Hallo liebe MF 65 Freunde,
vielleicht kann ich hier bei dem Elektrik Problem helfen. Lasst mich zuerst einmal ein paar falsche Vorstellungen richtigstellen.
Bei den MF-Schleppern aus den Anfangsjahren war die Batterie mit dem Pluspol an Masse geschaltet. Das war bei Fahrzeugen aus dem englischen Sprachraum im Allgemeinen so, meines Wissens auch beim MF 65. Mittlerweile hat sich international durchgesetzt, dass bei der Elektrik Minus auf Masse liegt (ab 100er Serie). Wenn man jetzt an die Neuverkabelung eines solchen Fahrzeugs geht, sollte man sich überlegen ob man den Minuspol auf Masse legt. Da zur Nachrüstung von Warnblinkanlagen (die ist ja vom TÜV vorgeschrieben) so gut wie nur in Deutschland vertriebene Warnblinkschalter verwendet werden und viele davon einen elektronischen Taktgeber haben, muss zwangsläufig eine Umpolung auf Minus am Chassis gemacht werden. Alles andere wäre zu kompliziert!
Zur Umpolung der Bord-Stromversorgung von Plus am Chassis auf Minus am Chassis habe ich mal einen Beitrag der unter folgender ULR zu finden ist, geschrieben!
http://441029.forumromanum.com/member/forum/forum.php?q=tea_umklemmen_minus_rahmendeutsche_ferguson_und&action=ubb_show&entryid=1118894352&mainid=1118894352&threadid=1241175594&USER=user_441029
Welcher Blinker- bzw. Warnblinker-Schalter gebraucht wird, hängt davon ab, ob eine Einkreis- oder Zweikreis-Anlage verbaut ist. Eine Zweikreisanlage beim Blinker erkennt man, wenn hinten für Bremslicht und Blinker die gleiche Glühbirne (Zweikammerleuchte) verwendet wird. Im Original war beim MF 65 meines Wissens eine Zweikreisanlage installiert! Wenn man das so beibehalten will wird ein spezieller Zweikreis-Blinkerschalter und der dazu passenden Warnblinkschalter benötigt.
Wer nicht auf Originalität wert legt, kann hinten auf Dreikammer-Rückleuchten umrüsten, dann ist die Schaltung einfacher.
Wer Schaltbilder im speziellen für Blinker und Warnblinkanlagen benötigt kann sich ja bei mir melden.
Viele Grüße, Herbert