!Schraubertipp! MF 265 Hydraulik hebt nur im Standgas

ms-Falko

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03.03.2010
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Hallo, ich habe ein Problem mit der Hydraulik meines MF 265 mit Frontlader!
Heck und Fronthydraulik heben nur im Standgas ,wenn ich Gas gebe hebt die Hydraulik nicht mehr.
Was kann da Die Ursache sein.Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen
 
Hallo Falko,

klingt sehr merkwürdig.
Kannst Du noch mehr darüber berichten?
Stellung der Unterlenker, Stellung der Regelhebel, ...
Gruß,
MHF
 
Hallo Fachmann.
danke für deine Nachricht.
Unterlenker lassen sich langsam hoch und runter bewegen.Ich habe alle möglichen Stellungen der Regelhebel ausprobiert.Öl ist reichlich drin. Im Standgas hat die Hydraulik auch richtig Kraft.
Ich habe den Hydraulikschlauch der zum Steuerschieber für denFrontlader und für die Kipphydraulik führt abgeschraubt.Im Standgas kommt viel ÖL und wenn ich Gas gebe dann kommt nichts mehr.
Welche Aufgabe hat der Schieberegeler am Getriebe neben den Ölmesstab ,da habe ich auch schon verschiedene Stellungen ausprobiert
Danke für dein Interesse Gruß Falko
 
Hallo Falko,
verfolge deinen Faden auch,muß aber gestehen,daß mir dazu nichts einfällt.Von deinem beschriebenen Phänomen hab ich noch nie gehört.Der Hebel seitlich am Getriebe ist für die Reaktionsgeschwindigkeit wenn du mit der Regelhydraulik arbeitest.Der kann eigentlich für dein Problem nicht verantwortlich sein.
Wo ist denn der Schlauch zum Frontlader bzw. Kipperanschluß abgezweigt?Hast du die Maschine neu,oder wann ist das Problem aufgetreten?Welches Getriebe ist bei dir verbaut?Funktioniert die Zapfwelle?Bist du mit der Bedienung der Maschine vertraut?Wird die Zapfwellenkupplung mit einem Hebel rechts unterhalb vom Lenkrad betätigt?Ist der Hebel unten?Versuch mal,die Fragen zu beantworten,dann tasten wir uns weiter.
Gruß +Matthes+
 
Hallo,
es hat sich alles aufgeklärt!
unter dem Getriebe ist ein kleiner Deckel mit 3 8 ter
Schrauben,den habe ich abgeschraubt und siehe da
darunter ist ein Filter der total verdreckt war.
Sauber gemacht und alles ist OK.
Danke für euer interesse
Gruß Falko
 
Hallo Falko,
schön,daß bei dir alles wieder funktioniert.Ich möchte dich trotzdem bitten,mir noch ein paar Fragen zu beantworten,zum Verständnis für mich und vielleicht für künftige Ratschläge an andere Forumsmitglieder:
1.Welches Getriebe hast du?Mechanisch,oder Multipower?
2.Wie betätigst du die Zapfwellenkupplung?
3.Hast du Allrad-Antrieb?
4.Hast du einen Ölkühler?
5.Hast du noch einen zusätzlichen Ölfilter
in Fahrtrichtung links,ca. oberhalb des Öleinfülldeckels fürs Motoröl?
6.Wo ist der Schlauch zum Frontlader- und Kipperanschluß abgezweigt?
Würde mich herzlich freuen,wenn du diese Fragen beantworten würdest,werde dann gerne meinen Gedankengang hier einstellen und zur Diskussion stellen.
Gruß +Matthes+
 
Hallo,
Das Getriebe ist ein Schaltgetriebe.die Zapfwelle betätige ich links neben den Sitz mittels Hebel.Der Traktor hat kein Allrad, ich bin mir sicher,das er keinen zusätzlichen Filter für Öl hat.Der Schlauch zum Frontlader ist rechts neben den Sitz am auf den Getriebe aufgeflanschten Kippventiel
Gruß Falko
 
Hallo Falko,

das ist ja interessant.
So kenne ich das Phänomen noch garnicht.
Normalerweise geht dan die Hydraulik nur langsamer.
Also muss der Filter so dicht gewesen sein, dass die Pumpe riesen Unterdruck erzeugt hat und dann ggf. Ventile o.Ä. nicht mehr funktionieren. Sehr interessante Sache.

