Wie stellt man die einwandfreihe Funktion der Hydraulik fest???? Test Manometer??

  • Ersteller Ersteller TomRon
  • Erstellt am Erstellt am
T

TomRon

Gast
Hallo!

Hab an meinem 3-Wegehahn ein Manometer angeschlossen. wenn ich jetzt diesen Ausgang beschalte und den äußeren Hebel hoch schiebe (innerer Hebel liegt auf äußere Hydraulikzylinder) dann habe ich am Anfang leicht Druck ca. 70bar. schiebe ich den Hebel jetzt ganz nach oben dann pendelt die Nadel ganz wild zwischen 200 und ca. 100 bar hin und her. 2ca. 2 bis 3 mal pro Sekunde.
Lehrlaufdrehzahl ca 700 upm.

Ist das Normal oder hat es da etwas? Mir kommt es komisch vor
 
Hallo,

die Hydraulikpumpe schafft in der Regel einen max. Druck von 180 - 200 bar.
Vielleicht ist das Manometer so empfindlich, dass es entsprechend des Pumpenbetriebes (4-Kolbenpumpe) die Druckschwankungen wiedergibt.
Wenn im Normalbetrieb (Frontlader, Heckhydraulik, etc.) alles gut funktioniert, würde ich mir keine Sorgen machen.
VG
 
Hallo TomRon,

Klackert der Schlepper dabei laut unter dem Sitz?
Dann könnte das Überdruckventil ansprechen.
Das würde auch erklären, warum der Druck immer wieder zusammenbricht.

Gruß,
MHF
 
Klackern würde ich es nicht bezeichnen... eher als Schergeräusch.
Auf der Transport Stellung habe ich nicht so ein lautes Geräusch aber die Nadel schwingt 2 mal pro Sekunde zwischen 100 und 200bar.... bei höherer Drehzahl (1200) schwingt sie dementsprechend schneller. Für mich sieht das pulsierend aus. Der Frontlader hat auch leichte Tendenz das er zu schwingen beginnt...vor allem wenn ich den FL auf eine bestimmte Position einstellen will. auch die Hubgeschwindigkeit des FL ist für meinen Begriff sehr langsam...

Auch lässt sich der Druck nicht fein einstellen... wie im ersten Beitrag schon geschrieben ist auf ca Mittelstellung ein druck von 70bar messbar... wenn ich den Hebel dann weiter nach oben führe ist schlagartig der ganze Druck mit dem oben geschildertem Effekt vorhanden.

Zu dem Punkt mit dem Überdruckventil... rein von der logik her betrachtet sollte das Ventil ja nur überschüssigen Druck ablassen können und nicht den Systemdruck auf die Hälfte begrenzen... oder seh ich das falsch?
 
Hallo Tom,
ich bin mir nicht ganz sicher,glaube aber daß deine Prüfmethode nicht o.k. ist.Wenn ich mich recht erinnere,habe ich den äußeren Hebel ganz hinten gehabt,den inneren unten im Zugkraftverstärkerbereich auf schwach.Manometer im Kipperanschluß und dann den inneren Hebel langsam Richtung stark bewegen.Dabei müßte der Druck mit dem Hebelweg steigen,bis zum angegebenen Maximaldruck.Das müßte ohne großes Flattern des Manometers gehen.Bei der Stellung des Maximaldrucks dann mal den FL ausprobieren.Die Stellung äußere Hydraulik ist am Segment nicht immer eindeutig.(Verschleiß/Spiel im Gestänge)
Hoffe ich hab mich halbwegs verständlich ausgedrückt.Probiers mal aus.
Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes!

Danke für deinen Beitrag. Ist wieder etwas neues was ich ausprobieren kann!
 
Hallo Tom,
herzlich gerne.Berichte mal über deine Erfahrungen.Wenn ich mich recht erinnere,hast du mal erwähnt,daß du einen Rep.-Leitfaden hast.Ist das der original MF-RLF?Wenn der Druck bei der von mir beschriebenen Vorgehensweise immer noch schwankt,lies dir mal das Kapitel N-8,innere Einstellungen,Endeinstellung-Zugkraftverstärkung,durch.Dann wird auch verständlich,warum der Druck schwankt(Membranventil) und wie Abhilfe geschaffen wird.
Gruß +Matthes+
 
Hallo an alle interessierte!

So habe jetzt laut Matthes Anleitung wieder einen Test durchgeführt.

Äußerer Hebel nach hoch, innerer nach unten in den ZugKraftVerstärkerBereich.

im ersten drittel baut sich ein druck von 50bar auf - Nadel minimal pulsierend. im 2. drittel des ZKVB fängt es ganz übel zu knarren an druck geht auf bis zu 150bar pulsierend. im oberen drittel des ZKVB wird das knarren wieder leiser Druck bis 200bar stark pulsierend. Die Drehzahl erhöht nur die Frequenz in der die Nadel schwingt.

