Ölwanne randvoll mit Kühlwasser - TEA 20

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eup-1137266905-65a4a9f98d62cedca0405028ba2ba719-1638635468_big.jpgLiebe Fergyfreunde, ich hatte gerade ein massives Frusterlebnis: 

Mein TEA ist im Rahmen einer Vollrestauration auf der Zielgeraden. Der Motor ist bis zur letzten Schraube, Dichtung, Lager überholt.  Die Buchsen sind neu. Die Auflageflächen im Rumpfmotor penibel gesäubert und die Buchsen zusätzlich zu den Kupferringen (liegende 8) mit Loctite Flanschdichtung eingesetzt. Sicher ist sicher. Soviel zur Theorie und dem Stand der Dinge...

Wollte Fergy heute die erste Ölfüllung gönnen und den ersten Motorstart planen. 

Kühlflüssigkeit hatte ich schon vor 6 Wochen eingefüllt.

Als ich heute die locker eingedrehte Ölablasschraube der Motorölwanne rausgedreht habe (Was macht denn der blaue Tropfen da??) Kamen mir ca 4 Liter Kühlwasser entgegen...was eine Sch.... !!! Das wirft mich Wochen zurück.

Es kann doch nur zwischen Laufbuchse und Block in die Ölwanne gelangen? Was meint ihr?

Frustrierte Grüße 

Arne
 
Im Grunde fallen mir als mögliche Ursachen nur die  Kopdichtung (neue CU Dichtung mit Permatex eingesprüht) und die Laufbuchsen ein. (Neue Buchsen mit Loctite eingesetzt) eup-1137267013-80b85acef1d53ba13833bc82bf0bdca1-1638644390_big.jpg
 
Hallo Arne

Schon heftig, 4 Liter in 6 Wochen und das ohne Druck auf dem System. Kann mir im Moment auch nichts anderes als ein Leck im Bereich der 8-er Dichtung vorstellen. Wäre eventuell von unten nach Abbau der Ölwanne sichtbar. War der Buchsenüberstand korrekt vor dem Zusammenbau?

Gruss Fisu

****************
TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Moin Fisu, der Buchsenabstand war korrekt. 

Ich kann mir leider auch nur die Buchsen als Ursache vorstellen. Verdammt...hatte mich auf den Probelauf gefreut, nun muss der Motor wieder zerlegt werden. Das ist echt frustrierend. Und auch seltsam, da ich die Dichtungsringe sogar leicht mit flüssiger (geeigneter) Flächendichtung eingestrichen hatte. 

Meine Hoffnung ist noch, dass das Drehmoment der Stehbolzenmuttis nicht 100% korrekt war: mir schienen die Bolzen ca 3 mm zu lang, d.h. die letzte halbe oder ganze Umdrehungen hatte kein Gewinde mehr - der Wiederstand war nicht die "Reibekraft an den Wirkflächen" sondern das eup-1137267170-7f7fe3ab0d10041f864b003289ed41fe-1638689098_big.jpgfehlende Restgewinde...das ist mein Grashalm an den sich meine Motivation klammert den Motor im Dezember unter dem Carport wieder zu öffnen.
 
Stehbolzen..ich hatte die Längsten verwendet.  Verbaut waren die Mittleren, die ich jedoch ersetzen musste. Die Unteren (zuerst bestellt bei Agriline) waren zu kurz, die mussten wieder raus.

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Aber könnte ohne Druck auf dem System überhaupt so viel Wasser über die Kopfdichtung gelaufen sein, nur weil das Drehmoment nicht stimmt / oder der Kopf im schlimmsten Fall verzogen montiert wurde?

Ätzend.....
 
Ja sicher! Der Kopf wurde doch wahrscheinlich gar nicht angepresst sonder lag nur auf.
 
...und wenn wer oben nicht ordentlich Druck bekommt fehlt dieser auch unten an den Buchsen und dann kann es auch trotz Dichtmittel durchpissen. Ich habe die 8-er Dichtungen unten ohne jegliches Dichtmittel verbaut. Die Dichtfkächen im Block sahen aber auch noch gut aus. 

Gruss Fixu

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
Alles klar, habe gerade ein 7/16 unf Gewindeschneideisen bestellt. Die Bolzen werden nachgeschnitten. Wenn ich den Block so dicht bekomme, wäre das grandios!!!
 
Wie viel Wasservolumen steht denn oberhalb der Kopfdichtung im Kühlsystem? Wenn das ungefähr der Menge entspricht, könnte das passen. Wenn da gar nicht so viel Wasser bevorratet ist, muss es weiter unten undicht sein...