Gruß,
MHF
 
Hallo mhf1976,
das ist ähnlich meinem Gedankengang,deswegen hatte ich Falko nach der Ausstattung des Schleppers gefragt.
Ich hatte mal einen MF 178,der hatte eine zusätzliche Hydraulikpumpe.Die Zusatzpumpe wurde aber gar nicht benutzt.Der Hochdruck-Kreislauf war am Zapfwellendeckel kurzgeschlossen,das Öl also einfach immer nur im Kreis gepumpt.Der Niederdruckkreislauf,also Multipower usw. ,pumpte das Öl durch einen zusätzlichen Ölfilter vorne links am Motor
dann durch den Ölkühler zurück ins Getriebe,da ich keinen Multipower hatte.
Nun meine Theorie:Beide Pumpen saugen durch denselben Filter an.Ist der Filter "zu",saugt die leistungsstärkere Zusatzpumpe der schwächeren Kolbenpumpe
einfach das Öl weg.Könnte das so sein?
Wie ist deine Meinung?
Ich habe den Schlepper nicht mehr,kann also
kein Foto von diesem trapezförmigen "Kurzschlußstück" mit den beiden Hohlschrauben auf dem Zapfwellendeckel mehr machen.Würde mich
aber interessieren,ob Falko auch so eine Version hat.Kannst du da weiterhelfen?
Würde mich freuen.
Gruß +Matthes+
 
Hi Matthes,

die Theorie klingt ziemlich plausibel.
Es kann aber auch sein, dass der Filter abhängig vom Unterdruck verblockt.
Stell Dir vor, dass der Filter eine Schicht von Schlamm und Dreck usw. hat, die gering durchlässig ist. Wenn der Unterdruck steigt im Filter zieht sich das zusammen wie ein Schwamm der gequetscht wird und wird immer undurchlässiger...
Beides wohl möglich.
Habe auch schon von Plastiktüten-Fetzen o.Ä. gehört, die da rumgeschwommen sind und gelegentlich den Filter verstopften. Nach kurzen Abstellen ging es dann wieder...
Sachen gibts, die glaubt man nicht. :-)

Auf jeden Fall war der filter wohl schon seeeehhhhr lange nicht gereinigt worden, wenn es soweit ist.

Gruß,
MHF
 
Hallo zusammen,

Ich bin neu hier und will mich kurz vorstellen: Ich bin Karl und ungefähr so alt wie mein Eicher 4048A mit MF Getriebe 255-Eicher :-)

Und zwar habe ich ein ganz ähnliches Problem, wie das hier beschriebene, nur dass es um den Kraftheber geht, und dass das Problem nur im kalten Zustand auftritt.

Das Problem tritt nur an kalten Tagen mit kaltem Schlepper, sagen wir (deutlich) unter +10°C auf. Nach dem Starten des Schleppers hebt die Heckhydraulik (auch leer) nicht sofort an - sie bleibt unten. Die Stellung der Steuerhebel hat keine Wirkung. Nach einer Weile des Warmlaufens (< 5 min) hebt sie bei Standgas dann an. Sobald man jetzt minimal Gas gibt, sinken die Unterlenker wieder ab. Nimmt man das Gas zurück heben sie langsam wieder an in die Sollposition. Nach einiger Zeit kann man immer mehr Gas geben, ohne dass die Hydraulik absinkt. 

Früher, vor mehr als 5 Jahren, trat das nur bei sehr kalten Temperaturen im deutlichen Minusbereich auf und die Dauer des "Warmwerdens" war unter 5 minuten. Der Effekt scheint mit der Zeit schleichend schlimmer zu werden. Inzwischen tritt das auch bei +10°C noch auf und es dauert über 30 Minuten warmlaufen, bis man mit Anbaugerät vollgas fahren kann ohne dass die Hydraulik absinkt. Die tatsächliche Belastung (Gewicht an den Unterlenkern) hat keinen Einfluss auf den Effekt, egal ob leer oder ein schweres Gerät dran hängt – immer der gleiche Effekt. 

Bei genauerer Analyse zeigt sich, dass wenn die Hydraulik im ersten Moment nach dem Starten des Motors oder beim Einkuppeln der Zapfwelle ganz kurz anhebt (zuckt), aber sofort wieder absinkt. Die Zapfwellenkupplung schaltet ja in der zwischenstellung auch kurzzeitig die Hydraulikpumpe aus. Es scheint so, als wenn die Drehzahl der Pumpe oder die drehenden Wellen im Getriebe den Effekt bei kaltem Öl hervorrufen.