Effekt 2: beim Frontlader und bei der Heckhydraulik habe ich dieses Knarren aus dem Getriebegehäuse nicht! Egal ob im ZKVB oder äussere Hydraulik oder Transportstellung

Effekt 3: Der Frontlader benötigt ca. 16 Sekunden vom abheben am Boden bis zum erreichen der Endhöhe. An den Reifen kann man deutlich eine pulsierende Bewegung feststellen.

zu deiner Frage ja ich habe den RLF für den MF165... Kapitel N-8 habe ich gefunden muss erst Selbststudium betreiben... beim ersten mal durchlesen hab ich nur einen Bruchteil verstanden.

LG Tom
 
Hallo Tom,
Geräusche sind natürlich schwer zu beschreiben.Unter "knarren" kann ich mir nicht wirklich was vorstellen.
Mit ZKV-Hebel verstärkt du ja den Druck=Vorpannung der Feder vom ZKV-Ventil.Da ist es möglich,daß es einen Bereich gibt,wo das Ventil zu schnarren beginnt.Der Effekt müßte aber auch auftauchen,wenn der Frontlader komplett ausgefahren ist,der Druck also wieder gegen das Ventil geht.Bei der Heckhydraulik sollte das nicht sein,weil diese am oberen Punkt durch die Exzenterrolle "abgestellt" wird.
In Sachen pulsieren tippe ich weiter auf verstellte Rändelschrauben wie in o.g. Kapitel des RLF beschrieben.
Zur Hubgeschwindigkeit des FL eine grobe Kopfrechnung:Die Kolbenpumpe fördert bei Vollgas 17 l/min.Unter der Annahme,daß man pro Zylinder ca. 2 l Öl braucht,also 4 l für die beiden Zylinder,passen die von dir gemessenen 16 Sek. haargenau.

Gruß +Matthes+
 
Hallo Matthes!

Wie gesagt das scharren ist nur auf dem 2. Ausgang des Umschaltventils hörbar. nicht am FL und auch nicht an der HH.

Bin gestern nicht mehr daszu gekommen Abschnitt N-8 nochmal zu lesen werde das heute noch tun.
 
Hallo Tom,
jetzt sind wir über knarren,schnarren beim scharren angelangt.Ja ja,die Geräusche!(grins)

Kann es sein,daß deine Antwort ein Schnellschuß war und du meinen Beitrag nicht richtig gelesen hast?
Wenn du den 2. Ausgang beaufschlagst,an dem, wie ich vermute,nur das Manometer angeschlossen ist,geht der Druck sofort auf das ZKV-Ventil.Die beiden anderen Varianten hab ich oben beschrieben.
Bei N-8 geht es um Punkt 3,bei mir Seite 23 rechts unten:Endeinstellung-Zugkraftverstärkung.
Inspektionsdeckel rechts ab und schauen,ob der Membranhebel stark schwankt=Hydraulik pulsiert.Wenn ja,Einstellung lt. Anleitung korrigieren.Kein Hexenwerk,das bekommst DU locker hin.
Gruß +Matthes+
 
Kann es sein,daß deine Antwort ein Schnellschuß war und du meinen Beitrag nicht richtig gelesen hast?
keine Ahnung.... denke doch das ich dich richtig verstanden habe... was genau sollte ich nicht richtig verstanden haben *g*.... ich steh glaub ich am schauch

Wenn du den 2. Ausgang beaufschlagst,an dem, wie ich vermute,nur das Manometer angeschlossen ist
ja das stimmt so

geht der Druck sofort auf das ZKV-Ventil
das hab ich nicht geschnallt... was soll mir das jetzt sagen

Bei N-8 geht es um Punkt 3,bei mir Seite 23 rechts unten:Endeinstellung-Zugkraftverstärkung. Inspektionsdeckel rechts ab und schauen,ob der Membranhebel stark schwankt=Hydraulik pulsiert.Wenn ja,Einstellung lt. Anleitung korrigieren.

Das hört sich realisierbar an. Wo ist der inspektionsdeckel... hab den RLF gerade nicht bei der Hand. Muss ich einen Teil des Öles auslassen?

Danke für deine Hilfe!

LG Tom
 
Hallo Tom,
vielleicht habe ich mich ja auch unverständlich ausgedrückt.
Wenn du den "Manometeranschluß" am Wegeventil benutzt,geht der Druck sofort auf das ZKV-Ventil,weil kein "Ölverbraucher".
Ergebnis :schnarren
Wenn du die FL Stellung nimmst,baut sich der Druck,der auf das Ventil wirkt erst auf,wenn die Zylinder vollständig ausgefahren sind.Ergebnis: schnarren
Wenn du die 3Pkt.-Stellung nimmst,sollte sich die Hydraulik bei erreichen der Höchststellung durch den Steuernocken der Hubwelle abschalten.Ergebnis:
kein schnarren,weil kein Druck mehr auf das ZKV-Ventil.
Mit Inspektionsdeckel rechts ist der Deckel am Zentralgehäuse gemeint,in dem dem sich der Peilstab fürs Getriebeöl und die Reaktionsregelung befindet.
Dahinter findest du die Rändeleinstellschrauben für den Membranhebel und das ZKV-Ventil.

Ja,ich glaube,man muß etwas Öl ablassen.

Gruß +Matthes+
 
alles klar!!
26.gif

jetzt ist es angekommen!