Die Sache würde mich aber auch außerordentlich frustrieren...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
@ Christian

Wenn ich mich recht erinnere, hat der doch nasse Laufbüchsen. Wenn also der Kopf nicht genug gepresst wird, fehlt auch der Druck auf die Fussdichtungen.

Ich denke, der Fehler ist mit den zu langen Stehbolzen schon gefunden.

Gruß +Matthes+
 
Je mehr ich drüber nachdenken, desto logischer erscheint es...

Stellt sich nur noch die Frage, ob ich einfach noch je zwei 7/16 Unterlegscheiben auf die zu legen Stehbolzen lege, oder ob ich jeden Stehbolzen nachschneide, was natürlich "Kopf runter" bedeutet und ungleich aufwändiger ist...wäre jedoch Kühlwasser auf der ZKD wäre das der vermutlich bessere Weg. Was meint ihr?
 
Auf jeden Fall Kopf noch mal runter Arne,

Dichtungen anschauen, möglicherweise auch noch mal erneuern. Wenn da so viele Monate die Kühlflüssigkeit durchgesickert ist ist die Kopfdichtung schlimmstenfalls korrodiert, die Dichtungsmasse ist eingetrocknet.

Aus welchem Material sind die unteren Dichtungen? Stehbolzen Gewinde nachschneiden, keinesfalls 2 Scheiben unterlegen.

Meint +Matthes+
 
Mattes, so mache ich das! Denn ansonsten droht das alte Sprichwort: "Schnell ist doppelt" 

Die liegende 8: CU hauchdünn mit Loctite 5188.

Die Kopfdichtung: ebenfalls CU, 3 x dünn mit Permatex eingesprüht.

Danke an Euch, das hat mich wieder motiviert!

LG

Arne
 
Habe gute Erfahrung mit den Kupferdichtungen beim TED gemacht. Sowohl Kopfdichtung und die beiden 8er unten. Zu erst hatte ich unten eine Weicheisendichtung drin, da war‘s nicht dicht. Dann habe ich Kupfer genommen, da war dann auch der Buchsenüberstand perfekt und bis heute ist alles dicht. Wichtig ist auch nach dem der Motor richtig warmgefahren ist den Kopf nochmals nachzuziehen.

Gruss und viel Erfolg

Fixu

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TED20 1950 (der Benzin-Petrol-Hybrid😉)
MF65 1962
 
also die Stehbolzen werden sich vermutlich nicht nachschneiden lassen!? An einer 8.8er Schraube geht das ja auch schon praktisch nicht mehr, da zu fest... 

Grüße hometown 
 
Die liegende 8: CU hauchdünn mit Loctite 5188.

Die Kopfdichtung: ebenfalls CU, 3 x dünn mit Permatex eingesprüht.

Für Zylinderkopfdichtungen gibt es noch das Spezialmittel "Copper Gasket Cement" von VHT - damit wird die Zylinderkopfdichtung dünn eingespüht (beidseitig).

Es können auch mehrere dünne Schichten - jeweils nach der Abtrockung - aufgesprüht werden.

Angebote und Infos finden sich über Tante "Google"

Gruß Wolfgang
 
Danke Männer, für Tips und Motivation! :) Am Wochenende um den 18.12. Soll es etwas wärmer werden, dann geht‘s los. Werde berichten.  Viele Grüße aus Schülp 
 
Erledigt. Kopf runter, neue ZDK, neue (kürzere) Stehbolzen verbaut. Kopf montiert. Stehbolzen nun zu kurz. Ganz hartes Motivationtraining bei Minus 3 Grad.

Kopf wieder runter, Bolzen raus. Glücklicherweise war das UNF Eisen schon da. Also die "langen Bolzen" mit je weiteren 5 Gewindegängen versehen. War grenzwertig, da Bolzen ziemlich hart. Am Ende Sieg mit Geduld, Siegeswillen und viel Öl. Bolzen mit 85 Nm montiert.

Habe das Ölsieb in der Wanne noch nicht montiert: Guckloch. Bisher, nach 20 Stunden noch kein Wasser in der Wanne. 
 
Moin Arne,

na hört sich doch gut an. Der hatte doch mit der "Kopfsalat"-Dichtung gar nicht gelaufen oder? Hast du ne Idee, was die ZKD so "eirig" gedrückt haben könnte?

Gruß +Matthes+

P.S. Moment, sehe gerade auf dem Bild vom 4.Dez. daß die Dichtung ja schon damals ziemlich großzügig tolerant gefertigt war.
 
Das scheint aber kein Zufall zu sein, so schön gleichmäßig wie das um alle Zylinder ausgeführt ist...

Gruß Christian

Mein Fergy: MF 35 BJ64 SNMY 373 xxx
 
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