Beim Absinken scheint dem Hubzylinder nicht die Kraft zu fehlen, sondern es scheint dass die im Getreibe angebrachte Regelhydraulik direkt absenkt, also das Ventil vom Kraftheber aufmacht.

Letzten Winter habe ich das Hubgetriebe schon mal offen gehabt, die Druckleitung der Pumpe für die Zusatzsteuergeräte war gebrochen. Das hab ich ganz gut hinbekommen. Da hatte ich auch die Hoffnung an dem Problem irgendwas zu sehen - aber nichts! Den Filter habe ich natürlich dabei gründlich gereinigt - das hatte aber keinen Einfluss auf mein Problem.

Wenn mir hier jemand weiterhelfen könnte wäre ich sehr dankbar :-)

Grüße aus Nordhessen Karl
 
Gude Karl,

wir brauchen mehr Informationen.

Du schreibst "...Pumpe von Steuergeräten". Dann hat der also eine Zusatzpumpe!? Lt. Traktorwiki gabs die nur in Verbindung mit Multipower, dann hättest du eine Zusatz-Doppelpumpe? Ganz sicher mech.Doppelkupplung oder vielleicht doch IPTO mit hydr. Kupplung?

Hast du den Deckel für den Filter unterm Zentralgehäuse? Welches Öl hast du da drin? Ist da ein Sieb- oder ein Papierfilter drin? Für mich hört sich das, wie schon im alten Fadenverlauf beschrieben so an, als ob die Zahnradpumpen bei noch zäher Ölviskosität der saugseitig gesteuerten Kolbenpumpe "das Futter" wegsaugen. Steigrohr-O-Ringe in Ordnung? Hast du Bilder vom offenen Hydraulikdeckel?

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes,

Ja, im Getriebe sind hier tatsächlich zwei Pumpen verbaut. Eine Pumpe A ausschließlich für den Kraftheber - ohne jeglichen Anschluss nach draußen. Und eine Pumpe B für die Steuergeräte für Frontlader usw. - hier gehen die Leitungen seitlich links aus dem Alu-Deckel vor dem Sitz vorbei nach rechts zu den Steuergeräten. Dies ist offenbar bei den Eicher-Getrieben so gemacht worden. Multipower gibts da nicht. Bei B hatte ich letztes Jahr einen Rohrbruch im Getriebe und hab alles auseinander gehabt und ein neues Rohr eingebaut (Im Bild die Leitung Quer durchs Getriebe von links oben der Pumpe B nach links unten zum seitlichen Deckel). 

Was ist "IPTO mit hydrlausicher Kupplung"?

Ich hab eine mechanische Zapfwellenkupplung, welche über nur einen Hebel im ersten drittel auskuppelt, in der mitte die Zapfwelle ein/ausschaltet und im letzten drittel wieder einkuppelt.

Zum Ölfilter: Ja, Deckel ist mittich unter dem Getriebe. Dieser ist ein Drahtgeflechtfilter. Das Öl muss ich nochmal nach der genauen Bezeichnung schauen - ist aber laut Fachhändler genau für dieses Getriebe bestimmt. Die Idee mit dem zu dicken Öl hatte ich auch schon, wundere mich aber über die gefühlt zuhnemende verschlechterung des Problems. Zudem hat sich aber auch gar nichts am Problem geändert nach der Reinigung des Filters.

Die O-Ringe vom Steigrohr hab ich letztes Jahr neu gemacht - ohne Veränderung.

Kann das Steuergerät (2) durch die untere Zapfwelle, welche sich unter der im Bild sichtbare Welle (4) befindete derart beeinflusst werden, dass es öffnet? Also vom zähflüssig strömenden Fluid aufgedrückt werden? 

Wie kann man sich den Effekt erklären, dass der Kraftheber bei medium warmgelaufener Maschine ab einer gewissen Drehzahl abruppt komplett absenkt, nimmt man das Gas zurück hebt er wieder auf die gewünschte Stelle. Die Schwellwertdrehzahl verändert sich mit dem Warmwerden. 

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Mit dem Phänomen bin ich echt am Ende - hab keine logische Erklärung was die Ursache sein kann.

