Propleme mit der Einstellung des Fliehkraftreglergestänges

Schallmay

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Hallo,
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ich bin nun fast fertig mit der Restauration von meinem Kleinen TEA  Bj. 1948.Beim Probelauf sägt der Motor ziemlich stark( Drehzahl hoch und runter). Ich vermute dass es mit der Einstellung vom Gestänge des Fliehkraftreglert zu tun hat. Beim Vergaser habe ich die Hauptdüse 2,5 Umdrehungen geöffnet und
die Leerlaufdüse 1 Umdrehung geöffnet.Wer kennt sich hier aus und kann mir helfen? Im Vorraus schon besten Dank!

Grüße aus Querbach der Perle des Hanauerlands sendet
Karlheinz

Do künsch grad schneewisie Fürz lon!
 
Hallo Fixu,

Danke für die schnelle Antwort! Dann werde ich mich mit meinenem Schulenglisch mal durchkämpfen.

Ich will am Sonntag zu einem Traktorttreffen ich hoffe ich bringe den Kleinen noch einigermassen eingestellt.

Beste Grüße aus dem Hanauerland

Karlheinz
 
Hallo Karlheinz

Hat das Einstellen funktioniert?

Gruss Fixu
 
Hallo Fixu,

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nach anfänglichen Schwierigkeiten hat es einigermassen geklappt, muss aber nochmals einstellen.

Grüße Karlheinz
 
Hallo,

ich habe über den Winter einen TEA-20 Baujahr 1952 wieder zum Leben erweckt. Es ist ein Däne, der einige Jahre in einem undichten Gewächshaus gestanden hat. Er hat eine neue Elektrik bekommen und der Vergaser hat einige Teile des Überholsatzes erhalten. (Die Hälfte der Teile waren wohl für andere Modelle, einige Scheiben passten zumindest nirgendwo hin)
Nachdem er neuen Sprit bekommen hat ist der Motor auf den ersten Klick angesprungen, was mich sehr erstaunt hat, denn er hat vorher etwa 4 Jahre gestanden.

Nun habe ich noch ein Problem, und ich denke es hängt mit dem Drehzahlregler, bzw, dessen Einstellung zusammen:
Der Motor läuft seidenweich im Leerlauf, und auch wenn ich losfahre läuft der Motor schön rund und kraftvoll. Jedoch kann ich den Gashebel nur zu etwa 75% herunterziehen, die restlichen 25% ziehe ich gegen einen Federdruck, der den Gashebel wieder zurückzieht auf etwa 75%.  Leider läuft der Motor nur auf Vollgas wenn ich den Hebel gegen den Federdruck bis gegen die Lenksäule herunterziehe. Das heisst ich muss den Hebel die ganze Zeit festhalten, das denke ich kann wohl nicht richtig sein. Grundsätzlich scheint der Regler aber zu funktionieren, denn wenn ich mit den besagten 75% Leistung einen Hügel hochfahre kann ich deutlich merken, dass die Leistung automatisch erhöht wird, um die Geschwindigkeit zu halten.

Das PDF mit der EInstellanleitung für den Governor habe ich bereits gesehen, jedoch ist mir die Vorgehensweise trotz guter Englischkenntnisse nicht wirklich klar geworden, und ehe ich die Einstellung verschlimmbessere hatte ich gehofft das mir jemand auf deutsch erklären kann wie der Drehzahlregler eingestellt wird, bzw. wie ich die Motorleistung auf 100% bekomme OHNE dauerhaft den Gashebel festhalten zu müssen.

Vielen für jede Hilfe,
Stephan

TEA vorher:

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TEA Nachher:

nachher.jpg
 
Hallo Stephan

Ein schöner TEA! Es ist normal das der Gashebel etwas Federzug hat im Stillstand und wenn er läuft noch mehr. Das kommt von der Reglerfeder welche hinter der Lichtmaschine senkrecht eingebaut ist. Diese Feder wird in der Vollgasstellung bereits leicht belastet auch wenn der Motor nicht läuft. Je höher dann die Drehzahl ist und je geringer die Belastung des Motors, je stärker wir die Feder durch den Fliehkraftregler gestreckt. Deshalb möchte sie den Gashebel zurück Richtung Standgas ziehen. Um dies zu verhindern soll der Gashebel etwas schwergängig sein. Dafür sorgt eine Reibscheibe hinten an der drehbaren Gasstange welche vom Armaturenbrett bis vorne an den Tank reicht. Dies Scheibe liegt gleich über dem Knopf wo du den Chocke bedienst. Wenn die Scheibe nicht mehr okay ist, kann der Gashebel zu leichtgängig sein und von der Regelfeder zurück gezogen werden.

