedoch, wie Hendrik schon sagte, eher den Tank und den Ventildeckel abbauen um die Schmierung zu kontrolliern. Dabei kannst du auch gleich sehen ob der Ventildeckel innen voll weisse "Schlagsahne" ist :(. Dies wäre dann ein weitere Indiz für eine Undichtikeit zwischen Kühl- und Ölkreislauf.

Zum Kühlerblubbern: Symtome einer undichten Kopfdichtung wären: Weisser Rauch, bräunlich-weisses Öl, manchmal riecht man das Frostschutzmittel bereits beim herausschrauben der Zündkerzen, oder sieht das Wasser auf dem Kolbenboden mit der Taschenlampe durch das Kerzenloch. Sind keine Symtome da würde ich mir keine Sorgen machen und ein Auge auf den Kühlerwasserstand halten.

Gruss und viel Freude

Fixu
 
moin fixu,

die Zündspulenbefestigungslochung ist in bzw. etwas unterhalb eines sockels auf dem die Motornummer eingestanzt ist und links neben dem Öleinfüllstutzen.
Dann wird sie sicher in den von dir beschriebenen Hohlraum gehen.
Ja und den Ventildeckel werde ich auf jeden Fall abnehmen müssen denn folgende Symptome zeigen sich :
Anlassen - springt sehr gut an jedoch gibt es für einen kurzen Moment (~10 sec.)eine weiße oder leicht weißblaue Rauchwolke aus dem Außpuff.
Dann sieht man nichts mehr. Wenn er warm ist auch nicht beim wiederholten anschmeißen.
Wenn ich in den Öleinfüllstutzen schaue sehe ich eine Cremefarbene Suppe in der Vertiefung wo mittig der eine Ventilschaft sitzt und sich leicht drehend auf und ab bewegt. Diese Soße habe ich mal abgesaugt und in ein Glas getan > heute morgen konnte man schon eine Trennung der Emulsion erkennen also wird es Wasser sein welches sich im Öl befindet - denn Benzin trennt sich, meine ich, nicht sichtbar vom Öl.
Komisch ist nur das am Ölpeilstab nichts von dieser Emulsion zu erkennen ist - sehr sauberes Öl - hatte ich ja erst vor kurzem samt Filter gewechselt.
Eigentlich müsste man dort doch etwas sehen - ist ja nen Ölkreislauf oder ? Für mich rätselhaft.

Das Kühlwasser bzw. 2 Wasser- 1 Glysantingemisch habe ich gestern erneuert und seit dem kann ich erst einmal keine Bläschen mehr erkennen. Auch komisch aber mal sehen.

Dann spritzt es aus dem Loch vom Ölpeilstab etwas sollte doch auch nicht sein. Hat er als ich ihn erworben hab also vor 4 Wochen auch nicht gemacht.

Na und die Ventile muss ich sowieso auch noch einstellen denn die Klappern doch recht arg - hoffe mal die Kipphebellager sind nicht komplett ausgelutscht.

Wenn ich die ZKD wechsele muss ich bestimmt auch den Kopf planen lassen wie Hendrik es schon angesprochen hat. Mal sehen wer mir das machen kann hier in Mecklenburg oder näherer Umgebung.

Wie kann man eigentlich sehen ob der Kopf verzogen ist ? Sind doch im Regelfall nur hunderdstel, zehntel könnte man ja noch erkennen.

Hast du die datenblätter vom 85 und 87 iger parat und könnte ich eine Kopie bekommen ?
Eventuell auch nen betriebs-, handbuch reparaturleitfaden vom benziner ( ich habe nur einen von den dieselvarianten )

Besten Gruß
Pierre
 
Hey Pierre

Hier findest du ein Handbuch FE35 leider ohne Benziner. Auf Seite 21 (B.19) sind aber mindestens die Daten für den 87 mm Standard Benziner. Runterladen geht eine Weile, das Ding hat 383 Seiten.

http://www.cianmcgovern.com/wp-content/uploads/2010/10/MF35.pdf

Gruss Fixu
 
moin fixu,

danke für den link, hab mir die entsprechenden Seiten mal ausgedruckt.

Zum Ventildeckel abschrauben bin ich immer noch nicht gekommen.verdammt.
Aber ich hab den lütten mal ne Stunde mit nem Trommelmähwerk arbeiten lassen. Motor lief recht gut hat gas angenommen qualmte nicht merklich und zog. Nun hat das Öldruckmanometer gerade noch im Grünen angezeigt -also kurz vor dem unteren roten bereich. Ich hoffe mal - hier im forum war ja schon mal die Rede davon- das meine Kurbelwellenlager nicht mürbe ist bzw. riefen oder spiel hat und es demnächst an eine GR gehen muss.
Na ich beobachte weiter und sehe zu das ich Tank und Deckel demnächst runter bekomme.

Gruß
Pierre
 
ich springe mit meinen Frage mal ins TE Lager da ist der Benziner kein Sonderling.
Danke an dieser Stelle an Antworter.. Habe schon etwas dazugelernt und schau mal ab und an vorbei;).
Gruß und schönes WE
Pierre
 
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