Gruß Karl
 
Nun, das wird nicht leicht, denn die Pumpensteuerung unterscheidet sich massiv von der mir bekannten MF-Version. Aber wenn du magst, probieren wir es mal mit Hirnschmalz.Hast du noch ein Bild durch den rechten Getriebedeckel, so daß man das Steuerventil (2) und auch den Betätigungshebel (der mit der Rolle oben) von der Seite sehen kann? Ist der Hydraulikdeckel noch offen? Ist der Rücklauf von Zuastzpumpe so platziert, daß man den Schlepper mit offenem Deckel laufen kann oder gäbe das Riesenauerei? Wir könnten schon mal festhalten: Es hat was mit der Viskosität des Öls zu tun. Ist das Problem saugseitig, weil die Kolbenpumpe im Vergleich zur Zahnradpumpe kaum Saugleistung hat und das zähflüssige Öl bei höherer Drehzahlnicht schnell genug nachläuft?

Bei MF ist es so, daß der Betätigungshebel per Federkraft den Steuerschieber hinein, also die Betätigunsrolle oben in Fahrtrichtung nach hinten schiebt. Die Pumpe steht jetzt auf "fördern". Durch unerwünschten Staudruck müsste hier bei dir irgendein hydraulisch betätigtes Stellglied also bei Drehzahlerhöhung den Steuerschieber heraus, die Betätigungsrolle nach vorne schieben um auf Nullförderung bzw. auf "Senken". Wenn man das bei laufender Maschine beobachten könnte, wären die möglichen Fehlerqellen schon deutlich weniger.

Gibt es denn von Eicher kein WHB und eine ET- Liste von Maschine? Dann könnte man sich mal die Explosionszeichnungen Pumpensteuerung ansehen.

Natürlich sind auch hier wieder alle MF-Freaks um Einbringung gebeten.

Gruß +Matthes+
 
Vielen Dank Matthes, ich sehe du nimmst die Herausforderung an :-)

Also derzeit ist der Schlepper vollständig montiert und fahrbereit - weil mir einfach jegliche Idee zur Ursache fehlt! Bilder hab ich aber und folgen. Laufen lassen mit offenem Deckel (rechts) habe ich auch schon überlegt, würde ich aber erst, wenn ich zumindest weiß wie die Steuerung der Regelhydraulik genau funktioniert. Aber ich sehe, da bist du schon mal der Richtige. :-) 

Eine Ersatzteilliste hab ich, allerdings gibt es in dieser ein paar kleine Abweichungen zu meinem Modell. Bilder Folgen.

Und ja, ich kann nur alle "MF-Feaks" bitten den alten Eicherfahrer aufzuklären, welch tolle Technik er hier verbaut hat .-)  Danke und Gruß
 
Prima Bilder Karl,

Ich fürchte, wir werden hier für eine konkrete Funktionsanalyse ohne Rep.-Anleitung nicht weiter kommen. Mich würde interessieren, ob das so eine spezielle Eicher/MF Version war, oder vielleicht auch in späteren MF-Serien so verbaut war.Vielleicht weiss da ja noch einer was? Welches Baujahr hat dein Eicher?

Sehr interessant, aber nicht überraschend ist, daß es von der Pos.46 bis Pos.22 der Ex-Zeichnung (mit dem Filter ) von der Saugseite her einen Kolben/Stellelement gibt, welches scheinbar den Umlenkpunkt des Betätigungshebels (Foto 1) verschieben und damit natürlich auch von "Heben" auf Nullförderung bzw. "Senken" umschalten kann. Das ganze dann noch federbelastet (Pos. 20). Ich glaube, wir sind hier schon nahe dran, an der Lösung.

Hast du noch ein Bild von der "Saugstutzenseite" der Pumpe Pos. 14, 24 usw.?

Gruß +Matthes+

 "Wir schaffen das" :-)
 
Gude Karl,

willst du jetzt noch etwas warten, ob noch jemand sich hier einbringen/ mit uns hirnschmalzen mag? Aus alter Erfahrung weis ich hier nicht weiter. Ansonsten wäre die Beschaffung eines RHB/WA  angesagt. Gemäß meiner Recherche gibt es eine solche für den Eicher 4048. Bei der wird im Inhaltsverzeichnis sogar nach "alter und neuer" Hydraulik unterschieden. Das hört sich schon mal interressant an!

fachliteraturversand.de/Bau-Land-Forst/Eicher/Eicher-Traktoren-Reparaturhandbuch-Werkstatthandbuch::44597.html

Ob du dafür jetzt 70€ ausgeben magst, musst du entscheiden. Hast du jetzt noch ein Bild von der Filterseite? Ich gehe jetzt mal in die Warteschleife.

Beste Grüße +Matthes+
 
Hallo nochmal

also die Saugseite sieht so aus (von unten durch den demontierten Filterdeckel), A = Kraftheberpumpe, B = Zusatzpumpe:

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