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Hallo Fixu und vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Das wäre ja eine schön einfache Lösung für mich, wenn es "nur" an der Reibscheibe lliegt. Ich werde die Welle die nächsten Tage einmal ausbauen und mir das genauer ansehen.
Kann man die Reibscheibe denn nachspannen und die Mechanik instandsetzen, oder weisst Du vielleicht einen Händler, wo man die Scheibe bestellen kann? Auf die schnelle konnte ich das Teil nicht finden in den mir bekannten Ferguson-shops.

Und danke für das Kompliment zum TEA. Ich hatte wohl auch ein wenig Glück beim Kauf, mechanisch war trotz langer Standzeit fast alles in Ordnung. Er hat bisher nur eine neue Elektrik, ein bisschen Zuwendung und eine neue Lackierung benötigt. Fehlt noch ein Satz Reifen, den ich allerdings erst investieren möchte, wenn alles andere in Ordnung ist.

Viele Grüße aus dem hohen Norden,
Stephan
 
Hallo Stephan

Ich habe die Reibscheibe auch noch nirgerns im Angebot gesehen. Bei meinem TED sieht‘s aber nach einer simplen Gummischeibe aus. Diese wird mittels einer Feder angepresst. Du kannst die Reibung wie folgt testen. Das senkrechte Verbindungsgestänge gleich hinter der Lichmaschine, über welches die Reglerfeder gestülpt ist kannst du oben von Hand einfach abdrücken (Kugelgelenk). Dann kriegst du das Gefühl wie leichtgängig der Gashebel ohne den Einfluss der Reglerfeder ist. Wenn du dann noch die horizontale Gaswelle etwas nach hinten drückst, wird die Reibscheibe nicht mehr angepresst und der Gashelbel geht so leicht wie er ohne Reibscheibe gehen würde.

Bei meinem TED geht der Gashebel übrigens auch gerne ein bischen zurück. Insbesonder bei der Fahrt im Flachland, so dass ich hin und wieder Gas geben muss wenn ich volle Leistung will. Da sollte ich auch einmal rann..... 

Gruss Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Hallo Fixu,

das Kugelgelenk habe ich jetzt probehalber abgezogen. Der Hebel hat auch ohne verbundenen Fliehkraftregler einen gewissen Widerstand, zumindest wird er sich auf keinen Fall von selbst in irgendeine Richtung bewegen können. Aber wenn der Hebel den Gegendruck von der Feder halten soll muss er schon einiges mehr halten können.

Wenn es sich um eine Gummischeibe handelt kann man ja sicherlich was in Eigenregie herstellen, ich werde die Hebelei am kommenden Wochenende mal näher unter die Lupe nehmen und untersuchen, wie ich den Reibungswiderstand wieder erhöhen kann.

Nochmals danke für deine schnelle Hilfe!

Gruß, Stephan
 
Hm, das hat leider nicht geklappt...
Habe die Gummischeibe freigelegt, die sieht eigentlich noch ganz gut aus. Alle Flächen saubergeschmirgelt, entfettet und mit dem Blockierklötzchen den Federdruck auf maximale Spannung gebracht. Wenn ich den Gashebel bewege mit abgezogenem Kugelkopf geht der Hebel eigentlich auch schön schwer zu bewegen. Aber sobald das Kugelgelenk drauf ist war es das schon wieder.

Ist es richtig, dass auch bei stehendem Motor schon die Reglerfeder auseinandergezogen wird? Die fängt an auszufedern, sobald der Hebel über etwa 75% seines Hebelweges gezogen wird. Und diese Feder zieht so kräftig zurück, so fest kann ich den Gashebel gar nicht feststellen mit der Reibscheibe.
Ich vermute also, dass das Ganze nicht korrekt eingestellt ist. Zumal der gesamte Fliehkraftregler ein "Neuteil" ist, der Vorbesitzer scheint also auch Probleme damit gehabt zu haben.

Zu allem Überfluss ist mir beim Ausbau das untere Thermostatgehäuse gebrochen. Das Material war schon so ausgedünnt, das ein mittelprächtiger Hammerschlag auf den Klemmbock das Teil zerlegt hat.. : (
Mal sehen ob das Neuteil vor Ostern ankommt

Hier in der Nähe hat jemand einen MF35, werde mir das bei Gelegenheit mal bei dem ansehen in der Hoffnung, dass die Mechanik ähnlich konstruiert ist.