Wenn du die FL Stellung nimmst,baut sich der Druck,der auf das Ventil wirkt erst auf,wenn die Zylinder vollständig ausgefahren sind.Ergebnis: schnarren

14.gif
Ergebniss kein schnarren! Bei HH oder FL habe ich diese Geräusche nicht!
7.gif
49.gif
 
Hallo Tom,
okay,lassen wir mal so stehen.Bei HH kein "schnarren",so sollte es auch sein.Scheint soweit in Ordnung.Pulsieren laut RHB überprüfen.
Den FL lassen wir jetzt auch mal "außen vor",weil ich ja bisher gar nicht weiß,wie der überhaupt betätigt wird.Eigenes Steuergerät oder mit der Regelhydraulik?Jedoch:Wenn man sich den "Ölbedarf" der Zylinder im Verhältnis zur Pumpenleistung anschaut,könnte "pulsierend" bei 4 Kolben durchaus passen.
Gruß +Matthes+
 
Mit der Regelhydraulik auf äußere Zylinder.

Ganz andere Frage: Gibt es auf dem Hydraulik deckel die Möglichkeit das ich den Druck immer messen kann und nicht nur wenn ich auf den einen Ausgang schalte... ich meine ob es eine schraube oder einen Ausgang gibt wo ich vor dem Umschaltventil den Druckabgreifen kann???

... dann könnte man bei der Heckhydraulik und beim FL sich die Druckverläufe ansehen.... hätte somit auch einen praktischen Nutzen
 
Hallo Tom,
solange es hier noch Strom gibt.Werde morgen antworten.Habe eben unsere Viecher in den Stall gerettet.So ein Unwetter hab ich schon lange nicht erlebt.25 m hohe Bäume in der oberen Hälfte horizontal im Stamm.
Bis später.
Gruß +Matthes+
 
Hallo Tom,
vor dem Wegeventil gibt es keine Möglichkeit,den Druck "abzugreifen".Das Wegeventil sitzt ja direkt auf dem Steigrohr,daß aus der Pumpe kommt.

Gruß +Matthes+
 
ähmm.... ich habe in einem englischen MF165 manual gelesen das die Imbusschraube direkt unter dem Umschaltventil ein "presure port" sei?

DSC00875.JPG


Das wäre natürlich sehr fein wenn man dort den Druck abnehmen kann... werde das ausprobieren.
 
Auszug aus Kapitel N-8, 1. Ventilüberdruck und Senkgeschwindigkeit einstellen

..... Manometer MF148 an der links vorne oben im Hydraulikdeckel befindlichen Bohrung anschließen. ....

leider ist auf dem Bild nur das Manometer und der Schlauch ersichtlich... aber nicht wo er angeschlossen ist.... ich vermute jetzt mal stark das es diese schraube hier ist????
(nicht die Sechskantmutter sondern dahinter --> Pfeil)

DSC00875_stopfen.jpg
 
Hallo Tom,
im RLF Kapitel A Allgemeines ist auf der Seite 6 unten das Bild 10.Hier sieht man die "Hydraulikanschlußpunkte".Der Druck liegt hier aber nur mit originalem Steigrohrdeckel oder Wegeventil in Stellung HH an.
Gruß +Matthes+
 
Wow! Danke für die Info!
Das heißt jetzt im Klartext ich kann dort den Druck ablesen wenn des Umschaltventil in Stellung HH ist?

Oh mein Gott was sind den das schon wieder für Gewindenormen NPTF, NPSM???

So jetzt die Preisfrage... die Zollgewinde für hydraulische Einrichtungen die hier bei uns im europäischen Raum erhältlich sind... welcher Norm unterliegen die??

GB
BSP 55° Zylindrisches British Standard Gasgewinde British Strandard Pipe
BSPT 55° Kegeliges British Standard Gasgewinde British Standard Pipe Taper

USA
NPT 60° Kegeliges Gasrohrgewinde 1:16 National Taper Pipe 1:16
NPTF 60° Kegeliges Gasrohrgewinde trocken dichtend 1:16 National Taper Pipe Dryseal 1:16
NPS 60° Zylindrisches Standard Gasgewinde für Innengewinde National Standard Straight Pipe
NPSM 60° Zylindrisches Standard Gasgewinde für Aussengewinde National Standard Straight Pipe for free fitting mechanical
NPSF 60° Zylindrisches Standard Gasgewinde für Innengewinde, trocken dichtend National Standard Internal Straight Pipe Dryseal
 
Hall Tom,
du kannst DEN Druck ablesen,der dann im HH-Kreis herrscht.Kein Anbaugerät drann=kein Druck. Leichtes Anbaugerät dran=wenig Druck. Schweres Anbaugerät= hoher Druck.
Du kannst allerdings immer den Maximaldruck ablesen,wenn du am Segment bis auf äußere Hydraulik gehst und ÜD-Ventil abbläst.
Bei den Gewinden kann ich dir leider nicht weiterhelfen,habe keine Ahnung.

Kobra,übernehmen sie.

Gruß´+Matthes+
 
Zurück
Oben