Grüße, Stephan
 
Hallo Stephan

Wenn der 35er ein Benziner ist der Regler etwa gleich wie beim TEA. Bei meinem TED beginnt sich die Reglerfeder bei den letzten 6 cm Weg aussen am Gashebel gemessen zu dehnen. Übrigens, ist die kurze Feder beim Thermostatgehäuse eingehängt?

Gruss ganz aus dem Süden

Fixu

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TED20 1950
MF65 1962
 
Hallo Fixu,

habe mir vorhin den 35er angesehen, da ist wie Du geschrieben hast alles ganz ähnlich wie beim TEA. Genau wie bei meinem dehnt sich die Reglerfeder auf dem letzten Stück des Hebelwegs, 5-6 cm könnten etwa angehen. Einziger Unterschied: Der Gashebel beim 35er geht VIEL schwerer zu bewegen! Du hattest also Recht mit deiner ersten Vermutung, dass der Reibwiderstand am Gashebel nicht groß genug ist.

Nun stellts sich mir die Frage warum mein Gashebel nicht ausreichend bremst. Das Gummi sah noch gut aus und war auch schön weich, kein hartes, poröses Zeug, und die Reibeflächen hab ich saubergemacht und mit Bremsenreiniger entfettet. Und auch die kurze Feder ist verbunden.
Vielleicht klebe ich noch etwas Rutschstop dazwischen, wie man es auf Skateboards oder Treppenstufen verwendet. Oder lackieren und eine Prise Sand mit eintrocknen lassen.

Danke erstmal und Grüße aus Süddänemark,

Stephan
 
Die kleine Feder am Thermostatgehäuse ist montiert?

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TED20 1950
MF65 1962
 
Ja, die ist dran.
Habe heute morgen zwei 70mm Scheiben aus Schleifleinen geschnitten und so verklebt, das die Schleifflächen zur Gummischeibe zeigen. Ich hoffe mal wenn das morgen durchgetrocknet ist werde ich den Federdruck etwas zurücknehmen müssen, damit ich den Hebel überhaupt noch bewegen kann.
Mir wäre eine originalgetreue Reparatur auch lieber gewesen, aber ich werde es jetzt erstmal so probieren. Ich gebe morgen Bescheid ob es funktioniert hat...
 
Mit den zusätzlich eingeklebten Schleifleinen hat der Gashebel nun in etwa den gleichen Widerstand wie der MF35 den ich mir vergleichshalber angesehen habe. Und somit federt auch der Gashebel in der Vollgasstellung nicht mehr von selbst zurück. Wie sich das bei laufendem Motor verhält kann ich aufgrund des zerstörten WaPu-Gehäuses noch nicht sagen, denke aber mal dass das passen wird.

Für den Moment reicht mir das erstmal so, zum Sommer würde ich das aber gern "richtig" repariert haben. Ich tippe in meinem Fall dass die Gummischeibe das Problem ist, vielleicht ist sie nicht mehr weich genug.
 
Falls jemand mal das gleiche Problem mit dem Gashebel hat, ich hab es nun auf vernünftige Weise gelöst.

Ich habe die Feder ausgetauscht welche auf der Rückseite des Armaturenbretts für den Druck auf die Reibscheibe zuständig ist. Ich denke mal die war nicht mehr ganz so stramm wie sie es 1951 noch war. Die alte Feder habe ich mit folgenden Dimensionen gemessen: 2,0 mm x 16 mm x 42 mm (Drahtstärke x Aussendurchmesser x Federlänge). In wieweit das den Originaldimensionen entspricht kann ich natürlich nicht überprüfen.

Ich habe nun statt dessen eine Feder mit den Dimensionen 2,25 x 17 x 60 mm eingebaut, jetzt sitzt das alles sehr schön stramm und der Gashebel bleibt auch bei Vollgas an seiner Position.
Und wie man sehr schön erkennen kann werden in England selbst die Federn in die entgegengesetzte Richtung gewickelt!

:-)

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Von mir ein spätes Danke für den letzten Beitrag mit den Federn.

Mein Gashebel "federt" nämlich auch auf etwa 75% zurück beim Fahren.

Bisher dachte ich das muss so, damit man nicht dauervollgas fährt
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Noch zu den Federn:

Wenn man z.B. bei Fa. Gutekunst (Federnhersteller) bestellt, muss man angeben, ob links oder rechts gewickelt...

Das ist also nicht direkt Englisch ...

Wenn ich auch verstanden habe, dass das vermutlich eher ein Scherz sein sollte 
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Chrischan
 
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